Hinweise
Zu dieser Ausgabe
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| 161 | Die vorliegenden Vorträge während der Festspielzeit 1913 in München mußte Rudolf Steiner infolge des starken Besuches von Freunden aus dem In- und Auslande zweimal am Tage, vormittags und abends, halten. Die Veranstaltungen fanden in dem Prinzensaale des Cafe Luitpold statt. Auch die Aufführungen der beiden Mysteriendramen «Der Hüter der Schwelle» und «Der Seelen Erwachen» mußten im Volkstheater zweimal gegeben werden. Der Titel des 1913 uraufgeführten Mysteriendramas hieß noch in der Programmankündigung «Marias und Thomasius' Erwachen (oder Das Jenseits der Schwelle)». Rudolf Steiner hatte das ursprünglich ebenfalls zur Uraufführung vorgesehene Drama von Edouard Schure «Die Seelenhüterin» [Le Theatre de l'äme: I. Les enfants de Lucifer (Drame antique) II. La soeur gardienne (Drame moderne)] bis zur fünften Szene des dritten Aktes auf Grund der Übersetzung von Marie Steiner-von Sivers — ebenso wie 1907 «Das heilige Drama von Eleusis» und 1909 «Die Kinder des Lucifef» - für die Bühne sprachlich eingerichtet; das handgeschriebene Manuskript liegt vor; die Proben hatten auch bereits begonnen. Über die in München während der Festspielzeiten gehaltenen Vortragsveranstaltungen von Rudolf Steiner und die unter seiner Leitung stattgefundenen Festaufführungen orientiert eine Zeittafel (Seite 159). Bekannt ist, daß für das Jahr 1914 die Aufführung eines fünften Mysteriendramas geplant war. Für den Münchner Vortragszyklus «Über okkultes Hören und okkultes Lesen» vom 18. bis 27. August waren die Einladungen bereits verschickt worden. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges setzte der Münchener Festspielzeit ein jähes Ende. In Dornach fanden dann auf Bitten der Mitglieder vier Vorträge über «Okkultes Lesen und okkultes Hören» vom 3. bis 6. Oktober statt, die keinen «Ersatz» darstellten «für dasjenige, was in München beabsichtigt war» (GA 156). Im Winter 1922 kündigte Rudolf Steiner für den kommenden Sommer die Aufführung der vier Mysteriendramen im Goetheanum in Dornach, das zur Aufführung dieser Dramen errichtet worden war, an. In der Silvesternacht 1922/23 wurde aber der Bau ein Raub der Flammen. B eim Studium dieser Vorträge bilden die grundlegenden Werke Rudolf Steiners, welche durch ihn selbst auch im Verlaufe des Zyklus erwähnt werden, die Voraussetzung für ein volles Verständnis der Darstellungen. Zu den Mysteriendramen vergleiche außer den in München bei den Uraufführungen gehaltenen Vortragszyklen (siehe Zeittafel S. 159) auch noch die drei Vortrage in Basel und Berlin «Über die Mysteriendramen <Die Pforte der Einweihung> und <Die Prüfung der Seele>», Dornach 1982, und «Entwürfe, Fragmente, Paralipomena zu den vier Mysteriendramen», GA44. Textgrundlage: Stenographiert wurden jeweils die am Abend gehaltenen zweiten Vorträge. Mitstenographiert wurde von Georg Klenk. Die Originalstenogramme sind nicht |
| 162 | mehr vorhanden. Die Textgestaltung geht auf die erste Veröffentlichung als Zyklus XXIX im Philosophisch-Anthroposophischen Verlag Berlin 1914 durch Marie Steiner zurück. Ein Zyklen-Zweitdruck wurde 1930 von Adolf Arenson besorgt. Die erste Buchausgabe erschien 1955, herausgegeben von Edwin Froböse; nachgedruckt I960 und 1969; neu durchgesehen 1982 und 1997 von Caroline Wispler. Für die 5. Auflage von 1982 wurden die Inhaltsangaben und die Hinweise erweitert. Für die 6. Auflage von 1997 wurde ein Namenregister beigefügt. |
Hinweise zum Text
| 162 | Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.
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