HINWEISE

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373 Der vorliegende Vortragszyklus wurde jeweils an den Abenden des zweiten internationalen Kongresses der anthroposophischen Bewegung gehalten. Der erste solche Kongreß hatte vom 29. August bis 6. September 1921 in Stuttgart stattgefunden mit dem Thema «Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte» (8 Vorträge), Bibl.-Nr.78, GA 1968.
Der Wiener Kongreß fand ein starkes Echo in der Öffentlichkeit und rief neben zahlreichen positiven Stimmen in der Presse auch Gegner auf den Plan. Die Abendvorträge waren jeweils von etwa 2000 Menschen besucht. Der Gesamtkongreß, die Vorträge Rudolf Steiners und der anderen Redner zu den Wissenschaften und zur Kunst wurden ausführlich besprochen und referiert in den folgenden Zeitschriften: «Dreigliederung des sozialen Organismus» (ab Juli 1922 «Anthroposophie. Wochenschrift für freies Geistesleben»), Stuttgart, Jg. 3, Nr.49 bis 52 (ab 8. Juni 1922) und Jg.4, Nr. 1 und folgende; sowie: «Das Goetheanum. Wochenschrift für Anthroposophie und Dreigliederung», Dornach, Jg. 1, Nr. 45 und folgende (ab 18juni 1922) und Jg. 2. Nr. 1 bis 3; siehe auch die «Kongreßnummer» von «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie und Dreigliederung», Stuttgart, Jg, 2, Heft 2/3, Mai/Juni 1922.
Der Wortlaut der Vorträge Rudolf Steiners wurde erstmals veröffentlicht in «österreichische Blätter für freies Geistesleben», hg. von H.E.Lauer, Wien, Jg. 3, Heft 1 bis 11 0anuar bis November) 1926.
Die Notizen Rudolf Steiners zu den Vorträgen wurden der 3. Auflage hinzugefugt. Sie waren veröffentlicht in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nr. 39, Dornach, Michaeli 1972.
Von den einleitenden Ansprachen R. Steiners zur Eurythmie am 2., 9. und 12, Juni sind keine Mitschriften vorhanden; desgleichen nicht von dem abschließenden Lichtbildervortrag «Der Baugedanke von Dornach» am 12. Juni. Der Vortrag vom 7. Juni «Dichtung und Rezitation» mit den Darbietungen von Marie Steiner-von Sivers ist abgedruckt in «Die Kunst der Rezitation und Deklamation» (Vorträge und Ansprachen zu Rezitationsveranstaltungen 1912 bis 1923, sowie ein Seminar von M. Steiner 1928), Bibl.-Nr.281, GA 1967, S. 118-135;
Der Text der dritten Auflage von 1981 behält im wesentlichen die Bearbeitung der zweiten Auflage durch Marie Steiner und Roman Boos bei. An wenigen Stellen lediglich schien es nötig, auf den ursprünglichen Wortlaut der maschinenschriftlichen Vorlage zurückzugehen. Das Originalstenogramm selber liegt nicht mehr vor; unbekannt ist auch, wer mitgeschrieben hat; die Dornacher Stenographin, Helene Finckh, war nicht mit in Wien.
Erstmals in die dritte Auflage wurden aufgenommen: Die Aufzeichnungen Rudolf Steiners zu den Vorträgen; die Einladung mit den Kursprogrammen sowie der Entwurf Rudolf Steiners und die Ausführung der Eintrittskarten für den Kongreß.
374 Werke Rudolf Steiners, welche in der Gesamtausgabe (GA) erschienen sind, werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


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22 Rudolf Steiner, «Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung. Seelische Beobachtungsresultate nach naturwissenschaftlicher Methode» (1894), GA Bibl.-Nr.4, (auch als Taschenbuch).
28 der Atemstoß … geht aber auch durch den Rückenmarkskanal in das menschliche Gehirn hinein: Durch die Veränderung des Druckes auf die Flüssigkeitssäule, in der Rückenmark und Gehirn schwimmen (Cerebrospinalflüssigkeit).
31 das herrliche LiedBhagavad Gita: «Des Erhabenen Sang», Episode in 18 Gesängen aus dem 6. Buch des großen indischen Heldenepos «Mahabharata». Siehe R. Steiner, «Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe» (5 Vorträge Köln 1912/13), GA Bibl.-Nr. 142, (auch als Taschenbuch); sowie R. Steiner, «Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita» (9 Vorträge Helsingfors 1913), GA Bibl.-Nr. 146.
35 im späteren Jogaweg, zum Beispiel in dem des Patanjali: Der Jogaweg (Joga = «Joch», «Anjochung») existiert bereits in den Veden (siehe den Hinweis zu S. 102, die ihrerseits in uralter mündlicher Tradition wurzeln. Um 150 v. Chr. faßte Patanjali die Praxis und Tradition des achtstufigen Weges in Joga-Sutras zusammen.
36 «Zwar ist es leicht, f doch ist das Leichte schwer»: «Faust» II. Teil, 1. Akt, Vers 4928/29.
37 Rudolf Steiner, «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» (1904), GA Bibl.-Nr. 10, (auch als Taschenbuch); «Die Geheimwissenschaftim Umriß» (1910), GA Bibl.-Nr. 13, (auch als Taschenbuch); «Von Seelenrätseln» (1917), GA Bibl.-Nr. 21; «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen» (1912), GA Bibl.-Nr. 16, (auch als Taschenbuch).
41 Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, 1775-1854.

Lorenz Oken, eigentlich Ockenfuß, 1779-1851.
46 das Kantsche Wort,,.: In einer jeden wirklichen Erkenntnis ist nur so viel Wissenschaft, als Mathematik drinnen ist: Siehe Immanuel Kant, 1724-1804, Vorrede zu «Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft» (1786): «Ich behaupte, daß in jeder besonderen Naturlehre nur so viel eigentliche Wissenschaft angetroffen werden könne, als darin Mathematik anzutreffen ist.»
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47 Die Haeckelsche Schule selber hat in einem ihrer hervorragendsten Vertreter ausdrücklich zugestanden, daß man zu einer ganz anderen Forschungsweise …: Es handelt sich um den von Rudolf Steiner oft zitierten Anatomen Oscar Hertwig, 1849-1922; vgl. dessen Werk «Das Werden der Organismen. Eine Widerlegung von Darwins Zufallstheorie», Jena 1916; siehe z.B. Seite 48, wo Hertwig im Anschluß an Eduard von Hartmann sagt: «Es ist aber grundsätzlich verkehrt, das Höhere aus dem Niederen erschöpfend verstehen zu wollen; die Biologie braucht ihre eigenen Methoden, und wenn sie auch die physikochemischen Gesetze als die unerschütterliche Grundlage ihrer Untersuchungen anerkennt, so besteht doch ihre eigentliche Aufgabe darin, diejenigen Gesetze zu erforschen, die in der unorganischen Natur nicht vorkommen, die sich aber in der organischen Natur über die physikochemischen Gesetze überlagern.»
54 die sonderbare Anschauung von dem psychophysischen Parallelismus; Siehe Hermann Ebbinghaus, «Abriß der Psychologie», Leipzig 1908; Seite 34-40, §3: Wechselwirkung und Parallelismus.
56 Richard Wähle, 1857-1935, «Das Ganze der Philosophie und ihr Ende. Ihre Vermächtnisse an die Theologie, Physiologie, Ästhetik und Staatspädagogik», Wien und Leipzig 1894; «Über den Mechanismus des geistigen Lebens», Wien und Leipzig 1906.
57 ein neuerer Seelenforscher, der lange hier in Wien gelebt und gewirkt hat: Franz Brentano, 1838-1917, «Psychologie vom empirischen Standpunkt», Band I, Leipzig 1874; siehe Kap. 1, Seite 20: «Für die Hoffnungen eines Piaton und Aristoteles, über das Fortleben unseres bessern Teiles nach der Auflösung des Leibes Sicherheit zu gewinnen, würden dagegen die Gesetze der Assoziation von Vorstellungen, der Entwickelung von Überzeugungen und Meinungen und des Keimens und Treibens von Lust und Liebe alles Andere, nur nicht eine wahre Entschädigung sein… Und wenn wirklich der Unterschied der beiden Anschauungen die Aufnahme oder den Ausschluß der Frage nach der Unsterblichkeit besagte, so wäre er für die Psychologie ein überaus bedeutender zu nennen, und ein Eingehen in die metaphysische Untersuchung über die Substanz als Trägerin der Zustände unvermeidlich.» Siehe auch Rudolf Steiner, «Franz Brentano (Ein Nachruf)» in «Von Seelenrätseln» (1917), GABibl.-Nr.21.
71 Allein schon Schiller sagt: Votivtafeln. An die Astronomen: Schwatzet mir nicht so viel von Nebelflecken und Sonnen! Ist die Natur nur groß, weil sie zu zählen euch gibt? Euer Gegenstand ist der erhabenste freilich im Räume; Aber, Freunde, im Räume wohnt das Erhabene nicht!
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75 Nur einzelne Menschen, wie Goethes Freund Knebel…: Karl Ludwig Knebel, 1744-1834, war seit 1774 Prinzenerzieher in Weimar und arrangierte die Begegnung zwischen Herzog Karl August und Goethe; beide verband eine lebenslange Freundschaft. - Siehe «Knebels literarischer Nachlaß und Briefwechsel», hg. von Varnhagen von Ense und Mundt, Bd. 3, S.452: «Man wird bei genauer Beobachtung finden, daß in dem Leben der meisten Menschen sich ein gewisser Plan findet, der, durch die eigene Natur oder durch die Umstände, die sie führen, ihnen gleichsam vorgezeichnet ist. Die Zustände ihres Lebens mögen noch so abwechselnd und veränderlich sein, es zeigt sich am Ende doch ein Ganzes, das unter sich eine gewisse Übereinstimmung bemerken läßt. - Die Hand eines bestimmten Schicksals, so verborgen sie auch wirken mag, zeigt sich auch genau, sie mag nun durch äußere Wirkung oder innere Regung bewegt sein: ja, widersprechende Gründe bewegen sich oftmals in ihrer Richtung. So verwirrt der Lauf ist, so zeigt sich immer Grund und Richtung durch.»
79 «Frage sich doch jeder, mit welchem Organ…: Sprüche in Prosa, Goethes Naturwissenschaftliche Schriften, hg. von Rudolf Steiner, GA Bibl.-Nr. la-e, Dornach 1975, Band IV, 2, S.487.
81 Ebenso müssen wir uns wohl nach und nach gewöhnen, eine geschichtliche Symptomatologie zu treiben: Vgl. Rudolf Steiner, «Geschichtliche Symptomatologie» (9 Vorträge Dornach 1918), GA Bibl.-Nr. 185.
91 Nikolaus Kopernikus, 1473-1543.

Galileo Galilei, 1564-1642.

Philotheo Giordano Bruno, 1548-1600.
96 «Das schöne ist eine Manifestation geheimer Naturgesetze…»: Sprüche in Prosa, Goethes Naturwissenschaftliche Schriften, hg. von Rudolf Steiner, GA Bibl.-Nr. la-e, Dornach 1975, Band IV, 2, S.494.
99 Otto Willmann, 1839-1920, «Geschichte des Idealismus», 3 Bände, Braunschweig 1894, 2. Aufl. 1907.
102 Veden: Veda, d.i. «heiliges Wissen», nennt sich die Gesamtheit der ältesten in Sanskrit abgefaßten religiösen Weisheitsschriften der Hindus, deren übersinnlicher Ursprung noch erlebt wurde. Es handelt sich um eine umfangreiche «Literatur», deren Wort und Gehalt vorher lange Zeiten hindurch nur mündlich gelebt hatten. Die verschiedenen Überlieferungen gliedern sich hauptsächlich in: Sanhitas, Brahmanas, Aranyakas und Upanishads. Vereinfachend werden oft nur die Teile der Sanhitas (d.i. Sammlungen) als Veden bezeichnet. Es handelt sich dabei um vier Sammlungen von Liedern, Opferformeln und Zaubersprüchen, wovon die Hauptsammlung der am weitesten zurückreichenden Gesänge und Hymnen der bekannte Rigveda ist.
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102 Wladimir Solovjeff, 1853-1900.

John Stewart Mill, 1806-1873.

Herbert Spencer, 1820-1903.
103 Immanuel Kant, 1724-1804.

Auguste Comte, 1798-1857.

Konzil von Nicäa: Das Konzil von 325, auf dem das athanasische Glaubensbekenntnis (Wesensgleichheit des Gottessohnes mit dem Vater, nicht Wesensähnlichkeit) als das rechtgläubige anerkannt wurde.
105 Bei Goethe, dem repräsentativen Mitteleuropäer*, finden wir Kunst und Wissenschaft doch in eins geprägt; Vgl. von Rudolf Steiners GoetheArbeiten, in denen dieser Gesichtspunkt immer wieder hervorgehoben wird, u.a.: «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften (Einleitungen)» (1883-1897), GA Bibl.-Nr. 1; «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr. 6, (auch als Taschenbuch); «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen Faust und das Märchen <Von der Schlange und der Iilie> » (1918), GA Bibl.-Nr. 22.

Baruch Spinoza, 1632-1677; siehe auch Rudolf Steiner, «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr. 6, (auch als Taschenbuch).
106 Und im Anblick der südlichen Kunstwerke schrieb er (Goethe) seinen Freunden: Am 6. September 1787 aus Rom: «Die hohen Kunstwerke sind zugleich als die höchsten Naturwerke von Menschen nach wahren und natürlichen Gesetzen hervorgebracht worden. Alles Willkürliche, Eingebildete fällt zusammen; da ist Notwendigkeit, da ist Gott.» - Das folgende Zitat: «Ich habe eine Vermutung…»: 28. Januar 1787 ebenfalls aus Rom.

In meiner Jugend lernte ich kennen Karl Julius Schwer: Siehe Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang» (1924/25), GA Bibl.-Nr. 28, S. 54/55 und 89-94; sowie das Kapitel «Bilder aus dem Gedankenleben Österreichs» in «Vom Menschenrätsel» (1916), GA Bibl.-Nr. 20.

Karl Julius Schmer, 1825-1900, Dichter, Mundartenforscher und Literarhistoriker; Professor an der Universität Pest; 1867-1895 an der Technischen Hochschule in Wien. Die Vorlesungen von 1879, auf die sich Rudolf Steiner hier bezieht, sind unseres Wissens nicht gedruckt.
107 Wer Wissenschaft und Kunst besitzt…: Goethe, Zahme Xenien VIII.
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109 Vedantaphilosophie: Vcdanta heißt «Ziel» oder «Ende des Veda» und bezeichnet die systematisch philosophische Zusammenfassung der Lehren des Veda, zunächst in den Brahma-Sutras des Badarayana (um 200 v. Chr.) dann als das klassisch gewordene Vedantasystem des großen Philosophen Sbankara (788-820 n. Chr.).
130 Ich möchte das Urteil mitteilen, das vor einigen Jahren ein Engländer ausgesprochen hat: Siehe C. H. Herford «Die Geschichte des deutschen Geistes und der deutschen Literatur» in «Deutschland im neunzehnten Jahrhundert». Fünf Vorlesungen von Rose, Gönner, Sadler und Herford, mit einem Geleitwort von Viscount Haidane, deutsch von K. Breul, Berlin 1913, S. 190/191.

Henry Thomas Buckle, 1822-1862, «Geschichte der Zivilisation in England», London 1857, deutsch von A. Rüge, Heidelberg 1859.

Jacob Burckhardt, 1818-1897, «Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch», Basel 1860.
132 derjenige, der der Buddha genannt worden ist: Gautama Buddha, 550 bis um 470 v. Chr. Vgl. auch Rudolf Steiner, «Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums» (1902), GA Bibl.- Nr.8, (auch als Taschenbuch), sowie den Vortrag «Buddha und Christus» vom 2. Dezember 1909 in Berlin, in: «Pfade der Seelenerlebnisse» (8 öffentliche Vorträge Berlin 1909/1910), GA Bibl.-Nr.58, (auch als Taschenbuch).
137 Schopenhauer, 1788-1860
138 Emil Du Bois-Reymond, 1818-1896; siehe seinen Vortrag «Über die Grenzen des Naturerkcnnens» gehalten in der 2. Sitzung der 45. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Leipzig am 14. August 1872, Leipzig 1872. jene Grenzen der Naturerkenntnis, … die heute allerdings anders angesehen werden: Nach dem «Ignorabimus» des Du Bois-Reymond hatte sich immer stärker die positivistische Wissenschaftshaltung herausgebildet, die das tiefere Erklärungsbedürfnis des Menschen selbst für unwissenschaftlich hält und es überwinden zu müssen glaubt, zugunsten der bloßen auf mathematische Strukturen gegründeten Beschreibung von positiven Tatsachen. - Vgl. auch Rudolf Steiners Vortrag vom 27. September 1920 in «Grenzen der Naturerkenntnis» (8 Vorträge Dornach 1920), GABibl.-Nr.322.
142 Meister Eckhart, um 1250-1327.
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142 Johannes Tauler, um 1300-1361. Siehe Rudolf Steiner, «Die Mystik im Aufgang des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung» (1901), GA Bibl,-Nr. 7, (auch als Taschenbuch).
148 Er (Goethe) hat harte Worte gegen solche Selbsterkenntnis im mystischen Sinne gefunden: Siehe z.B. «Sprüche in Prosa», Goethes Naturwissenschaftliche Schriften, hg. von Rudolf Steiner, Band IV, 2, Dornach 1975, S.458: «Der Mensch ist als wirklich in die Mitte einer wirklichen Welt gesetzt und mit solchen Organen begabt, daß er das Wirkliche und nebenbei das Mögliche erkennen und hervorbringen kann. Alle gesunden Menschen haben die Überzeugung ihres Daseins und eines Daseienden um sie her. Indessen gibt es auch einen hohlen Fleck im Gehirn, d.h. eine Stelle, wo sich kein Gegenstand abspiegelt, wie denn auch im Auge selbst ein Fleckchen ist, das nicht sieht. Wird der Mensch auf diese Stelle besonders aufmerksam, vertieft er sich darin, so verfällt er in eine Geisteskrankheit, ahnet hier Dinge aus einer andern Welt, die aber eigentlich Undinge sind und weder Gestalt noch Begrenzung haben, sondern als leere Nacht-Räumlichkeit ängstigen und den, der sich nicht losreißt, mehr als gespensterhaft verfolgen.» Vgl. auch Rudolf Steiner, «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr.6.
158 Kant-Laplacesche Theorie: Diese materialistische Deutung der Weltentstehung stützt sich auf Immanuel Kants Schrift «Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels oder Versuch von der Verfassung und dem mechanischen Ursprung des ganzen Weltgebäudes nach Newtonschen Grundsätzen abgehandelt» (1755); sie wurde in wesentlichen Punkten von dem Mathematiker und Astronomen Pierre Simon Laplace (1749-1827) ergänzt in seiner Schrift «Explosion du Systeme du monde» (1796).
159 Wärmetod: Unter der Vorstellung vom Weltall als in sich geschlossenem thermodynamischen System wäre dessen Endzustand eine durch Entropie sich einstellende absolut gleichmäßige Verteilung der Gesamtenergie auf alle Materie, so daß kein Leben mehr entstehen könnte. - Siehe dazu die Fragenbeantwortung Rudolf Steiners zum Vortrag vom 12. November 1917, den modernen Entropiebegriff der Physik betreffend, in «Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie» (8 Öffentliche Vorträge, Zürich 1917 und 1918), Bibl.-Nr.73, GA 1973, S. 157-159.
172 vor dreißig Jahren den Versuch…, das Problem der Freiheit des Menschen zufassen: Siehe den Hinweis zu Seite 22. Vgl. ferner den Vortrag vom 27. Oktober 1918 in: Rudolf Steiner, «Geschichtliche Symptomatologie» (9 Vorträge Dornach 1918), GA Bibl.-Nr. 185.
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173 Nikolaus Kopernikus, 1473-1543. Galileo Galilei, 1564-1642.
179 Dieses andere nun kann begründet sein auf einer lebendigen Erziehungskunst: Aus der Fülle pädagogischer Vorträge, Kurse und Seminare sei hier als Einführung hingewiesen auf R. Steiner, «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» (1907), Einzelausgabe Dornach 1978, sowie «Zeitgemäße Erziehung im Kindheitsund Jugendalter» (2 Vorträge London 19. und 20. November 1922), Einzelausgabe Dornach 1976.
182 Rosa Luxemburg, 1870-1919, sozialistische Politikerin. Sie gehörte zu den Vertretern der radikalen Richtung innerhalb der deutschen Sozialdemokratie; lehrte an der Berliner Parteischule marxistische Nationalökonomie. 1917 gründete sie mit Karl Liebknecht den Spartakistenbund und Ende 1918 die Kommunistische Partei. Beim Januaraufstand 1919 wurden sie und Karl Liebknecht ohne Verfahren von Regierungstruppen erschossen. - Rudolf Steiner hat am 12. Januar 1902 (bei der Eröffnung der neuen Arbeiterbildungsschule, an der er als Lehrer tätig war; siehe den Hinweis zu Seite 256) nach einem Vortrag von Rosa Luxemburg zu dem selben Thema gesprochen: «Die Wissenschaft und der Arbeiterkampf» (keine Nachschrift); vgl. «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nr. 36, 1971/72, S.21. die Waldorfschule in Stuttgart: Freie Waldorfschule, einheitliche Volksund höhere Schule; sie wurde begründet im September 1919 durch Dr. h.c. Emil Molt im Zusammenhang mit der Bewegung für soziale Dreigliederung. Die Pädagogische Leitung hatte Rudolf Steiner. Anfänglich handelte es sich um eine Unternehmung der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik, Stuttgart; sie wurde aber ab Mai 1920 durch die Gründung des Waldorf-Schulvereins selbständig. - Auf der Grundlage der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Menschenkunde und Erziehungskunst existieren heute über 200 Schulen in Europa und Übersee.
189 wie Helmholtz seinen Augenspiegel gefunden hat: Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz, 1821-1894, Naturforscher und Arzt; den Augenspiegel entdeckte er 1851.
192 seit ich auf die Aufforderungen eines gewissen Freundeskreises wiederum versucht habe, über das soziale Leben zu sprechen, mich an allerlei zu beteiligen: Über Rudolf Steiners Tätigkeit in dieser Beziehung siehe Hella Wiesberger «Rudolf Steiners öffentliches Wirken für die Drei gliederung des sozialen Organismus. Von der Dreigliederungs-Idee des Jahres 1917 zur Dreigliederungs-Bewegung des Jahres 1919- Eine Chronik» in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nrn. 24/25, Ostern 1969, S.6-30; sowie die Fortsetzung der Chronik ebenda Nrn. 27/28, Michaeli/Weihnachten 1969, S.2-61. - Siehe auch Hans Kühn «Dreigliederungs-Zeit. Rudolf Steiners Kampf für die Gesellschaftsordnung der Zukunft», Dornach 1978.
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196 ein englischer Kolonialminister (hat) die Worte ausgesprochen: Nicht nachgewiesen.
199 Karl Marx, 1818-1883.
206 Gesetzgebung, wie etwa die des Hammurabi: Hammurabi gehört zur ersten Dynastie der Könige von Babylon, dessen Herrschaft um 2250 v. Chr. angesetzt wird. Sein Rechtskodex, in Keilschrift in einen Dioritblock gehauen, umfaßt 282 Gebote.
207 was vor etwa acht Jahrhunderten in Asien drüben, in China geschehen ist: Es handelt sich um die Wirksamkeit des großen Reformators der Sung-Zeit Wang Ngan-Schis, 1021-1086, dessen Sozialideen in der Mitte des 11. Jahrhunderts zum Tragen kamen. Siehe Otto Franke, «Geschichte des chinesischen Reiches» Band IV: «Der konfuzianische Staat I. Krisen und Fremdvölker», Berlin 1948, S. 167-172 und S. 371ff.; sowie Otto Franke, «Der Bericht Wang Ngan-Schis von 1058 über die Reform des Beamtentums», Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften 1932.
209 Plato hat… zu den Führern seines Staates diejenigen erkiesen wollen, die … Weise, Philosophen geworden sind: Siehe Piatons «Politeia» (Der Staat), V. Buch, S. 473 ff.
211 Aristoteles, 384-322.

Darius, wohl der I., der Große, altpersischer Großkönig, 521-485 v. Chr.; Vater von Xerxes L, 486-465 v. Chr.
212 Augustinus, Aurelius, 354-430.

Thomas von Aquino, 1225 -1274.

das wunderbare Bild des Jüngsten Gerichtes: Geschaffen 1536 bis 1541 von Michelangelo Buonarroti, 1475-1564.
221 In einer außerordentlich bedeutsamen Abhandlung .,. hat ein bedeutender Engländer darauf hingewiesen: Siehe C.H.Herford, «Die Geschichte des deutschen Geistes und der deutschen Literatur» in «Deutschland im neuzehnten Jahrhundert». Fünf Vorlesungen von Rose, Gönner , Sadler und Herford, mit einem Geleitwort von Viscount Haidane, deutsch von K. Breul, Berlin 1913. Auf Seite 201 heißt es: «Wenn Deutschland heute das größte Beispiel eines wissenschaftlich verwalteten Staates ist, so ist es zugleich das Land, weiches das Leben der Seele am tiefsten empfunden und ergründet und am höchsten geschätzt hat. Wenn das neunzehnte Jahrhundert mit den Trümmern seiner erhabenen philosophischen Systeme übersät ist, wenn die Jagd nach Reichtum und Üppigkeit und Macht es mehr und mehr in Anspruch zu nehmen scheint, so ist Deutschland doch immer noch das Land, auf das wir die Blicke richten, um von ihm die Bürgschaft zu erhalten, daß der Gedanke, welcher die Ewigkeit durchschweift und, wenn auch vergeblich, mit den Rätseln des Weltalls ringt, ein bleibender Faktor der Zivilisation ist; und durch all das Getöse seiner Essen und das Gehämmer seiner Werften hindurch tönt uns Deutschlands Antwort hell und klar zurück.»
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223 Herman Grimm, 1828-1901.
224 so möchte man eigentlich den Tag eines allgemeinen Selbstmords ansetzen: Siehe Herman Grimm, «Die deutsche Schulfrage und unsere deutschen Klassiker. Essay.» in «Fünfzehn Essays» 4. Folge, Gütersloh 1890; S. 46/47 heißt es wörtlich: «Die Welt erfüllt der Drang nach Erreichung eines unbekannten Zieles, dem zu Liebe die ungeheueren Anstrengungen gemacht werden, deren Zeuge wir sind. Es ist, als empfänden alle Völker der Erde, jedes in seiner Art, Vorbedingung für einen allgemeinen geistigen Ringkampf sei, sich vom Vergangenen als maßgebender Macht zu befreien und zur Aufnahme eines Neuen sich tauglich zu machen. Erfindungen und Entdeckungen, meist unerhörter Art und oft von umfassenden augenblicklichen Folgen begleitet, befördern diesen Zustand unseres erwartungsvollen Fortmarschierens in geschlossenen Massen. Wohin? - Es belebt uns ein Gefühl, als ob die gebrachten Opfer später einmal, jedes einzelne als gering, alle zusammen als unentbehrlich erscheinen müßten. Das Ziel ist: die gesamte Menschheit in ihrer letzten Gestaltung zu einem Reiche von Brüdern zu machen, die nur den edelsten Beweggründen nachgebend gemeinsam sich weiterbewegen. Wer die Geschichte nur auf der Karte von Europa verfolgt, könnte glauben, ein gegenseitiger allgemeiner Mord müsse unsere nächste Zukunft erfüllen; während er, der sie am Globus studiert, sich der Gewißheit hingeben darf, daß vielmehr die Stunde herannahe, wo die in gleichen Gedanken höchsten geistigen Strebens vereinten germanischen Völker all den ungezählten Millionen Asiens und Afrikas und was der Erdkreis sonst beherbergt, den Weg zu den wahren Gütern des menschlichen Lebens erschließen werden. Man gestatte diesen Gedanken, der mit unseren ungeheuren kriegerischen Rüstungen und denen unserer Nachbarn nicht im Einklänge zu stehen scheint, an den ich aber glaube, und der uns erleuchten muß, wenn es nicht überhaupt besser sein sollte, das menschliche Leben durch einen Gemeinbeschluß abzuschaffen und einen offiziellen Tag des Selbstmordes anzuberaumen.»
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225 Plato, 427-541 v. Chr.

Wenn wir die sozialen Anschauungen Platos auf uns wirken lassen: Siehe hauptsächlich Platos «Politeia» (Staat). Beseitigung untüchtig erscheinender Kinder: Buch V, 460; Sklaverei als etwas Selbstverständliches: z.B. Buch IX, 578; der Vorrang des Gemeinwesens: z. B. Buch V, 462,
228 «Erkenne dich selbst»: Inschrift des Apollon-Tempels zu Delphi, deren Formulierung einem der sieben griechischen Weisen zugeschrieben wird (Thaies oder Chilon).
231 Sie dürfen nur Wilamowitz nachlesen: Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, 1848-1931, Altphilologe; siehe bes. sein letztes Werk «Der Glaube der Hellenen», Band II, 3. Auflage Basel/Stuttgart 1959 (es war allerdings zur Zeit dieser Vorträge noch nicht geschrieben).

Aristoteles, 384-327 v. Chr.

Es wird der bekannte Satz immer wieder angeführt, in dem Aristoteles sagt: Siehe Aristoteles, «Poetik», Kap. VI, 1449 b 27.
239 Als ich vor einigen Jahren öfters auch vor Arbeitern Vorträge zu halten hatte: Vom Februar bis August 1919 hat Rudolf Steiner zunächst in der Schweiz, dann ab Ende April in Stuttgart und Umgebung zahlreiche öffentliche oder speziell für Arbeiter eingerichtete Vorträge mit Diskussion gehalten, die soziale Dreigliederung betreffend. Über diese Wirksamkeit im Zusammenhang mit dem Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus siehe Hella Wiesberger, «Eine Chronik», (siehe den Hinweis zu Seite 192).
246 in einem meiner Mysteriendramen am Schluß eine Szene.,,:• Siehe die 14. Szene (Bürochef) in «Der Seelen Erwachen» in: Rudolf Steiner, «Vier Mysteriendramen» (1910-1913), GA Bibl.-Nr. 14, (auch als Taschenbuch in 2 Bänden).
252 Rudolf Steiner, «Die Kernpunkte der sozialen Trage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft» (1919), GA Bibl.-Nr. 23, (auch als Taschenbuch).
256 Ich selbst war jahrelang Lehrer an einer Arbeiterbildungsschule: An der von dem Sozialdemokraten Wilhelm Liebknecht (1826-1900) in Berlin 1893 gegründeten Arbeiterbildungsschule lehrte Rudolf Steiner von Januar 1899 bis Januar 1905 Geschichte, Redeübungen und später auch Naturwissenschaften. Siehe R. Steiner, «Mein Lebensgang» (1923-1925), GA Bibl.-Nr. 28, Kap.XXVIII; sowie R. Steiner, «Briefe II, 1892-1902», Dornach 1953; Johanna Mücke, Alwin Alfred Rudolph, «Erinnerungen an Rudolf Steiner und seine Wirksamkeit an der Arbeiterbildungsschule in Berlin 1899-1904», Basel 1979
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267 wie mir vor wenigen Wochen passiert ist, wo ich innerhalb einer Arbeiterschaft vorzutragen hatte: Seit dem 14. Oktober 1921 hat Rudolf Steiner regelmäßig Vorträge vor den Arbeitern des Goetheanumbaues (Bau der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach) gehalten, von denen bis zum 2. August 1922 keine stenographischen Mitschriften gemacht wurden.
268 ein Heft unserer Zeitschrift «Die Drei»: «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie und Dreigliederung» hg. von: Der kommende Tag A.G.Verlag Stuttgart; Schriftleitung S.v.Gleich, später E. Uehli und E. Kolisko. Eröffnet wurde diese noch heute bestehende Zeitschrift am 27. Februar 1921, zum 60. Geburtstag von Rudolf Steiner. Im angeführten Fall handelt es sich um Heft 3, Juni 1921, in dem der 3- Vortrag Rudolf Steiners von «Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder Luzifer und die Brüder Christi» (heute GA Bibl.-Nr. 113; auch als Taschenbuch) abgedruckt war.
271 das wird im Westen mit voller Anerkennung zugegeben, wurde wenigstens bis zum Kriege zugegeben: Siehe z. B. M. E. Sadler, «Die Geschichte der Erziehung», in «Deutschland im neunzehnten Jahrhundert». Fünf Vorlesungen von Rose, Gönner, Sadler und Herford mit einem Geleitwort von Viscount Haidane, deutsch von K. Breul, Berlin 1913, S. 101- 134.
272 Die Carlyle gesagt hat / ein Amerikaner hat das gesagt: Konnte beides nicht nachgewiesen werden.
276 Georg Wilhelm Friedrich Hegel, 1770-1831; Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814; Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, 1775-1854; vgl. dazu Rudolf Steiner, «Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriß dargestellt» (1914), GA Bibl.-Nr. 18, (auch als Taschenbuch in 2 Bänden).
277 Hierin Österreich war ein Geist, der es ausgesprochen hat, daß schließlich alles stürzt: Es scheint das Schillersche Zitat gemeint zu sein: «Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, / Und neues Leben blüht aus den Ruinen» («Wilhelm Teil», IV, 2); welcher österreichische Geist Ähnliches formulierte, konnte nicht nachgewiesen werden. 277 Denn wahr bleibt immer das Wort: Es kann nichts zur vollen Frucht sich entfalten..,: Vgl. Joh. 12, Vers 24: «Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's allein; wo es aber erstirbet, so bringt's viel Früchte.» (Luther).
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278 Die Kernpunkte der sozialen Frage: Siehe den Hinweis zu Seite 252; die dem Verfassen des Buches vorausgegangenen Vorträge in Zürich sind ebenfalls veröffentlicht: «Die soziale Frage» (6 Vorträge Zürich 1919) GABibl.-Nr.328.
286 Gottfried Wilhelm Leibniz, 1646-1716.
288 Jobann Gottlieb Fichte, «Dergeschlossene Handelsstaat, ein philosophischer Entwurf einer künftig zu liefernden Politik», erschien 1800 als Nachtrag zu Fichtes «Grundlegung des Naturrechts» (1796/97). Vgl. auch Rudolf Steiners Vortrag vom 2. März 1919 in «Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage» (8 Vorträge Dornach 1919), GA Bibl.-Nr. 189.

Karl Wenzeslaus von Rotteck, 1775-1840, «Lehrbuch des Vernunftrechtes», 4 Bände, 1829-1835.
289 Friedrich Nietzsche, 1844 -1900, «Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Lebern, Unzeitgemäße Betrachtungen II. Stück, 1873/74. Vgl. auch Rudolf Steiner, «Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit» (1895), GA Bibl.-Nr. 5, (auch als Taschenbuch).
293 unter dem Einfluß der Goldwährung würden die Zollschranken verschwinden; Im vorigen Jahrhundert forderten die extremen Anhänger des Wirtschaftsliberalismus mit der Aufhebung aller Handelsschranken auch den Wegfall der Schutzzölle. Man bewies theoretisch, daß die damit für den eigenen und den internationalen Wirtschaftsverkehr verbundenen Preisbildungsprobleme durch das System der Goldwährung automatisch gelöst würden. In England setzte sich der Goldstandard für die Währung mit der Peelsakte von 1844 und danach in den siebziger Jahren allgemein durch. - Die Währungspraxis hat indessen im 20. Jahrhundert zu einer allgemeinen Abkehr von dieser Theorie und Handhabung geführt. «Der Goldmechanismus war aber eher ein theoretisches Modell als ein wirklich funktionierendes internationales Zahlungssystem. … davon, daß er eine Stabilisierung des Weltpreisniveaus erzielt hätte, kann keine Rede sein.» (G.N.Halm, «Geld, Außenhandel und Beschäftigung», Berlin 1966, S. 262/63).
295 Nährstand, Lehrstand, Wehrstand: Diese Formulierung stammt von Erasmus Alberus (1500-1553), ähnlich auch Luther; sie faßt das von Plato in der «Politeia» über die Stände gesagte zusammen; siehe den «phönikischen Mythos», wonach Gott den Herrschenden (Weisen) bei der Geburt Gold, ihren Beihelfern, den Wächtern, Silber, den Bauern und Handwerkern aber Eisen und Erz beigemischt habe (Politeia III. Buch, 414 ff).
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299 ein solches Programm für die ganze zivilisierte Welt in vierzehn ausgezeichneten Punkten: Wurde am 8. Januar 1918 als «Programm des Weltfriedens» von Woodrow Wilson (1856-1924; Präsident der USA 1913-1921) vor dem Amerikanischen Kongreß proklamiert. Siehe «Die Reden Woodrow Wilsons», englisch und deutsch, Bern 1919.
301 Waldorf schule: Siehe den Hinweis zu Seite 185.
306 Montesquieu, Charles de Secondat, Baron de Brede et de Montesquieu, 1689-1755. Siehe sein Hauptwerk «De l'esprit des lois» (1748), «Vom Geist der Gesetze» (in Reclams Univ. Bibl.)




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