Einleitende Worte vor dem Vortrag vom 23. Dezember 1923

Einleitende Worte vor dem Vortrag vom 23. Dezember 1923

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Dinge vorbringen, die ich ja auch zum Teil schon vorgebracht habe, die ich aber, da jeden Tag in erfreulicher Weise Freunde neu ankommen, wiederum vorbringen möchte. Das erste ist ja schon eingerichtet: Wir mußten durch den erfreulichen zahlreichen Besuch unsere Räumlichkeiten durch diese Vortragsvilla hier erweitern, und ich möchte bitten, daß eben die Freunde, welche sonst hier Vorträge hören können, möglichst in dem Nebenraum Platz nehmen, damit der Hauptraum hier frei bleibt für diejenigen Freunde, die von auswärts gekommen sind und eben nur selten an unseren Veranstaltungen teilnehmen können. Aber es wäre doch interessant, zu hören, ob eine Möglichkeit besteht in dieser Anordnung, draußen zu hören, was man hier spricht. (Wird mit Ja beantwortet vom Nebenraum.) Das zweite ist, daß wir bitten müßten, daß die Freunde berücksichtigen, daß wir immer erst eine halbe Stunde vor Beginn einer Veranstaltung die Räume hier öffnen können und daß wir sie wieder schließen müssen eine halbe Stunde nach einer Veranstaltung. Wir können sonst . bei dem zahlreichen Besuch nicht Ordnung halten, vor allen Dingen nicht für Lüftung sorgen und dergleichen. Also ich würde Sie bitten, sich nicht eher einzufinden als eine halbe Stunde vor Beginn einer Versammlung, und auch hinterher nicht länger zu bleiben als eine halbe Stunde. Ferner möchten wir bitten, immer zu allen einzelnen Veranstaltungen die Mitgliedskarten mitzubringen, selbst die älteren Mitglieder — es ist ja keine Grenze zwischen den älteren und jüngeren sonst zu ziehen. Wir müssen eine strenge Kontrolle haben aus leicht begreiflichen Gründen. Diejenigen Freunde — ich glaube ja schon, daß es keine solchen geben wird, weil man, wie schon gesagt, unter Anthroposophen nicht vergeßlich ist -, diejenigen Freunde, die aber dennoch ihre Mitgliedskarte sollten vergessen haben, die werden gebeten, sich im Haus Friedwart eine Interimskarte ausstellen zu lassen. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 232 Seite: 228 Dann möchte ich auch heute noch einmal bitten, daß jeder Stuhl an dem Platze, genau wo er ist, stehen gelassen wird, so daß alle Gänge und Sitzreihen in der Ordnung bleiben, wie sie nun einmal aufgestellt worden sind. Wir können sonst nicht zurechtkommen, auch nicht gegenüber den polizeilichen Vorschriften. Wir brauchen nämlich die freien Gänge. Dann möchte ich bitten, sich schon einmal der Ungewöhnlichkeit zu fugen, in Serien zu essen. Ich werde morgen noch genaueres angeben. Man bekommt Nummern von 1—113, sagen wir, das ist die erste Serie; die können zusammen hinuntergehen in die Kantine und werden dort das Essen bekommen. Wer aber 114 hat, nicht in der Serie ist, die mit 113 schließt, kann erst zur zweiten Serie kommen. Dann wird es noch eine dritte Serie geben. Es muß so eingehalten werden, damit man auf diese Weise zurechtkommt. Es ist auch da immer noch möglich, einzelne Bequemlichkeiten durchzuführen. Die Karten werden lediglich auf Nummern lauten, also vertauschen kann einer seine Karte gegen eine Karte bei einem anderen. Man wird es der Karte 125 nicht ansehen, ob sie eingetauscht ist oder nicht. Aber es darf sich keiner selber eine 125 etwa ausstellen, um zur zweiten statt zur dritten Serie zu kommen. Dann habe ich noch anzukündigen, daß die Karten für sämtliche Weihnachtsspiele, die gegeben werden, immer vor und nach jedem Vortrage an dem Tische, wo sonst die Karten für Eurythmie und für solche Spiele zu haben sind, zu haben sein werden. Es wird gut sein, sich mit diesen Karten zu versorgen, damit eine Übersicht geschaffen werden kann, wie die Besuche für diese Dinge zu gestalten sind. Dann habe ich noch aus der Fülle desjenigen, was morgen wird verhandelt werden müssen, nochmals mitzuteilen dasjenige, was ich gestern am Schlüsse mitteilte, weil ja das zusammenhängt mit dem ganzen Arrangement unserer Delegiertenversammlung, das ja schon vorbereitet werden mußte und das auch sozusagen vor dem Beginne schon verwaltet werden muß. Ich habe noch zu erwähnen, daß ich ja in der letzten Zeit wirklich recht gründlich überlegt habe, wie nun eigentlich die Anthroposophische Gesellschaft, wenn sie ihre Aufgabe erreichen soll, in der Zukunft gestaltet werden muß. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Veiwaltung Buch: 232 Seite: 229 Ich habe an einzelnen Orten immer wieder betont, die Anthroposophische Gesellschaft soll zu Weihnachten hier eine bestimmte Gestalt erlangen, die ja entstehen kann auf Grundlage desjenigen, was in den einzelnen Ländergesellschaften zustande gekommen ist. Ich habe nie gedacht, meine lieben Freunde, an eine bloß synthetische Zusammenfassung der Ländergesellschaften. Da würden wir wiederum zu einem Abstraktum kommen. Wir müssen hier - wenn es überhaupt zu etwas kommen soll noch mit dieser Anthroposophischen Gesellschaft -, wir müssen hier tatsächlich eine ihre Existenzkräfte in sich selbst tragende Gesellschaft formen. Nach den verschiedenen Erfahrungen, die ich gemacht habe, nach all dem, was ich kennengelernt habe, habe ich mich entschlossen, nun an der Formung der Gesellschaft nicht nur so mitzuarbeiten, wie das in früheren Zeiten geschehen ist, sondern tatsächlich intensiv und zentral an der Formierung dieser Gesellschaft mitzuarbeiten. Ich werde daher morgen den Freunden einen Statutenentwurf vorlegen, der aus dem engsten Kreise meiner Mitarbeiter in Dornach hier.hervorgegangen ist; und ich möchte heute schon ankündigen — wie ich es ja gestern auch getan habe —, daß ich, so schweren Herzens ich das auch tue, dennoch gegenüber dem Verlauf, den die anthroposophischen Gesellschaftsangelegenheiten genommen haben, nicht anders kann, als Ihnen eben den Vorschlag zu machen, künftig die Leitung der Gesellschaft so zu bilden, daß ich selber diese Leitung als Vorsitzender der Gesellschaft, die hier in Dornach gebildet wird, habe. Und dann wird es schon notwendig sein, daß eben gerade diejenigen Mitarbeiter mir hier im engsten Kreise zur Seite stehen, die schon bisher eigentlich in der Weise, wie ich es morgen charakterisieren werde, an der Dornacher Arbeit so teilgenommen haben, daß ich mir gerade von der Fortsetzung dieser Arbeit die richtige Entwickelung der Anthroposophischen Gesellschaft versprechen kann. Und so habe ich selber den Vorschlag zu machen, daß eben ich selber den Vorsitz der Anthroposophischen Gesellschaft ausübe, die hier begründet wird; daß dann Herr Steffen mir zur Seite steht als Vorsitzender-Stellvertreter. Dann würde weiter in diesem Vorstande sein Frau Dr. Steiner; dann weiter Frau Dr. Wegman als Schriftführer. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 232 Seite: 230 Weiter würde drinnen sein in diesem engsten Arbeitsvorstand - es soll eben ein Arbeitsvorstand sein - Frl. Dr. Vreede und Dr. Guenther Wachsmuth. Damit würden wir den Arbeitsvorstand haben, und es würde dann morgen von mir in dem Eröffnungsvortrag zu rechtfertigen sein, warum gerade in dieser Weise von mir gedacht werden muß über die Begründung und über den Fortgang der Anthroposophischen Gesellschaft. Es ist schon so, daß gegenwärtig die Dinge sehr, sehr ernst, bitter ernst genommen werden müssen. Sonst müßte eigentlich dennoch dasjenige eintreten, wovon ich ja oftmals gesprochen habe, daß ich mich von der Anthroposophischen Gesellschaft zurückziehen müßte. |


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ablage/offen/rudolf_steiner/mitglieder/148_ga_232_mysteriengestaltungen/017_einleitende_worte.txt · Zuletzt geändert: 2026/09/19 17:04

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