III Die Erweiterung der Kunstmittel 13

III Die Erweiterung der Kunstmittel 13

*Dornach, 4. Mai 1924 **

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als wenn er Freude an der Kunst hat. Dann hat er aber an allem Künstlerischen Freude. Und da müssen wir sagen, bei einem solchen Menschen wird man auf Verständnis treffen, wenn der Versuch gemacht wird nach einer Erweiterung der Kunst und der Kunstmittel. Nur derjenige, der eigentlich nicht in richtig künstlerischem Sinne zur Kunst steht, wird Einwände erheben in Anbetracht dessen, was er gewohnt ist durch die alten Künste gegenüber einer neuen Kunst. Wer aber wirklich beachtet, was eine echt künstlerische Menschenwesenheit der Kunst gegenüber empfindet, wird solche Einsprüche nicht erheben. Es war mir immer eine außerordentlich schöne - ja, wie soll ich sagen, Definition möchte ich nicht sagen, eine schöne Umschreibung der Kunst, als ich im letzten RafTael-Aufsatz von Her man Grimm las: Was ist Kunst? - so sagt Herman Grimm, der eine wirklich künstlerische Menschennatur war: Kunst ist, was Freude macht. - Es ist eigentlich im Grunde genommen die einzige wahre Definition der Kunst: Kunst ist, was Freude macht. - Wenn wir dies wirklich in unser Empfinden aufnehmen: Kunst ist, was Freude macht - dann wird man schon, weil die Freude erweitert, umfassender werden kann, wenn neue Kunstmittel gefunden werden, auch die Eurythmie immer mehr als eine berechtigte Kunst ansehen. Und das ist es, dem wir uns als einer Hoffnung hingeben. Wir wissen ganz gut, heute ist Eurythmie noch im Anfange. Erst vor kurzem habe ich an einem Toneurythmie-Kurse hier wiederum die Sache ein Stück erweitert. Vor kurzem haben wir auch erst die Beleuchtungseurythmie und das ganze Bühnenbild in gewissem Sinne so zum Abschlüsse bringen können, daß dasjenige, was in menschlichen Bewegungen zum Vorschein kommt, sich in der Bewegung der Lichteffekte weiterhin offenbart. Erst vor kurzem haben wir, wie gesagt, diese Erweiterung gemacht. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 277 Seite:457 Schüleraufführung Dornach, 9. Mai 1924, 5 Uhr nachmittags Angehende Eurythmisten werden ihre Kunst und ihre Grenzen 2eigen. PROGRAMM Das Märchen vom Quellenwunder Rudolf Steiner An die Cikade J. W. v. Goethe Zwei Rosen Christian Morgenstern Dämmerung J. W. v. Goethe Largo ' F. M. Veracini Zwiegesang Otto Rennefeld Allegro aus der 2. Sonate, g-moll G. Tartini Sarabande G. Fr. Händel Der schwarte Prin^ C. F. Meyer Die gezeichnete Stirn C. F. Meyer In der Sistina C. F. Meyer Adagio L. van Beethoven Frühling C. F. Meyer Gavotte J. S. Bach Liebe im Schnee Robert Hamerling Bourree J. S. Bach Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 277 Seite:458 Schüler auffuhrung Dornach, 13. Mai 1924 PROGRAMM I Die Jugend Friedrich Hölderlin Spräche aus ägyptischen Königsgräbern Hyperions Schicksalslied Friedrich Hölderlin Sprüche aus ägyptischen Königsgräbern Sonnenuntergang Friedrich Hölderlin Spruch aus ägyptischem Tempel II Die Weibe der Nacht Friedrich Hebbel An Elise Friedrich Hebbel Andante J. M. Leclair Waldlied Otto Rennefeld Impromptu Franz Schubert Fata Morgana Otto Rennefeld Menuett, Es-Dur W. A. Mozart Der Becher Friedrich Hebbel Die Stimme Christian Morgenstern Prelude . Fr. Chopin Morgengruß Fr . Schille r Scherzo au s de r Mondscheinsonat e …. . L . va n Beethove n Eccossaises Fr. Chopin Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 277 Seite:459 Ulm, 19. Mai 1924 PROGRAMM Grave aus der Suite, D-Dur J. S. Bach Prelude, es-moll J. S. Bach Als am dritten Tage Albert Steffen Zum Adam- und Eva-Tag Albert Steffen Allegretto aus der VioHnsonate Cesar Franck An den Mistral Friedrich Nietzsche Prelude, H-Dur, Nr. 11 Fr. Chopin Allegro aus der Violinsonate G-Dur, K.V.301 . W. A. Mozart Das Sträußchen J. W. v. Goethe Allegro aus der 7. Klaviersonate, D-Dur J. Haydn Nocturne, Es-Dur, Op. 9, Nr. 2 Fr. Chopin Um Mitternacht Eduard Mörike Intermezzo, As-Dur, Op. 76, Nr. 3 Johannes Brahms Die Geister am Mummelsee Eduard Mörike Intermezzo, e-moll, Op. 116, Nr. 5 Johannes Brahms Zwei Liebchen Eduard Mörike Nixe Binsefuß Eduard Mörike Allegro aus der Violinsonate, g-moll (Teufelstriller) . G. Tartini Dasselbe Programm wurde gegeben: Nürnberg, 21. Mai; ohne Chopin-Prelude im ersten Teil: Eisenach, 23., Erfurt, 26., Naumburg, 28., Hildesheim, 30. Mai, Hannover, 2., Halle, 5., Breslau (Lobe-Theater), 9. Juni. |


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