HINWEISE

Zu dieser Ausgabe

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328 Die in diesem Band zusammengefaßten Vorträge wurden vor Mitgliedern des von Rudolf Steiner und Marie Steiner-von Sivers 1905 gegründeten Besant-Zweiges der Theosophischen Gesellschaft in Berlin gehalten. Sie bilden einen Teil der dort kontinuierlich durchgeführten Vortragsarbeit Rudolf Steiners, sofern diese nicht durch Vortragsreisen in andere Städte unterbrochen werden mußte, was in dieser Zeit häufig der Fall war. Doch pflegte Rudolf Steiner - auch wo kein unmittelbarer thematischer Zusammenhang besteht - jeweils an das früher Gesagte anzuknüpfen.
Die im gleichen Zeitraum außerhalb von Berlin gehaltenen Mitgliedervorträge sind veröffentlicht in dem Band «Das christliche Mysterium» (GA 97).
Rudolf Steiner stand in der Zeit, in der diese Vorträge gehalten wurden, mit seiner anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft noch innerhalb der Theosophischen Gesellschaft (bis zur Begründung der Anthroposophischen Gesellschaft 1912/13), doch verwendete er die Bezeichnungen «Theosophie» und «theosophisch» immer im Sinne seiner selbständigen Geistesforschung. Einer späteren Angabe Rudolf Steiners gemäß sind diese Bezeichnungen hier durch «Geisteswissenschaft» und «Anthroposophie», «geisteswissenschaftlich» oder «anthroposophisch» ersetzt, soweit nicht auf die von H. P. Blavatsky begründete theosophische Bewegung Bezug genommen wird oder in umfassenderem Sinne eine Anschauung gemeint ist, für welche die geistesgeschichtliche Bezeichnung Theosophie gebräuchlich ist.

Textunterlagen: Bei den Vorträgen haben verschiedene Teilnehmer mitgeschrieben, von welchen nur Franz Seiler und Walter Vegelahn namentlich bekannt sind. Die Textunterlagen sind - da es sich nicht um Berufstenographen handelte - teilweise lückenhaft. Für die 2. Auflage 1989 des Bandes wurden alle vorhandenen Unterlagen nochmals überprüft. Soweit es von einzelnen Vorträgen mehrere Mitschriften gibt, wurde Ergänzendes oder Abweichendes dem Text eingearbeitet. Entsprechende Änderungen sind in den Hinweisen vermerkt. In eckigen Klammern Gesetztes [ ]:
Einfügungen des Herausgebers.
Der in der 1. Auflage 1974 auf den Seiten 298-307 enthaltene Vortrag «Ostern, das Fest der geistigen Wiedergeburt» war vom Nachschreiber irrtümlich mit dem Datum vom 7. April 1907 versehen. Es handelt sich jedoch um eine Nachschrift des Vortrages vom 12. April 1906, der im Band «Die Welträtsel und die Anthroposophie» (GA 54) veröffentlicht ist. Aus diesem Grund wurde dieser Vortrag in die Neuauflage 1989 nicht mehr aufgenommen.

Titel des Bandes und der einzelnen Vorträge: Die Titel sind nicht von Rudolf Steiner, sondern stammen von Marie Steiner, den Zeitschriften-Herausgebern oder dem Bearbeiter der 1. Buchausgabe 1974.

Zeichnungen im Text: Die Zeichnungen wurden nach den spärlichen Angaben einzelner Nachschriften wiedergegeben. Originaltafelskizzen sind nicht erhalten.
329 Als Einzelausgaben sind früher erschienen:
Berlin, 20. und 21. Oktober 1906 «Der Erkenntnispfad und seine Stufen», Dornach 1933.
Berlin, 17. Dezember 1906 «Zeichen und Symbole des Weihnachtsfestes», Dornach 1932; 2. um zwei Vorträge aus den Jahren 1904 und 1905 erweiterte Auflage Dornach 1957; 3. Auflage Dornach 1968; 4. Auflage Dornach 1977; 5. Auflage Dornach 1983.
Berlin, 28. Januar 1907 «Das Vaterunser. Eine esoterische Betrachtung», 1. Auflage Berlin 1907; 2. Auflage Berlin 1908 in «Drei theosophische Vorträge»; 3. Auflage Berlin 1909; 4. Auflage Berlin 1914; 11.-14. Tausend Berlin 1920; 15.-19. Tausend Berlin 1921; 20.-24. Tausend Berlin 1927; 25.-29. Tausend Dornach 1934; 30.- 32. Tausend Freiburg i.Br. 1954; 33.-35. Tausend Freiburg i.Br. 1958; weitere Auflagen Dornach 1968, 1976, 1983.
Berlin, 25. März und 1. April 1907, 1. Auflage in «Das Mysterium von Golgatha», Berlin o.J. (1912); 2. Auflage «Die Mysterien des Geistes, des Sohnes und des Vaters. Eine Osterbetrachtung», Dornach 1930; 3. Auflage Dornach 1954; 4. Auflage Dornach 1962; 5. Auflage Dornach 1981.

Veröffentlichungen in Zeitschriften:
29. Januar 1906 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Nachrichten für deren Mitglieder» 1947, 24. Jg., Nrn. 40-44.
14. Mai 1906 in «Die Menschenschule» 1949, 23. Jg., Nr. 1. 1. Oktober 1906 (irrtümlich 2. Oktober) in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Nachrichten für deren Mitglieder» 1945, 22. Jg., Nrn. 43-45.
4. März 1907 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Nachrichten für deren Mitglieder» 1941, 18. Jg., Nrn. 47-48.
Der Vortrag vom 22. Oktober 1906 vormittags wurde erstmals in Heft 35 der «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe» veröffentlicht. In Heft 30 der «Beiträge» erschien ein Auszug aus dem Vortrag vom 7. Mai 1906.
12. Juni 1907: Der Bericht über den Münchner Kongreß, Seiten 318-320, ist auch enthalten im Band «Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongreß», GA 284, 1977, S. 71 u. 72.



Hinweise zum Text

329 Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.

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15 3. Zeile von oben: Textänderung gegenüber der Auflage von 1974 aufgrund einer anderen Nachschrift.

im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts: Die Theosophische Gesellschaft wurde von Helena Petrowna Blavatsky und Henry Steel Oleott 1875 in New York begründet.
17 Die großen Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen: Wesenheiten, die für die Evolution der Menschheit von größter Bedeutung sind. «Diese erhabenen Wesenheiten haben den Weg bereits zurückgelegt, den die übrige Menschheit noch zu gehen hat. Sie wirken nun als die <großen Lehrer der Weisheit und des Zusammenklanges der Menschheitsempfindungen>.» (Aus einem Brief Rudolf Steiners an ein Mitglied, Berlin, 20. Januar 1905). Vgl. Vortrag München, 24. August 1911 in «Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen», GA 129; Vortrag Berlin, 26. Dezember 1909 in «Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien», GA 117, sowie in der Sonderbroschüre «Das Weihnachtsmysterium. Novalis der Seher und Christuskünder», Dornach 1980.
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18 die Sünden der Väter: 2. Mos. 20,5,2; 4. Mos. 34,7; 2. Mos. 14,18; 5. Mos. 5,9; Jer. 32,18.
22-26 Textänderungen gegenüber der Auflage von 1974 aufgrund einer anderen Nachschrift.
22 Eine Sängerin: Therese Devrient (1803-1882). Vgl. deren «Jugenderinnerungen», Stuttgart 1905.
26,46 wenn er den Erdgeist sprechen läßt: «Faust» I/Nacht.
27 nach der Fußwaschung: Hier weist die Nachschrift eine Lücke auf.
29 Ausbruch des Vesuv: Im April 1906 stürzte der Gipfelkegel des Vesuv mit einem Volumen von etwa 100 Millionen Kubikmeter in sich zusammen. Die durch die Dampfspannung wieder ausgeworfenen Massen erzeugten einen gewaltigen Aschenregen, der die Gegend tagelang verdunkelte und im Verein mit Lavaströmen schwere Schäden anrichtete. Über 100 Menschen kamen dabei ums Leben. - Vgl. Vortrag München, 21. April 1906 in «Das christliche Mysterium», GA 97; ferner Berlin, 1. Januar 1909 in «Geisteswissenschaftliche Menschenkunde», GA 107.
32 Vorträge über das Johannes-Evangelium: Berlin, Februar-März 1906, in «Das christliche Mysterium», GA 97.
34 wie es in der Bibel heißt: 1. Mos. 1,2.
40 Erdbeben in Kalabrien: Die schwersten Erdbeben waren 1783, 1812, 1906.
43 Vesuvausbrüche: Ein Teil der Jahreszahlen, weil ungenau mitgeschrieben, wurde weggelassen.
44 Plinius der Ältere, 23 oder 24 n. Chr. bis 79. Seine verlorengegangenen 20 Bücher über die Kriege der Römer mit den Germanen haben Tacitus teilweise zur Grundlage gedient. Als Befehlshaber der Flotte von Misenum eilte Plinius beim Ausbruch des Vesuv mit seinen Schiffen an die bedrohte Küste und fand dabei den Tod.
47 Tacitus über die Christen: Annalen XV, 44.
50 die folgende Dichtung: Hegel sandte die Dichtung «Eleusis» 1796 seinem Freund Hölderlin. Siehe «Georg Wilhelm Friedrich Hegels Leben, beschrieben durch Karl Rosenkranz». Supplement zu Hegels Werken, Berlin 1844, S. 78 ff.
53 hatte Lessing gesagt: «Die Erziehung des Menschengeschlechts», Paragraph 95.
54 «Timaios»: In diesem Dialog, einem Alters werk Piatons, wird der Zusammenhang der Raumeswelt mit der Weltseele geschildert: Alles Beseelte ist Teil der Weltseele, durch die auch die gesetzmäßige Bewegung der Gestirne entstanden ist. Zusammenfassend heißt es: «Es ist gezeigt, wie diese Welt entstanden ist: einzig, allein entstanden, vollkommen in ihrem Wesen und ihrer Erscheinung, sichtbar und alle Fülle des Sichtbaren umfassend, ein lebendiger Organismus, in dem alle übrigen sterblichen und unsterblichen Organismen ihr Dasein haben, das sinnliche Abbild des bloß in Gedanken vorstellbaren Gottes.» Timaios 92 C, übersetzt von Constantin Ritter.
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56 in der Geschichte vom Paradies: 1. Mos. 3,5. «Bewundert viel und vielgeschoten»: «Faust» II/Vor dem Palaste des Menelas zu Sparta.
57 die «Geheimlehre», in der die Dzyanstrophen stehen: «The Secret Doctrine», London, New York, Madras 1893. Deutsch «Die Geheimlehre», Leipzig o.J., Den Haag o.J.
65 Nichts Schöneres konnte die Mutter Goethes tun: Vgl. «Dichtung und Wahrheit», Zehntes Buch, vorletzter Absatz; Karl Heinemann, «Goethes Mutter. Ein Lebensbild nach den Quellen», Leipzig 1891.
68 Buch von Lapponi: Prof. Dr. med. Lapponi, Leibarzt des Papstes Pius X. und Leo XIII.: «Hypnotismus und Spiritismus. Medizinisch-kritische Studie», deutsch von M. Luttenbacher, Leipzig o.J. (1906). Zu diesen Ausführungen ist zu berücksichtigen, daß die Nachschrift fragmentarisch ist und daß die deutsche Übersetzung dieses Buches Rudolf Steiner zu der Zeit, als er diesen Vortrag hielt, nicht vorgelegen hat, da sie erst Ende 1906 erschienen ist.
72 Der Leipziger Zyklus: «Populärer Okkultismus», 28. Juni bis 11. Juli 1906, Hörernotizen, in GA 94. Der Stuttgarter Zyklus: «Vor dem Tore der Theosophie», GA 95.
74 Ein bekannter Forscher: Paul Julius Möbius, 1853-1907, Nervenarzt und Dozent in Leipzig. «Neurologische Beiträge», 1. Heft: «Über den Begriff der Hysterie und andere Vorwürfe vorwiegend psychologischer Art», Leipzig 1894. - Vgl. «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaß Verwaltung», Nr. 22 (Michaeli 1968), S. 30 f.
75 Ein bedeutender Biologe: Konnte bisher nicht festgestellt werden.
76 Dementia praecox: Mit diesem Ausdruck wurde zur Zeit, in welcher diese Vorträge gehalten wurden, ein Komplex von Krankheitserscheinungen bezeichnet, welche heute (1989) Schizophrenie heißen.
82 Robert Owen, 1771-1858. Sozialreformer und Schöpfer der englischen Genossenschaften. Seine auf Grundlage des Gemeineigentums gegründeten Siedlungen in Übersee und Großbritannien erwiesen sich als nicht lebensfähig. Vgl. «Geisteswissenschaft und soziale Frage» in «Luzifer-Gnosis 1903-1908», GA 34.
86 Die Buchdrucker: Der Deutsche Buchdruckerverband wurde 1866, ein Jahr nach der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, als erste sozialistische Gewerkschaft gegründet.
91 die Differentialrechnung: Sie ermöglicht die Rechnung mit Differentialen, d.h. unendlich kleinen Differenzen, und ist zusammen mit der Integralrechnung für alle Probleme der exakten Naturwissenschaften und der Mechanik von großer Bedeutung. Die Diff erentialund Integralrechnung, zusammen Infinitesimalrechnung genannt, wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Leibniz und Newton, unabhängig voneinander, geschaffen.
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92 Jean Jacques Rousseau, 1712-1778, wandte sich in seiner berühmten Schrift vom «Gesellschaftsvertrag» gegen den Fortschrittsoptimismus der Aufklärungszeit. Er sah in der künstlichen Welt der Zivilisation die Wurzel allen Übels und forderte die Rückkehr des Menschen zur Natur. Seine Lehre vom Gemeinwillen wurde der Verfassung der Französischen Revolution zugrunde gelegt. Vgl. Karl Heyer, «Beiträge zur Geschichte des Abendlandes», VI. Band: «Gestalten und Ereignisse vor der Französischen Revolution», Stuttgart 1964.

in jeder Böhme-Biographie: Jakob Böhme, 1575-1624, theosophischer Mystiker. Böhmes erste Biographie schrieb Abraham von Franckenberg (gest. 1652). Neuere Biographien: H. A. Fechner, «Jakob Böhme, sein Leben und seine Schriften», Görlitz 1857; Johannes Ciaassen, «Jakob Böhmes Leben und seine theosophischen Werke», 3 Bde., Stuttgart 1885; H. Martensen, «Jakob Böhme», London 1949.
94 Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, 1486-1535. «De occulta philosophia», Köln 1510; «De incertitude et vanitate scientiarum», Köln 1527, deutsch von F. Mauthner, «Über die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften», 1913.

Johannes Trithemius, 1462-1516, mit 23 Jahren Abt des Benediktinerklosters Sponheim, später Abt des Schottenklosters in Würzburg. Er schrieb u.a. «Staganographia» und «Polygraphia» als Anleitungen zu einer okkulten Symbolschrift; «Antipalus maleficiorum», Anweisungen zur Abwehr schwarzmagischer Praktiken; «De septem intelligentiis libellus», Das Buch von den sieben Planetengeistern. Vgl. Isidor Silbernagl «Johannes Trithemius», 2. Aufl. Regensburg 1885.
96 ein Psychiater, ein Irrenarzt: Siehe Hinweis zu S. 74. über Robert Schumann: P. J. Möbius, «Über Robert Schumanns Krankheit», Leipzig 1916.

Es gibt sogar zwei Schriften: Emil Rasmussen, «Jesus. Eine vergleichende psycho-pathologische Studie», Leipzig 1905; de Loosten (G. Lomer), «Jesus Christus vom Standpunkte des Psychiaters», Bamberg 1905.

Ein solcher Irrenarzt sagt: «Es galt, alle Formen geistiger Störungen zu erkennen, ihren Zusammenhang mit körperlichen Veränderungen zu begreifen. … Für die ärztliche Auffassung gibt es nur die Norm einerseits, das Abnorme andererseits. Weicht ein Mensch von der Norm, der Regel, dem Gewöhnlichen ab, und erreicht die Abweichung eine gewisse Größe, die die je nach der Anschauung verschieden große Breite der Gesundheit überschreitet, so ist er abnorm oder, was im Grunde dasselbe ist, krankhaft.» P. J. Möbius, «Ausgewählte Werke», Bd. II, Leipzig 1903, S. 6.

Der Irrenarzt sieht das als ein Symptom an: «Es kann zwar in der Wirklichkeit vorkommen, daß Einer, der an Verfolgungswahn erkrankt, Verfolgungen erlitten hat, wie es bei Rousseau der Fall war, aber die weitaus meisten Patienten sind nie verfolgt worden, wir wissen einfach nicht, warum gerade Verfolgungsvorstellungen so häufig Zeichen einer Gehirnerkrankung sind.» A.a.O., S. 22.
102 Heraklit: Gehört zu den sog. Vorsokratikern und soll von ca. 590 - 480 v. Chr. gelebt haben.
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103 in verschiedenen Vorträgen: Berlin, 12. Oktober 1905; Hamburg, 2. März 1908; Hamburg, 17. November 1906 (die beiden letztgenannten sind Parallelvorträge zu den beiden Vorträgen Berlin, 26. Oktober und 2. November 1905, von denen keine Nachschriften vorhanden sind). Sämtlich in: «Die Welträtsel und die Anthroposophie», GA 54.
114 ein Buch über die Mimik des Denkens: Sancte de Sanctis «Die Mimik des Denkens», 1907.

Schopenhauer: Vgl. «Arthur Schopenhauer» in «Biographien und biographische Skizzen 1894-1905», GA33.
120 «Die Technik des Karma»: Siehe Vortrag vom 22. Oktober 1906 abends.

Architektenhaus: Die Vorträge im Berliner Architektenhaus (wo Räume für öffentliche Vorträge gemietet werden konnten) aus den Jahren 1903-1918 stellen als längste kontinuierliche Vortragstätigkeit Rudolf Steiners eine umfassende Einführung in die Anthroposophie dar.
121ff. Beim Vortrag vom 19. Oktober 1906 konnte eine weitere Nachschrift beigezogen werden, was zu einigen Textveränderungen gegenüber der 1. Auflage 1974 führte.
121 die Beziehung der menschlichen Sinne zur Außenwelt: Zur Veranlagung der Sinnesorgane im Zusammenhang mit der planetarischen Entwicklung siehe insbesondere auch die Vorträge München, 1. und 2. Juni 1907 in «Die Theosophie des Rosenkreuzers», GA 99; Stuttgart, 3. August 1908 in «Welt, Erde und Mensch», GA 105. Es erscheint bedeutsam, daß Rudolf Steiner dieses Thema im Rahmen der Veranstaltungen zur Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft behandelte. Bei dem gleichen Anlaß im Jahre 1909 entwickelte er in seinem Vortragszyklus «Anthroposophie» vom 23.-25. Oktober, enthalten in «Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie», GA 115, eine geisteswissenschaftliche Sinneslehre, mit der er nach seinen Worten der von ihm geleiteten europäischen geisteswissenschaftlichen Bewegung eine festere Fundamentierung gab. Eine buchförmige Darstellung dieser Sinneslehre wollte er in dem Werk «Anthroposophie» geben, das Fragment blieb; aus dem Nachlaß herausgegeben unter dem Titel «Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910», GA 45.
129 «Im Anfang war das Wort»: Joh. 1,1.
134 «Der Schöpfer blies dem Menschen den lebendigen Odem ein»: 1. Mos. 2,7.
135 Adalbert von Chamisso (1781-1831), «Peter Schlemihls wundersame Geschichte», 1814.

Die Textänderungen gegenüber der Auflage von 1974 auf dem unteren Teil der Seite gehen auf den Vergleich mit einer anderen Nachschrift zurück.

Chela (Tscheia), Sanskrit, Adept oder Geistesschüler.
138 «Luzifer»: Der vollständige Titel der Zeitschrift lautete seit 1904 «Lucifer-Gnosis»; vgl. «Mein Lebensgang», Kap. XXXII. Die Ausführungen im 32. Heft, auf die Rudolf Steiner hinweist, bilden das Kapitel «Die Imagination» in «Die Stufen der höheren Erkenntnis», GA 12.
144 «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis»: «Faust» II/Fausts Himmelfahrt.
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145 Paracelsus: (Theophrastus Bombastus von Hohenheim), 1493 (?)—1541.

Jakob Böhme, 1575-1624.
151 Dann gibt er ihm ein Mantram: In einer anderen Nachschrift heißt es: Dann nennt er ihm ein bestimmtes Wort.
152 wie es Goethe in den Worten Fausts ausspricht: «Faust» I / Wald und Höhle.
154 Globen, Lebenszustände: Siehe hierzu insbesondere «Vor dem Tore der Theosophie», GA 95; «Die Apokalypse des Johannes», GA 104.
157 Rupapartie des Devachanplanes: Die niederen Sphären der geistigen Welt, wo es noch Formen gibt.
160 Tarifgemeinschaft: Gesamtarbeitsvertrag.
161 bei Novalis: In dem Roman «Heinrich von Ofterdingen».

Körner hat vielfach … Bergleute gewählt: In den Gedichten «Bergmannsleben» und «Berglied» sowie in dem dramatischen Spiel «Der Kampf der Geister mit den Bergknappen». In den Hörernotizen, die als Textunterlage dienten, ist der Name «Kernig» angegeben, was zweifellos auf einem Hörfehler beruht. Siehe hierzu C. S. Picht «Theodor Körner und seine Beziehungen zum Reich der Steine» in der Wochenschrift «Das Goetheanum», 19. Jg. 1940, Nr. 21.

Bei dem Dichter Ernst Theodor Amadeas Hoffmann: «Die Bergwerke von Falun» in der Sammlung «Die Serapionsbrüder», I. Teil, 1819.
166 Paracelsus hat… darauf hingewiesen: «Auß dem eußern setz zusammen den gantzen Menschen: so finstu im selbigen aller materien augenscheinliche Corpora, und findest in denselbigen alle species der Glider, der Gesundheit und der Kranckheit, dabey auch aller ihrer Essentias … Darauß entspringt, daß ihr nicht sollen sagen, das ist Cholera, das ist Melancholia: sondern das ist ein arsenicus, das ist ein aluminosum. Also auch der ist Saturni, der Martis: Nit der ist Melancholiae, der ist Cholerae. Denn ein theil ist des Himmels, ein theil ist der Erden und in einander vermischt wie Feur und Holtz, da jedweders seinen nammen verlieren mag, dann es seind zwey ding in eim.» Theophrastus Paracelsus, «Das Buch Paragranum», herausgegeben und eingeleitet von Dr. Franz Strunz, Leipzig 1903, S. 29 f. - Zu den Ausführungen über Paracelsus vgl. Vortrag Berlin, 26. April 1906, in «Die Welträtsel und die Anthroposophie», GA 54.

was über die Wirkung gewisser Metalle auf den menschlichen Organismus gesagt wurde: Siehe den vorhergehenden Vortrag vom 21. Oktober 1906.
167 Er konnte nur die Wirkung der Heilmittel durch die Sinneserfahrung erproben: «Die Angemessenheit einer Arznei … beruht nicht allein auf ihrer treffenden homöopathischen Wahl, sondern ebenso wohl auf der erforderlichen richtigen Größe, oder vielmehr Kleinheit ihrer Gabe … Hier entsteht nun die Frage, welches dieser angemessenste Grad von Kleinheit sey … Einzig nur reine Versuche, sorgfältige Beobachtung und richtige Erfahrung kann dies bestimmen.» Samuel Hahnemann, «Organon der rationalen Heilkunde», Dresden 1810, Paragraphen 300 ff., zitiert nach Martin Gumpert, «Hahnemann», 4. Aufl. Berlin 1934, S. 151 f.
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172 Paracehus sagt demgegenüber: «Wie mag sich da die Artzney reimen zu solchen Sachen, damit der Artzt mög billich sprechen, das er ein Artzt sey? Also: er ist ein Knecht der Natur, und Gott ist der Herr der Natur.»
«Nun ist der Artzt auß der artzney, und nit auß sich selbst, darumb so muß er durch der Natur Examen gehn, welche Natur die Welt ist und all ihr Einfang: Und dasselbig was ihn die Natur lernet, daß muß er seiner weißheit befehlen: Und aber nichts in seiner weißheit suchen, sondern allein im Licht der Natur, und nachfolgendt dieselbige Lehr beschließen in die Zeil derselbigen behaltnuß.»
Theophrastus Paracelsus, «Volumen Paramirum und Opus Paramirum», herausgegeben von Dr. Franz Strunz, Jena 1904, S. 74, 85.
«Dann die Natur ist so subtil und so scharff in ihren dingen, das sie ohn große kunst nicht wil gebraucht werden: Dann sie gibt nichts an tag, das auff sein statt vollendet sey, sondern der Mensch muß es vollenden: Diese Vollendung heißet Alchimia.»
«Also weiter auch soll der Artzt kunstreich sein. Der da nun wil kunstreich sein, der muß in allem sein Erfarnheit haben: denn auß der Kunstreiche geht der grund deiner Künsten, das ist nicht der grund der Leer, sondern der grund deiner Artztneyischen künsten verstand.» «Das Buch Paragranum», S. 70, 105.
176 Goethe sagt in diesem Sinne: In dem Gedicht «Die Metamorphose der Pflanzen» vom 17./18. Juni 1798.
179 Zeugnis des Wiener Kriminalanthropologen Benedikt: Das geschilderte Erlebnis hatte Benedikt, der im übrigen ein passionierter Bergsteiger war, nicht bei einer Bergpartie, sondern im Augenblick des Ertrinkens. Er berichtet wörtlich: «Sehr liebte ich von Kindheit auf das Wasser, wobei ich manches erlebte, was mir im Gedächtnis blieb. Ich bemühte mich, Naturschwimmer zu sein, wobei es mir im offenen Donaubade passierte, daß ich unterging. Zum Glück fuhr ich an einen Pfosten an, der als Marke für Badende diente. Es war wohl kaum mehr als eine halbe Minute, daß ich das Bewußtsein hatte, jetzt ertrinke ich. Dabei machte ich die merkwürdige Selbstbeobachtung, daß in dieser kurzen Zeit sämtliche Erinnerungen meines Lebens vor mir in rasender Eile vorübergingen. Diese Beobachtung ist in der Psychologie bekannt; selbst erlebt haben es wenige. Ich war damals etwa 12 Jahre alt.» Moriz Benedikt, «Aus meinem Leben», Wien 1906, S. 35.
181 «Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein»: Matth. 18,3; Mark. 10,15; Luk. 18,17.

Gallwespen: Cynipidae, meist dunkel gefärbte, kleine oder winzige Hautflügler, die wie die Gallmücken ihre Eier in Pflanzenteile legen, wobei diese Gallen bilden.
185 die Lipikas: Vgl. Vortrag Stuttgart, 26. August 1906 in «Vor dem Tore der Theosophie», GA95.
186 Apostrophe: Feierliche Anrede. welche Goethe seinem Faust in den Mund legt: «Faust» II / Anmutige Gegend.
188 «Die Sonne schaue»: Wortlaut nach einem Eintrag Rudolf Steiners in ein Notizbuch vom Jahre 1906. Es gibt Varianten aus späteren Jahren.
192 das ist die Iris: In der griechischen Mythologie die Botin der Götter. In einer anderen Nachschrift heißt es: ein Abbild der heiligen Isis.
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192 In unserer heutigen Sprache würde das Wort lauten «Christos»: Im Griechischen heißt 6 XQIGTOQ, Christos, der Gesalbte, entsprechend der hebräischen Bezeichnung Messias. Die in der Gnosis und im Manichäismus angewendete Bezeichnung XQrjörög, Chrestos, bedeutet: der Gute; nach Marcion (2. Jahrhundert) der höchste gute Gott im Unterschied zu dem Demiurgos, dem nur gerechten Schöpfergott. Abweichend von zwei früheren Herausgaben wurde in der 3. Auflage 1968 der Sonderbroschüre «Zeichen und Symbole des Weihnachtsfestes» die Form «Chrestos» eingesetzt, wie sie Rudolf Steiner in dem Vortrag vom 14. Dezember 1905, enthalten in dem Band «Die „Welträtsel und die Anthroposophie», GA 54, S. 243, gebraucht hat. Doch ist der Zusammenhang ein anderer, und eine nochmalige Prüfung der Textunterlagen ergab, daß in keiner der vorliegenden Nachschriften das Wort «Chrestos» steht.
193 «Er muß zunehmen …: Joh. 3,30. 195 Nathanael… echter Israeliter: Joh. 1, 47.
196 ein Sinnbild für den Paradiesesbaum: Vgl. «Der Baum des Lebens und der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Die Geheimnisse der Kunst», in «Kunst- und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft», GA 162.
198 «Und solang du das nicht hast»: In «Selige Sehnsucht», 31. Juli 1814, «Westöstlicher Diwan».
199 Raimundus Lullus, 1234-1315. Vgl. Vortrag Dornach, 5. Januar 1924 in «Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes», GA 233.
204 «Vater, laß diesen Kelch an mir vorüberziehen»: Matth. 26,39.
229 das Jahvewort: 2. Mos. 3,14; Offenb. 1,8.
231 turanische Adeptenschule: Die Turanier waren die vierte Unterrasse der Atlantis. Vgl. Rudolf Steiner, Unsere Atlantischen Vorfahren, in «Aus der Akasha-Chronik», GA 11.
236 */» Lebensfluten …»: Siehe Hinweis zu S. 26.
237 im Vortrag über den Lebenslauf: Berlin 28. Februar 1907 (öffentlich), «Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben», GA 55.
239 «Und Gott hauchte dem Menschen den lebendigen Odem ein»: Siehe Hinweis zu S. 134.
245 einen sehr bedeutenden Kunsthistoriker: Herman Grimm, 1828-1901. «Immer wieder muß ich über die Unfähigkeit der jungen Leute staunen, das, was ihnen vorgelegte, sehr verständliche Kupferstiche, nach Werken Raphaels z.B., ihnen vor Augen brachten, nur zu erkennen. Meine Aufforderung, sie möchten mir über das Ganze oder über einzelne Figuren etwas sagen, ist anfangs meist eine vergebliche; sie sehen die Dinge, ohne irgend zu wissen, was sie vor sich haben. Ich wünsche nicht, daß Kunstgeschichte auf den Gymnasien getrieben werde; aber ich frage, wie ein nach dieser Richtung hervortretender so großer Mangel an Anschauungsvermögen bei den den Gymnasien entstammenden Studierenden zu erklären sei.» Aus «Die Deutsche Schulfrage und die Deutschen Klassiker», in «Fünfzehn Essays / vierte Folge: Aus den letzten fünf Jahren», Gütersloh 1890, S. 61.
250 «Alle Sünden können vergeben werden»: Matth. 12,31; Mark. 3,28.
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251 Der schlichte Mann von Nazareth: Ein von Rudolf Steiner in seinen Vorträgen sehr häufig zitiertes Wort des protestantischen Theologen Heinrich Weinel (1874-1936).
252 die Schule des Dionysius: Dionysius Areopagka, Apostelgeschichte 17, 34, als Schüler des Paulus erwähnt. Unter seinem Namen erschienen Ende des 5. Jahrhunderts in Syrien die Schriften «Von der himmlischen Hierarchie» und «Von der kirchlichen Hierarchie», die Scotus Erigena im 9. Jahrhundert aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzte. Deutsch von J. G. von Engelhardt, Sulzbach 1823; Storf, Kempten 1877; Joseph Stiglmayr SJ, Kempten und München 1911; Walther Tritsch, München-Planegg 1956.
253/4 bei der Betrachtung des Vaterunsers: Vortrag vom 28. Januar 1907.
259 in dem Worte ausgedrückt: Matth. 19,29; Mark. 10,29; Luk. 14, 26.
262 «Blut ist ein ganz besonderer Saft»: Vortrag Berlin, 25. Oktober 1906 in «Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben», GA 55.

daß Adam Jahrhunderte alt wird: 1. Mos. 5,3-5.

ein Gespräch, das Anzengruber mit Peter Rosegger geführt hat: «Ein anderesmal mit Anzengruber auf einem Spaziergang … Wir plauderten über dichterisches Schaffen und dichterische Stoffe. Da äußerte ich, daß er in Oberbayern gelebt oder doch viel mit oberbayerischen Bauern verkehrt haben müsse. Seine Bauerngestalten erinnerten sehr an diesen Schlag. Er setzte auf die scharfgebogene Nase seinen Zwicker und sagte: <Oberbayern? Nein. Ich habe eigentlich mit Bauern überhaupt nie verkehrt. Wenigstens nicht näher.> Als er darüber meine Verwunderung merkte: <Ich brauche das nicht. Brauch' so einen nur von weitem zu sehen, ein paar gewöhnliche Worte zu hören, irgend eine Geste von ihm zu beobachten: und kenne den ganzen Kerl aus- und inwendige - <Sonderbar!> - <Lieber Freund>, sagte er, <Sie wissen es ja selbst. Alle äußeren Gelegenheiten und Anlässe sind nur Hebammen. Gebären muß der Dichter aus sich heraus. Was Bauern! Ich bin Großstadtmensch! Aber wenn ich, wie Sie sagen, besser Bauern dichten als Stadtleut' dichten kann, so mag das wohl im Blut stecken. Oder in irgend einem Knochen, wie eine vererbte Gicht. Meine Vorfahren von der Vaterseite sind oberösterreichische Bauern gewesen. Na, und so was rumort halt nach,»> Gesammelte Werke von Peter Rosegger, Leipzig 1914-16,36. Band, «Gute Kameraden - Persönliche Erinnerungen an berühmte und eigenartige Zeitgenossen», S. 145 f.
266 '„Ich bin der da war»: Siehe Hinweis zu S. 229.
269 in dem Aufsatz über die Konzeption des «Parsifal»: Richard Wagner, Gesammelte Schriften und Dichtungen, hg. von Wolf gang Golter, Leipzig o.J,, 10. Band, «Ausführungen zu Religion und Kunst», S. 275 ff.; «Heldentum und Christentum», insbes. S. 281. - Vgl. Vorträge Landin, 29. Juli 1906, und Kassel, 16. Januar 1907, beide in «Das christliche Mysterium», GA 97.
273 das höchste christliche Wort: Joh. 8, 32. 279 angedeutet in den Worten: Siehe Hinweis zu S. 134.
284 «Der mein Brot isset»: Joh. 13, 18.
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289 «Eli, Eli, lama sabachthanü»; Matth. 27, 46; Mark. 15,34. «sabachthani» meistens übersetzt mit «verlassen». Ähnlich lautender Ausdruck «Shevachthani» gleich «erhöht» oder «verherrlicht». Vgl. «Das Matthäus-Evangelium», GA 123, 12. Vortrag.
294 «Einer von den Jüngern»: Joh. 13,23-25. Die Luther-Übersetzung weicht hier vom griechischen Text ab. In Vers 23 heißt es: «ev rcp tcöfoitp», wörtlich «im Schoß», bei Luther: «an der Brust». Vers 25 beginnt:«avaneoä>v exelvoq OVTCOC, im ro arrj'&OQ Tov'Irjoov», wörtlich: «Indem sich jener also an die Brust des Jesus legte», bei Luther: «Denn derselbe lag an der Brust Jesu.»

bei Johannes: Joh. 13,31.
295 die Psalmworte: Psalm 22,2.
296 «das neue Jerusalem»: Offenb. 3,12; 21,2.

«Niemand kommt zum Vater»: Joh. 14,6.
298 in den öffentlichen Vorträgen: «Bibel und Weisheit», 25. und 26. April 1907. Von dem Vortrag vom 25. April ist keine Nachschrift erhalten. Der Vortrag vom 26. April ist enthalten in dem Band «Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben», GA 55.

Gleichnis vom ungerechten Haushalter: Luk. 16,1-8.

nach der literarischen Übersetzung: Heinrich Weinel, «Die Gleichnisse Jesu» in «Aus Natur und Geisteswelt. Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen», 46. Band, 2. Auflage Leipzig 1905, S. 130.
299 aus einem Büchelchen: A.a.O., S. 23.
302 «Wer nicht verlasset»: Siehe Hinweis zu S. 259.
303 Zwar sagt Jesus: Matth. 5,17-18.
307 in dem Buch «Finsternisse»: Zürich 1896, zitiert von Weinel, a.a.O., S. 80.

Aus dem hebräischen Kanon: Freie Wiedergabe der Absalom-Geschichte nach dem 2. Samuel-Buch.
310 Ein anderes Gleichnis: Matth. 25,1-13.
312 wird in der Bibel gesagt: 1. Mos. 4,1.
314 okkulte Sinnbilder: Die Skizzen hierzu sind nicht erhalten. Vgl. «Die Apokalypse des Johannes», GA 104, und «Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongreß Pfingsten 1907», GA 284.

die Namen der Wochentage: Siehe den Vortrag vom 7. März 1907.
316 Zahl des Tieres: Offenb. 13,18.

Diesen vier Zahlen entsprechen die hebräischen Buchstaben: Schon das phönizische und später das hebräische Alphabet hatten eine festgelegte Buchstabenfolge, die zugleich die Verwendung der Buchstaben als Zahlenzeichen ermöglichte. Dies ist im Alten Testament, und zwar sowohl im hebräischen wie im griechischen Text mehrfach der Fall. In okkulten Schriften spielt der Zahlenwert von Buchstaben eine große Rolle.

Es heißt Nero: Diese von Rudolf Steiner widerlegte Version wird zum Beispiel auch heute noch in dem von Fritz Rienecker herausgegebenen «Lexikon der Bibel», 3. Auflage, Wuppertal 1961, vertreten.

Zum folgenden, mangelhaft nachgeschriebenen Vortrag vom 12. Juni 1907 vgl. RudolfSteiners Aufsatz «Der Kongreß der Föderation europäischer Sektionen der Theosophischen Gesellschaft in München» in «Luzifer-Gnosis», GA 34, S. 590 ff.
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318 Der Münchner Kongreß: Vierter Kongreß der Föderation Europäischer Sektionen der Theosophischen Gesellschaft 18.-21. Mai 1907 in München. Vgl. «Mein Lebensgang», 38. Kapitel, GA 28; und «Bilder okkulter Siegel und Säulen …», GA 284.
319 Goethe hat über solche Dinge die schönsten Worte gesagt: Zur Farbenlehre, Didaktischer Teil. Sechste Abteilung. Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe, 796.
320 Edouard Schures Mysteriendrama: «Das heilige Drama von Eleusis», rekonstruiert von Edouard Schure, aus dem Französischen übertragen von Marie von Sivers, in freie Rhythmen gefaßt durch Rudolf Steiner. Die Uraufführung fand am 19. Mai 1907 anläßlich des Münchner Kongresses statt.

Die Anfangsbuchstaben auf dem Programm: E.D.N. - I.C.M. - P. S.S.R. Es sind die Anfangsbuchstaben des Rosenkreuzerspruches: Ex deo nascimur. In Christo morimur. Per spiritum sanctum reviviscimus.
325 Experimentum crucis: Nachprüfung zweier sich kreuzender, d.h. unzertrennlich miteinander verbundener Eigenschaften, die entweder beide vorhanden oder beide nicht vorhanden sind, weshalb man nur nach einer der beiden Eigenschaften zu forschen braucht. Das Verfahren geht auf Francis Bacon zurück.




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