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DANKESWORTE von Dr. med. Friedrich Husemann

DANKESWORTE von Dr. med. Friedrich Husemann

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Bedürfnis, darauf noch einmal zurückzublicken. Wir haben, glaube ich, empfunden, daß gerade mit diesem Kursus noch ein gewisser Höhepunkt dessen gegeben ist, was wir bisher von Herrn Dr. Steiner als Anregungen für die Medizin bekommen durften. Daß es möglich war, einen Kursus hier zu halten für Ärzte und Künstlerinnen scheint mir doch ein Symbol gewissermaßen dessen, was wir eigentlich mit unseren anthroposophischen Bestrebungen in der Medizin wollen. Daß diese Synthese zustande kommen konnte ist vielleicht doch auch eine Erfüllung dessen, was Goethe in bildhafter Weise in seinem «Wilhelm Meister» einmal sagte, daß man die Medizinstudenten eigentlich nicht so sehr anatomisieren lassen sollte als vielmehr synthetisieren. Man sollte sie unterrichten, den menschlichen Körper wiederum zusammenzusetzen aus den einzelnen Muskeln, Knochen und Organen, und aus diesem Gefühl des Zusammensetzens heraus würde sich auch das gesunde Gefühl des Heilens ergeben. Das, glaube ich, ist gerade mit diesem Kurs doch vor uns hingestellt, wie diese Möglichkeit des synthetischen Denkens und Fühlens wieder in uns angeregt werden kann, und daß gerade ein solcher Kursus, der zeigt, wie das Wort, wie das Geistige übergeht in die Bewegung, auf den Körper, daß er uns geradezu zum Tun anregen sollte und nicht zum Reden. Das liegt ja eigentlich in der ganzen Tendenz dessen, was uns hier gegeben ist. Und darin liegt nun anderseits wieder eine kleine Schwierigkeit. Denn gerade wenn man sich zum Tun angeregt fühlt, kann man ja dazu kommen, zu viel zu tun, und es liegt so außerordentlich nahe, daß nun alle die Anregungen, die hier gegeben sind, eben recht viel und überall angewendet werden. Und da hat nun unsere Vereinigung gerade gebeten, noch einmal doch das recht ernst zu nehmen, was Herr Dr. Steiner wiederholt betont hat, daß man diese therapeutischen Anregungen eben doch als Therapeutische betrachten möchte, das heißt als solche, die unter der Kontrolle oder unter Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 315 Seite: 91 der Mitwirkung eines Arztes eben angewendet werden sollen, daß man nicht blind drauflos sie anwenden soll, denn das kann ja selbstverständlich zu schweren Mißerfolgen führen, wenn das geschieht, und wir müssen andererseits ja auch bedenken, daß alles, was als Dilettantisches dann herauskommt an die Öffentlichkeit, das dann doch schwer schädigend auf uns, auf unsere Bewegung zurückwirken kann. Deshalb wollten wir Sie bitten, diese Ermahnungen, die Herr Dr. Steiner in dieser Beziehung gerade an uns gerichtet hat, doch recht ernst zu nehmen. Das, was hier gegeben ist, muß eben von uns verarbeitet werden. Aber das kann nur in ersprießlicher Weise geschehen, wenn wir eben zusammenarbeiten so, wie wir jetzt hier zusammengewesen sind. Deshalb möchte ich damit schließen, daß wir unseren Dank gegenüber Herrn Dr. Steiner eben gerade dadurch zum Ausdrucke bringen, daß wir wirklich das weiter verarbeiten, aber daß wir uns auch nicht nur tätig hineinstellen in unsere Bewegung, sondern gerade mit Verständnis. |


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