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III Aus Briefen von Rudolf Steiner und Marie Steiner 19

III Aus Briefen von Rudolf Steiner und Marie Steiner 19

März 1925

Seite Text
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… Fürth war eine große Überraschung für uns. Es ist nach dem Landestheater von Stuttgart vielleicht das schönste Theater, in dem wir überhaupt gewesen sind, auch akustisch ausgezeichnet und von bester Ordnung und Sauberkeit in den Regionen hinter den Kulissen. Prachtvolle Beleuchtungsmöglichkeiten, - faßt 1200 Menschen, und es war wieder ganz voll. Die Mitglieder sagten uns am andern Tage, sie hätten nur begeisterte Äußerungen gehört. In Stuttgart hat man uns also aus dem Landestheater wieder herausgesetzt. Wir haben die zwei Faustvorstellungen in der Waldorfschule abgehalten; einige meinten, man sehe dort besser, weil die Bühne höher sei; vielleicht kommen dort auch mehr fremde Menschen hin, als in die Landhausstraße. Es ist natürlich dort alles gut und glatt abgelaufen; wir hatten außerdem auch noch eine Vorstellung für Mitglieder in der Landhausstraße. Ich habe mich nun verleiten lassen, auf Anregung einiger Lehrer, eine Faustvorstellung für die Schulkinder zuzusagen. Es war verlockend zu denken, daß 800 Kinder einen Eindruck für ihr Leben davontragen könnten, der sie verhinderte, sogleich Geschmack an Schunddarstellungen zu entwickeln. Man weiß ja, wie stark solche Kindereindrücke sind. Freilich müssen wir deshalb aus Mannheim nach Stuttgart wieder zurückkehren. Aber ich fühlte mich gezwungen, auch aus einem andern Grunde es zu tun: der Eurythmie-Schulaufführung wegen. Die findet am Vorabend der Tagung statt, bietet manches sehr Erfreuliche, so daß es schade wäre, sie ausfallen zu lassen. … An Rudolf Steiner in Domach Stuttgart, 23. März 1925 … Wir freuen uns alle sehr auf den heutigen Abend. Hoffentlich wird das Getöse der Kinder nicht das Getöse des Sonnenaufgangs übertönen. Die Lehrerschaft hat hernach die Eurythmie zu einer Unterhaltung mit Tee eingeladen. - Wir haben eine Reihe sehr erfolgreicher Abende hinter uns. - Heidenheim (volles Haus), das uns als Kritiken drei Hymnen eingebracht hat, - Karlsruhe, wo die Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 27 7 Seite: 4 99 Stimmung eine sehr warme, mitgehende war (- Kritiken sind uns noch nicht geschickt -), bis auf sehr wenige freie Stühle in der letzten Reihe der teuren Plätze, war es dicht besetzt (1200 Menschen) - Mannheim verlief auch sehr gut; trotzdem Konfirmationsmorgen in der Stadt war, gab es nur ganz hinten im langen Saal einige leere Reihen. … Alles was wir an Berichten bekommen über Aussprüche fremder Zuschauer, klingt sehr begeistert; es wird sogar behauptet, daß geweint wurde bei der Faustszene in Mannheim. Fast ist es schade, daß zwischen der pädagogischen Tagung und heute nicht noch eine Vorstellung hat stattfinden können. … Die Urträume, die wir zur pädagogischen Tagung geben sollen, sind natürlich etwas vergessen worden, … am Samstagabend oder Sonntag muß es in Dornach gemacht werden, und dann geht's gleich wieder nach Stuttgart. Morgen muß ich viel Proben abhalten; erst mit den Stuttgartern, die in dem zweiten Teil unseres Programms die großen Gruppensachen auffüllen müssen. Dann die Schüleraufführung. … Nachschrift Die Kinder in der Schule waren selig, fanden bloß die Vorstellung zu kurz. An Marie Steiner in Stuttgart Goetheanuttl, 23. März 1925 Ich kann Dir wirklich nicht ausdrücken, wie ich Deine hingebungsvolle Tätigkeit bewundere, und wie dankbar ich Dir für alles bin, was Du so segensreich vollbringst. Daß Du Dich auch der Schule annimmst, ist besonders bedeutsam. Denn die Kinder brauchen jetzt, da sie mich nicht sehen, Impulse. Und vor allem bringst Du Künstlerisches in die Schule hinein, ein Element, das sie so sehr braucht. … Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 77 Seite: 5 00 Stuttgart, 23. Mär^ 1925 für die Kinder der Waldorfschule PROGRAMM Aus «Faust» II: Erster Akt: Ariel-Szene . . J. W. v. Goethe Menuett aus der 6. Violinsonate J. S. Bach Kinderlied HofTmann von Fallersieben Scherzo aus der Klaviersonate, A-Dur, Op. 2, Nr. 2 L. van Beethoven Mailied J. W. v. Goethe Musette J. S. Bach Das Veilchen J. W. v. Goethe Allegretto aus «Sechs leichte Variationen» . L. van Beethoven Heideröslein J. W. v. Goethe Pastorale A. Scarlatti Dornach, 29. Mär% 1925 PROGRAMM Romantischer Auftakt Musik: Max Schuurman Sonnenuntergang . Friedrich Hölderlin Erinnerung Anton Bruckner Chor der Urträume Fercher von Steinwand Allegretto aus «Sechs leichte Variationen» . L. van Beethoven Gavotte, G-Dur aus der 5. Französischen Suite . . . J. S. Bach Aus dem Häuschen Albert Steffen Prelude, Es-Dur, Op. 28, Nr. 19 Fr. Chopin Scherzo, A-Dur aus der Klaviersonate Op. 2, Nr. 2 L. van Beethoven Der gestrichene Bock Christian Morgenstern Allegro aus «Sechs leichte Variationen» . . L. van Beethoven Der Gaul Christian Morgenstern

Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 77 Seite: 5 01 Waldorfschule Stuttgart, 6. April 1925 (Pädagogische Tagung) PROGRAMM Largo con gran espressivo aus der Klaviersonate, Es-Dur, Op. 7, Nr. 4 L. van Beethoven Aus den Jahr es Sprüchen: Wenn aus den Weltenweiten Rudolf Steiner Grave, Adagio aus der Partita Nr. 2 J. S. Bach Aus den Jahressprüchen: Es spricht zum Weltenall Rudolf Steiner Adagio aus der 10. Violinsonate, G-Dur, Op. 96 L. van Beethoven Hyperions Schicksalslied Friedrich Hölderlin Largo aus dem Orgelkonzert, d-moll . . . . Friedemann Bach Der Pilger Albert Steffen Drei Seufzer Albert Steffen Warum? Aus «Phantasiestücke» Robert Schumann Die Jugend Friedrich Hölderlin Eleusis. An Hölderlin . G. Fr. Hegel Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 77 Seite: 5 02 Dornach, 12. April 1925 (Ostersonntag) PROGRAMM Dichtungen von Rudolf Steiner Andante aus der Cellosonate, c-moll J. E. Galliard Am den Jahressprüchen : Ich fühle Kraft des Weltenseins … Wenn aus den Seelentiefen … Wenn aus den Weltenweiten … Präludium, es-moll J. S. Bach Aus den Jahressprüchen: Ins Äußere des Sinnesalls … Es spricht zum Weltenall … Der erste Spruch, der gegeben wurde : Die Sonne schaue … Andante sost. aus der 2. Cellosonate G. Fr. Händel Der letzte Spruch, der gegeben wurde: Sonnenmächten entsprossene … Adagio aus der 1. Sonate f. Solo-Violine J. S. Bach Die Grundsteinlegung |


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