Zuletzt angesehen: 011_hinweise

Hinweise

Hinweise

Zu dieser Ausgabe

Seite Text
143 Die Heileurythmie als eigenständige Therapieform kommt seit Jahrzehnten in Krankenhäusern, Arztpraxen, Schulen und heilpädagogischen Einrichtungen zur Anwendung. Voraussetzung für die heileurythmische Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit Ärzten; dies gilt auch für Heileurythmisten, die als selbständige Therapeuten arbeiten.
Die Grundlage bilden die in diesem Band enthaltenen Vorträge sowie zahlreiche weitere Vorträge mit menschenkundlichen oder speziell auf medizinische Fragestellungen ausgerichteten Inhalten. Siehe hierzu die Übersicht am Schluß des Bandes S. 171. Kernstück des hier vorliegenden Bandes sind die ersten sechs Vorträge, die als sogenannter Heileurythmiekurs parallel zum zweiten Ärztekurs («Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313) im Frühjahr 1921 in Dornach gehalten wurden. Der siebente Vortrag entspricht dem neunten des erwähnten Ärztekurses und wurde wegen seines engen inhaltlichen Bezuges zur Heileurythmie bereits in die zweite Auflage (1952) aufgenommen. Der achte Vortrag, im Rahmen einer «Medizinischen Woche» für Ärzte und Medizinstudenten am 28. Oktober 1922 in Stuttgart gehalten, war aus dem gleichen Grunde schon in die erste Auflage (1930) aufgenommen worden, ist jedoch innerhalb der Gesamtausgabe bislang nur im vorliegenden Band veröffentlicht.



Textgrundlagen

143 Die sechs Vorträge des Heileurythmiekurses sowie der Vortrag vom 18. April 1921, gehalten während des 2, Ärztekurses (GA 313), wurden von der Berufsstenografin Helene Finckh (1883-1960) mitstenografiert und in Klartext übertragen. Der Vortrag vom 28. Oktober 1922, gehalten während einer «Medizinischen Woche» in Stuttgart, wurde von namentlich nicht bekannten Zuhörern mitstenografiert und in Klartext übertragen. Originalstenogramme dieses Vortrages liegen nicht vor.
Für die früheren Auflagen dieser Vorträge wurde jeweils die Klartextübertragung einer gründlichen Durchsicht unterzogen und redaktionell bearbeitet, d. h., umständliche Satzgefüge wurden bereinigt, fehlende Worte ergänzt, Wiederholungen von Sätzen oder Satzteilen gestrichen und die Zeichensetzung sowie Rechtschreibung angepaßt. Bei den Vorarbeiten für die 3. Auflage 1966 (1. Auflage innerhalb der Gesamtausgabe) wurden aufgrund einiger problematischer Textstellen die Original-Stenogramme von Helene Finckh zur Prüfung hinzugezogen. - Die erste Auflage (Manuskriptdruck 1930) besorgte die Heileurythmistin Elisabeth Baumann-Dollfus, die
144 zweite (1952) die Eurythmistin Isabella de Jaager und die dritte (1966) der Arzt Dr. med. Hans W. Zbinden. Die vierte Auflage war ein photomechanischer Nachdruck der dritten.
Auf Anregung von Dr. med. Kaspar Appenzeller (1927-1999) wurden für die 5. Auflage von Michel Schweizer zunächst erneut einzelne Textstellen mit dem Original-Stenogramm und der Übertragung in Klartext verglichen und korrigiert. Dieses Verfahren erwies sich jedoch als unzureichend, weshalb man sich entschlossen hat, die Stenogramme von Anfang bis Ende zu prüfen. Die nun vorliegende Textgestalt ist das Resultat einer wortwörtlichen Prüfung der Stenogramme sowie der Klartextübertragung. Sie wurde erstellt von Michaelis Messmer in Zusammenarbeit mit Dr. med. Wilburg Keller Roth und Walter Kugler. Sämtliche Abweichungen vom Stenogramm sowie Lücken oder unklare Stellen sind in Fußnoten oder in den Hinweisen zu der entsprechenden Seite nachgewiesen. Die Hinweise wurden erheblich erweitert, das Sachwortregister (ursprünglich erstellt von Gabriele Ohlschwang) und die Inhaltsangaben überarbeitet sowie eine Literaturübersicht hinzugefügt. Im Anschluß an den sechsten Vortrag wurden neu aufgenommen die Dankesworte von Dr. med. Friedrich Husemann.



Tafelzeichnungen

144 Die Original-Wandtafelzeichnungen zum Heileurythmiekurs sind erhalten geblieben, da die Tafeln vor dem Vortrag mit grauem Karton bespannt wurden. Nach dem Vortrag wurden die «Tafeln» datiert, die Kreide-Zeichnungen fixiert und aufbewahrt. Sie sind in der Rudolf Steiner Gesamtausgabe publiziert in Band XXII der Reihe «Wandtafelzeichnungen zum Vortragswerk» (K 58/22). Im laufenden Text wird jeweils durch Randvermerke auf die entsprechende Tafel hingewiesen. Bei den in den Text eingefügten Zeichnungen und Schemata handelt es sich - im Gegensatz zu den vorangehenden Auflagen, bei denen Nachzeichnungen von Assja Turgenieff und Hedwig Frey verwendet wurden - jeweils um originalgetreue Wiedergaben von Details der Original-Tafeln oder - wie im 5. und 7. Vortrag - von Zeichnungen aus dem Stenogrammblock, die von der Stenografin nach dem Tafelbild angefertigt worden waren. Die Bildbearbeitung erfolgte durch Priska Clerc. - Zu dem in Stuttgart gehaltenen Vortrag vom 28. Oktober 1922 existiert keine Original-Wandtafelzeichnung.



Hinweise zum Text

145 Sämtliche nachfolgend erwähnten Werke von Rudolf Steiner sind erschienen im Rudolf Steiner Verlag, Dornach


15 Eurythmie als Kunst: Siehe Rudolf Steiner, «Eurythmie - Die Offenbarung der sprechenden Seele», Ansprachen zu Eurythmie-Aufführungen, GA 277, 3. Aufl. 1999 / «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl., 1998 / «Eurythmie als sichtbarer Gesang. Ton-Eurythmie-Kurs», GA 278, 4. Aufl. 1984 / «Eurythmie als sichtbare Sprache. Laut-Eurythmie-Kurs», GA 279, 5. Aufl. 1990 / «Eurythmie - Die neue Bewegungskunst der Gegenwart», hrg. von Eva Froböse, Taschenbuch-Sonderausgabe, Dornach, 2. Aufl. 1991.
16 Verständnis … für den menschlichen Kehlkopf: Siehe z. B. die Ansprache vor einer Eurythmieaufführung vom 2. Juni 1918, in «Eurythmie - Die Offenbarung der sprechenden Seele», GA 277, 3. Aufl. 1999, S. 24. Siehe auch den Vortrag vom 21. Mai 1907 in «Bilder okkulter Siegel und Säulen», GA 284, 3. Aufl. 1993, S. 67: «Die Kräfte in uns sind kondensierte göttliche Kräfte. Was früher durch das Wort geschaffen worden ist, ist jetzt umgesetzt in natürliche Formen. So wird im Laufe der Evolution der menschliche Kehlkopf Reproduktionsorgan werden […] Was heute Sprachorgan ist, wird Hervorbringer von seinesgleichen werden. Der Kehlkopf ist das zukünftige, in die Geistigkeit hinaufgehobene Reproduktionsorgan; daher beim Manne jetzt schon die Parallele in der Geschlechtsentwickelung und der Kehlkopfentwickelung.»
16f. metamorphosische Umänderung … dieses goethehafte Anschauen: Im zeitlich parallel zum Heileurythmiekurs verlaufenden Ärztekurs spricht Rudolf Steiner im Vortrag vom 16. April 1921 über Metamorphosen verschiedener Organe z.B. über die Lunge als «eine Metamorphose der Kopfgestaltung», in Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313, 5. Aufl. 2001, S. 100. Weitere Beispiele zur Metamorphose finden sich auch den Vorträgen «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, 9. Aufl 1992, insbesondere im 10. Vortrag- Grundlegendes ist dargestellt in Rudolf Steiner, «Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften», Kap. II «Die Entstehung der Metamorphosenlehre», GA 1, 4. Aufl. 1989. - Siehe auch Rudolf Steiners Eurythmieform zu Goethes Gedicht «Die Metamorphose der Pflanzen», in Rudolf Steiner, «Eurythmieformen», Bd. III, «Eurythmieformen zu Dichtungen von Johann Wolfgang von Goethe», GA K23/3, Dornach 1990, S. 41-52. - Ausführlich ist das Prinzip der Metamorphose dargestellt in «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur» (1884-97), 5 Bde., Nachdruck Dornach 1975, GA lale. Bd. I «Bildung und Umbildung organischer Naturen». Dort heißt es in GA la, «Die Metamorphose der Pflanze», XVIII, 115: «Es mag nun die Pflanze sprossen, blühen oder Früchte bringen, so sind es doch immer dieselbigen Organe, welche in vielfältigen Bestimmungen und unter oft veränderten Gestalten die Vorschrift der Natur erfüllen. Dasselbe Organ, welches am Stengel als Blatt sich ausgedehnt und eine höchst mannigfaltige Gestalt angenommen hat, zieht sich nun im Kelche zusammen, dehnt sich im Blumenblatte wieder aus, zieht sich in den Geschlechtswerkzeugen zusammen, um sich als Frucht zum letztenmal auszudehnen.»
146
16 Schilddrüse: Siehe auch den Vortrag vom 28. 2. 1911, in «Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums», GA 124, 4. Aufl. 1995, S. 143f. Dort heißt es unter anderem: «Die Anteilnahme, das lebendige Interesse an den Dingen wird untergraben, wenn die Schilddrüse entfernt wird. Die Menschen werden teilnahmslos gemacht, und zwar so stark, daß sie ihren Verstand nicht anwenden können. Da haben Sie den feinen Unterschied zwischen der Anwendung eines Werkzeuges für den Verstand, wie es Gehirnpartien sind, und einem Werkzeuge, das es mit einer Drüse zu tun hat, wie es die Schilddrüse ist.»
19 daß diese Bewegung ihre Reflexe erlebt in der Kehlkopf Organisation'. Siehe Vortrag vom 21.9. 1920 in «Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis. Meditativ erarbeitete Menschenkunde», GA 302a, 4. Aufl. 1993, S. 48f. Grundlegendes zur Kehlkopf-Entwicklung findet sich in «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit», GA 15, 10. Aufl. 1987, S. 13. Siehe auch 1. Hinweis zu S. 16.
20 eine Fortsetzung der Atmung: Über den Zusammenhang Kopf - Rhythmus siehe den Vortrag vom 28. 12. 1921 in «Die gesunde Entwickelung des Menschenwesens», GA 303, 4. Aufl. 1987, S. 108 ff.; ferner den Vortrag vom 15. 1. 1917, in «Zeitgeschichtliche Betrachtungen», II. Teil, GA 174, 2. Aufl. 1983, S. 150-151.
22 es kann ja das dann morgen noch hier geübt werden: Die Kursteilnehmerin Elisabeth Baumann berichtet hierüber: «Es wurden zwei Eurythmiekurse eingerichtet, in denen wir mit den Ärzten grundlegend Eurythmisches und das jeweils an dem Tage von Dr. Steiner im Heileurythmie-Vortrag Gegebene besprachen und praktisch übten.» Siehe im vorliegenden Band S. 137f.
23 Waldorfpädagogik: Auf Initiative von Emil Molt, dem Direktor der Waldorf - Astoria-Zigarettenfabrik, wurde im Herbst 1919 in Stuttgart eine Schule für die Kinder der Arbeiter der Zigarettenfabrik, die aber auch anderen Kindern offenstand, als einheitliche Volks- und Höhere Schule gegründet. Mit der Erarbeitung eines zukunftsorientierten pädagogischen Konzeptes sowie der Auswahl und Schulung der Lehrer wurde Rudolf Steiner betraut, der bereits 1884 die Befreiung des Erziehungswesens von jeglicher staatlicher Bevormundung gefordert und 1907 mit seinem Aufsatz «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» die menschenkundlichen Grundlagen für eine entwicklungsbezogene Pädagogik und Erziehungskunst vorgelegt hat. Im Vorfeld der Schulgründung sowie in den Jahren danach hat Rudolf Steiner, der bis zu seinem Tod im März 1925 die Leitung der Waldorf schule innehatte, zahlreiche Schulungskurse für Lehrer durchgeführt sowie eine Fülle von Vorträgen für Eltern, Lehrer und Studenten im In- und Ausland gehalten. Diese sind innerhalb der Gesamtausgabe in mehr als 20 Bänden (GA 293-311) publiziert. Hilfreich für den Einstieg in die Pädagogik Rudolf Steiners oder auch für die Vertiefung ist der zweite, innerhalb der Reihe «Quellentexte für die Wissenschaften» erschienene Band «Texte zur Pädagogik. Anthroposophie und Erziehungswissenschaft», Rudolf Steiner Verlag, Dornach 2003, herausgegeben von Johannes Kiersch. - Die Stuttgarter Waldorfschule wurde zum Ausgangspunkt für viele weitere Schulgründungen weltweit. Die Eurythmie war dort obligatorisches Unterrichtsfach.
24 man denkt auch mit seinem kleinen Finger und mit seiner großen Zehe: Weiteres hierzu siehe in dem Vortrag vom 11.11. 1923 in «Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes», GA 230, 7. Aufl. 1993, S. 205.
147
24 Auffassung geometrischer Figuren: Siehe den dritten Vortrag in «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, 9. Aufl. 1992, S. 56.

zwischen der großen Zehe und der nächsten Zehe einen kleinen Bleistift [Schreiben mit dem Fuß]: Siehe «Heilpädagogischer Kurs», GA 317, 8. Aufl. 1995, S. 147/148: «In solchen Fällen wird ihm dann - und das ist auch eine Art Heileurythmie, wenn er lernt mit den Zehen zu schreiben - die Heileurythmie große Dienste leisten können.» Siehe ferner «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl. 1998, S. 14.

Kopfschmerzen …Verdauung: Siehe dazu den 4. Vortrag im Rahmen des zeitlich parallel gehaltenen Ärztekurses «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313, S. 71.
25 indem Sie die rechte Augenachse mit der linken kreuzen: Siehe hierzu auch die Fragenbeantwortung vom 11.3.1920 in «Die Vierte Dimension», GA 324a, l. Aufl. 1995, S. 162f.
27 das vokalische Prinzip … wie aus der Geisteswissenschaft uns bekannt ist: Über das Vokalische und Konsonantische als Ausdruck verschiedener Seelenstimmungen äußerte sich Rudolf Steiner bereits 1911 in seiner Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit», GA 15,10. Aufl. 1987, S. 44f.: «In den atlantischen Zeiten empfanden die Menschen alle äußeren Eindrücke so, daß die Seele, wenn sie etwas Äußeres ausdrücken wollte mit einem Laut, gedrängt wurde zu einem Konsonanten. […] Was man dagegen innerlich erlebte an Schmerz oder Freude, oder auch, was ein anderes Wesen empfinden konnte, das ahmte man nach im Vokal.» - Eine Erweiterung des hier Dargestellten findet sich im Vortrag vom 18. 12. 1921 in «Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse», GA 209, 2. Aufl. 1982, S. HOff.
28 Frau Baumann: Elisabeth Baumann-Dollfus (1895-1947). Eurythmistin. Seit 1913, zunächst als Schülerin, dann als ausübende Eurythmistin und EurythmieLehrerin am Aufbau der Eurythmie beteiligt. Erste Eurythmielehrerin an der 1919 in Stuttgart gegründeten Freien Waldorf schule. Sie war auch am Zustandekommen des Heileurythmie-Kurses beteiligt. Siehe ihre Darstellung über den Kurs im Anhang des vorliegenden Bandes S. 136ff.
34 Vokalübungen: Siehe den Vortrag vom 9. 1. 1924, in «Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst», GA 316, 3. Aufl. 1987, S. 133f; dort geht es u. a. um Übungen für Kinder mit der Veranlagung zum Stottern.
35f. Migräneerscheinungen: Ausführlich behandelt im Vortrag vom 5. 4. 1920 in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, 7. Aufl. 1999, S. 300f., sowie in «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst», Kap. XX. 2 «Das Migräne-Mittel Biodoron», GA 27, 7. Aufl. 1991, S. 128f.
39 Fräulein Wolfram: Erna Wolfram-van Deventer (1894-1976). Eurythmistin. Zählte zu den ersten Eurythmie-Schülerinnen. Ihr Interesse an der therapeutischen Wirkung der Eurythmie war Anlaß für Rudolf Steiner, den Heileurythmie-Kurs zu halten. Sie war Jahrzehnte hindurch als Eurythmistin und Heileurythmistin tätig. Siehe auch ihre Darstellung über den Kurs im Anhang des vorliegenden Bandes S. 131ff.
148
39 wenn das S ausgeführt wird: Siehe «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl. 1998, S. 21. Die Zeichnung dort entspricht exakt der im Heileurythmiekurs.
41 in den Einleitungen zu eurythmischen Kunstvorstellungen: Rudolf Steiner hat annähernd dreihundert Einführungen vor Eurythmieaufführungen gehalten, die mal Grundsätzliches der Eurythmie, mal Näheres zu Einzelheiten (Lautbildung, einzelne Organe, Gliedmaßen, Verhältnis zu Tanz oder Pantomime, Verhältnis zur Plastik und Architektur) behandeln. - Eine Auswahl ist veröffentlicht in dem Band «Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele», GA 277, sowie einige in «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a.
43 «Die Rätsel der Philosophie»: Zunächst als zweibändiges Werk 1900/1901 unter dem Titel «Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert» erschienen. 1914 erweitert um eine Vorgeschichte über abendländische Philosophie bis hin in die Gegenwart. GA 18, 9. Aufl. 1985.
44 Blaselaute oder Stoßlaute: Weitere Aspekte finden sich im Vortrag vom 2. 7. 1924, in «Eurythmie als sichtbare Sprache», GA 279, 5. Aufl. 1990, S. 130ff., sowie im «Kursus über künstlerische Sprachbehandlung», in «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA 280, 4. Aufl. 1983, S. 68, und im Vortrag vom 6. 9. 1924, in «Sprachgestaltung und Dramatische Kunst», GA 282, 4. Aufl. 1981, S. 88 ff. Zur Lautbildung siehe auch den Vortrag vom 18. 8.1910 in «Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte», GA 122, 6. Aufl. 1984, S. 59f.
45 Die alleräußerste Einteilung… der Laute: Weiteres hierzu in den Kursen «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA 280, S. 57ff., sowie «Sprachgestaltung und Dramatische Kunst», GA 282,18. Vortrag sowie die Vorträge vom 8., 9. und 10. 8. 1923, in «Gegenwärtiges Geistesleben und Erziehung», GA 307, 5. Aufl. 1986. - Siehe auch Agathe Lorenz-Poschmann, «Die Sprachwerkzeuge und ihre Laute», Philosophisch Anthroposophischer Verlag, Dornach 1983.
48 Enttierung des Menschen: Siehe den 11. Vortrag in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, 7. Aufl. 1999, S. 216.
50 der Kopf des Menschen, der ist ja … eine Kugel: Siehe hierzu auch den 10. Vortrag in «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, 9. Aufl. 1992, S. 146 f.; ferner die Ausführungen in der Konferenz im Eurythmeum Stuttgart vom 30. April 1924, in «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl. 1998, S. 140, sowie die Ausführungen in «Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst», GA 316, 3. Aufl. 1987, S. 174 und 231. Siehe auch den Vortrag vom 30. 6. 1924 in «Heilpädagogischer Kurs», GA 317, 8. Aufl. 1995, S. 77.

Wie aus der Mondenphase die Erdphase hervorgegangen ist: Siehe das Kapitel «Die Weltentwickelung und der Mensch», in «Die Geheimwissenschaft im Umriß», GA 13, 30. Aufl. 1989; siehe auch «Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus», GA 218, 3. Aufl. 1992.
62 ein Physiologe der Gegenwart: Emil Abderhalden, 1877-1950. Schweizer Physiologe und physiologischer Chemiker. Von 1911-1945 Professor an der Universität Halle a. d. Saale. Herausgeber des «Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden». Grundlegende Arbeiten über Sozialhygiene und Sozialphysiologie. -
149
62 Über seinen Aufenthalt in Dornach sowie seine Äußerung über den Turnunterricht, die Rudolf Steiner verschiedentlich auch in anderen Vorträgen erwähnt, ist nichts Näheres bekannt.
62 dieses beseelte Turnen: Siehe die Ansprachen zu Eurythmie-Aufführungen vom 17. 10. 1920 und 19. 11. 1920 in «Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele», GA 277, 3. Aufl. 1999, S. 195 und 207. Über das Verhältnis Turnen - Eurythmie äußert sich Rudolf Steiner ausführlich im Vortrag vom 13. 6. 1921, in «Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung», GA 302, 5. Aufl. 1986, S. 38ff.
67f. Urteile … Bejahung … Verneinung … Sympathie und Antipathie: Siehe Vortrag vom 6. 11. 1921, in «Anthroposophie als Kosmosophie», GA 208, 3. Aufl. 1992, S. 166ff. sowie grundlegend im 5. Vortrag in «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, 9. Aufl. 1999.
69 Liebe … Hoffnung: Siehe den Vortrag «Glaube, Liebe, Hoffnung - drei Stufen des menschlichen Lebens», in «Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit», GA 130, 4. Aufl. 1995.
70 Migräne: Siehe Hinweis zu S. 35.
71 mannigfaltigste Ungeschicklichkeiten: Siehe hierzu auch den Vortrag vom 6. 7. 1924, in «Heilpädagogischer Kurs», GA 317, 8. Aufl. 1995, S. 97.

laufen Sie so, und Sie so, aneinander vorbei und geben acht, daß Sie sich ja nicht anstoßen: Siehe dazu die Übung «Ich und Du», in «Die Entstehung und Entwikkelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl. 1998, S. 28.
73 gesundende Wirkung des Lachens: Über das Lachen (und Weinen) hat Rudolf Steiner ausführlich gesprochen in seinem, im Architektenhaus in Berlin gehaltenen öffentlichen Vortrag vom 3.2.1910 «Lachen und Weinen», in «Metamorphosen des Seelenlebens», GA 59, 7. Aufl. 1984.

Gefühl der Verehrung: Eine ausführliche Darstellung über Aufgabe, Sinn und Bedeutung des Gefühls der Verehrung, der Devotion, gibt Rudolf Steiner in seinem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», GA 10, 24. Aufl. 1993, S. 19ff. Siehe den Vortrag vom 28. 10. 1909 «Die Mission der Andacht», in «Metamorphosen des Seelenlebens - Pfade der Seelenerlebnisse», Teil I, GA 58, 5. Aufl. 1984, sowie den Vortrag vom 17. 2. 1910 «Das Wesen des Gebetes», in «Metamorphosen des Seelenlebens - Pfade der Seelenerlebnisse» Teil II, GA 59, 7. Aufl. 1984.
74 dann wird der Ätherleib geschmeidig: In seiner Ansprache anläßlich der ersten Eurythmie-Aufführung in München am 28. 8. 1913 spricht Rudolf Steiner davon, daß der Ätherleib tanzen soll. Siehe «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA 277a, 3. Aufl. 1998, S. 50.

gewöhnlichen Turnbewegungen: Siehe dazu die Konferenz an der Waldorfschule vom 1. März 1923, in «Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorf schule in Stuttgart», GA 300b, 1. Aufl. 1975, S. 292ff. - Siehe auch Hinweis zu S. 62.
75 Wir haben ja selbst vor einigen Stunden solche Dinge angeführt: Im dritten Vortrag, wo er über den Zusammenhang von Lautbildungen (O und E) und dem menschlichen Organismus spricht.
150
75 Fließ in seinem bekannten Buche: «Der Ablauf des Lebens. Grundlegung zur exakten Biologie», Leipzig und Wien 1906. Dort heißt es im Kapitel über Linkshändigkeit: «Das Wesentliche haben die Beobachter völlig übersehen: Daß nämlich bei linkshändigen Männern die sekundären weiblichen Sexualcharaktere, bei linkshändigen Frauen die sekundären männlichen Sexualcharaktere viel ausgeprägter sind als bei voll rechtshändigen Männern oder Weibern […] Fragt man einen Mann, etwa einen Künstler, der durch seinen gesamten Habitus den Eindruck macht, aus dem <Zwischenreich> zu stammen, also viel Weibliches zu enthalten, fragt man ihn, ob er linkshändig sei, so wird man zuerst die sichere Antwort erhalten: keineswegs. Er besitze keine Spur davon. Der Mann hat auf seine Weise recht, denn er weiß von diesen Dingen nichts. Auch bestimmt eine dunkle Ahnung die Menschen, die Linkshändigkeit abzulehnen. <Linkisch> hat den Nebensinn des nicht ganz Vollwertigen. Läßt man sich aber seine beiden Hände zeigen, so bemerkt man häufig, daß die rechte mit nichten überwiegt, daß vielmehr die linke reichlich ebenso groß, vielleicht noch stärker entwickelt ist. Manchmal prägt sich das besonders in der Lage der Daumen aus.» (S. 439-441). Wilhelm Fließ (1858-1928) war Hals-Nasen-Ohrenarzt und Biologe in Berlin. Er wurde durch seine Lehre der Periodizität des Lebens und seine Beziehung zu Sigmund Freud bekannt. Die Briefe Sigmund Freuds an Fließ, herausgegeben von Jeffrey M. Masson, Frankfurt 1986, gelten als wichtige Dokumente im Zusammenhang mit der Entwicklung der Psychoanalyse.
77 zwei Stunden rein ärztliche Stunden hintereinander: Siehe den 8. und 9. Vortrag in «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313. Der 9. Vortrag vom 18. 4. 1921 ist auch im Anhang dieses Bandes veröffentlicht.
78 Frau Dr. Steiner, geb. von Sivers (Wlotzlawek/Rußland 1867 - 1948 Beatenberg/ Schweiz). Studium der Rezitations- und Schauspielkunst in Petersburg und Paris. Seit 1902 engste Mitarbeiterin Rudolf Steiners. Sie war maßgebend beteiligt am Aufbau der Anthroposophischen Gesellschaft, der Entwicklung der Eurythmie, der Schauspielkunst und Sprachgestaltung am Goetheanum und des Philosophisch-Anthroposophischen Verlages. Daneben war sie auch als Übersetzerin, u. a. einiger Werke von Edouard Schure, tätig.

«Über allen Gipfeln ist Ruh»: Gedicht von J. W. von Goethe der sinnerfüllte Wortzusammenhang: Siehe den Vortrag vom 18. 4. 1921, im vorliegenden Band S. 105: «Höre gut zu, bringe dir stark zum Bewußtsein den gehörten Laut, den gehörten Satzzusammenhang.»
80 Wachstumskräfte: Siehe auch «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst», GA 27, 7. Aufl. 1991, 1. Kapitel, S. 12, «Es ist von der allergrößten Bedeutung zu wissen, daß die gewöhnlichen Denkkräfte des Menschen die verfeinerten Gestaltungs- und Wachstumskräfte sind. Im Gestalten und Wachsen des menschlichen Organismus offenbart sich ein Geistiges. Denn dieses Geistige erscheint dann im Lebensverlaufe als die geistige Denkkraft.» Siehe auch Vortrag vom 7. 4. 1920, in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, 7. Aufl. 1999, S. 340.

diese inneren Organe lernen dadurch besser atmen, besser verdauen: Siehe hierzu auch den 6. Vortrag im parallel gehaltenen Ärztekurs, in «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313.
82 Organe für das rhythmische System: Siehe hierzu auch den 3. Vortrag im parallel gehaltenen Ärztekurs, in «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313, S. 53, sowie den 16. und 18. Vortrag in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312.
151
84 Schlafzustand … Gliedmaßen-Stoffwechselsystem: Siehe hierzu auch den 2. Vortrag im parallel gehaltenen Ärztekurs, in «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», GA 313. Dort heißt es auf S. 43: «Denn teilweise, wenigstens für die Kopf- und Atmungsorganisation, trennt sich Ich und Astralleib im Schlafe vollständig von physischem Leib und Ätherleib - nicht für den Stoffwechselmenschen und Zirkuklationsmenschen, da bleibt das drinnen. Es ist das nicht genau gesprochen, wenn man sagt: Ich und Astralleib gehen heraus. Es ist eigentlich richtig so gesprochen - und ich habe es ja auch früher oftmals, schon vor vielen Jahren angedeutet -, daß man sagt: Im Schlafe gehen für die Hauptesorganisation Ich und astralischer Leib heraus aus physischem Leib und Ätherleib, aber in der Stoffwechsel- und Zirkulationsorganisation durchdringen sie ihn dadurch viel mehr.»
86 was nun plastisch wirkt in der Kopforganisation: Siehe auch die Vorträge vom 22. und 23. 4. 1924, in «Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heükunst», GA 316.

Heilkräfte in bezug auf die Kopforganisation: Rudolf Steiner veranschaulicht dieses Thema anhand seiner Erfahrungen als Hauslehrer und Erzieher im Vortrag vom 1. 7. 1924, in «Heilpädagogischer Kurs», GA 317, 8. Aufl. 1995, S. 95f.

verstärkte Metamorphose der Konsonanten … in den letzten Tagen: Siehe 4. Vortrag im vorliegenden Band.
87 Wesen der Außenwelt: Über den Zusammenhang zwischen Mensch und Kosmos durch Atem- und Schlafrhythmus siehe «Geisteswissenschaft und Medizin„, GA 312, S. 126 f.: «Die Herzbewegungen sind nicht nur ein Abdruck desjenigen, was im Menschen geschieht, sondern durchaus auch ein Abdruck außermenschlicher Verhältnisse.»

die Organe verlieren ihre plastische Kraft: Siehe auch die Vorträge vom 20. und 22. 11. 1922, in «Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus», GA 218, 3. Aufl. 1992. Siehe auch 1. Hinweis zu S. 86.
88 das schwedische Turnen: Eine von dem schwedischen Dichter Pehr Henrik hing (1776-1839) entwickelte Form des Turnens zu Heilzwecken. Als das Turnen im 18. Jahrhundert in verschiedenen europäischen Ländern nach und nach fester Bestandteil der Erziehung wurde, lehnte man sich zunächst an die Ideale des antiken Griechenlands an, weshalb zunächst der Begriff Gymnastik verwendet wurde. Daher spricht man auch von der schwedischen (Heil-)Gymnastik. Diese unterscheidet grundsätzlich drei Bewegungsarten: die aktive, bei welcher der Kranke, zumeist in liegender Stellung, allein die Bewegungen ausführt; ferner die halbaktive oder duplizierte, bei der den Bewegungen des Kranken durch eine zweite Person mal ein stärkerer, mal ein schwächerer Widerstand entgegengebracht wird; und schließlich die passive, welche nicht der Kranke, sondern der Therapeut am Körper des Kranken vornimmt und welche zumeist mit knetenden, klopfenden oder streichenden Manipulationen (Massage) verbunden wird. Lit. P. H. Ling, «Allgemeine Begründung der Gymnastik» (1840), dt. von Maßmann, Magdeburg 1847.
152
90 deshalb stellt sich auch das Eurythmisieren in den Gesamtunterricht: Die Eurythmie war ein obligatorisches Unterrichtsfach an der Waldorfschule. Siehe den Hinweis zu S. 23 sowie die Literaturübersicht auf S. 171.
91 Dankesworte von Dr. med. Friedrich Husemann (1887-1959). Facharzt für Psychatrie. Mitglied der Theosophischen- bzw. Anthroposophischen Gesellschaft seit 1910. War von 1921-1924 als Arzt am Klinisch-Therapeutischen Institut in Stuttgart tätig. Gründete 1925 ein Sanatorium in Freiburg-Günterstal, ab 1930 in Wiesneck.
96 die gesamte Metallität der Erde: Siehe den Vortrag vom 26. 3. 1920, in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, S. 124 und 130.
97 Gegensatz zwischen den Schiebekräften des Magnesiums, zwischen den Fluorkräften: Siehe hierzu auch die Vorträge vom 1., 5. u. 6. April 1920, in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, S. 24lf. und 31 Off.
100 den Menschen, aus dem Kosmos heraus sich gestaltend: Ausführlich behandelt im Vortrag vom 23. 4. 1924, in «Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst», GA 316.

eine Art Durchträumen: In früheren Ausgaben hieß es «durchströmen». Die stenografischen Zeichen lassen beide Interpretationen zu. Die Version «Durchträumen» liegt deshalb näher, weil Rudolf Steiner im gleichen Satz auf den Vortrag vom Vortag (siehe S. 85) verweist.
104 Mechthild von Magdeburgs um 1207-1282. Erste bekannte Mystikerin, die in deutscher Sprache geschrieben hat. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, wendete sie sich, nachdem sie als Zwölfjährige ihre erste tiefgehende Gotteserfahrung hatte, um 1230 einem asketischen Leben zu und schloß sich den Beginen in Marburg an. Um 1270 ging sie ins Kloster Helfta und vollendete dort ihr 1250 begonnenes, wichtigstes Werk «Ein fließendes Licht der Gottheit», in dem sie auch den Reichtum einiger Kleriker sowie das Domkapitel kritisierte, was ihr große Schwierigkeiten einbrachte. Zu ihren bekanntesten Gedichten in dem oben genannten Werk gehört «Ich kann nicht tanzen, o Lord, es sei denn sie führen mich.» - Siehe auch Rudolf Steiners Ausführungen in «Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern. Pastoral-Medizinischer Kurs», GA 318, 4. Aufl. 1994, S. 65f. und 90.

heilige Therese: Theresia von Avila, 1515-1582, spanische Mystikerin und Karmeliterin. Ihre Lehre von der Vollkommenheit, von der mystischen Vermählung mit Gott ist in mehreren Schriften niedergelegt. In enger Verbindung mit Johannes vom Kreuz (1542-1591) reformierte sie unter großen Schwierigkeiten den Karmeliterorden. 1622 wurde sie heiliggesprochen. - Siehe auch Rudolf Steiners Ausführungen in «Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern. PastoralMedizinischer Kurs», GA 318, 4. Aufl. 1994, S. 32ff.
105 Vererbung: Siehe auch den 1. und 2. Vortrag in «Heilpädagogischer Kurs», GA 317. Zahlreiche weitere Äußerungen über «Vererbung» im Werk Rudolf Steiners lassen sich erschließen mit Hilfe des «Register zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Band Sachwortregister A-L, unter dem Oberbegriff «Anthropologie» und dort unter dem Unterbegriff «Vererbung», Rudolf Steiner Verlag, 2. Aufl. 1998, S. 25ff.
153
106 Nietzsche-Sphäre, in das «Jenseits von Gut und Böse»: «Jenseits von Gut und Böse. Vorspiel einer Philosophie der Zukunft» erschien 1885/86. In seiner Vorrede zur ersten Auflage seines Buches «Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit» (GA 5) schreibt Rudolf Steiner: «Als ich vor sechs Jahren die Werke Friedrich Nietzsches kennen lernte, waren in mir bereits Ideen ausgebildet, die den seinigen ähnlich sind. Unabhängig von ihm und auf anderen Wegen als er, bin ich zu Anschauungen gekommen, die im Einklang stehen mit dem, was Nietzsche in seinen Schriften <Zarathustra>, <Jenseits von Gut und Böse>, <Genealogie der Moral> und <Götzendämmerung> ausgesprochen hat. Schon in meinem 1886 erschienenen kleinen Buche Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung> kommt dieselbe Gesinnung zum Ausdruck wie in den genannten Werken Nietzsches.»

Atemübungen … Hatha-Yoga: Eine grundlegende Darstellung über die von Rudolf Steiner gegebenen Übungen zur Rhythmisierung des Atems und deren Unterschied zu Atemübungen, wie sie im alten orientalischen Yoga praktiziert wurden, gibt Rudolf Steiner in seinem Vortrag vom 27. 5. 1922, in «Menschliches Seelenleben und Geistesstreben», GA 212, 2. Aufl. 1998. Siehe auch den Vortrag vom 30. 11. 1919 in «Die Sendung Michaels», GA 194, 3. Aufl. 1983. - Siehe auch Hella Wiesbergers ausführlichen Kommentar, «Zu den Atemübungen», in «Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen», GA 267, 2. Aufl. 2001, S. 519ff.
109 was wir hier versuchten, in Gedanken zunächst anzuregen: Im Anschluß an den Vortrag bedankte sich im Namen der Kursteilnehmer Professor Dr. med. et Dr. med. dent. Oskar Römer mit folgenden Worten:

Hochverehrter Herr Dr. Steiner! Wenn ich heute im Namen der hier versammelten Ärzte und Studierenden Ihnen unseren innigsten Dank ausspreche für alles, was Sie wieder an Offenbarungen und Weisheitsgütern uns mitgeteilt haben, die eine wertvolle Erweiterung, Bereicherung und - ich möchte sagen - Beleuchtung desjenigen sind, was Sie uns im vorjährigen Ärzte-Kursus gegeben haben, so soll dieser Dank nicht bloß in Worten bestehen, die wieder wie der Schall verwehen und verhallen, sondern es soll ein Dank sein, der sich durch Taten ausdrückt, durch Taten, indem wir einerseits selbst dasjenige, was Sie uns gegeben haben, mit größtem Fleiß, mit größtem Ernste durcharbeiten und es vergleichen mit allem, was die äußere Wissenschaft uns an Beobachtungsmaterial gibt, und daß wir es andererseits hinaustragen ins praktische Leben. Da können wir es einfließen lassen in den Unterricht als Lehrer, wir können es einfließen lassen in die ärztliche Praxis als Ärzte, und wir können versuchen, dafür die weiteren, die anderen ärztlichen Kollegen zu interessieren. Dazu gehört aber zweierlei: dazu gehört erstens der richtige Mut und zweitens die richtige Klugheit, der richtige Takt. Denn wir dürfen diese Weisheitsgüter nicht wahllos ausbreiten wollen. Wir müssen aufpassen, aufmerksam sein, ob auch das, was wir einem anderen mitteilen wollen, auf einen fruchtbaren Boden fällt. Nicht vor die Säue werfen sollen wir diese Perlen der Weisheit. Ich möchte sagen, wir müssen da klug sein wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Wir müssen die Wahrheit vertreten. Wir müssen wahr sein gegen uns, wir müssen wahr sein gegen andere, wir müssen aber auch wahr sein gegenüber Herrn Dr. Steiner, und wir müssen den Mut aufbringen, unerschrocken aufzutreten und nicht feige den Mund zu halten, wenn Herr Dr. Steiner angegriffen, beleidigt und angepöbelt wird. Wir müssen aber dazu uns
154
109 gewissermaßen erziehen. Wir müssen die Kraft, wir müssen die Fähigkeit in uns selber erwecken, in sachgemäßer, in richtiger Weise das unter die Menschen zu bringen. Wir müssen in richtiger Weise darauf hindeuten, wie dasjenige, was uns Herr Dr. Steiner gibt, ja viel großartiger ist und viel bedeutender ist als alles das, was wir aus den äußeren Wissenschaften gewinnen können. Nicht verleugnen dürfen wir, daß wir Schüler des Herrn Dr. Steiner sind. Und da können uns zur Warnung dienen die Worte, die Christus zu Petrus gesagt hat: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnet haben. Wir wollen nicht verleugnen unseren Meister. Das wollen wir geloben. Und in diesem Sinne danke ich Ihnen, hochverehrter Herr Doktor Steiner, nochmals von ganzem Herzen, daß Sie sich bereit erklärt haben, trotz Ihrer sonstigen ungeheuren Arbeit, uns wieder diese Weisheitsschätze zu spenden.
109 Dr. med. et Dr. med. dent Oskar Römer (1866-1952), Professor für Zahnheilkunde, zunächst in Straßburg, dann in Leipzig (1918-1934), wo er 1920 Ordinarius, 1925 Dekan und 1928 Rektor war. Mit Rudolf Steiner bekannt seit etwa 1908. Mitglied der Theosophischen- bzw. Anthroposophischen Gesellschaft seit 1910. Veröffentlichte 1921 eine Schrift «Über die Zahnkaries mit Beziehung auf die Ergebnisse der Geistesforschung Dr. Rudolf Steiners», Stuttgart 1921.
110 beim letzten Ärztekurs in Dornach: Hierbei handelt es sich um den parallel zum Heileurythmie-Kurs gehaltenen Vortragszyklus für Ärzte und Medizinstudenten «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie», gehalten vom 11.-18. 4. 1921, GA 313, 5. Aufl. 2001.
113 Moriz Benedikt, 1835-1920. Österreichischer Arzt. Zusammen mit Cesare Lombroso (1836-1909) begründete er die Kriminalanthropologie. Zum Alkoholproblem siehe Moriz Benedikt «Aus meinem Leben. Erinnerungen und Erörterungen», Wien 1906, Kap. IX. 1 «Die Alkohohsten- und Abstinenzfragen», S. 404ff. Ausführlicher spricht Rudolf Steiner über Moriz Benedikt im Vortrag vom 5. 11. 1921, in «Anthroposophie als Kosmosophie», GA 208, 3. Aufl. 1992, S. 151ff. - Werke u. a.: «Zur Psychophysik der Moral und des Rechts», Wien 1875 / «Die Seelenkunde des Menschen als reine Erfahrungswissenschaft», Leipzig 1895 / «Das biomechanische (neo-vitalistische) Denken in der Medizin und in der Biologie», Jena 1893 / «Hypnotismus und Suggestion», Wien 1894.
116 die zweiten Zähne [Zahnbildungsprozeß]: Ausführlich in «Geisteswissenschaft und Medizin», GA 312, 7. Aufl. 1999, Ende 12. Vortrag, sowie 16. und 17. Vortrag.
118 Nierenaffektion: Siehe auch den Vortrag vom 28. 10. 1922, in «PhysiologischTherapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft», GA 314, S. 153ff.

zentrifugale … wie zentripetal zu nennende Dynamik: Siehe auch die Vorträge vom 28. und 29. August 1920, in «Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung», GA 199, 2. Aufl. 1985. Siehe ferner den Vortrag vom 22. 10. 1922 in «Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus», GA 218, 3. Aufl. 1992, S. 73f., sowie die Fragenbeantwortung vom 24. 4. 1924 in «Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Heilkunst», GA 316, 4. Aufl. 2003, S. 230 ff.
123 Bei den beiden Symptomkomplexen, die ich vorhin in der andern Stunde dargelegt habe: Siehe den am gleichen Tag (28. 10. 1922) vor Ärzten gehaltenen Vortrag in «Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissensachaft», GA 314, 3. Aufl. 1989, S. 148ff.
155
131 Dr. Roman Boos (Zürich 1889 - 1952 Ariesheim). Jurist, Herausgeber der Monatsschrift «Soziale Zukunft» (1919) und der «Sozialwissenschaftlichen Korrespondenz» in den dreißiger Jahren. Aktiver Vertreter der Anthroposophie und der Idee der Sozialen Dreigliederung. Neben seiner regen Vortragstätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Schriften, u. a. «Der Gesamtarbeitsvertrag nach Schweizerischem Recht», München 1916, «Neugeburt des deutschen Rechts», München und Berlin 1934.
132 Hilfsklasse von Dr. Schubert: Dr. Karl Schubert (Wien 1889 - 1949 Stuttgart) wurde 1920 von Rudolf Steiner zur Leitung der Hilfsklasse (Förderklasse) an die Waldorfschule Stuttgart berufen. Engagierte sich später bei der Begründung mehrerer heilpädagogischer Institute in Deutschland und in anderen Ländern.

H. A. R. van Deventer: Hendrik van Deventer, gest. 1926, studierte Medizin in Utrecht und war - zusammen mit seiner Verlobten, der Eurythmistin Erna Wolfram, und deren Kollegin Elisabeth Baumann-Dollfus - am Zustandekommen des Heileurythmie-Kurses beteiligt.
139 Isabella de Jaager (1892-1979), Eurythmistin und Heileurythmistin, ab 1928 Leiterin der Eurythmieschule am Goetheanum. Gründungsmitglied der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung und Herausgeberin der 2. Aufl. des HeileurythmieKurses und des Lauteurythmie-Kurses, GA 279.




Zur Übersicht