Zuletzt angesehen: 006_der_regenbogen

Der Regenbogen - seine Entstehung in der Erdgeschichte

Der Regenbogen - seine Entstehung in der Erdgeschichte

** I DER EINSATZ FÜR EINE GEISTGEMÄSSE WISSENSCHAFT DER FARBEN**

Texte von Rudolf Steiner und anderen zu den Themen:

Seite Text
155

Wir brauchen überall eine Unterlage, wenn wir Farben sehen wollen, mit Ausnahme der atmosphärischen Erscheinung des Regenbogens. Deshalb ist nicht mit Unrecht die Erscheinung des Regenbogens als etwas angesehen worden, was den Himmel, das Geistige, mit der Erde verbindet, weil wir in dem Regenbogen nicht den Himmel farbig sehen, sondern wirklich das Farbige als solches.1 Die Darstellungen über den Regenbogen lassen sich in naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche gliedern. Unter den geisteswissenschaftlichen Darstellungen ragt besonders diejenige hervor, wonach das Erscheinen eines Regenbogens in der Erdgeschichte erst infolge der durch die atlantische Flut veränderten Luftund Wasserverhältnisse möglich geworden ist. Diesem Forschungsergebnis kommt eine besondere Bedeutung deshalb zu, weil es Rudolf Steiner veranlaßte, seinen erkenntniskultischen Arbeitskreis zu begründen, dessen Sinn, gleich einem Regenbogen, darauf gerichtet war, die «Vereinigung des Irdischen mit dem Himmlischen, des Sichtbaren mit dem Unsichtbaren» zu bewirken.2 Als sprechendes Symbol für kultische Zusammenhänge tritt der Regenbogen auch auf in den kultischen Texten, wie sie für die «Christengemeinschaft» gestaltet wurden. Die Adventsstrophen der »Menschenweihehandlung» klingen aus mit dem Hinweis auf das Heil, «das im Weltenschoße verheißend keimt», das «prophetisch spricht im Glänzen des Sonnenwagens, im Leuchten des Farbenbogens, der den Himmel umspannt».3 Der Regenbogen 155 Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:291a Seite: 155 Im gleichen Sinne erscheint der Regenbogen auch auf den Bildern okkulter Siegel, wie sie für den Münchner Kongreß Pfingsten 1907 entstanden sind. Auf dem vierten und dem siebten Siegel leuchtet der Farbenbogen als Bild des siebenfachen schöpferischen Prinzips, wie es in den dazu gegebenen Erklärungen heißt.4 Zu diesem Hinweis fügt sich ergänzend, daß Rudolf Steiner, als er einmal gefragt wurde, ob es richtig sei, daß die sieben Farben des Farbenspektrums den Charakter der sieben Elohim ausdrücken, dies bejahte. Und auf die weitere Frage, wo denn dann im Farbenspektrum der Christus zu finden sei, habe er geantwortet: Er ist hinter dem Grün.5 Dies weist wohl auf die Auffassung vom Grün als Ausgleich der beiden Hauptfarben Gelb und Blau, wie sie schon Goethe hatte. Auch in die Kuppelmalerei des ersten Goetheanum war der Regenbogen von Rudolf Steiner hineingeheimnißt worden. In der großen Kuppel sollten die einzelnen Motive aus den farbigen Kurven der Farbengrundlage, die in den sieben Farben des Regenbogens strömten, herauserblühen; in der kleinen Kuppel stand das Mittelmotiv in den Farben des Regenbogens. Von besonderer Bedeutsamkeit sind noch die beiden Vorträge vom 24. September 1921 (GA 207) und 4. Januar 1924 (GA 233a). Im ersteren werden Regenbogen und Inkarnatfarbe einander gegenübergestellt, im zweiten die Entstehung des Regenbogens erklärt aus der Tätigkeit von Geistwesenheiten. Im Vortrag vom 18. September 1924 aus einer der allerletzten Vortragsreihen (GA 282) findet sich dann, wie eine Art Abschluß, die Regenbogen-Meditation. (In diesem Band, siehe Seite 230) 156 Der Einsatz für eine geistgemäße Wissenschaft der Farben Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:291a Seite: 156 Chronologische Übersicht der Äußerungen Rudolf Steiners A. Naturwissenschaftlicher Art Schriften 1897 Anmerkungen zu Goethe «Materialien zur Geschichte der Farbenlehre». GA lc, ld, 291a Vorträge 1920 9. März Die gewöhnliche Erklärung des Regenbogens durch die Regentropfen als eine atomistische Auffassung einer doch einheitlichen Erscheinung. Regenbogen und Nebenregenbogen gehören notwendigerweise zusammen und bilden so den Zwölffarbenkreis. GA 321 5. Dez. Jeder Regenbogen würde als Kreis erscheinen, wenn man das Pfirsichblütige des Ätherischen wahrnehmen würde. GA 202 und 291 B. Geisteswissenschaftlicher Art Vorträge 1905 5. Mai, Die Entstehung des Regenbogens in der Erdgeschichte. (In diesem 22. Okt. Band Seite 163 f.) 1907/08 21. Mai Der Regenbogen als Bild des siebenfachen schöpferischen Prinzipes. GA 284 25. Juni In der Atlantis konnte man noch keinen Regenbogen wahrnehmen. 27. Mai Die physikalischen Voraussetzungen dazu ergaben sich erst durch 23. Juni die Veränderung der Luft- und Wasserverhältnisse nach der atlantischen Flut. GA 100 / GA 103 / GA 104 Der Regenbogen 157 Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite:157 1V1U 6. Dez. Der Regenbogen als okkulter Vergleich mit dem Menschen: ein Scheinbild, durch äußere Kräfte zusammengehalten. GA 124 1915 Sommer Angaben für die eurythmische Darstellung eines Regenbogengedichtes. In diesem Band Seite 373 f. 1920 4. März Der Mensch als ein lebendiger Regenbogen. GA 321 9. März Zur Totalität des Regenbogens gehört der Nebenregenbogen (in diesem Band Seite 162) 1921 24. Sept. Regenbogen und Inkarnat. GA 207 1923 21. Febr. Die sieben Regenbogenfarben. GA 349 9. Juni GA350, GA 291a 27. Okt. GA351 1924 4. Jan. Die Entstehung des Regenbogens durch geistige Wesenheiten. GA 233a, GA 291 18. Sept. Regenbogenmeditation, um zum seelischen Farberleben zu kommen. GA 282 (in diesem Band Seite 230) 158 Der Einsatz für eine geistgemäße Wissenschaft der Farben Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite: 158 TEXTE VON RUDOLF STEINER Über den Regenbogen Anmerkungen zu Goethes «Materialien zur Geschichte der Farbenlehre» in Band IV und V von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften innerhalb der «Deutschen National-Litteratur» Welches geringe Interesse auf den ersten Kulturstufen die Farbe erregt, mag daraus hervorgehen, daß selbst der Name für den Regenbogen nicht von dessen Farben, sondern von der Rundung her genommen wurde (engl. rain-bow, franz. arc-enciel, lat. arcus coelestis, isländisch regenbogi). Die Farbenbenennungen waren in den ersten Kulturstadien der Völker stets schwankend. Mehrere Farben, die wir heute streng unterscheiden, führten den gleichen Namen, oder umgekehrt: eine Farbe hatte mehrere Namen. (Band IV, Seite 17) Lucius Annäus Seneka, der Philosoph und Lehrer Neros (2-62 n. Chr.), kommt für die Farbenlehre insofern in Betracht, als wir bei ihm eine Theorie des Regenbogens finden. (Band IV, Seite 98) Die Ableitungen, die unser Text über den Regenbogen gibt, sind auch heute noch als richtig anzusehen. Der erste, der die Theorie des Regenbogens aufstellte, ist der Perser AI Schirasi (1236-1311). Er behauptet bereits, daß der Hauptregenbogen durch zweimalige Brechung und einmalige Reflexion in einem Tropfen, der Nebenregenbogen durch zweimalige Brechung und zweimalige Reflexion entstehe; die Bogenform aber dadurch bewirkt werde, daß alle Tropfen, die auf einer Kegelfläche liegen, deren Spitze im Auge ist, sich gleich verhalten. Von ihm übernahm die Theorie AI Hazen, aus dessen von AI Farisi kommenDer Regenbogen 159 Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite:159 tiertem Werke sie auf den sächsischen Predigermönch Theodorich von Freiberg überging, der sie 1311 in einer Schrift verteidigte. Diese Erklärungen wurden aber wieder vergessen und im 16. Jahrhundert stellten der Prediger Fleischer in Breslau, der Kanonikus Clichthove und der Abt Maurolykus verfehlte Theorien auf. Die Erklärungen des De Dominis stimmen aber im wesentlichen mit denen des AI Schirasi überein. (Band IV, Seite 187) Im Goetheschen Sinne darf der Regenbogen nicht durch eine umständliche Theorie erklärt werden, sondern einfach dadurch, daß man die Umstände, wodurch Farben entstehen, Stück für Stück in einer solchen Komplikation zusammenführt, daß die Regenbogenerscheinung sich daraus von selbst ergibt. Dargestellt kann das nicht mit Linearzeichnungen werden, denn man hat es nicht mit Lichtstrahlen und dgl. hypothetischen Gebilden zu tun, sondern mit Bildern, die im Räume scheinen, somit nur perspektivisch veranschaulicht werden können. - Vitellio war ein Zeitgenosse Roger Bacons. Die einzige Schrift von ihm, von der wir wissen, handelt über Optik. Sie ist 1572 mit dem optischen Werk des AI Hazen von Risner in Basel herausgegeben. Vitellio lehnt sich in seinen Angaben über die Lichtbrechung von AI Hazen an und gibt auch Ausführungen über den Regenbogen. Auf De Dominis sind seine Ansichten von Einfluß gewesen. (Band IV, S. 189) Versuche mit einer mit Wasser gefüllten Glaskugel führten Descartes zu dem Schlüsse, daß der Regenbogen durch Brechung und Zurückwerfung des Sonnenstrahles am und im Regentropfen entstehe, und zwar der Hauptregenbogen durch zweimalige Brechung und einmaliges Zurückwerfen und der Nebenregenbogen durch zweimalige Brechung und zweimaliges Zurückwerfen. Diese Einsicht bedeutete aber durchaus keinen Fortschritt, wie aus unserer Anmerkung zu Seite 187 hervorgeht. Aus dem umständlichen Bericht, den Descartes von der Art gibt, wie er zu seiner Entdeckung gekommen ist, geht allerdings hervor, daß er seine Vorgänger nicht gekannt hat. (Band IV, Seite 199) Bezüglich des dunklen Zwischenraumes zwischen Haupt- und Nebenregenbogen ist zu dem dort [s. o.] Gesagten noch hinzuzu160 Der Einsatz für eine geistgemäße Wissenschaft der Farben Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite: 160 fügen: Da 42° 2' bei einmaliger Reflexion und zweimaliger Brechung (Hauptregenbogen) der größte Winkel ist, unter dem noch Licht ins Auge gelangt, so kann von Tropfen, die jenseits des äußeren roten Ringes liegen, kein Licht ins Auge gelangen. Ferner: Da 50° 58„ der kleinste Winkel ist, unter dem Licht bei zweimaliger Reflexion und zweimaliger Brechung (Nebenregenbogen) ins Auge gelangt, so kann auf diesem Wege von Tropfen innerhalb des inneren roten Ringes des Nebenregenbogens kein Licht ins Auge gelangen. Zwischen den beiden Bogen können die Tropfen also nur reflektiertes Licht von ihrer Oberfläche senden; das in sie eindringende geht verloren, daher der dunkle Raum. (Band V, Seite 213) Das Prinzip, das Goethe dabei über die Entstehung des Regenbogens zugrunde legte, war, Bedingungen herzustellen, die eine solche Komplikation der einfachen Farbenphänomene hervorbringen, daß das natürliche Phänomen des Regenbogens künstlich wiederholt erscheint. Er nennt das: die Beobachtung zum Versuch steigern. Das zusammengesetzte Phänomen erklären heißt, die Komplikation der einfachen Phänomene aufzeigen, aus denen es sich zusammensetzt. - Die Glaskugel ist der Repräsentant eines Regentropfens. Was in ihr vorgeht, muß auch im Tropfen vorgehen. Der Regenbogen ist die Summe aller von den einzelnen Regentropfen bewirkten Erscheinungen. (Band V, Seite 329) Fußnote zu Goethes Feststellung: Der Regenbogen ist ein Refraktionsfall und vielleicht der komplizierteste von allen, wozu sich noch Reflexion gesellt. Der Regenbogen ist das Resultat der einzelnen Erscheinungen, die in den Regentropfen bewirkt werden. Das Licht muß durch den Tropfen gehen, d. i. es wird gebrochen (Refraktion), dann aber muß es, da wir zwischen der Sonne und dem Tropfen stehen, wieder zu uns zurückgelangen, also reflektiert werden. (Band V, Seite 333) Der Regenbogen 161 Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite: 161 Zur Totalität des Regenbogens gehört der Nebenregenbogen Aus Vortrag Stuttgart, 9. März 1920 (GA 321) Ich glaube, wenn Sie die gebräuchlichen Darstellungen der Optik in den Physikbüchern zur Hand nehmen und vorrücken zu dem, was da gewöhnlich gegeben wird als Erklärung einer speziellen Spektralerscheinung, nämlich des Regenbogens, wird Ihnen doch, wenn Sie es gerne haben, bei klaren Begriffen zu bleiben, etwas unbehaglich zu Mute werden. Denn die Erklärungen des Regenbogens sind wirklich so gehalten, daß man ganz ohne Boden dasteht. Man ist genötigt, zum Regentropfen seine Zuflucht zu nehmen und da allerlei Gänge der Lichtstrahlen im Regentropfen drinnen zu verfolgen, und man ist dann genötigt, sich dieses ziemlich einheitliche Bild des Regenbogens zusammenzufügen aus lauter kleinen Bildern, die noch besonders abhängig sind von der Art, wie man dazu steht, Bildern, die eigentlich durch Regentropfen entstehen. Kurz, Sie haben in diesen Erklärungen etwas von einer atomistischen Auffassung einer Erscheinung, die ziemlich als Einheit in unserer Umgebung wirkt. Aber noch unbehaglicher als gegenüber dem Regenbogen, also dem Spektrum, das die Natur selbst vor uns hinzaubert, kann uns werden, wenn wir gewahr werden, daß eigentlich dieser Regenbogen, von dem wir sprechen, gar niemals in Wirklichkeit allein auftritt. Er mag noch so sehr sich verbergen, es ist immer der zweite Regenbogen da. Und was zusammengehört, läßt sich einmal nicht auseinanderhalten. Die beiden Regenbögen, von denen der eine nur undeutlicher ist als der andere, die gehören notwendigerweise zusammen, und im Gebiet der Erklärungen für das Entstehen des Regenbogens darf man nicht einmal versuchen, nur den einen Farbenstreifen erklären zu wollen, sondern man muß sich klar sein darüber, daß die Totalität der Erscheinung - die relative Totalität - eben etwas ist, was nun in der Mitte etwas anderes ist und zwei Randbänder hat. Das eine Randband ist der etwas deutlichere Regenbogen, das 162 Der Einsatz für eine geistgemäße Wissenschaft der Farben Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 91a Seite: 162 andere der undeutlichere Bogen. Man hat es zu tun mit einem Bild, das uns in der großen Natur erscheint und das in der Tat sich hineinstellt fast in das ganze All. Wir müssen das ansehen als etwas Einheitliches. Nun, wenn wir genau zusehen, so werden wir ja ganz gut gewahr werden, daß der zweite Regenbogen, der Nebenregenbogen, eigentlich eine Umkehrung des ersten ist, daß der zweite tatsächlich in einer gewissen Weise aufgefaßt werden kann als eine Art Spiegelbild des ersten, daß er gewissermaßen den ersten, deutlicheren Regenbogen spiegelt. Wir haben also da, sobald wir übergehen von den Teilerscheinungen, die in unserer Umgebung auftreten, zu einer relativen Totalität, der wir gegenüberstehen, wenn wir unsere ganze Erde als im Verhältnis zum kosmischen System auffassen, etwas, was eigentlich sein Antlitz ganz verändert. Die Entstehung des Regenbogens in der Erdgeschichte Aus Vortrag Berlin, 5. Mai 19056 Der Regenbogen hat eine besondere Bedeutung in der okkulten Weisheit. Sie kennen den Regenbogen, der als Friedenszeichen nach der Sintflut erscheint.7 Jetzt finden wir dies Symbol wiederholt in den nordischen Mythen.8 Es bedeutet den Übergang aus der atlantischen in die nachatlantische Zeit. In jener Zeit war die Luft viel dichter, das Wasser viel dünner als heute. Ein Regenbogen war in jener Zeit nicht möglich. Die Atlantis war in Wahrheit ein Nebelreich, ein Niflheim. In unseren Gegenden, im Norden, wächst das Menschengeschlecht aus Nebelmassen heraus. Aus Der Regenbogen 163 Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 291a Seite: 163 diesem Nebelreich sollten sich die Wassermassen zusammenballen, die den atlantischen Ozean bildeten, die den Kontinent Atlantis überfluteten. Einen Regenbogen gab es also nicht im atlantischen Zeitalter. Die okkulte Forschung hat es erforscht, was diese Erscheinung bedeutet. In der Bibel, im Sintflut-Regenbogen, wie in der Regenbogenbrücke der nordischen Mythe, der Verbindung zwischen Menschen und Göttern, tritt uns etwas entgegen, was den Übergang von der atlantischen zur nachatlantischen Zeit darstellt. Aus einer Fragenbeantwortung Berlin, 22. Oktober 1905 Die Frage bezüglich Noah hängt zusammen mit meinen allerletzten okkulten Forschungen. Niemand wird im «Luzifer»9 etwas finden, was ich dazumal, als ich die Artikel schrieb, noch nicht gewußt habe. Jetzt aber weiß ich etwas mehr. Jetzt sind mir die klimatischen Verhältnisse klar und anschaulich geworden. Ich habe etwas verstehen gelernt, was ich dazumal schon angeführt hätte, wenn ich es dazumal schon verstanden hätte. Die Stelle von Noah habe ich damals allegorisch genommen. Sie war mir ein Bild für die tiefe seelische Bedeutung. Nun aber weiß ich, daß dieser Regenbogen in der Bibel einer wirklichen Tatsache entspricht. Auf der alten Atlantis waren andere klimatische Verhältnisse. Die Verteilung von Luft und Wasser war anders…, so daß man findet, daß auf der alten Atlantis die Bildung eines Regenbogens noch nicht möglich war. Solche Verhältnisse sind erst möglich geworden, als die Atlantis überflutet wurde und die neuen Kontinente emporstiegen. Nun wird [in der Bibel] angedeutet, wie der Regenbogen hervorgeht aus der Sintflut. |


Zur Übersicht

ablage/offen/rudolf_steiner/kunst/019_ga_291a_farbenerkenntnis/006_der_regenbogen.txt · Zuletzt geändert: 2026/09/19 17:17

Impressum Datenschutzerklärung