III Aus einem Vortrag 4
Dornach, 11. November 1923
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wird. Es hat sich durch eine eurythmische Prüfung, die vor ein paar
Tagen hier stattgefunden hat, gezeigt, daß wir unter uns ein merkwürdiges Entwickelungselement aufgenommen haben, nämlich die
männliche Eurythmie. Sie haben zumeist auf der Bühne bis jetzt
nur weibliche Eurythmisten gesehen. Nun haben unsere sonst mit
solcher Opferwilligkeit unter uns wirkenden Wächterfreunde Eurythmie gelernt unter der sorgfältigen, ausgezeichneten Leitung von
Fräulein Dziubaniuk. Nun, sehen Sie, fehlt nur eines, damit diese
männliche Eurythmie sich entwickeln kann. Das sind - die Gedanken
dazu sind schon da - die Inexpressibles zum Beispiel und andere
Bekleidungsstücke für die männlichen Eurythmisten. Das muß geschaffen werden. Die Gedanken sind schon da, aber es muß Geld
dazu da sein. Man braucht zu allem Geld. Und aus diesem Grund
hat Frau Dr. Steiner die Anregung gegeben, daß am nächsten Sonnabend um sieben Uhr hier eine Vorstellung stattfinden wird. Und
damit nicht gleich eine so radikale Metamorphose eintritt, wird der
erste Teil der Eurythmie mit den bewährten Damenkräften gegeben,
und dann im zweiten Teile werden - aber noch in ihren alten
Inexpressibles - die Herren Wächterfreunde auftreten, die in einer so
anerkennenswerten Weise sich dem Studium der Eurythmie hingegeben haben. Sie werden also eine Art Zweiteilung vorgeführt sehen,
weibliche Eurythmie, männliche Eurythmie hintereinander, und Sie
werden gewiß die Anregung dazu schöpfen, in diese Vorstellung,
auch wenn wir nicht da sind, zu kommen. Aus dem Grunde, weil
nämlich eben das Erträgnis dieser nächsten Samstagsvorstellung
(17. November 1923) den ersten Teil jenes Fonds abgeben soll, aus
dem dann die Inexpressibles und so weiter, kurz, die ganze Bekleidung für die männlichen Eurythmisten beschafft werden sollen,
damit auch diese so da ist wie die Bekleidung der weiblichen
Eurythmisten.
Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 77 Seite: 4 02
Dornach, 17. November 1923
PROGRAMM
Hirtenmusik aus dem Weihnachtsoratorium . . . . . J. S. Bach
L'Art et le Peuple Victor Hugo
Ciaire de Lune, aus «Suite Bergamasque» . . . Claude Debussy
Le Chevrier J. M. Heredia
Waldesrauschen Franz Liszt
Papillons J. Ph. Rameau
Gavotte aus der 5. Französischen Suite J. S. Bach
La Cigale et la Fourmi Lafontaine
Le Corbeau et le Renard Lafontaine
Bächlein im Mär^ Jan Stuten
II
«Die Herren Wächter»
Auftakt: Evoe
Chor der Krieger aus «Pandora» J. W. v. Goethe
Denken, Fühlen, Wollen
Alle C.F.Meyer
Der Wolkendurchleuchter Rudolf Steiner
Lied des Türmers J. W. v. Goethe
Die Fußwaschung Christian Morgenstern
An A. Selmnif£ Novalis
Lent^ Wanderer C. F. Meyer
Schwebender Genius J. W. v. Goethe
Unter Sternen C. F. Meyer
Was treibst du, Wind? C. F. Meyer
Der junge Schiffer Friedrich Hebbel
Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 2 77 Seite: 4 03
Paris, 23, November 1923
(Aufführung für Kinder)
PROGRAMM
Auftakt: Evoe Leopold van der Pals
Menuett J. S. Bach
Hirtenmusik aus dem Weihnachtsoratorium J. S. Bach
Mignonne P. de Ronsard
Larghetto aus der 4. Violinsonate G. Fr. Händel
Les Bergers J. M. Heredia
Allegro aus der 4. Violinsonate G. Fr. Händel
Les Papillons J. Rameau
Le Chevrier J. M. Heredia
Bächlein im Märs^ Jan Stuten
La feune Morte J. M. Heredia
Les Elfes Leconte de Lisle
La Vision de Khem J. M. Heredia
Thema und Variationen aus der Violinsonate G-Dur W. A. Mozart
Ballade ä la Lune Alfred de Musset
Ciaire de Lune Claude Debussy
La Cigale et la Fourmi * Lafontaine
Le Corbeau et le Renard Lafontaine
Slamscher Tan^, Nr. 2 Anton Dvorak
Rudolf Steiner an Marie Steiner in Berlin
Dornach, 24. November 1923
… Soeben bringt man ein Telegramm [aus Paris] von Rihouet;
ich lese: Darstellung gelungen, voller Saal, senden Gefühle der Dankbarkeit und Ergebenheit. ,.. |