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Zu dieser Ausgabe

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190 Textunterlagen: Über das Zustandekommen des Kurses und der Nachschrift berichtet Albrecht Strohschein, einer der Initianten des Kurses, in «Entstehung der anthroposophischen Heilpädagogik» (im Sammelband «Wir erlebten Rudolf Steiner», Stuttgart 1956): «Rudolf Steiner wünschte, daß kein Stenograph zugezogen werde; nur wenn einer von uns stenographieren könne, habe er nichts gegen das Nachschreiben. Drei Teilnehmer versuchten dann ihr Bestes, um, so gut es ging, eine Nachschrift zustandezubringen.» Dieser von drei Teilnehmern ausgearbeitete Text liegt der Herausgabe zugrunde. Wesentliche Unterlage hierfür waren die stenographischen Notizen von Lilly Kolisko, deren Originalstenogramme vom 3. bis 10. Vortrag im Archiv der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung vorliegen. Korrekturen, die von dem Herausgeber des Bandes in der Gesamtausgabe, Dr. med. Hans W. Zbinden, für die 3. Auflage (1965) vorgenommen wurden, sind in den Hinweisen vermerkt. Die Durchsicht der 8. Auflage besorgte Paul G. Bellmann.

Über die Biographien der hier besprochenen Kinder ist 1994 eine Veröffentlichung von Wilhelm Uhlenhoff, «Die Kinder des Heilpädagogischen Kurses», Verlag Freies Geistesleben, erschienen. Hier sei auch auf den Vortrag von Siegfried Pickert, «Die Anfänge der anthroposophischen Heilpädagogik» (Zur anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie, Heft 4, Dornach o. J.) und auf die Zeitschrift «Seelenpflege in Heilpädagogik und Sozialtherapie» (Dornach) verwiesen, wo über das Schicksal einiger der «Kinder des Heilpädagogischen Kurses» berichtet wird.

Zu den farbigen Tafelzeichnungen: Die am Schluß des Bandes wiedergegebenen Tafelzeichnungen Rudolf Steiners zu den Vorträgen des Heilpädagogischen Kurses konnten für die 5. Auflage (1975) erstmals nach den Originaltafeln reproduziert werden. Für Besitzer früherer Auflagen wurde 1975 ein Sonderdruck der Tafeln herausgegeben. Für die Auflage von 1995 wurde die Beilage um 1 Tafel ergänzt.
Innerhalb der Gesamtedition von «Rudolf Steiner, Wandtafelzeichnungen zum Vortrags werk» sind die Tafeln in größerem Format enthalten in Band XXIII, zusammen mit weiteren Tafeln zu medizinischen Vorträgen.

Einzelausgabe:
Vorträge vom 25. bis 28. und 30. Juni, 7. Juli 1924 in «Zur Heilpädagogik» (herausgegeben von A. G. Degenaar), Dornach 1938.

Hinweise zum Text

191 Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben.


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11 Dr. med. Ita Wegman, 1876 - 1943. Begründete das Klinisch-Therapeutische Institut in Ariesheim. Später Mitarbeiterin Rudolf Steiners auf medizinischem Felde und Mitautorin des Buches «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen», GA 27.
22 Der Vater des Betreffenden: Franz Brentano
24 Staatsanwalt Wulffen: Erich Wulffen, 1862 - 1936, Staatsanwalt (seit 1899), Landesgerichtsdirektor (seit 1916), kriminalistischer Schriftsteller, Erzähler und Bühnenautor. Vgl. u. a. «Kriminalpsychologie und Psychopathologie in Schillers Räuber», 1906; Kriminalpsychologie in Goethes Iphigenie», 1906; «Ibsens Nora vor dem Strafrichter», 1907; «Die Psychologie des Verbrechers», 2 Bde., 1908; «Die Traumtänzerin» (Roman), 1915; «Der blaue Diamant» (Roman), 1918; «Psychologie des Hochstaplers», 1923 und «Kriminalpsychologie», 1925.
25 Zeitungsabschnitt: «Neue Zürcher Zeitung» Nr. 342, 7. März 1924.
39 In Breslau waren: Anläßlich der Koberwitzer Tagung vom 7. bis 16. Juni 1924, wo der Landwirtschaftliche Kurs gegeben wurde, hielt Rudolf Steiner am 9. Juni in Breslau und am 17. Juni 1924 in Koberwitz je eine Ansprache an junge Menschen. Am 9. Juni war eine Fragenbeantwortung an die Rede angefügt. Beide Ansprachen sind erschienen mit anderen zusammen unter dem Titel «Die Erkenntnis-Aufgabe der Jugend», GA 217 a.

Der Landwirtschaftliche Kurs von Koberwitz 1924 erschien in der Gesamtausgabe unter dem Titel «Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft», GA 327.
43 Hans Driesch, 1867 - 1941, Zoologe und Philosoph, Vertreter des Neovitalismus. Siehe besonders die Ausführungen in seiner «Philosophie des Organischen», 2 Bde., Leipzig 1909.
52 7. Zeile: Jetzt geben Sie in die linke Hand eine Hantel. Das Wort «geben» wurde vom Herausgeber sinngemäß geändert. In früheren Auflagen stand hier «nehmen».
56 in der physischen Organisation: Wurde sinngemäß ergänzt nach «darinnen steckenbleiben».
69 aus dem einen oder anderen Grund: Es wurde hier «Grund» statt wie in der Nachschrift «Symptom» gesetzt.
72 innerlich wund ist, und die Sehnsucht hat: «und» … «hat» sind vom Herausgeber eingefügt.
76 Klinisch-Therapeutisches Institut in Ariesheim, Schweiz, gegründet von Frau Dr. med. Ita Wegman, (1876 - 1943); heute «Ita Wegman-Klinik».
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84 Richard Strauß, 1864 - 1949, von 1889 - 1895 Hofkapellmeister in Weimar.
90 die Krankengeschichte des Sandroe: Sandroe St.
95 einen abnormen Knaben: Otto Sp.
102 Man nimmt das Sekret der Hypophyse - wir erzeugen es —: Gemeint ist die Herstellung des Hypophysenpräparates in der Weleda AG, Ariesheim.
103 wenn es sich um die eine oder andere Kalamität handelt: In den Auflagen von 1967 und früher stand hier das Wort «Kapazität». Da die stenographische Abkürzung (System Stolze-Schrey) für beide Worte fast dieselbe ist, handelte es sich möglicherweise um einen Übertragungsfehler. (Das Original-Stenogramm der Vorträge liegt bislang nicht vor.)
104 den Fall von gestern: Sandroe St.
105 ein anderes Kind: Robert R.

erlitt sie einen Sturz. Mit zweieinviertel Jahren: erlitt sie einen Stoß. Mit einem Vierteljahr
107 bei diesen Vorträgen … , wo ich die eigentliche Bedeutung des menschlichen Gehirns auseinandergesetzt habe: Siehe hierzu den Dornacher Vortrag vom 3. Nov. 1923, in «Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes», GA 230 und den Koberwitzer Vortrag vom 16. Juni 1924, in «Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus», GA 327, sowie Karl König, «Betrachtungen über den Zusammenhang des Verdauungssystems mit der Gehirnorganisation bei Mensch und Tier», «Natura» (Ariesheim), 4. Jahrg., Heft 10/11, Juli/ August 1930.
108 Diesen Jungen: Ernst D.
115 ein solches Kind, wie das vorangegangene: Robert R.
118 die Zeichnungen von diesem Jungen: Richard G.

daß wir das Kind hierher bringen: Willfried Immanuel K.
124 den Jungen: Richard G.
126 wie nett Lore ist: Lore R.
129 unseren gestrigen Fall: Richard G.
134 das andere schwierige Kind: Willfried Immanuel K.
140 Man sagte ihm allerlei Erfindungen nach: «nach» vom Herausgeber, «zu» - wie in früheren Auflagen - ist möglicherweise ein Stenogrammfehler.

Bekommt man dann ein solches Kind älter: Otto Sp.

gehen wir zum nächsten Kind: Lore L.
145 «Lauenstein»: in Jena-Lichtenhain, Heilpädagogisches Heim, eingerichtet Mai 1924 durch Franz Löffler, Siegfried Picken und Albrecht Strohschein.
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145 jenen ältesten Buben: Lothar L.
148 wirklich verbinden muß: In der Ausgabe von 1952 hat der Herausgeber, Herr Pache, die folgende Notiz dem Text beigefügt (Der Abdruck der Beifügungen von Herrn Werner Pache (1903 - 1958) erfolgt mit gütiger Erlaubnis der Inhaberin der Autorenrechte, Frl. Wallerstein, Sonnenhof, Arlesheim):

Bei seinem Besuche auf dem gerade eingerichteten «Lauenstein» am 18. Juni 1924 waren Rudolf Steiner die dortigen Kinder vorgestellt worden. Er hatte jedes einzelne Kind angeschaut, mit ihm gesprochen und sich über die Krankheitsgeschichte berichten lassen und dann Erläuterungen über die jeweiligen Zusammenhänge gegeben sowie Hinweise für die Therapie und heilpädagogische Behandlungsweise.
Die mancherlei von Rudolf Steiner gegebenen Erklärungen und Anregungen bei diesem Besuche wurden notiert. Sie stellen wertvolle Ergänzungen zu dem im Kurs Besprochenen dar. Darüber hinaus war die Art des Umganges mit den Kindern, das hingebungsvolle Interesse und das liebevolle Eingehen auf alle Einzelheiten, welches uns Rudolf Steiner vorlebte, für die ersten bei diesem Besuche anwesenden heilpädagogischen Mitarbeiter ein tiefgehendes Erlebnis, dessen Erinnerung in den «Heil- und Erziehungsinstituten für seelenpflegebedürftige Kinder» stets gepflegt wird. Es seien hier einige Angaben Rudolf Steiners beigefügt.
Bei diesem Knaben hatte Rudolf Steiner darauf hingewiesen, daß es ihm an Gehirnsand fehle. Die Krämpfe und der gesamte Krankheitszustand müßten auf einen Schreck der Mutter während der Schwangerschaft zurückgehen (was sich auf Befragen bestätigt hat). In solchen Fällen müßte man immer nach der Schwangerschaft der Mutter fragen. Die Krämpfe waren sekundär.
Für die Therapie hatte er angegeben, daß Schilddrüsensekret injiziert werden sollte. Es handele sich darum, dieses zentripetal hineinzubringen, damit eine Gegenwirkung herausgefordert wird, welche zentrifugal zurückwirke. Es müßte darauf gesehen werden, daß Epithelkörperchen in dem Präparat enthalten seien. Am Tage nach der Injektion müßte die Fieberkurve sowie der Puls und Atem quantitativ und qualitativ gemessen werden.
Im weiteren: Levicowasser 1/8 auf ein ganzes Glas im Verlauf eines Tages auszutrinken.
Heileurythmie: O I L

ein fünfzehnjähriger epileptischer Knabe: Karl A.
150 der besondere Widerstand kommt: Anmerkung von Herrn Pache in der Ausgabe von 1952: Dieser ganz schwachsinnige, im allgemeinen sehr unruhige Junge war, als er bei dem erwähnten Besuche Rudolf Steiners zu ihm gebracht wurde, für einen Moment ganz ruhig und friedlich geworden, so daß der sonst stark überlagerte feine Zug seines Wesens auf schönste Art zum Vorschein gekommen war. Rudolf Steiner interessierte sich für die Sinneswahrnehmungen. Es wurde festgestellt, daß er in die Ferne nur wenig sieht. Auf die Erwähnung der schlechten Zähne stellte Rudolf Steiner fest, daß auch seine Fingernägel schwach und weich waren.
Aus dem Gespräch liegen folgende Notizen vor:
«Ist Ihnen an der Mutter nichts aufgefallen? Es ist ein merkwürdiger karmischer Fall. Der Astralleib ist überreif. Es wirkt etwas aus der vorigen Inkarnation herein. Er hat nur kurze Zeit zwischen Tod und neuer Geburt verbracht,
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150 so daß er jetzt noch etwas hineingenommen hat von dem Astralleib der vorigen Inkarnation. Noch jetzt hat er in der Nacht merkwürdige Träume. Das wird sich so äußern, daß er nach dem Aufwachen merkwürdige Dinge abgebrochen sagt. Es könnte sein, daß er sieht, wie Schlangen sich herausschlängeln, wofern er schon Schlangen gesehen hat. Es ist ein schlechter Astralleib, der vor allem da im Hinterkopf sitzt (wobei Rudolf Steiner mit intensivstem Interesse seine Hand auf das von allzu starrem schwarzen Haar bedeckte Hinterhaupt des Knaben gelegt hatte). Dem könnte man beikommen, wenn man die entgegengesetzte Astralität zuführt; das wäre möglich vermittels der Algen. Die Algen ziehen die Astralkräfte der umgebenden Luft ein; die Pilze noch mehr. Aber man braucht nicht gleich mit dem Stärksten anzufangen. Die Schmarotzerpflanzen ziehen stark die Astralität heran. Durch Algeninjektion wird die gesunde Astralität herangezogen, das ist die entgegengesetzte wie die im Körper. Dort ist schlechte Astralität. Also Therapie: Algenimpfung D 5; Belladonna D 4, D 10, D 15, D 20, D 30».
Beim Betrachten der Anfallstabelle und der Erwägung, ob die Anfälle parallel mit den Mondenrhythmen auftreten, meinte Rudolf Steiner: Die Mondenwirkung könne hier nicht unmittelbare Ursache der Anfälle sein, sie könne höchstens das Bewußtsein beeinflussen.
Eurythmie: vor allem mit den Beinen.
151 Dann war ein Mädchen da: Erna G.

Der ganze Typus des Mädchens zeigt das: Dem fügte Herr Pache in der Ausgabe 1952 die folgende Anmerkung bei: Dr. Steiner auf dem Lauenstein: «Sie hat einen geknickten Astralleib; er ist nicht einheitlich gestaltet, oben schwach, unten stark.»
152 Jugendbewegung: Siehe dazu Rudolf Steiner «Die Erkenntnis-Aufgabe der Jugend», GA 217 a; und «Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation» (Pädagogischer Jugendkurs), GA 217.

erschwerend: Sinngemäße Korrektur; in früheren Auflagen stand «erschreckend».
157 Bei dem Mädchen: Erna G.

daß mit Heileurythmie behandelt wird: Anmerkung in der Ausgabe von 1952: Auf dem Lauenstein war angegeben worden: Nikotinklistiere 5%ige Abkochung, 2 mal wöchentlich; wenn diese nicht hilft: Nikotininjektionen D 6.

Heileurythmie: F, M, UT, TU.

Zu dieser Anmerkung muß gesagt werden, daß diese 5% ige Abkochung von Tabakblättern nach Angabe des damals im Lauenstein wirkenden Arztes Herrn Dr. Hardt und seiner Frau nicht als Klysma gemacht worden sind. Es muß auch unbedingt davor gewarnt werden, diese Konzentration in Klysmaform zu geben, da möglicherweise der Prozentsatz in der Angabe verhört worden ist. Abkochungen auch von unfermentierten Tabakblättern sind nicht ungefährlich, je nach dem Nikotingehalt der Blätter, der natürlich nicht ohne weiteres festgestellt werden kann. Es wird vor der kritiklosen Anwendung und Verallgemeinerung einer solchen Angabe gewarnt und dazu soll betont sein, daß es sich um eine Angabe an einen Arzt und nicht an Laien handelte.
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158 die interessante Erscheinung der Albinos: Elisabeth und Martha B.

Horoskope: Anmerkung in der Ausgabe von 1952: «Die Daten der Horoskope sind: Jena, 6. Dez. 1909, ± 4 Uhr vorm. und Jena, 18. Mai 1921, ± 3 Uhr vorm.»

Frl. Dr. Vreede: Dr. Elisabeth Vreede, 1879 - 1943. Leiterin der Mathematisch-astronomischen Sektion am Goetheanum.
159 Dagegen in der Aszendenz gab es irgendwo eine Großmutter: Siehe die anders lautende Darstellung bei Wilhelm Uhlenhoff.
162 ein jüngeres Mädchen von zehn Jahren: Doris P.
164 einen sechzehnjährigen Jungen: Karl-Heinz M.

Es kann, je nachdem was die Kinder vorher als Erziehung genossen haben, Verschiedenes sein: Dazu Anmerkung von Herrn Pache in der Ausgabe 1952: Auf dem Lauenstein: Die krankhaften Erscheinungen bei diesem Knaben seien auf etwas zurückzuführen, was er in der früheren Inkarnation erlitten hätte. Er sei vielleicht lange allein gewesen, etwa bei einem Schiffbruch ausgesetzt und sehr lange in der Einsamkeit herumgetrieben worden. Dieses träte heute transformiert als Ich-Schwache auf. - Medizinisch solle er Zuckerinjektionen D 6 haben, 7 Injektionen in 14 Tagen; danach 14 Tage lang Abwaschungen mit stärkehaltigem Wasser. Dadurch, daß der Körper die Stärke in Zucker verwandeln muß, wird er auf andere Art zur Entwicklung des Ich angeregt.
Erzieherisch sei zu raten: Der Junge müßte Tagebuch führen über sich, was er den Tag über gemacht habe. Dadurch solle sein Ich gefestigt werden. Man solle ihm pädagogische Geschichten erzählen, in denen es darauf hinauslaufe, daß die diebischen Leute hereinfallen. Die Elster handelt immer diebisch und macht sich unmöglich unter den anderen Vögeln. Des weiteren solle er praktische Sachen machen lernen. Er solle wissen, wie man Stiefel macht. Er könnte die Stiefel für das ganze Haus machen. Auch gärtnern könnte er. Man solle ihn anregen, Sachen «auszutifteln», kleine praktische Probleme zu lösen, zum Beispiel wie eine Eisenbahnwagentür so eingerichtet werden könnte, daß Sie beim Besteigen des Trittes sich selbsttätig öffnet und sich dann ebenso wieder selbsttätig schließt, und ähnliches.

das Kind aus Stuttgart: Hans G.

«Und es wallet und woget … » Aus dem Gedicht «Der Taucher» von Friedrich von Schiller.
166 Nun ist noch ein Junge zu besprechen: Anmerkung in der Ausgabe 1952: Bei diesem Jungen sprach Dr. Steiner von einem «verkümmerten Gehirnanhang». Therapie: Injektionen von Hypophyse und Arsenbehandlung wie oben.
Heileurythmie: L M S R.
169 Uranus mit Venus und Mars: Auf der Wandtafelzeichnung 13 und 14 ist statt des Uranus-Zeichens das Neptun-Zeichen angeschrieben worden.
171 Präponderation: Wurde sinngemäß eingesetzt für das wahrscheinlich vom Nachschreibenden verhörte Wort «Prädestination», das frühere Ausgaben haben.
173 Johannes Trüper, 1855 - 1921, Begründer und langjähriger Leiter des Jugendsanatoriums «Sophienhöhe» in Jena.
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174 Das ist erst in den neunziger Jahren durch meine Bemühungen gedruckt worden: In der sog. Weimarer Ausgabe oder Sophien-Ausgabe von Goethes Werken, Abteilung II, Naturwissenschaftliche Schriften, 8. Band: Zur Morphologie, III. Teil, Weimar 1893, S. 359/360; wörtlich: «Paralipomena X / Zur Nervenlehre. In einem Notizbuch von der venetianischen Reise, aus dem Jahre 1790, findet sich folgende Notiz über das Gehirn: Das Hirn selbst nur großes Hauptganglion. Die Organisation des Gehirns wird in jedem Ganglion wiederholt, so daß jedes Ganglion [als] ein kleines subordiniertes Gehirn anzusehen ist.»
176 Oscar Hertwig, 1849 - 1922, Anatom.

Haeckels Rede: Siehe «Bericht über die Feier des sechzigsten Geburtstages von Ernst Haeckel am 17. Februar 1894 in Jena», S. 13ff.

die Rede, die der Professor Gärtner gehalten hat: August Gärtner, 1848 - 1934, Hygieniker; seine Rede ist abgedruckt in «Bericht über die Feier des sechzigsten Geburtstages von Ernst Haeckel am 17. Februar 1894 in Jena», S. 8ff. Prof. Gärtner rechnete dort die Vorträge zusammen, die Haeckel in der «Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft» im Laufe der Jahre gehalten hat und setzt sie in Vergleich zu den Vortragsleistungen anderer. Es ist deshalb der Text dementsprechend abgeändert worden (statt: Präparate gemacht). Es wird auch Haeckels Detailarbeit in Gärtners Rede in den Mittelpunkt gestellt und die großen Züge seiner Arbeiten und Anschauungen als weniger wichtig als diese charakterisiert. Der ganze Satz ist so, wie er in den früheren Drucken steht, nicht voll verständlich und enthält einen Widerspruch. Vermutlich ist er verhört worden oder aus notierten Bruchstücken nachträglich geformt worden. Es ist der Rede Gärtners entsprechend der Text abgeändert worden in «… der immer mit Wohlbehagen nur sprach nicht von Haeckel als vom Schöpfer der Natürlichen Schöpfungsgeschichte, sondern der ausdrücklich sagte …» Die Rede Prof. Gärtners lag dem Herausgeber für den Erstdruck der Gesamtausgabe noch nicht vor.
177 der Physiologe, der ein katholischer Kleriker war: Es dürfte sich um den Physiologen Prof. Wilhelm Biedermann, der seit 1888 eine Professur in Jena innehatte, handeln.

ein Büchelchen, wo all die Lieder drinnen stehen: Siehe «Lieder zum Commers in Jena am 17. Februar 1894», Seiten 7 und 8. Die entsprechende Strophe - aus dem Lied «Zoologischer Jubelgruß» von Edwin Bormann - lautet:

Staunet nicht, o Festkumpane,
Wenn ein Archaeopt'ryx jetzt
Eben an der Rathausfahne
Seinen werthen Schnabel wetzt;
Wer heut' heimwärts sucht die Pfade
Geh' voll Fürsicht Schritt für Schritt,
Daß er auf der Promenade
Nicht' nen Plesiosaurus tritt.

182 Georg Friedrich Wilhelm Hegel, 1770-1831.
184 Anthroposophische Gesellschaft: Siehe dazu Rudolf Steiner «Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Jahresausklang und Jahreswende 1923/24», GA 260. «Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum 1924/1925», GA 260 a.




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