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Zu dieser Ausgabe

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197 Am 7. September 1919 wurde in Stuttgart die erste «Freie Waldorfschule» als «einheitliche Volks- und höhere Schule» eröffnet. Der Gründung unmittelbar vorausgegangen war ein von Rudolf Steiner gehaltener Schulungskurs, in dem die von ihm ausgewählten Lehrer auf ihre zukünftige Arbeit vorbereitet wurden. Dieser vom 21. August bis 6. September dauernde Kurs war wie folgt gegliedert: Täglich morgens um neun Uhr Vorträge über allgemein menschenkundliche und pädagogische Fragen; in der zweiten Vormittagshälfte folgten Vorträge zu vorwiegend methodisch-didaktischen Fragen, und am Nachmittag wurden in seminarischer Form verschiedenste menschenkundliche und methodisch-didaktische Fragen behandelt. Bei den in dem vorliegenden Band enthaltenen Vorträgen handelt es sich um die in der zweiten Vormittagshälfte gehaltenen. Der erste und dritte Kursteil sind innerhalb der Rudolf Steiner Gesamtausgabe publiziert unter den Titeln: Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik. Vierzehn Vorträge, Stuttgart, 21. August bis 5. September 1919, GA 293, sowie Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge. Fünfzehn Seminarbesprechungen und drei Lehrplanvorträge, Stuttgart, 21. August bis 6. September 1919, GA 295.
Die Ansprache anläßlich der Begrüßung der Teilnehmer am Vorabend des Kurses, in der Rudolf Steiner über die mit der Schulgründung verbundenen Absichten sprach sowie einen kurzen Vorblick auf die bevorstehende Arbeit gab - dort sind auch die Teilnehmer namentlich genannt -, ist enthalten in Band I der «Konferenzen mit den Lehrern der Breien Waldorfschule in Stuttgart-», GA 300/1, S.ölff.
In Ergänzung zu den Kursvorträgen und -besprechungen liegen, zum einen das Inhaltliche und zum anderen die Entstehungsgeschichte betreffend, als Veröffentlichungen des Archivs der Rudolf Steiner-Nachlaßverwakung innerhalb der Schriftenreihe Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe folgende Publikationen vor:
Heft 31, Michaeli 1970: Notizbucheintragungen Rudolf Steiners zu den Stuttgarter Lehrerkursen 1919/21
Heft 27/28, Michaeli 1969: 1919 - das Jahr der Dreigliederungsbewegung und der Gründung der Waldorfschule. Eine Chronik

Textgrundlagen: Der hier vorliegende Wortlaut basiert auf der maschinenschriftlichen Übertragung der stenographischen Nachschrift. (Die Originalstenogramme sind nicht erhalten geblieben.) Vermutlich wurden die Vorträge von Frau Hedda Hummel mitstenographiert. Mit hinzugezogen wurde eine in früheren Jahren in Umlauf gebrachte hektographierte Vervielfältigung der Vorträge, die einige Ergänzungen aus den Notizen der Teilnehmer enthält. Diese Ergänzungen sind jedoch nicht immer deutlich zu unterscheiden von redaktionellen Änderungen, die für die erste Buchausgabe (Dornach 1934) vorgenommen worden sind. Die Erstveröffentlichung erfolgte durch Marie Steiner, ebenso die 2. und 3. Auflage (1940 bzw.
198 1948). Die Herausgabe im Rahmen der Rudolf Steiner Gesamtausgabe besorgte Hans Rudolf Niederhäuser (4. und 5. Auflage). Die Durchsicht der 6. Auflage besorgten Martina Sam und Walter Kugler. Insbesondere wurden die Hinweise überarbeitet und ergänzt; ferner wurden ausführliche Inhaltsangaben erstellt und ein Namenregister hinzugefügt.

Zu den Tafelzeichnungen: Die Originaltafelzeichnungen liegen nicht vor, da sie jeweils nach Ende der Kursstunde gelöscht worden waren. Den Zeichnungen dieser Buchausgabe liegen als Vorlage die Skizzen in der Maschinenübertragung des Stenogrammes sowie Nachzeichnungen der Teilnehmer aus ihren Notizheften zugrunde.

Der Titel des Bandes stammt vermutlich von Marie Steiner und entspricht dem der von ihr besorgten Erstveröffentlichung. Als Grundlage dienten Angaben Rudolf Steiners im Rahmen seiner Begrüßungsansprache (s.o.).



Hinweise zum Text

198 Werke Rudolf Steiners, die innerhalb der Gesamtausgabe (GA) erschienen sind, werden in den Hinweisen zum Text mit der jeweiligen Bibliographie-Nummer angeführt. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


zu Seite
7 wir werden trennen müssen; Siehe oben «Zu dieser Ausgabe».
8 innerhalb des physischen Lebens: In der Erstübertragung des Stenogrammes heißt es: des physischen Leibes.
14 ich verweise dabei auf meine «Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung»: Siehe Rudolf Steiner, «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung, mit besonderer Rücksicht auf Schiller» (1886), GA 2.
16 Vortrag, in welchem ich versucht habe, ein Gefühl zu erwecken für die Entstehung des Akanthusblattes: Siehe Rudolf Steiner, «Wege zu einem neuen Baustil», GA 286, Vortrag vom 7. Juni 1914.
23 was ich gerade eben in der vorhergehenden Stunde vorgebracht habe: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», Stuttgart, 14 Vorträge, GA 293, Vortrag vom 22. August 1919.
25 die berühmte linguistische «Wauwau-Theorie»: Über die sogenannte «Wauwau-» und die «Bimbam-Theorie» in der Sprachwissenschaft siehe auch Vortrag vom 7. April 1921 in Dornach in dem Band «Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften», GA 76.
29 Der Romane drückt nicht die Vorm des Kopfes aus; er sagt testa: Dieser ganze Abschnitt entstammt der Erstübertragung des Stenogramms dieses Vortrages. Das Beispiel «testa» stimmt auch überein mit den Notizen von mehreren Kursteilnehmern, die nachgeprüft werden konnten.
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29 Die erste Vervielfältigung hat «caput» und fährt weiter: «Er bringt zum Ausdruck, daß der Kopf der Erfassende, der Begreifende ist.» Und entsprechend weiter unten: «Nehmen Sie <caput>, das a = Verehrung. Man muß das zu Begreifende hinnehmen, wenn der andere etwas behauptet. Diese Gefühlsnuance drückt sich sehr gut aus, wenn der Volkscharakter dem Begreifen gegenübersteht, beim Kopf.»
30 auf eine bestimmte Art: Wortlaut nach Erstübertragung des Stenogramms. In früheren Ausgaben hieß es: auf eine bedeutsame Art.
31 unser Ein- und Ausatmen, das in 4 Minuten 72mal geschieht: Wortlaut nach Erstübertragung des Stenogramms.

im planetarischen Weltenjahr: In der Erstübertragung des Stenogramms heißt es an dieser Stelle und den folgenden «planctarisch»; in der Vervielfältigung heißt es hier «planetarisch» und im folgenden immer «platonisch».
32 von der alten Saturnentwickelung … bis zum Vulkan: Über die Entwicklungsstufen der Erde siehe Rudolf Steiner, «Die Geheimwissenschaft im Umriß» (1910), GA 13.
34 Johann Friedrich Herbart, 1776-1841. «Allgemeine Pädagogik» 1806, Neuausgabe 1910; «Umriß pädagogischer Vorlesungen» 1835, Neuausgabe 1910.
35 wie wir es in unserer seminaristischen Besprechung versuchten: Siehe Rudolf Steiner «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, Besprechung vom 21. August.

Durch das, was wir im Seminar versuchten: Es wurde über die Behandlung der kindlichen Temperamente gesprochen. Siehe oben.
37 Ich habe gestern schon darauf aufmerksam gemacht: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde…», GA 293, Vortrag vom 22. August 1919

Sie brauchen sich nur an gewisse Auseinandersetzungen von Heinrich Heine zu erinnern: Heinrich Heine (1797-1856) unterscheidet im ersten Buch seiner Denkschrift «Ludwig Börne» «nazarenische» und «hellenische» Menschen. Bei den ersteren handelt es sich um «Menschen mit asketischen, bildfeindlichen, vergeistigungssüchtigen Trieben», mit «hellenisch» bezeichnet er «Menschen von lebensheiterem, entfaltungsstolzem und realistischem Wesen». Auch in seinen «Gedanken und Einfällen» finden sich Ausführungen über die Neigung der Griechen zur plastisch-bildnerischen Kunst (III. Abschnitt, Kunst und Literatur).
38 Wie können wir nun diese Tendenz … richtig charakterisieren?: Wortlaut aufgrund von Teilnehmernotizen. In der Erstübertragung des Stenogramms heißt es: Wie können wir nun dieses Talent … charakterisieren.
39 die Dreigliederung des sozialen Organismus: Siehe Rudolf Steiner, «Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft» (1919), GA 23. Ferner die Vorträge GA 328 bis GA 341 sowie die Schriftenreihe «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Heft 24/25, 27/28, 88, 93/94, 103.
40 Goethe in dem didaktischen Teil seiner Barbenlehre: Siehe «Entwurf einer Farbenlehre», 6. Abteilung: «Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe», inj . W. Goethe, Naturwissenschaftliche Schriften», mit Einleitungen und Erläuterungen im Text herausgegeben von Rudolf Steiner. 1884-1897 in «Kürschners Deutsche National-Litteratur», 5 Bde., Nachdruck Dornach 1975, GA la-e, 3. Band.
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40 wie sie erst aus einer geisteswissenschaftlichen Auffassung der Farbenwelt entstehen können: Siehe Rudolf Steiner, «Das Wesen der Farben», 12 Vorträge 1914-1924, GA 291; ferner «Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band <Das Wesen der Farben>», herausgegeben und kommentiert von H. Wiesberger und H. O. Proskauer, GA 291a.

an der kleinen Kuppel des Dornacher Baues: Siehe Rudolf Steiner, «Wege zu einem neuen Baustil. <Und der Bau wird Mensch>», Acht Vorträge, Berlin und Dornach 1911 — 1914, mit einem Anhang und 22 Abbildungen, GA 286. Rudolf Steiner, «Der Dornacher au als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens und künstlerischer Umwandlungsimpulse», 5 Vorträge und eine Besprechung, Dornach, Oktober 1914, mit zahlreichen Abbildungen, GA 287.
43 Tatjana Kisseleff, 1881-1970, Eurythmielehrerin am Goetheanum von 1914-1927, dann als Eurythmistin an der Goetheanum-Bühne tätig.
45 in einem Shakespeareseben Stücke: «Der Kaufmann von Venedig», V. Akt, 1. Szene.

AG bei den paar Worten, die ich den eurythmischen Vorstellungen manchmal voranstelle: Siehe Rudolf Steiner, «Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele», Ansprachen zu Eurythmie-Aufführungen aus den Jahren 1918 bis 1924, mit Notizbucheintragungen und den dazugehörigen Programmen, GA 277.
47 Nehmen Sie zum Beispiel jenen in Wien gehaltenen Zyklus: Siehe Rudolf Steiner, «Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt», 8 Vorträge Wien, April 1914, GA 153. «Kernpunkte der sozialen Frage»; Siehe Hinweis zu Seite 39.
48 Schillers «Spaziergang»: Gedicht aus dem Jahre 1795.
49 daß die Zeile im Rezitativ verfließt, das Reimwort ariengemäß gesungen wird: Diese Anregungen hat der Musiklehrer Paul Baumann aufgegriffen. Siehe seine «Lieder der Freien Waldorfschule».

Jupiter-, Venus- und Vulkanentwickelung: Siehe Hinweis zu Seite 32.
52 in der Stunde über Allgemeine Pädagogik: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», Stuttgart, 14 Vorträge, GA 293, Vortrag vom 25. August 1919.
53 Ein sehr bekannter Erzieher einer noch viel bekannteren Persönlichkeit: Georg Hinzpeter (1827-1907). 1866 Erzieher des Prinzen Wilhelm von Preußen, begleitete ihn auch nach Kassel. Er schrieb: «Kaiser Wilhelm II.», 1888.
59 der mehr republikanische Charakter: Wortlaut nach Notizen von Teilnehmern. In der Erstübertragung des Stenogramms heißt es: der mehr republikanische Eindruck.
61 bei meinen jetzigen Vorträgen: Rudolf Steiner bezieht sich hier auf Erfahrungen bei öffentlichen Vorträgen über soziale Fragen, die er damals vor allem in Stuttgart gehalten hatte. Siehe Rudolf Steiner, «Neugestaltung des sozialen Organismus», 14 Vorträge Stuttgart, April bis Juli 1919, GA 330 und «Betriebsräte und Sozialisierung. Diskussionsabende mit den Arbeiterausschüssen der großen Betriebe Stuttgarts 1919», GA 331.
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62 Eurythmiestunde: Siehe Hinweis zu Seite 46. Siehe auch Rudolf Steiner, «Eurythmie. Die neue Bewegungskunst der Gegenwart», Vorträge und Ansprachen 1918-1924. Taschenbuchausgabe, Rudolf Steiner Verlag Dornach, Tb642.
65 die Kraft des Ich durch die Sprache: «des Ich durch die» vom Herausgeber ergänzt,
68 daß es eine Reihe von Buchstaben gibt: Dieser Satzteil wurde vom Herausgeber hinzugefügt.
72 wie sie sich aus einem Bilde ergeben: Dieser Satzteil wurde vom Herausgeber hinzugefügt.
77 zwischen Novalis und einer weiblichen Gestalt: Siehe Novalis, «Hymnen an die Nacht». Es handelt sich um Sophie von Kühn, die am 17.3.1797 starb.
78 Puttkamersche Orthographie: Durch den Erlaß des preußischen Kultusministers Robert Viktor von Puttkamer (1828-1900) vom 21.1.1880 wurde eine vereinfachte deutsche Rechtschreibung in den Schulen Preußens eingeführt.
81 Ernst Meumann, 1862-1915; Wundt-Schüler, Begründer der experimentellen Pädagogik. «Vorlesungen zur Einführung in die experimentelle Pädagogik», 1907.
84 erziehen: Korrektur eines möglichen Hörfehlers. In der Übertragung des Stenogramms heißt es: erzwingen.
86 und sich wieder daran erinnert, das erst verstehen kann: Wortlaut gemäß Übertragung des Stenogramms.
95 wenn zum Beispiel Schopenhauer alle die Mittel zur Verfügung gestanden hätten: Arthur Schopenhauer (1788-1860) studierte in Göttingen und Berlin Naturwissenschaften und Philosophie, promovierte in Jena, lebte dann in Weimar und Dresden, habilitierte erfolglos in Berlin. Schließlich ließ er sich 1833 in Frankfurt nieder, wo er vereinsamt und verbittert lebte, da er sich zurückgesetzt und verkannt fühlte. Erst ab den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts fand er mehr Beachtung und wurde in den siebziger Jahren geradezu «Modephilosoph». Bezüglich seines Hauptwerkes «Die Welt als Wille und Vorstellung» siehe auch Seite 147 f. des vorliegenden Bandes.
96 so wie ich gestern im Seminar .,. gesprochen habe: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, Besprechung vom 27. August 1919.
99 es ist gut, wenn man das dem Kind andeutet: Wortlaut gemäß Übertragung des Stenogramms.

das Verständnis für: Vom Herausgeber hinzugefügt.
108 wie es zum Ausdruck gebracht ist in dem schönen Brief: Siehe den Brief Schillers an Goethe vom 23. August 1794.

Der Mensch ist auf den Gipfel der Natur gestellt..,: Siehe in Goethes Aufsatz «Winckelmann», Abschnitte «Antikes» und «Schönheit». Dort heißt es: «…, denn indem der Mensch auf den Gipfel der Natur gestellt ist, so sieht er sich wieder als eine ganze Natur an, die in sich abermals einen Gipfel hervorzubringen hat…».
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109 Schiller schrieb dann in seinen ästhetischen Briefen über Erziehung: Diese Briefe Schillers «Über die ästhetische Erziehung des Menschen» an den Herzog Friedrich Christian von Holstein-Augustenburg erschienen erstmals 1795 in der Zeitschrift «Die Hören». - Über die Beziehung zwischen den «Ästhetischen Briefen» und Goethes «Märchen» siehe auch die Ausführungen Rudolf Steiners im Vortrag vom 24. Januar 1919, enthalten in dem Band «Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke», GA 188. Über die «Ästhetischen Briefe» im Zusammenhang mit der Anthroposophie und der Dreigliederung siehe den Vortrag vom 24. Oktober 1920 in dem Band «Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts», GA 200.

Karl Julius Schröer, 1825-1900, Literaturhistoriker; ab 1867 Professor an der Technischen Hochschule in Wien. Veröffentlichte u.a. «Deutsche Weihnachtsspiele aus Ungarn» (1858). Siehe Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang», GA 28.

Jean Paul, 1763-1825, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter; studierte Theologie in Leipzig, war als Hauslehrer und Schulleiter tätig, bevor er zum Legationsrat ernannt wurde. Als Erzähler und Humorist hatte er auf viele bedeutende Dichter großen Einfluß, aber auch als Ästhetiker und Pädagoge ist er durch seine Schriften wegweisend geworden. «Levana oder Erziehungslehre» erschien 1806 als Frucht seiner fast zehnjährigen Tätigkeit als Lehrer. Nach seiner Auffassung ist Erziehung «Nichts … als das Bestreben, den Idealmenschen, der in jedem Kinde unverhüllt liegt, frei zu machen durch einen Freigewordenen». Siehe auch Rudolf Steiners biographische Skizze über Jean Paul in «Biographien und biographische Skizzen 1894-1905», GA 33.
112 Ich habe Ihnen an einem Probebeispiel das Walten solcher geschichtlicher Kräfte so dargelegt: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, Besprechung vom 28. August 1919.
120 Was kurze oder lange Unterbrechung ist: Wortlaut gemäß Stenogrammübertragung sowie Manuskriptvervielfältigung (vgl. «Zu dieser Ausgabe»).
122 Jetzt vergleichen Sie die eine Erscheinung mit der andern: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, Vortrag vom 28, August 1919.
126 in der «.Allgemeinen Pädagogik»; Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde. ..», GA 293, Vortrag vom 30. August 1919.
127 die nur im tätigen Weben leben: Das Wort «leben» wurde vom Herausgeber hinzugefügt.
128 Franz von Miklosic, 1813-1891, bedeutender Slawist.

Franz Brentano, 1838-1917, Philosoph.

Anton Marty, 1847-1914, Schüler von Franz Brentano.
129 wenn Sie nur Sätze aus dem Leben verwenden: In der Stenogrammübertragung heißt es «nicht» statt «nur».
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129 wie wir sie gestern als Übung besprochen haben: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, Besprechung vom 29. August 1919 und folgende.

zu pflegen: Ergänzung des Herausgebers.
130 Heft, woraus: Ergänzung des Herausgebers.
139 heute nachmittag zeigen wollen: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295. Besprechungen vom 30. August, 1. und 2. September 1919.
147 Schopenhauer hat sich … geärgert, weil in den Schulen der pythagoräische Lehrsatz nicht so gelehrt wurde: Siehe in «Die Welt als Wille und Vorstellung»: «Der Welt als Wille und Vorstellung erste Betrachtung», Erstes Buch, § 15. Dort spricht Schopenhauer von der «Anschauung» als «erste Quelle aller Evidenz» unter anderem am Beispiel des pythagoräischen Lehrsatzes.
149 Geographisches und die Klammer gemäß Stenogrammübertragung.
154 entlang, vom Genfer See: Ergänzung des Herausgebers.

Arlberg …, dann die Linie Drau: Ergänzung aus den Notizen der Teilnehmer. In der Stenogrammübertragung heißt es «Brenner» statt «Arlberg».

Enns: Ergänzung des Herausgebers. In den Notizen der Teilnehmer heißt es «Rienz».

mit Gneis: «mit» vom Herausgeber eingefügt. In der Stenogrammübertragung heißt es «und».
157 zum Leben: Ergänzung des Herausgebers.
160 Verständnis für das Zusammengegliederte: In der Stenogrammübertragung heißt es «Zusammengliedern»,

wie Sie es im Seminar gesehen haben: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295. Besprechung vom 30. August sowie vom 1. und 2. September 1919.

schildernd an die Besprechung des Gebirges an: Ergänzung des Herausgebers.
163 Emil Molt, 1876-1936; Direktor der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik in Stuttgart, Kommerzienrat. Begründer der Waldorfschule in Stuttgart 1919 für die Kinder seiner Arbeiter. Für den Aufbau und die Leitung der Schule berief er Rudolf Steiner. Emil Molt und seine Gattin nahmen als «Schulvater» und Schulmutter» an dem Schulungskurs für die Lehrer im August und September 1919 teil. Frau Molt gehörte dem ersten Lehrerkollegium als Handarbeitslehrerin an. Siehe auch Emil Molt, «Entwurf meiner Lebensbeschreibung», Stuttgart 1972.
165 Nikolaus Fialkowskiy, Architekt und Professor der Geometrie und des geometrischen Zeichnens an der Wiener Communal-Realschule, Gemeint ist sein «Lehrbuch der Geometrie und des Zeichnens geometrischer Ornamente», Wien und Leipzig 1882, Verlag J. Klinkhardt.
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165 dann gab es damals noch bessere Lehrbücher: Rudolf Steiner gab einmal die folgenden Bücher an, die während seiner Schulzeit gebräuchlich waren: Münch: Physik; Stondigl: Neuere Geometrie; Lorscheid: Chemie; Mocnitz: Mathematik; Sonndorfer: Mathematik.
166 seines Volksschullebens, in den ersten Jahren seines: Ergänzung des Herausgebers.
175 Das wird also unsere Aufgabe bezüglich des Schreibens und Lesens sein: Es wurde dann beim Beginn des Unterrichtes so eingerichtet, daß vom malenden Zeichnen der Antiqua ausgegangen, hierauf zur lateinischen Druck- und Schreibschrift und erst im dritten Schuljahr zur deutschen Druck- und Schreibschrift übergegangen wurde.
184 Wir werden uns morgen den Ideallehrplan und dann den Lehrplan, wie er… in Mitteleuropa üblich ist, nebeneinanderstellen: Siehe Rudolf Steiner, «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, drei Lehrplanvorträge vom 6. September 1919.

Ich habe die vorherige Stunde gerade damit geschlossen: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA 293, Vortrag vom 5. September 1919.

was ich eben am Schlüsse der vorigen Stunde als notwendig hervorgehoben habe: Siehe voranstehenden Hinweis.
190 wie ich es Ihnen gezeigt habe: Siehe Rudolf Steiner, «Allgemeine Menschenkunde…», GA 293, Vortrag vom 4. September 1919.

wie wir sie eben versuchten für das Pflanzensystem festzustellen: Siehe Rudolf Steiner,«Erziehungskunst. Seminarbesprechungen», GA 295, Besprechungen vom 30. August sowie 1. und 2. September 1919-
192 daß wir dann wirklich unseren Lehrplan formieren können: Am folgenden Tag (6. September) hielt Rudolf Steiner drei Lehrplanvorträge (siehe «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge», GA 295) und gab eine skizzenhafte Darstellung der Lehrziele für die einzelnen Fächer auf den verschiedenen Altersstufen.
195 Für mich selbst wird diese Waldorfschule ein Sorgenkind sein: In den folgenden Jahren, bis kurz vor seinem Tode am 30. März 1925, hatte Rudolf Steiner die Leitung der Schule inne. Anläßlich seiner regelmäßigen Besuche nahm er auch an Unterrichtsstunden teil und hielt mit den Lehrern Konferenzen ab. Siehe Rudolf Steiner, «Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924», drei Bände, GA 300a-c. Ferner «Rudolf Steiner in der Waldorfschule. Vorträge und Ansprachen für die Kinder, Eltern und Lehrer der Waldorfschule Stuttgart 1919-1924», GA 298. Siehe ferner die unter den Nummern GA 296-311 erschienenen Bände innerhalb der Gesamtausgabe, die Vorträge und Kurse zu menschenkundlichen, allgemein pädagogischen sowie methodisch-didaktischen Fragen, gehalten im In- und Ausland, enthalten.




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