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Hinweise

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91 Textgrundlagen: Die Ausführungen Rudolf Steiners sowie die Fragen und Voten der Teilnehmer wurden von Georg Klenk, München, mitstenographiert und in Klartext übertragen. Dieser ist an manchen Stellen lückenhaft. Offensichtliche Lücken sind im Text durch Punkte gekennzeichnet.

Werke Rudof Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


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9 Die «Kernpunkte»: Rudolf Steiner «Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft» (1919), GA Bibl.-Nr. 23.
10 Justinian, 527-565, Kaiser von Ostrom. Schloß die Philosophenschule von Athen 529 und ließ durch eine Reihe hervorragender Juristen das römische Recht kodifizieren, 533/34.
12 Das Greshamsche Gesetz: Der Großkaufmann Sir Thomas Gresham, 1519-1579, errichtete 1566 auf seine Kosten die Londoner Börse. Der Königin Elisabeth, 1558-1602, schrieb er: «Eure Majestät wollen geruhen, zu vernehmen, daß der erste Anlaß für das Sinken des Wechselkurses sich ereignete, als des Königs Majestät, Euer hochseliger Vater [Heinrich VIII.], den Feingehalt seiner Münze von 6 auf 3 Unzen herabsetzte. Daraufhin fiel der Wechselkurs von 26 s 8 d auf 13 s 4 d. Das war der Anlaß, daß all Euer Feingold aus Eurem Königreich geführt wurde.» - Sein Zeitgenosse Macleod, ebenfalls ein hervorragender Kaufmann, erfaßte den Tatbestand, daß die Herausbringung einer geringeren Münze das Verschwinden der guten zur Folge hat: «Daher können wir diesen Vorgang mit Recht da? Greshamsche Gesetz nennen.» Die damalige Geldverfassung war eine reine Metallwährung. Kürzlich trat in der Schweiz wieder einmal das Greshamsche Gesetz in Funktion, als die silbernen Zweifrankenstücke aus dem Verkehr verschwanden, da der Wert ihres Gehalts an Silber über dem Nominalwert von 2 Fr. lag.
16 Inspiration für volkswirtschaftliche Erkenntnis: Vgl. «Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen», GA Bibl.-Nr. 192, 14. Vortrag.
17 wo einer sich auf ein Tretrad stellt: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», GA Bibl:- Nr. 340, 2. Vortrag, S. 31

die Arbeit könne aus dem Grunde nicht maßgebend für den Preis sein: Diese Auffassung entspringt der Grenznutzenschule, die auch nach ihren Hauptvertretern, BöhmBawerk, Wieser u.a. die österreichische Schule der Nationalökonomie genannt wird. Sie erklärt alle ökonomischen Prozesse aus der Psychologie des Nutzens nach dem Ausgleichsgesetz des Grenznutzens, so daß nicht die objektiven Verhältnisse der Arbeitsbetätigungen, sondern die Nutzenschätzungen der Ergebnisse der Arbeit für die Befriedigung der Bedürfnisse die Grundlage für die Preise bilden.
20 hs gibt sogar diese Definition: Derartiges wird vom Gesichtspunkt des antisozialen Selbstversorgerstandpunktes aus behauptet. Dieser egoistische Anspruch ignoriert das aller Wirtschaft zugrundeliegende gesellschaftliche Prinzip der Arbeitsteilung.
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22 In der geschichtlichen Methode nenne ich das die symptomatologische Betrachtung: Grundlegend für eine solche Betrachtungsweise sind die Vorträge «Geschichtliche Symptomatologie», GA Bibl.-Nr. 185.
25 Insofern das Kapitel Rentencharakter trägt: Die Bereicherung des Staates durch Geldentwertung trägt Rentencharakter. Um dies zu verstehen, muß man davon ausgehen, daß eine Rente für den Empfänger ein arbeitsloses Einkommen ist und für den Zahler derselben ein Opfer, ein Geschenk. Auf die Gesamtvolkswirtschaft übertragen, ergibt sich im Falle der Geldentwertung, daß der Staat die Beamten mit einem staatlich geschaffenen Geld bezahlt, seine Schulden mit eben diesem Geld zurückbezahlt usw. Insofern bezieht der Staat durch den Trick der Geldentwertung eine Rente. Sie wird unfreiwillig gezahlt und steht außerhalb der Legitimität, im Gegensatz zu den Steuern, die man als legitim an den Staat gezahlte Renten bezeichnen kann.
27 Begriff der physikalischen Arbeit: Die Frage, wie man den Massebegriff oder den Gewichtsbegriff in die volkswirtschaftliche Betrachtungsweise einführen kann, beantwortet Rudolf Steiner im Nationalökonomischen Kurs, 10. Vortrag, S. 144ff. Es wird dort gezeigt, daß der «Gewinn» im weitesten Sinne das den volkswirtschaftlichen Prozeß antreibende Schwergewicht bildet.
31 Ich habe das ja getan: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 5. Vortrag.
32 4. Zeile: Störung, früher: Strömung. Sinngemäße Korrektur der Herausgeber.
34 daß die Unterscheidung in Hand- und Kopfarbeit eigentlich nicht berechtigt ist: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 2. Vortrag, S. 32; 6. Vortrag, S. 85f.
43 Schneiderbeispiel: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 3. Vortrag, S. 44-46; 4. Vortrag, S. 51-53; 7. Vortrag, S. 101.
45 Das kommt noch in den nächsten Tagen %ur Behandlung: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 13. Vortrag.
56 marxistische Theorie: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 2. Vortrag, S. 31. In der materialistischen Erklärung der Arbeit durch Marx ist diese durch den physischen Substanzverbrauch definiert. Das bezeichnet Rudolf Steiner als einen «kolossalen Unsinn».
57 Beispiel vom Ar%t und Schuhmacher: Im «Nationalökonomischen Kurs», 6. Vortrag, S. 86. In die Zukunft hinein ist der geistig Arbeitende der Produzierende, aber der Vergangenheit gegenüber der Konsumierende.
61 Unterkonsum: Mit diesem Ausdruck bezeichnet die nationalökonomische Wissenschaft nur das Zurückbleiben der Nachfrage nach den Konsumgütern. Bei der Verkonsumierung von Produktionsmitteln spricht sie von reproduktivem Konsum, wofür Rudolf Steiner unter dem Gesichtspunkt der Entwertung der Produktionsmittel das Wort «Unterkonsum» verwendet.
63 Valuta: Vgl. «Nationalökonomischer Kurs», 1. Vortrag, S. 14f., 21; 11. Vortrag, S. 162f.; 14. Vortrag, S. 209ff.
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74 Naturprodukt - Arbeit - Kapital: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 7. Vortrag, S. 106. In der 4. Auflage, Dornach 1965, wurden die Zeichnungen 4 und 5 versehentlich vertauscht. Zu Seite 106 gehört die Zeichnung 4, dort auf Seite 88. In der 5. Auflage, Dornach 1979, wurde eine entsprechende Korrektur vorgenommen.
75 in welcher Weise man … die hohnfrage behandelt: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 7. Vortrag, S. 96ff.
77 Foerstersche Dinge: Anspielung auf die moralphilosophischen Schriften von Friedrich Wilhelm Foerster, u.a. «Politik, Ethik und politische Pädagogik», 1909; «Autorität und Freiheit», verschiedene Aufl. Vgl. «Nationalökonomischer Kurs», 10. Vortrag, S. 153.
78 Jubeljahr: Nach dem Mosaischen Gesetz war jedes 7. Jahr ein Sabbathjahr, in dem das Land brach liegen mußte. Nach Ablauf von 7 Sabathjahren, also nach 49 Jahren, wurde der Anbruch des 50. Jahres jeweils durch Posaunen (hebr. jobel = Widderhorn, Posaune) verkündet. Siehe 3. Mos. 25,8-16, 23-55; 27,16ff.; 4. Mos. 36,4. Im Jubeljahr wurden alle Schulden erlassen, alle hebräischen Knechte freigelassen und veräußerte Grundstücke außerhalb der Städte an den ursprünglichen Besitzer zurückgegeben. — Abweichend von der hier angegebenen Spanne von 70 Jahren begründet Rudolf Steiner an anderer Stelle den alttestamentlichen Rhythmus von 49 bzw. 50 Jahren mit dem Bestehen kosmisch-menschlicher Zusammenhänge; siehe hierzu «Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte», GA Bibl.-Nr. 170, 2. Vortrag.
79 Preisformel: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 8. Vortrag.
81 was ich gestern beschrieben habe: Siehe «Nationalökonomischer Kurs», 12. Vortrag.
85 wie England heute: Vgl. «Nationalökonomischer Kurs», 1. Vortrag, S. 10—13; 9. Vortrag, S. 133ff.; 11. Vortrag, S. 159f.
87 staatlich-juristischer «Organismus»: Im allgemeinen spricht Rudolf Steiner dem Rechts- und Staatsleben den Charakter eines Organismus ab. Es besitzt nur die Gestalt eines organisierten Ordnungsgefüges. Für das eigene Wesen desselben gibt es keinen präzisen Ausdruck; man kann diesen mechanisierten Organismus des Rechts- und Staatslebens einen Pseudoorganismus oder nur im übertragenen Sinne kurz einen Organismus nennen.
88 die Gleichung O = g • O: Sie stellt einen Grenzfall dar für den Fall, daß eine Ware nach ihrer Herstellung nicht sogleich in die Zirkulation übergeht, sondern unmittelbar nach der Fertigstellung an einen Käufer abgegeben wird. Der Verkauf ist der Endpunkt eines zirkulatorischen Weges, der mit einer gewissen Geschwindigkeit durchlaufen wird. Letztere wird aus den Gewinnimpulsen der Fabrikanten und Händler aus Gründen der Arbeitsteilung bewirkt. Fällt bei einer Ware diese Zirkulationszeit aus, dann gibt es keinen Gewinn, denn es wird die Ware ohne Produktionsumwege hergestellt und ohne Dazwischentreten eines Händlers unmittelbar abgesetzt.




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ablage/offen/rudolf_steiner/dreigliederung/014_ga_341_nationaloekonomisches_seminar/007_hinweise.txt · Zuletzt geändert: 2026/09/19 17:20

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