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HINWEISE DER HERAUSGEBER

HINWEISE DER HERAUSGEBER

Seite Text
272 Die Textgrundlage für die Ausgabe innerhalb der Gesamtausgabe bildet die von Rudolf Steiner wesentlich bearbeitete und erweiterte 2. Auflage (1918) mit den dazugehörenden Manuskripten und Korrekturbogen. Diese 2. Auflage (1918) muß als die eigentliche «Ausgabe letzter Hand» angesehen werden, da die 3. Auflage (1921) nur ein vom Philosophisch-Anthroposophischen Verlag besorgter unveränderter Neudruck der 2. Auflage ist.

Für die 13. Auflage (1973) wurde der Text mit dem gesamten Material (Manuskript und Korrekturbogen) zur Neuausgabe von 1918 genau verglichen. Daraus ergaben sich verschiedene Berichtigungen des seit der Ausgabe von 1918 immer wieder gedruckten Textes:


Seite Zeile
v. oben
jetziger Wortlaut: früherer Wortlaut:
21 18 vor allen andern Dingen
23 5 wenn ich etwas wollen muß wenn ich etwa etwas wollen muß
33 3 Molekularbewegungen Molekularschwingungen
70 8 deswegen vermag uns auch
70 16 sein Buch über «… sein Buch «…
79 3 setzen jene eben schon voraus setzen jene eben voraus
85 27 nicht anwendbar ist, nicht anwendbar,
89 22 und sie für sich um sie für sich
93 10 ist dennoch ist demnach
94 2 im Verhältnis der im Verhältnis von
96 15 Diese ist aber Dieses ist aber
100 20 kann als eine solche kann also als eine solche
105 8 Wesenseiten Wesenheiten
119 11 es den Gegenständen sie den Gegenständen
123 8/9 in dem Wahrnehmen in dem Wahrnehmbaren
128 9 so sucht man so meint man
163 17 Aber Intuitives Aber Intuition
163 29 stammt nicht aus Intuitivem kommt nicht aus Intuition
164 17 mich selbst von andern mich von andern
164 28 frei ist nur der Mensch frei ist der Mensch
168 28 ist uns durch ist durch
171 14 ebenso wenig ebenso selten
172 1 sondern ihn in dem sondern in ihm den
177 8 Weg zur Erlösung Weg der Erlösung
273
Seite Zeile
v. oben
jetziger Wortlaut: früherer Wortlaut:
183 8 im bloß materiellen bloß im materiellen
189 28 als der Zweck als ein Zweck
196 12/13 die Bekenner … müßten der Bekenner … müßte
196 Fußnote Naturanlagen Naturanlage
196 Fußnote Gesetzen der Gattung in Einklang Gesetzen in Einklang
211 9 Krankheit sei unbefriedigtes Krankheit sei ein unbefriedigtes
213 4/5 nachzuweisen sucht nachzuweisen versucht
218 18 Gelüsten Gefühlen
230 10 wenn es sich mir wenn es sich nur
231 26 Was die pessimistische Wenn die pessimistische
231 28 sondern nach Erreichung sondern Erreichung
238 8 und gibt ihm und gibt ihnen
252 31 solchen jenseitigen Urgrund solchen Urgrund
254 27 der wird wohl keinen der wird noch keinen
260 8 denn zunächst dann zunächst
268 16 und von da aus um von da aus




Für die 14. Auflage (1978) wurden neben der Berichtigung einiger Druckfehler drei sinngemäße Korrekturen - die zwar nicht auf Rudolf Steiner zurückgehen, aber in der 4. Auflage (1929) bis zur 12. Auflage (1968) enthalten waren - wieder eingefügt:

Seite Zeile
v. oben
jetziger Wortlaut: früherer Wortlaut:
20 25 Unterschied Umstand
128 9 meint sucht
255 14 statt sondern



Für die 15. Auflage (1987) wurde der Text neu durchgesehen, wobei sich Korrekturen in Interpunktion und Orthographie und Berichtigungen bei Zitaten ergaben. Alle vorkommenden Verweise auf andere Stellen im Text wurden mit den zu Rudolf Steiners Lebzeiten erschienenen Ausgaben (1894, 1918, 1921) verglichen und gegebenenfalls präzisiert. Erstmals konnten auch alle Zitate und ausdrücklichen Bezüge auf Texte (u. a. auf Eduard von Hartmanns Kritiken) genau nachgewiesen werden. Das Namenregister wurde vervollständigt.
Folgendes Fürwort wurde aus grammatikalischen Gründen korrigiert, weil Rudolf Steiner bei der Änderung des Hauptwortes «Wesen» statt «Mensch» in der 2. Auflage (1918) die Angleichung des Fürwortes entgangen war:

'' '' es '' '' er



Zur Entstehung der Philosophie der Freiheit



274 Rudolf Steiners philosophische Beschäftigung mit der Freiheitsfrage begann schon in der Jugendzeit und fand einen markanten Öffentlichen Ausdruck in dem Sendschreiben «Die Natur und unsere Ideale» (1886), das Steiner später als die «Urzelle» der «Philosophie der Freiheit» bezeichnet hat. Im Frühjahr 1892 erschien Rudolf Steiners erweiterte Dissertation «Wahrheit und Wissenschaft» mit dem Untertitel «Vorspiel einer Thilosophie der Freiheit'». Im November 1893 folgte dann die angekündigte «Philosophie der Freiheit» selbst (mit eingedrucktem Verlagsjahr 1894).
Unter den vielen Reaktionen ragen Eduard von Hartmanns Randbemerkungen zur «Philosophie der Freiheit» hervor. Rudolf Steiner hatte dem verehrten Philosophen Eduard von Hartmann sein Werk persönlich überreicht und dieser hat es sogleich mit lebhaftem Interesse studiert. Er trug zahlreiche kritische Randbemerkungen und Kommentare sowie Unterstreichungen und Anstreichungen in sein Exemplar ein und sandte dieses schon am 21. November 1893 an Rudolf Steiner zurück.
Schon gleich beim Erscheinen der «Philosophie der Freiheit» hatte Rudolf Steiner an Ergänzungen und Änderungen für eine eventuelle zweite Auflage gedacht. Nachdem das Werk schon viele Jahre vergriffen war, nahm Rudolf Steiner 1917 eine Neuausgabe in Angriff, die im Frühjahr 1918 erschien. Der Text wurde dazu u. a. aufgrund der Hartmannschen Kommentare und anderer Kritiken und Rezensionen sowie im Hinblick auf eine bessere Verständlichkeit neu redigiert. Als Druckvorlage verwendete Rudolf Steiner ein aufgeschnittenes Exemplar der Erstausgabe, in das er seine Ergänzungen und Korrekturen handschriftlich eintrug. Diese Unterlagen sind weitgehend erhalten und, zusammen mit sämtlichen anderen erhaltenen Manuskriptblättern und Dokumenten, faksimiliert wiedergegeben in einem Dokumente-Band zur «Philosophie der Freiheit». Dieser Dokumente-Band enthält auch sämtliche Randbemerkungen Eduard von Hartmanns sowie alle bekannten Rezensionen, eine Chronik zur «Philosophie der Freiheit» und ein Verzeichnis der Äußerungen Rudolf Steiners über seine «Philosophie der Freiheit».
Rudolf Steiner, «Dokumente zur Philosophie der Freiheit*». Faksimile der Erstausgabe 1894 mit den handschriftlichen Eintragungen für die Neuausgabe 1918 sowie Manuskriptblätter, Rezensionen, Eduard von Hartmanns Randbemerkungen und weitere Materialien, Gesamtausgabe 4a, Dornach 1994, 543 S.
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zu Seite
9 in späteren Schriften von mir: Siehe dazu die Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe am Schluß dieses Bandes. Auf seine anderen Schriften verweist Rudolf Steiner auch auf den Seiten 11,148,256f., 267.
11 «Rätsel der Philosophie»: «Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriß dargestellt», 2 Bde., Berlin o.J. (1914); 9. Auflage, in einem Band, Dornach 1985, GA Bibl.-Nr. 18.
15 f. David Friedrich Strauß, «Der alte und der neue Glaube», Leipzig 1872; Gesammelte Schriften, 6. Bd., Bonn 1877, S. 167 (§ 76).
16 Herbert Spencer, «Die Prinzipien der Psychologie», Autorisierte deutsche Ausgabe nach der dritten englischen Auflage übersetzt von Dr. B. Vetter, 1. Bd., Stuttgart 1882, S. 522 (§ 219). Der im Zitat in Klammern gesetzte Hinweis «(der Psychologie)» wurde von Rudolf Steiner hinzugefügt.
17f. Spinoza: Siehe «Die Briefe mehrerer Gelehrten an Benedict von Spinoza und dessen Antworten soweit beide zum besseren Verständniß seiner Schriften dienen», übersetzt und erläutert von J. H. v. Kirchmann, Heidelberg 1882, S. 204 f. (Zweiundsechzigster Brief, Oktober oder November 1674). (Die Ausgabe «Spinoza, Briefwechsel» übertragen und mit Einleitung, Anmerkung und Register versehen von Carl Gebhardt, Leipzig 1914, S. 235 (58. Brief) gibt den Arzt und Alchymisten Georg Hermann Schuller als Adressaten dieses Briefes an.)
18 «Nehmen Sie nun …»: Die Hervorhebung dieser Stelle erfolgte durch Rudolf Steiner.
20 Eduard von Hartmann, «Phänomenologie des sittlichen Bewußtseins, Prolegomena zu jeder künftigen Ethik», 2. Auflage, Berlin 1879, S. 451 f. (2. Abteilung, A, III, 5).
22 Roben Hamerling, «Die Atomistik des Willens, Beiträge zur Kritik der modernen Erkenntniß», 2 Bde., Hamburg 1891, 2. Bd., S. 213 f.
23f. Paul Ree. «Die Illusion der Willensfreiheit», Berlin 1885, S. 5 und 6.
25 Hegel, «Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse» (1817), Vorrede zur zweiten Ausgabe, Heidelberg 1827, S. XX; Georg Wilhelm Friedrich Hegel's Werke, vollständige Ausgabe durch einen Verein von Freunden des Verewigten, 6. Bd., Berlin 1840, S. XXII.
27 «Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust»: Goethe, «Faust» I, Vor dem Tor, Verse 1112-1117.
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32f. Friedrieb Albert Lange, «Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart», 2 Bde., Iserlohn 1866 und 1875. Das angeführte Zitat: Bd. II, S. 431 (Zweites Buch, Dritter Abschnitt, IV). Die im Zitat durch drei Punkte gekennzeichnete Auslassung lautet: «wie Helmholtz sagt».
33 Goethe, «Naturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur», 5 Bde., 1884-97, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibl-Nr. la-e, Bd. 2 (1887), GA Bibl.-Nr. lb, S. 5 und 7.
36 Billardkugel: Vgl. dazu David Hume, «Eine Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes», übersetzt, erläutert und mit einer Lebensbeschreibung Hume's versehen von J.H.v. Kirchmann, vierte Auflage, Heidelberg 1888, S. 31-33 (Abteilung IV, Skeptische Zweifel in Betreff der Thätigkeiten des Verstandes, Abschnitt I).
37 Theodor Ziehen, «Leitfaden der physiologischen Psychologie, in 15 Vorlesungen», Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, Jena 1893, S. 171.
43 f. das erste Buch Mose: 1. Mose 1, 31.
45 Pierre Jean Georges Gabanis, «Rapports du physique et du moral de Thomme», 2 Bde., Paris An X - 1802, Bd. 1, S. 151 (second memoire, § 7). Deutsche Übersetzung: 2 Bde., Halle 1804.
46 Cartesius … ich denke, also bin ich: Rene Descartes, «Discours de la methode» (1673), I, 7 und 10; und (nicht wörtlich) «Meditationes de prima philosophia» (1641), 2. Meditation.
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49 Einwand … den Pascal dem Cartesius machte …: ich gehe spazieren, also bin ich: Konnte bei Pascal nicht nachgewiesen werden. Descartes selbst aber prägt diesen Satz, um Peter Gassendis Einwände zusammenzufassen. Schon vor der Veröffentlichung seiner «Meditationes de prima philosophia» machte Descartes sein Werk einer Reihe von Philosophen und Theologen zugänglich, deren Einwände er zusammen mit seinen eigenen Antworten im Anhang an den eigentlichen Traktat also schon in der ersten Ausgabe von 1641 abdrucken konnte. Der fünfte der sechs Einwände ist von Gassendi, den Satz «ego ambulo, ergo sum» führt Descartes im Abschnitt I seiner Antwort auf den Einwand gegen die zweite Meditation an («Oeuvres de Descartes», publie par Charles Adam et Paul Tannery, vol. VII, Paris 1904, p. 352).
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55 Persönlichkeit, welche der Verfasser … sehr hochschätzt: Gemeint ist der Philosoph Eduard von Hartmann (1842-1906). Schon Rudolf Steiners erweiterte Dissertation «Wahrheit und Wissenschaft, Vorspiel einer < Philosophie der Freiheit >» (Weimar 1892) trug die gedruckte Widmung: «Dr. Eduard von Hartmann in warmer Verehrung zugeeignet.» Auch seine «Philosophie der Freiheit» hatte Rudolf Steiner an Hartmann gesandt, und dieser hat sie innerhalb von zwei Wochen gründlich studiert und, versehen mit zahlreichen Kommentaren, Randbemerkungen und Anstreichungen, an Rudolf Steiner geschickt. Diese Kommentare und Randbemerkungen Eduard von Hartmanns sind jetzt veröffentlicht in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nr. 85/86, Dornach Michaeli 1984. Die Einwendungen Hartmanns, die Rudolf Steiner hier erwähnt, beziehen sich auf S. 46 der vorliegenden Ausgabe und lauten: zu Zeile 6f und 8: «nein!», «nein!», zu Zeile 7:

«Er beobachtet auch hier nur die Ergebnisse seiner hervorbringenden Tätigkeit, nicht diese selbst; letzteres ist Täuschung, wie wenn wir bei rasch aufeinanderfolgender Beleuchtung durch elektrische Funken eine Bewegung zu sehen glauben.»
58 Herbert Spencer, «Grundlagen der Philosophie», Autorisierte deutsche Ausgabe, nach der vierten englischen Auflage übersetzt von B. Vetter, Stuttgart 1875, S. 69f. (IV. Kapitel «Die Relativität aller Erkenntniß», §23).
63 Als Dr. Franz einen Blindgeborenen operierte: Im Jahre 1840. Siehe den Abdruck des klinischen Berichtes «Die Wahrnehmungswelt eines Blindgeborenen vor und nach der Operation, Bericht über den Fall eines blindgeborenen jungen Mannes, welcher in seinem 18. Jahr erfolgreich operiert wurde, mit physiologischen Beobachtungen und Experimenten durch J.C.August Franz, Leipzig» in: «Nachrichten der Rudolf SteinerNachlaß Verwaltung» (d. i. früherer Titel der «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe»), Nr. 19, Dornach Michaeli 1967, S. 9-13.
Von Dr. Franz' Patienten und einem anderen Blindgeborenen berichtet das von Rudolf Steiner mehrfach angeführte Buch von Theodor Ziehen «Leitfaden der physiologischen Psychologie», Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, Jena 1893, S. 59.
65 f. George Berkeley, «Abhandlung über die Principien der menschlichen Erkenntniß», Abschnitt VI. Welche Übersetzung aus dem Englischen Rudolf Steiner verwendet hat, konnte nicht festgestellt werden.
69 Otto Liebmann, «Zur Analysis der Wirklichkeit, Eine Erörterung der Grundprobleme der Philosophie», Zweite, beträchtlich vermehrte Auflage, Straßburg 1880, S. 28.
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70 Johannes Volkelt, «Immanuel Kant's Erkenntnißtheorie nach ihren Grundprincipien analysirt, Ein Beitrag zur Grundlegung der Erkenntnißtheorie», Leipzig 1879, S. 1,
70 f. Eduard von Hartmann, «Grundprobleme der Erkenntnistheorie, Eine phänomenologische Durchwanderung der möglichen erkenntnistheoretischen Standpunkte», Leipzig 1889, S. 16-40.
72 Johannes Müller: Siehe «Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes der Menschen und der Tiere», Leipzig 1826; «Über die phantastischen Gesichtserscheinungen», Koblenz 1826; «Handbuch der Physiologie des Menschen», 2 Bde., Koblenz 1833-40.
73 Hartmann: «Grundprobleme der Erkenntnistheorie» (siehe Hinweis zu S. 70 f.), S. 37.
78 Arthur Schopenhauer, «Die Welt als Wille und Vorstellung», I, § 1. «Arthur Schopenhauers sämtliche Werke in zwölf Bänden», mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, 2. Bd., Stuttgart o.J. (1894), S. 29.
80 Eduard von Hartmann: Siehe Hinweis zu S. 70f.
82 f. «Alle Realität verwandelt sich …»: Johann Gottlieb Fichte, «Die Bestimmung des Menschen», 2. Buch; Sämtliche Werke, herausgegeben von I.H.Fichte, Erste Abteilung, Zweiter Band, Berlin 1845, S. 245.
83 nennt… Eduard von Hartmann transzendentalen Realismus: Siehe dessen Werk «Kritische Grundlegung des transzendentalen Realismus, Eine Sichtung und Fortbildung der erkenntnistheoretischen Prinzipien Kant's», Zweite, erweiterte Auflage von «Das Ding an sich und seine Beschaffenheit», Berlin 1875.
84 Wilhelm Weygandt, «Entstehung der Träume, Eine psychologische Untersuchung», Leipzig 1893, S. 37, wörtlich: «Der in der Luftröhre lokalisierte Hustreiz brachte mir einmal die Traumvorstellung, ich tränke aus ganz kleinen Gläsern sehr alten Wein, den ich mit größter Vorsicht hinunterschlürfte, wobei er mir ein Brennen am Kehlkopf verursachte.» Siehe auch die von Rudolf Steiner in demselben Band angestrichene Stelle auf S. 41: «Als ich einst mit sehr großem Durst zu Bett gegangen war, kam die Vorstellung, daß ich aus einem Fläschchen starken alten Cognac trank, der heftig brannte; der intensiveren Empfindung entsprach also ganz korrekt die Vorstellung eines schärfer reizenden Getränkes.»
92 ff. Schopenhauer, «Die Welt als Wille und Vorstellung» II, § 18; «Arthur Schopenhauers sämtliche Werke in zwölf Bänden», mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, Stuttgart o.J. (1894), 2. Bd., S. 140 und 141.
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98 «Keine Farbe ohne farbempfindendes Auge»: In dieser Form nicht nachgewiesen. Vgl. aber Arthur Schopenhauer in der Einleitung zu seiner Abhandlung «Über das Sehn und die Farben»: «die wirkliche Überzeugung […], daß die Farben, mit welchen ihm [dem Leser] die Gegenstände bekleidet erscheinen, durchaus nur in seinem Auge sind.» in «Arthur Schopenhauers sämtliche Werke in zwölf Bänden», mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, Stuttgart o.J. (1894), 12. Bd., S. 15.
Vgl. auch Rudolf Hermann Lotzes Formulierung: «Worin das Glänzen eines Lichtes, das durchaus niemand sähe, oder das Klingen eines Tones bestände, den niemand hörte, ist ebenso unmöglich zu sagen, als was ein Zahnschmerz wäre, den niemand hätte. Es liegt also in der Natur von Farben, Tönen, Gerüchen etc., daß sie überhaupt bloß einen Ort und eine Art haben, wo und wie sie existieren können, nämlich das Bewußtsein einer Seele, und zwar in dem Augenblicke, wo sie von dieser empfunden werden.» in: «Grundzüge der Psychologie» (1882), Fünfte Auflage, Leipzig 1894, S. 20 (§ 13).
103 Von durch den Verfasser dieses Buches sehr geschätzter Seite: Gemeint ist Eduard von Hartmann (siehe Hinweis zu S. 55). Seine Einwendung bezieht sich auf die Stelle Seite 86, Zeilen 16-18 und lautet:
«Es fragt sich nur welche Welt? Meine Gedankenwelt bringt mein Denken hervor, ebensogut wie meine Vorstellungswelt durch mein Vorstellen hervorgebracht wird. Die ohne mein Denken bestehende Welt aber ist eben nicht meine Gedankenwelt, sondern beide sind zwei numerisch verschiedene Welten, wenn sie auch inhaltlich der Übereinstimmung immer naher gebracht werden sollen durch fortgesetzten Denkausbau der Gedankenwelt. Beide für Eine halten, ist ein naiver Realismus des Denkens, wie es ein solcher des Vorstellens ist, die wirkliche Welt und die Vorstellungsweltfür Eine zu halten.»
114 Emil Du Bois-Reymond, «Über die Grenzen des Naturer kennens», Vortrag in der 2. öffentlichen Sitzung der 45. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu Leipzig am 14. August 1872, Leipzig 1872, S. 26.
128 Metaphysik Eduard von Hartmanns: «Die Philosophie des Unbewußten, Versuch einer Weltanschauung, Speculative Resultate nach inductivnaturwissenschaftlicher Methode», Berlin 1869 (zahlreiche bearbeitete und erweiterte Neuauflagen).
133 Demgegenüber wurde mir eingewendet: Von Eduard von Hartmann (siehe Hinweis zu S. 55). Sein Einwand bezieht sich auf die Stelle S. 107, Zeilen 1-11 und lautet:
«Das ist ein ungewöhnlicher Wortgebrauch. Vorstellung ist zunächst abgeblaßte Erinnerung einer sinnlichen Wahrnehmung, erst von der Erinnerung geht das Teilen, Verbinden, Beziehen und die Begriffsbildung aus.»
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148 in Schriften, die auf dieses Buch gefolgt sind: Siehe u. a. «Vom Menschenrätsel» (1916), GA BibL-Nr. 20, Kap. «Ausblicke»; und «Von Seelenrätseln», (1917), GA BibL-Nr. 21.
149 man kann in hezug darauf Eduard von Hartmann folgen: Siehe das Hartmann-Zitat auf S. 20 in vorliegendem Band und den Hinweis dazu.
152 [Fußnote]Hartmann: Siehe Hinweis zu S. 20.
153 f. Johannes Kreyenhuhl, «Die ethische Freiheit bei Kant, Eine kritischspekulative Studie über den wahren Grund der Kant'sehen Philosophie», Philosophische Monatshefte, 18. Bd., 3. Heft, Heidelberg 1882, S. 129-161.
159 Handle so …: Immanuel Kant, «Kritik der praktischen Vernunft», 1. Teil, 1. Buch, 1. Hauptstück, § 7, wörtlich: «Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.»
170 Kant, «Kritik der praktischen Vernunft», 1788, S. 154 (1. Teil, 1. Buch, 3. Hauptstück).
176 Theodor Ziehen: Siehe Hinweis zu S. 37.
177 Hartmann, «Phanomenologie des sittlichen Bewußtseins» (siehe Hinweis zu S. 20), S. 871 (2. Abt., C, IV).
186 «die Geschichte ist die Entwicklung des Menschen zur Freiheit»: Frei nach Hegels «Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte», Georg Wilhelm Friedrich Hegel's Werke, vollständige Ausgabe durch einen Verein von Freunden des Verewigten, 9. Band, 3. Auflage, herausgegeben von Dr. Eduard Gans, Berlin 1848, S. 24 (Einleitung) und 546 f. (Schluß). In demselben Zusammenhang kritisiert Rudolf Steiner in «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung» (1886), GA Bibl.-Nr. 2., S. 128 (Kap. 19) auch Herders Geschichtsauffassung: «Unsere Erkenntniswissenschaft schließt es völlig aus, daß man der Geschichte einen Zweck unterschiebe, wie etwa, daß die Menschen von einer niederen Stufe der Vollkommenheit zu einer höheren erzogen werden u. dgl. Ebenso erscheint es unserer Ansicht gegenüber als irrtümlich, wenn man, wie dies Herder in den < Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit» tut, die historischen Ereignisse wie die Naturtatsachen nach der Abfolge von Ursache und Wirkung abfassen will.»
186 f. Robert Hamerling, «Die Atomistik des Willens, Beiträge zur Kritik der modernen Erkenntniß», 2 Bde., Hamburg 1891, 2. Bd., S. 201 und 191.
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195 Friedrich Paulsen, «System der Ethik, mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre», Erste Hälfte, Berlin 1889.
196 [Fußnote]Paulsen: a.a.O., S. 15 (Einleitung, 5.).
201 f. Robert Hamerling, «Die Atomistik des Willens, Beiträge zur Kritik der modernen Erkenntniß», 2 Bde., Hamburg 1891,2. Bd., S. 214 f. Den Satz «Frei sein heißt tun können, was man will» zitiert Hamerling nach John Locke, den Satz «Nach Belieben begehren und nicht begehren können, sei der eigentliche Sinn des Dogmas vom freien Willen» nach Herbert Spencer. (Vgl. das Spencer-Zitat auf S. 16 des vorliegenden Bandes.)
205 Hauptvertreter des Optimismus… Shaftesbury und Leibniz: Siehe Antony Ashley Cooper Earl of Shaftesbury, «Charakteristicks of Men, Manners, Opinions, Times» (Charakteristika der Menschen, Sitten, Meinungen, Zeiten), 3 Bde., London 1711; und Gottfried Wilhelm Leibniz, «Essais de theodicee sur la bonte de dieu, de la liberte de l'homme et de Porigine du mal» (Abhandlung zur Rechtfertigung Gottes, über die Güte Gottes, die Freiheit und den Ursprung des Übels), Amsterdam 1710.
208 Hartmann, «Phänomenologie des sittlichen Bewußtseins» (siehe Hinweis zu S. 20), S. 866 (2. Abt., C, IV).

Uli.Eduard von Hartmann, «Philosophie des Unbewußten», Siebente, erweiterte Auflage, 2. Bd. Metaphysik des Unbewußten, Berlin 1876, S. 290 (Kap. XIII).
235 Mir wurde von berufener Seite … entgegengehalten: Von Eduard von Hartmann (siehe Hinweis zu S. 55). Sein Einwand bezieht sich auf die Stelle S. 224, Zeilen 23-30 und lautet:

«Steiner bestreitet also nicht die Richtigkeit eines negativen Saldo, sondern nur, daß die Tiere und Menschen wirklich ihre axiologische Bilanz ziehen. Diese Frage ist aber ganz nebensächlich. Der Pessimismus behauptet gar nicht, daß jeder Mensch sich bewußt und allgemein mit solcher Aufstellung beschäftigt, wenn er es auch unwillkürlich zeitweilig für gewisse Lebensabschnitte und Episoden in rohem Überschlag nach ungefähren stimmungsmäßigen Gedächtniseindrücken tut. A her er behauptet, daß es Sache des Philosophen sei, nachzuholen, was die Gedankenlosigkeit der Tiere und der meisten Menschen versäumt.»
239 [Fußnote] Man hat mir … eingewendet: Der Einwand stammt von Eduard von Hartmann (siehe Hinweis zu S. 55). Er bezieht sich auf die Stelle S. 238, Zeilen 25-30 und lautet:
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239 «innerhalb des Gattungsmäßigen kann die Frau schon jetzt sich so individuell ausleben, wie sie nur will, weit freier als der Mann, der schon durch die Schule und dann durch Krieg und Beruf entindividualisiert wird.»
258 Einwendungen, die mir … von philosophischer Seite her gemacht worden sind: Von Eduard von Hartmann (siehe Hinweis zu S. 55).
261 Eduard von Hartmann, «Die letzten Fragen der Erkenntnistheorie und Metaphysik», Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik, 108. Bd., Leipzig 1896, S. 54-73 und 211-237. Über «erkenntnistheoretischen Monismus»: S. 66-73; namentliche Erwähnung Rudolf Steiners: S. 71. Schon in seinen Randbemerkungen zur «Philosophie der Freiheit» (siehe Hinweis zu S, 55) kritisierte Hartmann deren Titel: «Der Titel sollte lauten: <Erkenntnistheoretischer Monismus und ethischer Individualismus> […]».
266 Eduard von Hartmann: a. a. O., S. 71. Dieselbe Kritik führte Hartmann schon in seinem Schlußkommentar seiner Randbemerkungen zur «Philosophie der Freiheit» an (siehe Hinweis zu S. 55):

«In diesem Buche ist weder Humes in sich absoluter Phänomenalismus mit dem auf Gott gestützten Phänomenalismus Berkeleys versöhnt, noch überhaupt dieser immanente oder subjektive Phänomenalismus mit dem transzendenten Panlogismus Hegels, noch auch der Hegeische Panlogismus mit dem Goetheschen Individualismus. Zwischen je zweien dieser Bestandteile gähnt eine unüberbrückbare Kluft. Vor allem aber ist übersehen, daß der Phänomenalismus mit unausweichlicher Konsequenz zum Solipsismus, absoluten Illusionismus und Agnostizismus führt, und nichts getan, um diesem Rutsch in den Abgrund der Unphilosophie vorzubeugen, weil die Gefahr gar nicht erkannt ist.»

dem «erkenntnistheoretischen Monismus» Johannes Rehmkes: Siehe dessen Werke «Die Welt als Wahrnehmung und Begriff», Berlin 1880; «Unsere Gewißheit von der Außenwelt», 1894 u.a.
269 aszetischen … Aszese: So geschrieben in der 2. Auflage (1918); in der 1. Auflage (1894): asketischen und Askese. Da die entsprechenden Seiten im Druckmanuskript für die 2. Auflage (1918) nicht erhalten sind, kann über den Grund bzw. die Herkunft dieser Änderung keine genaue Angabe gemacht werden.




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