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489 Textgrundlagen: Die Vorträge wurden von Walter Vegelahn mitstenographiert und von ihm in Klartext übertragen. Diese Übertragungen liegen dem Druck zugrunde. Die Nachschriften sind stellenweise unzulänglich, die Originalstenogramme sind nicht erhalten geblieben.

Für die 2. Auflage wurde dieser Band von David Hoff mann neu durchgesehen und mit zusätzlichen Hinweisen, einem Namenregister und ausführlichen Inhaltsangaben versehen.

Die Titel der Vorträge sind von Rudolf Steiner. Der Titel des Bandes wurde von den Herausgebern gewählt.

Einzelausgaben und frühere Veröffentlichungen:
Früher erschienen als Reihe «Ergebnisse der Geistesforschung I-XIV»:
Berlin 31. Okt., 7. Nov. 1912 «Wie widerlegt man Geistesforschung? Wie begründet man Geistesforschung?» I/H, Basel 1941
Berlin 14. Nov. 1912 «Die Aufgaben der Geistesforschung für Gegenwart und Zukunft» III, Basel 1941
Berlin 21. Nov. 1912 «Die Wege der übersinnlichen Erkenntnis» IV, Basel 1942
Berlin 5. Dez. 1912 «Ergebnisse der Geistesforschung für Lebensfragen und das Todesrätsel» V, Basel 1942
Berlin, 12. Dez. 1912 «Naturwissenschaft und Geistesforschung» VI, Basel 1942; in «Durch den Geist zur Wirklichkeits-Erkenntnis der Menschenrätsel», Band I, Dornach 1965
Berlin 9. Jan. 1913 «Jakob Böhme» VII, Basel 1941
Berlin, 16. Jan. 1913 «Die Weltanschauung eines Kulturforschers der Gegenwart (Herman Grimm) und die Geistesforschung» VIII, Basel 1941
Berlin 30. Jan. 1913 «Raphaels Mission im Lichte der Wissenschaft vom Geiste» IX, Basel o.J. (1941)
Berlin 6. Febr. 1913 in «Märchendichtungen im Lichte der Geistesforschung» X (irrtümlich XI), Basel 1942; in «Märchendichtungen im Lichte der Geistesforschung. Märchendeutungen», Dornach 1960; 1969; 1979
Berlin 13. Febr. 1913 «Lionardos geistige Große am Wendepunkt zur neueren Zeit» XI, Berlin 1920; Basel 1941
Berlin 6. März 1913 (irrtümlich 16. März 1913) «Irrtümer der Geistesforschung» XII, Basel 1942
490 Berlin 3. April 1913 «Die Moral im Lichte der Geistesforschung» XIII, Basel 1942
Berlin 10. April 1913 «Das Erbe des neunzehnten Jahrhunderts» XIV, Basel 1942

Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch im Namenregister unter: «Steiner, Rudolf (Werke)» und die Übersicht am Schluß des Bandes.


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20 Lebenskraft, Lebensprincip, «vis vitalis»: die seit Aristoteles bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts durchwegs angenommene spezifische, innere Ursache der Lebensfunktionen, eine unbewußt wirkende, organisierende und regulierende Kraft. Diese Anschauung wurde Vitalismus genannt. Der «Neo-Vitalismus» des 18. und 19. Jahrhunderts berücksichtigte z.T. die Ergebnisse der «mechanisch-chemischen Biologie». Gegner der Lebenskraft wurden im 19. Jahrhundert die Vertreter der mechanisch-chemischen Naturwissenschaft und der materialistischen Philosophie wie Jakob Moleschott, Karl Vogt, Wilhelm Wundt, Ernst Haeckel, Wilhelm Preyer, David Friedrich Strauß, Emil Du Bois-Reymond und Wilhelm Ostwald, der die Kritik an der Lebenskraft in dem Satz formulierte: «Der Organismus ist wesentlich ein Complex chemischer Energien.» («Vorlesungen über Naturphilosophie», 2. Auflage 1903, S. 317, 319).
21 Justus von Liebig, 1803-1873, bahnbrechender deutscher Chemiker. Seine Forschungen mit Wöhler waren grundlegend für die organische Chemie.

Friedrich Wöhler, 1800-1882, Chemiker und Mediziner, stellte 1828 künstlich den Harnstoff her.
25 Selbsterneuerung des Organismus: Siehe z.B. Max Verworn, «Die Mechanik des Geisteslebens», Leipzig 1910, Seite 85.
26 Emil Du Bois-Reymond, «Über die Grenzen des Naturerkennens», Leipzig 1872, und «Die sieben Welträtsel», Leipzig 1882.

Leibniz: Zitat nicht nachgewiesen.

Moritz Benedikt, «Die Seelenkunde des Menschen als reine Erfahrungswissenschaft», Leipzig 1895, S. 35.
29 einen genialen Menschen, wie zum Beispiel Feuerbach: Vermutlich Anselm Feuerbach (1829-1880), im 19. Jahrhundert ein berühmter Maler, Enkel des Juristen Anselm Feuerbach und Neffe des Philosophen Ludwig Feuerbach.
491
31 Jean Reynaud, «Philosophie religieuse, Terre et ciel», Paris 1854.

Louis Figuier, «Le lendemain de la mort, ou la vie future selon la science», Paris 1871.
36 Einwand … den Friedrich Schlegel gegen die Anschauung von den wiederholten Erdenleben gemacht hat: Siehe z.B. Friedrich Schlegel, «Philosophie der Geschichte», in achtzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1828, Erster Band, Wien 1829, S. 150f. (Vierte Vorlesung).
38 Jacob Froschammer•, «Die Philosophie des Thomas von Aquino, kritisch gewürdigt», Leipzig 1889, S. 418 f.
41 Eduard von Hartmann, «Die Philosophie des Unbewußten», Berlin 1869.

«Das Unbewußte vom Standpunkt der Deszendenztheorie», Eine kritische Beleuchtung des naturphilosophischen Teils der Philosophie des Unbewußten aus naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten, Berlin 1872. Die zweite Auflage, diesmal mit dem Namen Eduard von Hartmanns als Verfasser, erschien 1877.
42 Oscar Schmidt; In seiner Schrift «Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Philosophie des Unbewußten» (Leipzig 1877) kritisiert Schmidt Eduard von Hartmann und lobt die Schrift des Anonymus (siehe vorangehenden Hinweis), sie habe «alle, welche nicht auf das Unbewußte eingeschworen sind, in ihrer Überzeugung vollkommen bestätigt, daß der Darwinismus im Rechte sei.» (S. 3).
43 wie… Goethe… seinen Faust sagen läßt: «Faust» II, 5. Akt, Palast, Mitternacht, Vers 11404.

wie Geoffroy de Saint-Hilaire recht hat, wenn er sagt: Etienne Geoffroy de Saint-Hilaire, Zitat nicht nachgewiesen.
48 das Wort Johann Gottlieb Fichtes: Wörtlich: «Was für eine Philosophie man wähle, hängt sonach davon ab, was für ein Mensch man ist, denn ein philosophisches System ist nicht ein toter Hausrat, den man ablegen oder annehmen könnte, wie es uns beliebte, sondern es ist beseelt durch die Seele des Menschen, der es hat.» Erste Einleitung in die «Wissenschaftslehre», 1797
52 ff. £5 gab eine Zeit, in welcher man … daran glaubte, daß man laboratoriumsmäßig … lebendige Substanz… zusammensetzen könnte: Schon der italienische Arzt und Naturforscher Francesco Redi (1626-1697) zeigte, daß in faulender Flüssigkeit Würmer oder Maden sich nicht «von selbst» erzeugen, wenn man nur die Insekten abzuhalten wisse, die sonst ihre Eier in die Flüssigkeit legen. Daraus prägte er den Grundsatz «Omne vivum ex vivo». (Siehe «Osservazioni di Francesco Redi accademico della crusca. Intorno agli animali viventi ehe si trovano negli animali viventi», Florenz 1684.) Siehe dazu auch die Ausführungen Rudolf Steiners auf S. 155f. in diesem Band. Später bekämpfte der Chemiker Louis Pasteur (1822-1895) die Theorie der sog. «Urzeugung» aufgrund seiner Untersuchungen über den Gärungsprozeß und die darin wirksamen Hefebakterien. Siehe seine Schrift «Nouvel exemple de fermentation determinee par des animacules infusoires pouvant vivre sans oxygene libre», 1863.
Siehe dazu auch Rudolf Steiner, «Reinkarnation und Karma, vom Standpunkte der modernen Naturwissenschaft notwendige Vorstellungen», in «Lucifer-Gnosis», GA Bibl.-Nr. 34, S. 67.
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72 Darwin fragt: Siehe «Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei den Menschen und den Tieren», in «Gesammelte Werke», übersetzt von J.V. Carus, Band 7, Stuttgart 1877, S. 50f. (2. Kapitel: «Allgemeine Prinzipien des Ausdrucks»).
73 ein Feuilleton: Fritz Mauthner, «Die Theosophen», in «Berliner Tageblatt» Nr. 562, 3. Nov. 1912.
75 «Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer»: Motto zur Preisschrift «Über die Grundlage der Moral» in Arthur Schopenhauer, Sämtliche Werke in zwölf Bänden, mit Einleitung von Rudolf Steiner, Stuttgart und Berlin o.J. (1894), 7. Bd., S. 133.
77 in der ersten Szene meines Mysterien-Dramas «Die Prüfung der Seele», Szenisches Lebensbild als Nachspiel zur «Pforte der Einweihung» (1911), in «Vier Mysteriendramen» (1910-13), GA Bibl-Nr. 14, S. 151-162 (Erstes Bild: «Ein Studierzimmer des Capesius»),
79 Diesem ruft Fichte zu: Siehe «Die Anweisung zum seligen Leben» 1806, zweite Vorlesung.
81 Aber Fichte sagt: a. a. O.
83 «In deinem Denken leben Weltgedanken»: «Die Prüfung der Seele» (Siehe Hinweis zu S. 77), S. 155 (Erstes Bild: «Ein Studierzimmer des Capesius»).
84 in dem ersten Vortrag dieses Winters: In diesem Band der erste Vortrag.
86 Keplery welcher der eigentliche große Ausgestalter der kopernikanischen Weltanschauung ist: In seinen Schriften «Mysterium cosmographicum» (1596) und «Harmonices mundi libri VI» (1619).
88f. Herman Grimm, «Goethe», Vorlesungen, 2 Bde., Berlin 1877, 2. Bd., 23. Vorlesung.
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90 Wir haben von Goethe ein merkwürdiges Wort: Wörtlich: «Denn wozu dient alle der Aufwand von Sonnen und Planeten und Monden, von Sternen und Milchstraßen, von Kometen und Nebelflecken, von gewordenen und werdenden Welten, wenn sich nicht zuletzt ein glücklicher Mensch unbewußt seines Daseins erfreut ?» «Winckelmann und sein Jahrhundert», Abschnitt «Antikes».

Philosophie … des weltberühmten Wundt: Wilhelm Wundt, 18321920, Physiologe, Psychologe und Philosoph. «System der Philosophie», Leipzig 1889, 3. Auflage, 2 Bde., 1907.
91 Darwin: Charles Darwin, «On the Origin of Species by Means of Natural Selection» («Die Entstehung der Arten»), 1859.
92 Lord Acton bei einer… Universitätsrede: «Über das Studium der Geschichte», Eröffnungssitzung in Cambridge am 11. Juni 1895, Berlin 1897, S. 15: «Ich hoffe jedoch, daß selbst diese kurze und unerbauliche Strecke der Geschichte Ihnen in der Erkenntnis behilflich sein wird, daß das Werk des Auferstandenen an der erlösten Menschheit nicht nachläßt, sondern zunimmt, daß die Weisheit der göttlichen Regierung sich nicht in der Vollkommenheit, vielmehr in der Verbesserung der Welt zu erkennen gibt, und daß vollendete Freiheit das ethische Endergebnis ist, auf das alle Bedingungen fortschreitender Kultur im Vereine hinzielen.»
93 Naturforscher Wettstein … Rede über Biologie: Zitat nicht nachgewiesen.
94 «Um zu begreifen, daß der Himmel überall blau ist»: Goethe, «Sprüche in Prosa», in: Goethe, «Naturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur» (1883-1897), 5 Bände, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibl.-Nr. la-e, Bd. V, GA Bibl.-Nr. le, S. 368. Siehe auch Goethe, «Maximen und Reflexionen».

Moriz Carriere … sein großes Werk über die Kulturentwicklung: «Die Kunst im Zusammenhange der Kulturentwicklung und die Ideale der Menschheit», 5 Bde., Leipzig 1863-74.
95 Zeuner: Der Brief und das Manuskript Zeuners sind abgedruckt in Moriz Carriere, «Religiöse Reden und Betrachtungen für das deutsche Volk», Leipzig 1894, S. 152-172 unter dem Titel: «Christus in der Weltgeschichte. Kerkergedanken eines deutschen Republikaners. (Carl Zeuner, geboren 1813 zu Butzbach in der Wetterau, gestorben hochbetagt zu Cincinnati in Amerika.)».
97 Mivart: Saint George Mivart, «Man and apes», London 1873.
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97 Wallace: Alfred Rüssel Wallace, Mitarbeiter und Freund Darwins.
100 Lessing in seiner Abhandlung: «Die Erziehung des Menschengeschlechts», (1780), § 91-100.
100f. Herman Grimm: Siehe Vortrag VIII in diesem Band, S. 249-285 und die Hinweise dazu.
101 Jakob Froschammer, «Die Phantasie als Grundprinzip des Weltprozesses», München 1877.
103f. «Zur Kritik der Zeit» von Walther Rathenau, Berlin 1912, Seite 148-150.
107 Dr. Eliot: Charles William Eliot, «The Religion of the Future», A Lecture delivered at the Close of the Eleventh Session of the Harvard Summer School of Theology, July 22, 1909, in: «The Durable Satisfaction of Life», New York 1910, S. 172. Deutsch: «Die Religion der Zukunft», autorisierte Übersetzung von E. Müllenhoff, Giessen 1910, S. 12f.
110 Galilei … wollte zeigen, wie die Nerven vom Gehirn ausgehen: In Rudolf Steiners nachgelassener Bibliothek befindet sich folgendes Werk, das dieses Erlebnis Galileis beschreibt: Laurenz Müllner, «Die Bedeutung Galileis für die Philosopie», Inaugurationsrede gehalten am 8. Nov. 1894 in Wien, Selbstverlag der K.K. Universität Wien 1894, S. 39f.; wörtlich: «Als nun der Anatom [Galilei] zeigte, wie der Haupt-stamm der Nerven, vom Gehirn ausgehend, den Nacken entlangzieht, sich durch das Rückgrat erstreckt und durch den ganzen Körper verzweigt, und wie nur ein ganz feiner Faden von Zwirnsdicke zum Herzen gelangt, wendete er sich an einen Edelmann, der ihm als Peripatetiker bekannt war und dessentwillen er mit außerordentlicher Sorgfalt alles bloßgelegt und gezeigt hatte, mit der Frage, ob er nun zufrieden sei und sich überzeugt habe, daß die Nerven im Gehirn ihren Ursprung nehmen und nicht im Herzen. Worauf unser Philosoph, nachdem er eine Weile in Gedanken dagestanden, erwiderte: Ihr habt mir alles so klar, so augenfällig gezeigt, daß man - stünde nicht der Text des Aristoteles entgegen, der deutlich besagt, der Nervenursprung liege im Herzen - sich zu dem Zugeständnis gezwungen sähe, Euch recht zu geben.»
111 Francesco Redi: Siehe Hinweis zu S. 52ff. und die Ausführungen Rudolf Steiners auf S. 155f. in diesem Band.
114 Giordano Bruno … nimmt die Gesetze des Kopernikus auf, richtet den Blick hinaus in die Raumesweiten: Siehe «Zwiegespräche vom unendlichen All und den Welten» («De l'infinito universo et mondi», 1584) in: «Giordano Bruno, Gesammelte Werke», herausgegeben, verdeutscht und erläutert von Ludwig Kuhlenbeck, 2. Auflage, Jena 1904, Bd. 3. Darin auch das Vorwort des Übersetzers: «Die wissenschaftliche Bedeutung dieser Dialoge Brunos. Brunos Verhältnis zu Kopernikus und seinen Vorgängern. Die Unendlichkeitsidee», S. I-LXXII.
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132 Schopenhauer: «Arthur Schopenhauers sämtliche Werke in zwölf Bänden», mit einer Einleitung von Rudolf Steiner, Stuttgart und Berlin o.J. (1894).

Schopenhauer … Die Welt ist meine Vorstellung»: Wörtlich: ««Die Welt ist meine Vorstellung» - Dies ist eine Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt.» Siehe «Die Welt als Wille und Vorstellung», I, § 1.
147 «War nicht das Auge sonnenhaft»: Goethe, «Zahme Xenien», III. Im erkenntnistheoretischen Zusammenhang führt Goethe diesen Spruch an in: «Zur Farbenlehre», Didaktischer Teil, Einleitung, in: «Naturwissenschaftliche Schriften» (siehe Hinweis zu S. 94), Bd. 3, GA Bibl.-Nr. lc, S. 88.
147f. kann Gleiches von Gleichem … erkannt werden: Nach Empedokles, siehe Diels/Kranz, «Fragmente der Vorsokratiker», Fragment 31 B 109.
148 Schopenhauer … daß die Sonne nur dadurch vorhanden ist, daß wir ein Auge haben: In der Einleitung seiner Abhandlung «Über das Sehn und die Farben» führt Schopenhauer aus, «daß die Farben, mit welchen […] die Gegenstände bekleidet erscheinen, durchaus nur im Auge sind» und an anderer Stelle: «Wie nun aber doch die Sonne eines Auges bedarf um zu leuchten, die Musik eines Ohres um zu tönen […]» («Parerga und Paralipomena», Zweiter Band, Kap. 20, § 240). Siehe auch Hinweis zu S. 132.

in Feuerbachs Sinne… das Göttliche, das wir erst in uns geschaffen haben, nur hinausprojizieren: Siehe «Das Wesen des Christentums», Leipzig 1841, 1. Kapitel und Anhang, 1. Abschnitt. Und «Das Wesen der Religion», 1851, 20. Vorlesung.
150f. Franz Brentano … in seiner Psychologie: «Psychologie vom empirischen Standpunkte» Leipzig 1874, 1. Band, S. 21f. (1. Kap., § 2).
152 Huxley … «Grundzüge der Physiologie»: Thomas Henry Huxley, «Grundzüge der Physiologie», neu bearbeitet von Dr. I. Rosenthal, Hamburg und Leipzig 1910, S. 23 (1. Vorlesung).

Die Verse Shakespeares stehen im «Hamlet», Fünfter Akt, Erste Szene.
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155 Franceso Redi: Siehe Hinweis zu S. 52ff.
166 Goethe sprach den Satz aus: Im Alter werden wir Mystiker: Wörtlich: «Jedem Alter des Menschen antwortet eine gewisse Philosophie. […] Der Greis jedoch wird sich immer zum Mystizismus bekennen: er sieht, daß so vieles vom Zufall abzuhängen scheint; das Unvernünftige gelingt, das Vernünftige schlägt fehl, Glück und Unglück stellen sich unerwartet ins Gleiche; so ist es, so war es, und das hohe Alter beruhigt sich in dem, der da ist, der da war und der da sein wird.» Goethe, «Sprüche in Prosa», (siehe Hinweis zu S. 94), S. 454f. Auch in Goethe, «Maximen und Reflexionen». Im Zusammenhang mit dem «Faust» erinnert sich Friedrich Förster an ein Gespräch mit Goethe (vmtl. im Jahre 1828): «Ich erinnere mich nur, daß, als ich die Vermutung aussprach, die Schlußszene werde wohl doch in den Himmel verlegt werden und Mephisto als überwunden vor den Hörern bekennen, < daß ein guter Mensch in seines Herzens Drange sich des rechten Weges wohl bewußt sei> - Goethe kopfschüttelnd sagte: <Das wäre ja Aufklärung. Faust endet als Greis, und im Greisenalter werden wir Mystiker >.» «Goethes Gespräche», aufgrund der Ausgabe von Flodoard von Biedermann herausgegeben von Wolf gang Herwig, Bd. III/2, Zürich 1972, S. 295 (Gespräch Nr. 6187).
171 in den Vorträgen über Wachen und Schlafen: Siehe die beiden ersten Vorträge dieses Bandes.
182 das soll später beantwortet werden: In den Vorträgen im Architekten-haus in Berlin, Winter 1913/14, die im Band «Geisteswissenschaft als Lebensgut», GA Bibl.-Nr. 63 zusammengefaßt sind, besonders die Vorträge IV, V, VII, X.
188 als damals Bücher erschienen wie zum Beispiel «Die Wärme, betrachtet als eine Art von Bewegung», von John Tyndall, autorisierte deutsche Ausgabe herausgegeben durch H. Helmholtz und G. Wiedemann, Braunschweig 1867, 3. vermehrte Auflage nach der 5. Auflage des Originals, Braunschweig 1875.

Schuldirektor Heinrich Schramm, Direktor der nieder-österreichischen Landes-Oberrealschule in Wiener Neustadt (1868-1874) und k.k. Bezirks-Schulinspektor, ordentlicher Lehrer der Mathematik. Vgl. die Beschreibung in Rudolf Steiners Autobiographie «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, S. 34-37 (2. Kapitel).
«Die Anziehungskraft betrachtet als eine Wirkung der Bewegung» (Aufsatz) in: «Achter Jahresbericht der Nieder-Österreichischen Landes-Oberrealschule in Wiener Neustadt», Wien 1873.
«Die allgemeine Bewegung der Materie als Grundursache aller Naturerscheinungen», Wien 1872.
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190 Schieiden und Schwann: Matthias Jakob Schieiden, «Die Pflanze und ihr Leben», 1848.
Theodor Schwann, «Mikroskopische Untersuchungen über die Übereinstimmung in der Struktur und dem Wachstum von Tier und Pflanze», Berlin 1839.

große Tat Ernst Haeckels, der die Theorie Darwins auch auf den Menschen ausgedehnt hatte: Siehe Ernst Haeckel, «Natürliche Schöpfungsgeschichte. Gemeinverständliche wissenschaftliche Vorträge über die Entwickelungslehre», Zwei Teile, Berlin 1868; und «Anthropogenie oder Entwickelungsgeschichte des Menschen», Zwei Teile, Leipzig 1874.
190f. Carl Gegenbaur, «Grundzüge der vergleichenden Anatomie», Leipzig 1859, zweite, umgearbeitete Auflage, Leipzig 1870, S. 18f. (§ 8).
191 Darwin … in seinen früheren Jahren: Siehe Hinweis zu S. 91.
192 Helmholtz auf dem Gebiete der Lichterscheinungen: Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz, 1821-1894, hervorragender Naturforscher. Er erfand 1850 den Augenspiegel und faßte seine zahlreichen Forschungen über das Auge und das Sehen zusammen in seinem «Handbuch der physiologischen Optik», Leipzig 1856-66. Seine physiologischen Untersuchungen über das Ohr und das Hören stellte er dar in seinem Werk «Die Lehre von den Tonempfindungen», Braunschweig 1862.
195 Psychologie … des … Franz Brentano: «Psychologie vom empirischen Standpunkte», Erster Band, Leipzig 1874.
196 A. P. Sinnett: Alfred Percy Sinnet, «EsotericBuddhism», 1883. Deutsch: «Die Esoterische Lehre oder Geheimbuddhismus», Leipzig 1884.
197f. Blavatsky: Helena Petrowna Blavatsky, «The secret Doctrine. The Synthesis of Science, Religion and Philosophy», 3 volumes, London 1888. Deutsch: «Die Geheimlehre. Die Vereinigung von Wissenschaft, Religion und Philosophie». Aus dem Englischen der 3. Auflage von Robert Froebe, Leipzig o.J. (1899).
199 nicht etwa ansehen dürfen mit dem Auge eines modernen Philosophen, wie zum Beispiel Paul Deußen: Rudolf Steiner wandte sich gegen Paul Deußen (1845-1919), weil dieser in seiner «Allgemeinen Geschichte der Philosophie» (7 Bde., 1894-1917) schon die altindische Weisheit als Philosophie behandelt, während nach Steiner die eigentliche Philosophie erst mit Aristoteles beginnt und alles frühere Denken als Sehertum bezeichnet werden muß. Vgl. dazu die Ausführungen in den Vorträgen Berlin, 14. März 1908 in GA Bibl.-Nr. 108 und Berlin, 8. Januar 1914 in GA Bibl.-Nr. 63.

Franz Brentano: Siehe Hinweis zu S. 195.

Cartesius … daß ein Geistähnliches beim Menschen vom Herzen nach dem Kopfe … wirkt: Nicht nachgewiesen
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208 der englische Arzt Harvey: William Harvey, «De motu cordis et sanguinis», 1628.

Marcello Malpigi, 1628-1694, ergänzte durch seine mikroskopischen Untersuchungen Harveys Entdeckungen des Blutkreislaufes.

Francesco Redi: Siehe Hinweis zu S. 52ff. und die Ausführungen Rudolf Steiners auf S. 155f. in diesem Band.
209 Widerstand gegen den Aristotelismus … Galilei … Giordano Bruno: Galilei, der in seiner Denkfreiheit eher seinen eigenen Beobachtungen und Erkenntnissen als den überlieferten Lehrmeinungen vertraute, widerlegte die überholten Ansichten des Aristoteles in der Physik, Astronomie, Anatomie etc., was ihm erbitterte Feindschaft der orthodoxen, dogmatischen Philosophen einbrachte (vgl. die Ausführungen Rudolf Steiners auf S. 110f. in diesem Band). Die kirchliche Inquisition zwang Galilei 1633 zum Widerruf der ketzerischsten seiner Anschauungen, der Erkenntnis des heliozentrischen Weltsystems.
Giordano Bruno zog sich durch sein unerschrockenes Eintreten für das von ihm für richtig Erkannte und durch seine Kritik der aristotelischen Naturlehre und Kosmologie den Haß der Kirche zu. Da er nicht wie Galilei zum Widerruf seiner Lehre bereit war, wurde er 1600 als Ketzer in Rom verbrannt.
211 Du Bois-Reymond … Rede über die «Grenzen des Naturerkennens»y Leipzig 1872, S. 25f.
212 in einem der ersten Vorträge dieses Winterhalbjahres: Siehe den ersten Vortrag in diesem Band.
215 Goethe in seinem schönen Aufsatze über «Anschauende Urteilskraft»: Goethe, Naturwissenschaftliche Schriften (siehe Hinweis zu S. 94), Bd. 1, GABibl.-Nr. la, S. 116.

Kant nannte es ein «gewagtes Abenteuer der Vernunft»: Siehe Immanuel Kant, «Kritik der Urteilskraft», II. Teil, Kritik der teleologischen Urteilskraft, Anhang, § 80, Anmerkung.
218 alte griechische Lehre und Ausführung über die Bewegung: Siehe die Paradoxa über die Bewegung von Zenon von Elea (ca. 5. Jh.v.Chr.) bei Diels/Kranz, «Fragmente der Vorsokratiker» Fragmente 29 A 25 bis 29 A 28.
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219 Es mag sich Feindliches eräugnen: Goethe, «Zahme Xenien», III.
222 f. Erlebnis … das ein treuer Biograph von ihm aus seinem Munde gehört hat: Siehe die Biographie Böhmes: «Herrn Abraham von Franckenberg, auf Ludwigsdorf, eines gottseligen Schlesischen von Adel und vertrauten Freundes des sei. Autoris gründlicher und wahrhafter Bericht von dem Leben und Abschied des in Gott selig ruhenden Jakob Böhme, dieser theosophischen Schriften eigentlichen Autoris und Schreibers» enthalten in: «Schriften Jakob Böhmes», ausgewählt und herausgegeben von Hans Kayser, mit der Biographie Böhmes von Abraham von Franckenberg und dem kurzen Auszug Friedrich Christoph Oetingers, Leipzig 1920, S. 20f. (4. Abschnitt).
237f. sagt Jakob Böhme: «Aurora oder Morgenröte im Aufgang», 23. Kapitel, Verse 1-6, in: Sämtliche Werke, herausgegeben von K.W.Schibier, 6 Bde., Leipzig 1831-1846, Bd. 2, S. 268.
241 So erscheint für Jakob Böhme ein vorirdisches Ereignis so: Siehe u.a. «Mysterium Magnum oder Erklärung über das erste Buch Mosis», 3. Kapitel «Wie aus dem ewigen Guten ein Böses ist worden, welches im Guten keinen Anfang zum Bösen hat; und von dem Ursprung der finstern Welt oder Hölle, in welcher die Teufel wohnen» und 4. Kapitel «Von den zwei Principien, als von Gottes Liebe und Zorn, von Finsternis und von Licht, dem Leser sehr nötig zu betrachten» und 8. Kapitel «Von der Erschaffung der Engel und ihrem Regiment» und 9. Kapitel «Vom Fall Luzifers mit seinen Legionen», in: Sämtliche Werke, a.a.O., Bd. 5, S. 11-21 und 34-44.
242 «Kein Ja ohne Nein»: Siehe «Theosophische Fragen, oder: 177 Fragen von göttlicher Offenbarung». Die 3. Frage, Antwort, in: Sämtliche Werke, a.a.O., Bd. 6, S. 597.
244 Wem Zeit wie Ewigkeit: Die Verse schrieb Jakob Böhme gewöhnlich in die Stammbücher guter Freunde. Siehe Abraham von Franckenberg (siehe Hinweis zu S. 222f.), S. 37 (26. Abschnitt).
245 «Philosophus teutonicus»: So nannte ihn der Freund Böhmes, der weitgereiste Arzt und Sprachenkenner Dr. Balthasar Walther von Großlogau aus Schlesien. Siehe Abraham von Franckenberg (siehe Hinweis zu S. 2221), S. 31 (18. Abschnitt).
246 Gegenschrift gegen Jakob Böhme von Calov: Abraham Calov «Antiboehmius», Vitebergae 1684.

von einem Leipziger Gelehrten: Freies Zitat aus Adolf von Harles, «Jacob Böhme und die Alchymisten. Ein Beitrag zum Verständnis J. Böhmes», 2. vermehrte Auflage, Leipzig 1882, S. 113.
500
247 Louis Claude de Saint-Martin, 1743-1803, lernte noch in seinem 50. Lebensjahr Deutsch, um die Schriften Böhmes ins Französische übertragen zu können.

Matthias Claudius übersetzte seinerseits ein Werk Saint-Martins aus dem Französischen ins Deutsche: «Irrthümer und Wahrheit, oder Rückweiß für die Menschen auf das allgemeine Principium aller Erkenntniß», von einem unbekannten Philosophen. Aus dem Französischen übersetzt von Matthias Claudius, Breslau 1782.
254 der Sohn Wilhelm Grimms und der Neffe Jakob Grimms: Wilhelm Grimm, 1786-1859, und sein Bruder Jakob Grimm, 1785-1863, gelten als die Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft. Sie waren unermüdliche Sammler des deutschen Sprachschatzes und Herausgeber, bzw. Verfasser des «Deutschen Wörterbuches» (1854-1954), der «Deutschen Grammatik», der «Deutschen Sagen», der «Deutschen Mythologie», der «Deutschen Rechtsaltertümer», der «Deutschen Weistümer», der berühmten «Kinder- und Hausmärchen» etc.
255 «Göttinger Sieben»: 1837 hatten sieben Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der Verfassung durch König Ernst August protestiert, worauf sie entlassen wurden: Wilhelm Eduard Albrecht, Friedrich Christoph Dahlmann, Georg Heinrich August Ewald, Georg Gottfried Gervinus, Jakob Grimm, Wilhelm Grimm, Wilhelm Eduard Weber.
256 Goethe-Vorlesungen: Herman Grimm, «Goethe», Vorlesungen an der Universität Berlin, 1874 und 1875 gehalten, 2 Bände, Berlin 1876.
260 «Homer»: Herman Grimm, «Homers Ilias», 2 Bde., Berlin 1890/95.
263 der wichtigste Impuls, den er in der Menschheitsentwicklung anerkennt: Siehe Hermann Grimm, «Fragmente», 2. Band, Berlin und Stuttgart 1902, S. 175.
264 «Leben Jesu» von Ernest Renan: Ernest Renan, 1823-1892, trat aus dem katholischen Priesterseminar aus und verfaßte nach einer Palästinareise sein berühmtes Werk «La vie de Jesus», Paris 1863
265 Raffaels «Vermählung der Maria mit dem Josef», 1504, Mailand, Pinakothek Breva.
266 «Fragmenten Sammlung»: Herman Grimm, «Fragmente», 2 Bde., Berlin und Stuttgart 1900/02.
267 Raffael-Werk, Michelangelo-Werk: Herman Grimm, «Das Leben Raphaels», Berlin 1872. «Leben Michelangelos», 2 Bde., Berlin 1860/63.
501
269 «Rapbael ist ein Bürger der Weltgeschichte»: Siehe «Raphael als Weltmacht», in: «Fragmente», Bd. 2, Berlin und Stuttgart 1902, S. 153.
270 «Würde Michaelangelo ..,»: a.a.O. S. 171.
274 Novellensammlung: Herman Grimm, «Novellen», 1862; dritte, vermehrte Auflage, Berlin 1897.
276 Roman «Unüberwindliche Mächte», 1867; dritte Auflage, 2 Bde., Berlin 1902.
279ff. «Dies ist Emmys Traum aber»: a.a.O., 2. Bd. S. 399-401.
284 ein schönes Wort… das er selber einem Freunde ins Grab nachgerufen hat: Siehe «Heinrich von Treitschkes Politik», in: «Fragmente», 2. Bd., Berlin und Stuttgart 1902, S. 269.
286 Herman Grimm … Raffael: Herman Grimm, «Das Leben Raphaels», die erste Auflage von 1872 wurde 1886 und 1896 völlig umgearbeitet. Die in diesem Vortrag angeführten „Zitate sind nach der 4. Auflage, Stuttgart und Berlin 1903 wiedergegeben.
287 Goethe tat einmal den bedeutsamen Ausspruch: In «Wilhelm Meisters Wanderjahre», I, 10.
288 Ein Wort, das Lessing… gebraucht hat… «Die Erziehung des Menschengeschlechts»: Titel seines 1780 erschienenen philosophischen Werks.
289 die Bildwerke… den Zuhörern vorzuführen: Dies verwirklichte Rudolf Steiner in seinen 13 Lichtbildervorträgen in Dornach, 8.-29. Oktober 1916. Siehe «Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse», GA Bibl.-Nr, 292 (Textband und Bildband mit über 700 Abbildungen).
292 Augustinus in seinen «Confessiones»: Aurelius Augustinus, 354-430, verfaßte seine «Bekenntnisse» um 400.
296 «Grablegung», 1507, Rom, Galerie Borghese.

«Camera della Segnatura», Rom, Vatikan, Stanzen.

«Verklärung Christi», auch «Transfiguration» genannt, 1519-1520, Rom, Vatikan, Pinakothek.
297 der die Stadt als Krieger betritt: Es handelt sich um Astorre Bagliones (t 1500) Einzug in Perugia 1495. Siehe Francesco Matarazzo, «Cronache della citta di Perugia», edite da Ariodante Fabretti, 2. Bd., Turin 1888, S. 113, 115, 118, 121. Siehe auch Jacob Burckhardt, «Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch», neunte, durchgearbeitete Auflage von Ludwig Geiger, 2 Bde., Leipzig 1904, Bd. 1, S. 31: «Damals war Raffael als zwölfjähriger Knabe in der Lehre bei Pietro Perugino. Vielleicht sind Eindrücke dieser Tage verewigt in den frühen kleinen Bildchen des hl. Georg und des hl. Michael.»
502
297 «St. Georg», 1504-05, Leningrad, Eremitage. Ein zweites St. Georg-Bild von Raffael befindet sich im Louvre in Paris.
298 Girolamo Savonarola, 1452-1498, Dominikaner, Prior des Klosters San Marco in Florenz, radikaler Büß- und Sittenprediger, von politischen und religiösen Gegnern (u. a. dem Borgia-Papst Alexander VI.) bekämpft und schließlich nach Folterung als Ketzer, Schismatiker und Verächter des Heiligen Stuhles gehängt und verbrannt.
299 ein Maler … der … selber das Mönchskleid anzog: Fra Bartolomeo, 1475-1517, zog sich nach der Hinrichtung Savonarolas 1500 in das Kloster San Marco zurück.
303 Karl August… über die Sixtinische Madonna: Herzog Karl August an seinen Freund Karl Ludwig von Knebel am 14. Oktober 1783. Siehe Herman Grimm, «Fragmente», 2. Bd., Berlin und Stuttgart 1902, S. 167f.
306 Franz von Assisi durch Giotto: Siehe den Freskenzyklus von 28 Bildern zur Franziskus-Legende in der Oberkirche San Francesco in Assisi (um 1295) von Giotto di Bondone.
307 «Madonna della Sedia», um 1514/16, Florenz, Palazzo Pitti.

Mutter mit einem Kinde, von dem Herman Grimm gesagt hat: Wörtlich «eine Mutter mit ihrem Kinde ist immer das Vornehmste, das die Welt bietet. Die ärmste Mutter könnte dasitzen wie die Madonna della Sedia», «Das Leben Raphaels», a.a.O. S. 162.
309 Ausdruck Goethes … «abgelebtes Leben»: In seinem Gedicht «Warum gabst du uns die tiefen Blicke …» verwendet Goethe den Ausdruck «abgelebte Zeiten», wo er von seinen und Frau von Steins früheren Erdenleben spricht:

«Ach, du warst in abgelebten Zeiten
Meine Schwester oder meine Frau.»

312 daß das Leben und die Natur keine Sprünge mache: «Natura non facit saltus», zuerst bei Fournier, «Varietes historiques et Htteraires», 1613, EX, 247, dann bei Leibniz, «Nouveaux essais sur l'entendement humain», 1756, Vorwort und IV, Kap. 16 und Linne, «Philosophia botanica», 1751, Nr. 77.
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314 «Schule von Athen», 1509-10, Rom, Vatikan, Stanza della Segnatura.

«Parnaß», 1510-11, Rom, Vatikan, Stanza della Segnatura.
315 «Disputa», 1509-11, Rom, Vatikan, Stanza della Segnatura.
317 geht Herman Grimm der Gedanke auf: «Das Leben Raphaels», a. a. O., S. 4.
318 Herman Grimm erzählt: a.a.O., S. 333f.

in seinem Homer-Buche: In dieser Form nicht nachgewiesen, siehe aber «Homers Ilias», Berlin 1895, S. 381ff.
320 in Sätzen Herman Grimms: «Das Leben Raphaels», a.a.O., S. 1.

wenn er am Schlüsse seines Raphael-Werkes: «Das Leben Raphaels», a.a.O., S. 334.
323 Goethe … in seinem Märchen: Goethes «Märchen» erschien 1795 in Schillers Zeitschrift «Die Hören». Siehe Rudolf Steiner, «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen Faust und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie» (1918), GA Bibl.-Nr. 22.; und «Goethes geheime Offenbarung in seinem Märchen <Von der grünen Schlange und der schönen Lilie >», Ein Aufsatz 1918, elf Vorträge 1904/05, 1908/09, Sonderausgabe, Dornach 1982.

Schiller … in seinen «Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen», Tübingen 1795.
333 Brüder Grimm: Siehe Hinweis zu S. 254.
338 in der «Völkerpsychologie»: Wilhelm Wundt, «Völkerpsychologie. Eine Untersuchung der Entwicklungsgesetze von Sprache, Mythus und Sitte», 10 Bde., Leipzig 1900ff.
339 ein bei primitiven Völkern sich findendes Märchen: Nicht nachgewiesen.
343 melanesisches Märchen: Nicht nachgewiesen.
346 Da ist ein Mensch, der zieht die Landstraße entlang: Das Märchen «Hundert auf einen Streich» in: «Ungarische Volksmärchen», nach der aus Georg Gaals Nachlaß herausgegebenen Urschrift übersetzt von G. Stier, Pesth 1857, S. 106-113.
351 ein Mann, der selber ein tiefer Freund der Märchendarstellung war: Nicht nachgewiesen.
504
353 Lionardo: alte Schreibweise für Leonardo.

Goethes Abhandlung: «Über Lenoard da Vincis Abendmahl», Bericht über Joseph Bossis Buch (1810), in: «Kunst und Altertum», I, 3, 1817.

Einer ist unter euch, der mich verrät: Matth. 26,21; Mark. 14, 18; Luk. 22, 21-22; Joh. 13, 21.
357 Selbstbildnis des Leonardo: In Turin, Königliches Museum.

Augen des Geistes: Siehe z.B. J.W. Goethe, «Erster Entwurf einer aligemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie, ausgehend von der Osteologie», VII, B, in: «Naturwissenschaftliche Schriften» (siehe Hinweis zu S. 94), Bd. 1, GA Bibl.-Nr. la, S. 262.
360 «Heiliger Hieronymus»: Rom, Vatikan.

«Anbetung der Könige»: Florenz, Uffizien.
375 «Johannes»: Paris, Louvre.

«Mona Lisa»: Paris, Louvre.
383 Ein sehr bedeutender Naturforscher: Moritz Benedikt, 1835-1920, Mediziner, siehe «Aus meinem Leben», Wien 1906, S. 121f.
384 in den bisherigen Vorträgen: Siehe v.a. Vortrag IV in diesem Band.
402 Maurice Maeterlinck, «Vom Tode», deutsch von Fr. von Oppeln-Bronikowski, Jena 1913.
412 «Denn nie gab es einen Glauben …»: a.a.O. S. 86f. (VIII. Kap. «Die Reinkarnation», 3.).
413 Schopenhauer… mit den Worten charakterisiert: In der Vorrede zur ersten Auflage von «Die Welt als Wille und Vorstellung», August 1818. Wörtlich: «das Schicksal […], welches […] allezeit der Wahrheit zuteil ward, der nur ein kurzes Siegesfest beschieden ist, zwischen den beiden langen Zeiträumen wo sie als paradox verdammt und als trivial geringgeschätzt wird.» Arthur Schopenhauers sämtliche Werke, mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, Stuttgart und Berlin o.J. (1894), Bd. 2, S. 13.
416 Als Plato … das Göttliche … definieren wollte: Siehe «Politeia» («Der Staat»), 379 a-d.

Schopenhauer … sagte einmal in seinen Schriften: In «Skizze einer Geschichte der Lehre vom Idealen und Realen», in: «Parerga und Paralipomena», I. Arthur Schopenhauers sämtliche Werke, mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, Stuttgart und Berlin o.J. (1894), Bd. 8, S. 26.
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418 Schopenhauer: Siehe Hinweis zu S. 75.
419 bedeutende Persönlichkeit: Es handelt sich um Lord Byron (17781824), von dem Herman Grimm in seinem Essay «Lord Byron und Leigh Hunt» berichtet. Siehe Herman Grimm, «Fünfzehn Essays», Erste Folge, Dritte, verbesserte und vermehrte Auflage, Gütersloh 1884, S. 319-336, das von Rudolf Steiner angeführte Ereignis S. 330-332.
423 im Verlauf dieser Wintervorträge: Siehe v.a. Vortrag IV in diesem Band.
433 Schopenhauer … Mitleid: Siehe «Preisschrift über die Grundlage der Moral», in: Arthur Schopenhauers sämtliche Werke, mit Einleitung von Dr. Rudolf Steiner, Stuttgart und Berlin o.J. (1894), Bd. 7, S. 234.
434 «Dieser Mensch ist tugendhaft»: a,a.O., S. 260.
444 Euripides: «Helena», IV. Akt, 1. Szene (freie Wiedergabe von vier Versen einer Rede der Theorie).
447 Giordano Bruno daraufhingewiesen hat: In seinem Werk «De L'infinito universo et mondi» (1584) («Vom unendlichen All und den Welten») kritisiert Bruno die von Aristoteles herrührende Vorstellung von acht endlichen Sphären des Kosmos und postuliert die Unendlichkeit des Weltalls.
451 Johann Gottlieh Fichte «Die Bestimmung des Menschen» 1800; Johann Gottlieb Fichtes Sämtliche Werke, herausgegeben von I.H. Fichte, 2. Band, Berlin 1845, S. 245.
454 Kant …zu ganz unregelmäßiger Zeit… in Königsberg spazieren ging: Siehe Karl Vorländer, «Immanuel Kants Leben», Supplement-Band zu: Immanuel Kant, «Sämtliche Werke», Leipzig 1911 (= Philosophische Bibliothek Bd. 126), S. 68: «Rousseaus Werke kannte er sämtlich, sein Bild allein […] schmückte die sonst kahlen Wände seines Studierzimmers, und als der Emile 1762 erschien, geschah das Ungewohnte, daß seine Lektüre unseren Philosophen mehrere Tage hintereinander von seinem regelmäßigen Spaziergang zurückhielt.»

Kants Schrift vom Jahre 1784: «Was ist Aufklärung?»; Wörtlich: «Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. […] Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!»
454f. Cartesius… «Ich denke, also bin ich»: Descartes formulierte diesen Satz im «Discours de la methode» (1637) I, 7 u. 10 und (nicht wörtlich) in «Meditationes de prima philosophia» (1641), 2. Meditation.
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454 Augustinus: Siehe z.B. «Soliloquia», II, 1 und «De trinitate», X, 10, 14.
456 Karl Rosenkranz, «Georg Wilhelm Friedrich Hegels Leben», Berlin 1844, Seite XII.
461f. Emerson: Zwei der von Ralph Waldo Emerson in England gehaltenen Vorlesungen über «Repräsentanten der Menschheit» (1847/48) erschienen deutsch in der Übersetzung von Herman Grimm unter dem Titel «Ralph Waldo Emerson über Goethe und Shakespeare», Hannover 1857. Siehe auch Herman Grimm, «Fünfzehn Essays», Erste Folge, Dritte, verbesserte und vermehrte Auflage Gütersloh 1884, S. 426448 (Essay XV, «Ralph Waldo Emerson»).
462 Herman Grimm … «Unüberwindliche Mächte»: Siehe Hinweis zu S. 276.
463 Die wichtigsten Partien meines Homer-Buches: Herman Grimm, «Homers Uias», 2. Bd., Berlin 1895, S. 399 (Schlußkapitel «Abschied»).
469 Was sind alle Instrumente der Physik: Wörtlich: «Mikroskope und Fernröhre verwirren eigentlich den reinen Menschensinn». Goethe, «Sprüche in Prosa» (siehe Hinweis zu S. 94), S. 351. Auch in Goethe, «Maximen und Reflexionen».
472 mit dem Ausdrucke Lessings: Rudolf Steiner bezieht sich auf den Titel von Lessings Schrift «Die Erziehung des Menschengeschlechts» (1780).
473 diese Erde ist für Kepler ein Riesenorganismus: Siehe Johannes Kepler, «Harmonices mundi» («Weltharmonik»). IV. Buch, 7. Kapitel.
\Giordano Bruno … daß die Erde ein Riesenorganismus ist: Nicht nachgewiesen.
474 Ausspruch Goethes gegenüber Eckermann: Gespräch vom 11. April 1827.
476 Feuerbach: Siehe Hinweis zu S. 148.
477 Emil Du Bois-Reymond: Siehe Hinweis zu S. 26.
482 bei Otto Liebmann … finden wir den Gedanken ausgesprochen: Siehe Otto Liebmann, «Gedanken und Tatsachen, Philosophische Abhandlungen, Aphorismen und Studien», 2 Bde., Straßburg 1882-1904, Heft 2, S. 284: «[…] jenes transmakroskopischen Riesengehirns […]».
486 Hegel… sprach: Schluß des «Vorworts, gesprochen zu Heidelberg den 28. Oktober 1816» zu den «Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie», in: Georg Wilhelm Friedrich Hegels Werke, Bd. 13, Berlin 1833, S. 5f.




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