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85 Textunterlagen: Ende Dezember 1919 hielt Rudolf Steiner in Stuttgart zahlreiche Vorträge: Erster naturwissenschaftlicher Kurs (Lichtkurs), GA Bibl.-Nr. 320; Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen, GA Bibl.-Nr. 299, sowie die fünf Mitgliedervorträge in diesem Bande. Ferner fanden Konferenzen mit dem Lehrerkollegium der Freien Waldorfschule statt. Alles wurde stenographisch aufgenommen und in Klartext übertragen. Es ist jedoch nicht bekannt, wer im einzelnen Falle mitgeschrieben hat bzw. wessen Stenogramm gedruckt wurde. Es kam auch vor, daß die Mitschreibenden sich nachträglich zusammensetzten und gemeinsam einen Klartext erarbeiteten. Man weiß, daß von den bekannten Stenographen sich Clara Michels, Hedda Hummel und Franz Seiler in Stuttgart befanden. Originalstenogramme sind nicht erhalten. Dem gedruckten Text liegen also die damals hergestellten Übertragungen in Maschinenschrift zugrunde.

Der Titel des Bandes stammt nicht von Rudolf Steiner, sondern geht auf die erste Herausgabe dieser Vorträge durch Marie Steiner im Jahre 1931 zurück.

Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


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9 die letzten hier gehaltenen Vorträge: Gemeint sind siebzehn Vorträge, gehalten in Stuttgart vom 21. April bis 28. September 1919, teilweise gedruckt in «Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen», GA Bibl.-Nr. 192.
13 Dreigliederung des sozialen Organismus: Vgl. hierzu R. Steiner, «Die Kernpunkte des sozialen Organismus», GA Bibl.-Nr. 23, und «Nationalökonomischer Kurs», GA Bibl.-Nr. 340.
16 Rabindranat Tagore, 1861 - 1941, indischer Dichter, Schriftsteller und Pädagoge, dessen Werke durch Übersetzungen in viele europäische Sprachen große Verbreitung gefunden haben.
19 Als die geistig gänzlich unfruchtbare westliche Kultur: Vgl. zu dieser Bemerkung die Notizen zu einem Vortrag in Basel am 25. September 1912, abgedruckt in «Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule 1904-1914», GA Bibl.-Nr. 264. Es heißt da auf S. 338: «… Ram Mohan Roy war der Gründer der Bramo Samaj …, diese hatte als Ableger die Arya Samaj. Um sich dieser Vereinigung anzuschließen und davon alles Heil erwartend, zogen H. P. Blavatsky und Oleott 1878 nach Indien …».
22 Isaac Newton, 1643 - 1727, englischer Physiker, Mathematiker und Astronom.

Charles Robert Darwin, 1809 - 1882, englischer Naturforscher, Begründer der nach ihm benannten Abstammungslehre.

John Stuart Mill, 1806- 1873, englischer Philosoph und Politiker.

Herbert Spencer, 1820- 1903, englischer Philosoph.

David Hume, 1711- 1776, schottischer Philosoph und Historiker.
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24 Wilhelm von Humboldt, 1767- 1835, Diplomat, Sprachgelehrter, zeitweise preußischer Unterrichtsminister, schrieb «Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit eines Staates zu bestimmen» (geschrieben 1792, erstmals erschienen 1851).
25 russische Revolutionäre: Bisher nicht ermittelt.
26 Walter Johannes Stein, 1891 -1957, Lehrer an der Waldorfschule in Stuttgart, Schriftsteller und Vortragender.
27 Die Zeitschrift «Dreigliederung des sozialen Organismus», hg. vom Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus, Stuttgart 1919 - 1923. Die erwähnte Notiz findet sich im 1. Jg. Nr. 21, Stuttgart 1919.

Max Seiling, 1852- 1928, zuerst Anhänger von Dr. Steiner, wurde dann zum Gegner.
28 Roman Boos, 1889- 1952, Nationalökonom und Schriftsteller.

Welch ein Weg ist von den klaren Gedanken…: Übersetzt aus Ad. Fernere, Dr. en sociologie: «La loi du progres economique et la justice sociale». II. L'organisme social. In Zeitschrift: «Suisse-Belgique Outremer» 1. Jg. Nr. 3-4, Juli-Aug. 1919, S. 19.

Emile Waxweiler, Direktor des «Institut de sociologie» in Brüssel; Autor von: «Esquisse d'une sociologie», Bruxelles et Paris 1906 und «La Belgique neutre et loyale».

GuilUume II: Wilhelm II., 1859-1941, deutscher Kaiser von 1888-1918.

Grigori Jefimowitsch Rasputin, 1871 - 1916, russischer Mönch, gewann Einfluß auf den russischen Hof, besonders auf die Zarin.
31 David Friedrich Strauß, 1808-1874, «Der alte und der neue Glaube». Ein Bekenntnis, 1872. 11. Aufl., Bonn 1881.
32 TirpitzSuch: Alfred von Tirpitz (1849 - 1930), Großadmiral, Chef der deutschen Flotte während des 1. Weltkriegs. «Erinnerungen», 1920.

Ludendorff-Buch: Erich Ludendorff (1865-1937), im 1. Weltkrieg Generalstabschef Hindenburgs, 1916 1. Generalquartiermeister, 1918 wegen seines Willens zur Fortsetzung des Krieges entlassen. Anteil am «Hitlerputsch» am 8. Nov. 1923. «Meine Kriegserinnerungen 1914-1918», 1919.
33 Adolf von Harnack, 1851-1930, deutscher protestantischer Kirchenhistoriker. «Das Wesen des Christentums», 16 Vorlesungen 1899-1900 an der Universität Berlin. 4. Aufl., Leipzig 1901.
34 Ich habe Ihnen von dieser Stätte aus oftmals gesprochen: z.B. im Vortrag vom 8. September 1919 in «Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen», GA Bibl.-Nr. 192, S. 361.
38 Wilsons Vierzehn Punkte: Präsident Wilsons Botschaft an den Kongreß vom 8. Januar 1918, mit vierzehn Punkten, welche das friedliche Zusammenleben der Völker nach dem Krieg regeln sollten, machten einen starken Eindruck auf die Weltöffentlichkeit. Der letzte Punkt betraf die Bildung eines allgemeinen Völkerbundes.
40 «Ich bin bei euch alle Tage …»: Matth. 28, 20
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41 Miltons «Verlorenes Paradies»: John Milton (1608 - 1674), englischer Dichter. «Paradise lost», 1667. (Das verlorene Paradies. Ein religiöses Epos in 12 Gesängen.)

Klopstocks «Messias»: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), deutscher Dichter. «Messias», 20 Gesänge, 1748-73.
42 in meinem Büchlein «Goethes Geistesart»: «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen <Faust> und durch das Märchen <Von der Schlange und der Lilie>» (1918), GA Bibl.-Nr. 22.

Leonardo da Vinci, 1452-1519, italienischer Maler, Gelehrter und Techniker.
46 Wir haben es ja oftmals charakterisiert: Vgl. z.B. «Erdensterben und Weltenleben», 3. Vortrag, GA Bibl.-Nr. 192.
47 Wir haben das oft auseinandergesetzt: Siehe vorangehenden Hinweis.
52 Nietzsche …als Gegner des Sokrates: Vgl. Friedrich Nietzsche, «Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen», Fragment aus dem Jahre 1873.
55 bis zur Schmiedelei: Otto Schmiedel, prot. Theologe (1858-?), vgl. sein Werk «Die Hauptprobleme der Leben-Jesu-Forschung», Tübingen 1902, S. 39 ff.

unseren Dr. Schmiedel: Dr. Oskar Schmiedel, 1887- 1959, Chemiker.
58 Friedrich Traub, Professor in Tübingen. «Rudolf Steiner als Philosoph und Theosoph», Tübingen 1919.
62 seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts: Siehe S. 34.
65 Hirtenspiel: Es handelt sich um das sog. «Pfälzische Hirtenspiel». Vgl. «Mitteilungen an die Mitglieder des Waldorfschulvereins Stuttgart», Nr. 17 (Februar 1938), S. 15 (Dr. Rudolf Treichler).

die letzte Seite von Gogartens «Geisteswissenschaft und das Christentum»: Friedrich Gogarten (1887- 1931), deutscher protestantischer Theologe, ein Hauptvertreter der Dialektischen Theologie. «Rudolf Steiners <Geisteswissenschaft> und das Christentum». Untersuchungen über Glaubens- und Lebensfragen für die Gebildeten aller Stände, Heft 2, Verlag des Evangel. Volksbundes, Stuttgart 1920, S. 22.
67 was jener Zimmermann schreibt: Otto Zimmermann S.J. polemisierte während Jahren gegen Rudolf Steiner und die Anthroposophie in den katholischen Zeitschriften «Stimmen aus Maria Laach» und «Stimmen der Zeit». Vgl. auch Hinweis zu S. 74.

«Durch den Abfall ihres Generalsekretärs»: «Die kirchliche Verurteilung der Theosophie» in «Stimmen der Zeit», Katholische Monatsschrift für das Geistesleben der Gegenwart, Freiburg i. Br., 98. Band, 50. Jg., 2. Heft, Nov. 1919, S. 149.

Damit bereitet man einen folgenden Artikel vor: Anspielung auf den Artikel: «Dreigliederung des sozialen Organismus ?» von Constantin Noppel S. J. in der vorgenannten Zeitschrift, S. 150 f.
70 Eugen Kolisko, 1893 - 1939, Arzt und Lehrer an der Waldorfschule in Stuttgart.
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70 «Die geistige Signatur der Gegenwart»: (betr. den verlorenen deutschen Idealismus). In «Deutsche Wochenschrift», Berlin, Wien, 1888, Nr. 24; erschien damals in der Zeitschrift «Dreigliederung des sozialen Organismus», 3. Jg., Nr. 37, Stuttgart 1922; wiederabgedruckt in: Rudolf Steiner «Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 — 1901», GA BibL-Nr. 30, 1961, S. 253 f.
71 «Achselzuckend gedenkt unser heutiges Geschlecht»: Siehe vorhergehenden Hinweis.
73 meine Interpretationen zu Goethes Weltanschauung, zu Goethes naturwissenschaftlichen Ideen: Siehe: «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», hg. von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Lkeratur», 1884 - 1897, 5 Bände, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibi.-Nr. la-e. «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung, mit besonderer Rücksicht auf Schiller» (1886), GA Bibl.-Nr. 2; «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr. 6; «Goethes Geistesart …» (1918), GA BibL-Nr. 22.
74 Dekret vom 18. Juli 1919: Die Frage, die der Kongregation des Heiligen Offiziums vom 18. Juli 1919 vorlag, lautete: «Ob die Lehren, die man heute theosophische nennt, mit der katholischen Lehre sich vereinigen lassen, und ob es darum erlaubt sei, sich theosophischen Gesellschaften anzuschließen, ihren Versammlungen beizuwohnen, ihre Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Schriften (libros, ephemerides, diaria, scripta) zu lesen.» Die Antwort hieß: «Nein in allen Punkten» - Negative in omnibus (Acta Apostolica Sedis 11, 1919, 317). Vgl. «Die kirchliche Verurteilung der Theosophie» in «Stimmen der Zeit», Katholische Monatsschrift für das Geistesleben der Gegenwart, Freiburg i. Br. ; 98. Band, 50. Jg., 2. Heft, Nov. 1919, S. 150.
Otto Zimmermann u. a. katholische Geistliche dehnten dann diesen Beschluß auch auf die anthroposophischen Schriften aus.

Seiling und Genossen: Siehe Hinweis zu S. 27.

einer sich sozialistisch aufspielenden Berliner Regierung: Die deutschen Regierungen während der Zeit des Waffenstillstandes und der Friedensverhandlungen beruhten im wesentlichen auf einer unsicheren Koalition zwischen der sozialdemokratischen Partei und dem katholischen sog. Zentrum. Dieses unsichere Gleichgewicht wurde von zahlreichen Gruppen und Persönlichkeiten aus den verschiedensten Lagern beeinflußt. Vgl. Gerhard Schulz, Revolutionen und Friedensschlüsse 1917-1920, dtv-Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bd. 2, 1967.
75 jeder … «nach seinen Fähigkeiten und seinen Bedürfnissen»: Lenin zitiert in «Staat und Revolution», a.a.O., S. 145 aus der «Kritik des Gothaer Programms» von Karl Marx. Wörtlich heißt es dort: «… nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch die Produktionskräfte gewachsen sind, und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen - erst dann kann der enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahnen schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!»

Lenin, (eigentlich: Wladimir Iljitsch Uljanow), 1870- 1924, Gründer und Führer des Bolschewismus.
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77 auf dem achten allgemeinen Konstantinopeler Konzil: Auf dem achten ökumenischen Konzil von Konstantinopel im Jahre 869, veranstaltet gegen den Patriarchen Photius, wurde in den «Canones contra Photium» unter Can. 11 festgelegt, daß der Mensch nicht «zwei Seelen», sondern «unam animam rationabilem et intellectualem» habe. Der von Rudolf Steiner sehr geschätzte katholische Philosoph Otto Willmann schreibt in seinem dreibändigen Werk: «Geschichte des Idealismus», 1. Aufl. Braunschweig 1894, 54: Der christliche Idealismus als Vollendung des antiken (Band II, 111): «Der Mißbrauch, den die Gnostiker mit der paulinischen Unterscheidung des pneumatischen und des psychischen Menschen trieben, indem sie jenen als den Ausdruck ihrer Vollkommenheit ausgaben, diesen als den Vertreter der im Gesetze der Kirche befangenen Christen erklärten, bestimmte die Kirche zur ausdrücklichen Verwerfung der Trichotomie».
78 Schiller in seinen «Ästhetischen Briefen»: «Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen» (1793-95).
79 Leo Dawydowitsch Trotzkij, (eigentlich: Bronstein), 1879- 1940, russischer Bolschewistenführer, von Stalin verdrängt, später ins Exil vertrieben und in Mexico vom russischen Geheimdienst ermordet.

Alexander Helphand, nannte sich selbst Parvus-Helphand, russischer Sozialist, zeitweise als politischer Flüchtling in Deutschland. Chefredakteur der «Sächsischen Arbeiterzeitung», Dresden. Spielte im Ersten Weltkrieg und für das Zustandekommen der bolschewistischen Revolution sowie des Friedens von Brest-Litowsk (1918) eine bedeutende Rolle. Siehe Georg Wolf: «Warten aufs letzte Gefecht», Köln 1961.
80 Kolisko: Siehe Hinweis zu S. 70.
81 Heinrich Deinhardt: «Beiträge zur Würdigung Schillers, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen». Neu herausgegeben Stuttgart 1922.

der Jesuitenpater Zimmermann: Siehe Hinweis zu S. 67.

«Auch wird gerühmt…»: «Die kirchliche Verurteilung der Theosophie» in «Stimmen der Zeit», Katholische Monatsschrift für das Geistesleben der Gegenwart, Freiburg i. Br.5 98. Band, 50. Jg., 2. Heft, Nov. 1919, S. 149.

in dem Wochenblatt «Dreigliederung des sozialen Organismus»: Siehe vorhergehenden Hinweis.

die freie Waldorfschule: Die Freie Waldorfschule in Stuttgart wurde im Jahre 1919 von Emil Molt begründet unter der pädagogischen Leitung Rudolf Steiners, der auch die an ihr wirkenden Lehrkräfte berief und ihnen die vorbereitenden seminaristischen Kurse erteilte. Sie wurde zum Muster zahlreicher Schulgründungen in Ländern der ganzen Welt.
82 «Das Wochenblatt <Dreigliederung des sozialen Organismus> meint freilich …»: «Die kirchliche Verurteilung der Theosophie» in «Stimmen der Zeit», siehe Hinweis zu S. 81.
83 Friedrich Rittelmeyer, 1872-1938, protestantischer Theologe, 1922 Mitbegründer der Christengemeinschaft und deren Leiter bis zu seinem Tode.
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83 «Steiner, Krieg und Revolution», Sonderdruck aus «Christentum und Gegenwart», Nürnberg 1919, S. 7.

Gustav Cassel, 1866- 1945, schwedischer Nationalökonom.
84 Dieser Vortrag endet mit folgenden persönlichen Bemerkungen: «Meine lieben Freunde, es ist bei der diesmaligen kurzen Anwesenheit hier jeder Tag vom Morgen bis zum Abend so ausgefüllt, weil viel zu inaugurieren, zu leisten, einzurichten ist, daß es nicht möglich ist, daß ich all die Wünsche, die an mich herangetreten sind, diesmal berücksichtigen kann. Ich kann nur sagen einerseits: Da nicht alles geschehen kann von dem, was zu geschehen hat, so werde ich in nicht allzuferner Zeit wieder da sein und dann werden persönliche Wünsche berücksichtigt werden können; aber ich bitte eben auch, Ihrerseits so etwas zu berücksichtigen. Es geht nicht alles in ein paar Tagen zu machen, in ein paar Tagen, in denen auch größere Einrichtungen zu treffen sind, in denen mich auch plagt die Sorge für unsere Waldorfschule, die nun wirklich tief eingreifen soll im neuen Sinn in die Entwickelung der Menschheit. Es ist mir auch deswegen nicht möglich, die Privatwünsche alle zu berücksichtigen, da, wie Sie auch sehen, ich nicht recht sprechen kann. Das ist nicht eine Erkältung, es ist dasselbe, was Sie in Ihren Armen fühlen, wenn Sie den ganzen Tag Holz gehackt haben, es ist nichts weiter als eine Ermüdung der Stimmbänder, die nur einer Erkältung leichter ausgesetzt sind. Aber heute ist es notwendig, daß vor allen Dingen auf das gesehen werde, was im allgemeinen Dienst der Menschheit notwendig ist. Und verzeihen Sie daher, daß Einzelwünsche diesmal nicht zu ihrem Rechte kommen können.»




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