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Zu dieser Ausgabe

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387 Nachdem Rudolf Steiner am 6. Januar 1920 in Basel einen öffentlichen Vortrag über «Die geisteswissenschaftlichen Grundlagen der leiblichen und seelischen Gesundheit» gehalten hatte und dort eine intuitive Medizin forderte, ergriff einer der Zuhörer die Initiative und bat um einen Kurs für Mediziner, Medizinstudenten und Pharmazeuten. Dieser Kurs kam schon im Frühjahr 1920, vom 21. März bis 9. April, am Goetheanum in Dornach zustande und wurde der Ausgangspunkt einer auf spirituelle Gesichtspunkte begründeten medizinischen Bewegung.
Diesem Vortragszyklus gingen mannigfache Bemühungen Rudolf Steiners auf medizinischem Felde voraus. Erinnert sei hier nur an seine Aufsätze in der «Wiener klinischen Rundschau» 1900 und 1901 über «Die Philosophie Friedrich Nietzsches als psycho-pathologisches Problem», «Friedrich Nietzsches Persönlichkeit und die Psycho-Pathologie» (beide in GA 5), «Goethe und die Medizin» (GA 30), sowie an die vom Januar bis in den März 1903 in der Berliner Arbeiter-Bildungsschule gehaltenen Vorträge über «Anatomie des Menschen» (keine Nachschrift vorhanden) und an die Berliner öffentlichen Vorträge medizinischen Inhalts. Da wurden Themen behandelt wie: «Die medizinische Fakultät und die Theosophie» (25. Mai 1905, GA 53), «Paracelsus», «Blut ist ein ganz besonderer Saft», «Wie begreift man Krankheit und Tod?», «Der Krankheitswahn», «Das Gesundheitsfieber», «Askese und Krankheit», «Krankheit und Heilung», «Irrtum und Irresein» etc. Besondere Höhepunkte des frühen auf das Medizinische gerichteten Wirkens waren die beiden Vortragszyklen: «Offenbarungen des Karma» (Hamburg, Mai 1910, GA 120) und «Eine Okkulte Physiologie» (Prag, März 1911, GA 128) und die Darstellung der Dreigliederung des menschlichen Organismus in der 1917 erschienenen Schrift «Von Seelenrätseln» (GA 21). 1907/1908 begann die Zusammenarbeit mit Ärzten, vor allem mit Dr. Ludwig Noll, praktischer Arzt in Kassel, und mit Dr. Felix Peipers in dessen Privatklinik in München.

Der vorliegende Vortragszyklus führte zu einer schriftlichen Erklärung der Teilnehmer (siehe Seite links), in der es u. a. heißt: «Durch diesen Kurs sind grundlegende Erkenntnisse im ganzen Gebiet der medizinischen Wissenschaften und Anweisungen für erfolgreiche diagnostische, therapeutische und sozial-hygienische Arbeit von solcher Tragweite in die Welt gestellt worden, daß es geradezu als Zentralaufgabe der Gegenwart auf dem Gebiet der medizinischen Arbeit angesehen werden muß, durch Schaffung eines medizinisch-wissenschaftlichen Arbeitsinstitutes, das dem Goetheanum in Dornach angegliedert sein und unter fachmännischer Leitung stehen soll, eine Stätte zu schaffen, an der systematisch und intensiv auf geisteswissenschaftlicher Grundlage gearbeitet werden kann.» Diese Bestrebungen hatten Erfolg. Am 15. Juni 1921 wurde das KlinischTherapeutische Institut Ariesheim unter der Leitung von Dr. Ita Wegman eröffnet und am 15- August 1921 das Klinisch-Therapeutische Institut Stuttgart unter der
388 Leitung von Dr. Otto Palmer. Die Arlesheimer Klinik wurde zum «Mutterhaus» der anthroposophisch-medizinischen Bewegung.
Weil dieser medizinische Kurs auch die mannigfaltigsten Anregungen für eine neue Anwendung von Heilmitteln enthielt, sind auf Grund dieser Hinweise auch entsprechende Produktionsstätten für Arzneimittel entstanden (Internationale Laboratorien AG, Ariesheim und Stuttgart, später Weleda AG, Ariesheim und Schwäbisch-Gmünd; die Wala-Heilmittel GmbH, Eckwälden/Bad Boll, und andere). Inzwischen hat die anthroposophisch-medizinische Bewegung mit Tausenden von Ärzten und zahlreichen Kliniken eine weltweite Verbreitung erfahren.

Textunterlagen: Die Vorträge dieses ersten Ärztekurses wurden von der Berufsstenographin Helene Finckh (1883-1960) wörtlich mitgeschrieben und von ihr in Klartext übertragen. Außerdem wurden von verschiedenen Teilnehmern mehr oder minder ausführliche Notizen aufgezeichnet. Die Originalstenogramme von Helene Finckh befinden sich im Archiv der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung.
Die erste Veröffentlichung des Kurses erschien schon 1920, und zwar in zwanzig Einzelheften, gedruckt bei «Der Kommende Tag A. G., Abteilung Drukkerei» in Stuttgart. Auf dem Titelblatt war eingedruckt: «Als Manuskript gedruckt. Nur für Mitglieder der Vereinigung anthroposophisch forschender Ärzte. Persönlich anvertraut». Die Exemplare waren numeriert. Die zweite Auflage folgte (ohne Jahresangabe) im Jahr 1929 in zwei Heften, herausgegeben von der Medizinischen Sektion am Goetheanum. Wer die Textgestaltung dieser beiden Auflagen verantwortlich redigiert hat, ist nicht bekannt.
Die erste Buchauflage, also die 3. Auflage des Kurses, wurde 1937 von Dr. Hans W. Zbinden (1899-1977) herausgegeben. Bevor dann 1961 die 4. Auflage erscheinen konnte, hat Dr. Zbinden in Zusammenarbeit mit der Stenographin Frau Finckh die Originalstenogramme überprüft, insbesondere im Hinblick auf unklare Textstellen. Hierüber schrieb er in «Beiträge zur Erweiterung der Heilkunst» Nr. 2, März/April 1962 das folgende:
«Zur Gestaltung der jetzigen Neuausgabe (1961) sind noch einige Bemerkungen am Platze. Vielen, welche die erste Manuskriptausgabe noch haben oder kennen, ist gewiß schon diese und jene Differenz zur ersten Buchausgabe von 1936 aufgefallen. Jetzt wird mancher wiederum Differenzen im Text zu beiden früheren Ausgaben finden. Man muß aber nun wissen, daß im wesentlichen zwei Quellen zur Textgestaltung vorhanden sind: Erstens die Manuskriptausgabe von 1920, in zwanzig einzelnen, violett kartonierten Heften. Sie ist keine vollkommen getreue Wiedergabe einer genauen stenographischen Nachschrift, sondern bereits eine an manchen Stellen redigierte. Das konnte auch gar nicht anders sein, denn ärztliche Teilnehmer, welche selber — sogar recht gut — nachstenographierten, hatten das Bedürfnis, ihre eigenen Aufzeichnungen kritisch durchzusehen. Sie verglichen sie untereinander und mit den Stenogrammen von Frau Finckh, der offiziellen Stenographin von Rudolf Steiners Vorträgen, aber nur stellenweise, wie Frau Finckh dem Schreiber dieser Zeilen sagte. Zwischen dem Stenogramm von Frau Finckh und der Manuskriptausgabe (von 1920) sind da und dort Unterschiede, die allerdings nur in ganz seltenen Ausnahmefällen den Sinn des Gesagten
389 betreffen. Aber ab und zu kommt es vor, daß Nebensätze oder Einschiebungen oder nuancierte Wiederholungen im Text von Frau Finckh stehen. Diese sind in die neue Ausgabe aufgenommen worden. Andererseits gibt es aus Unkenntnis der Fachsprache hervorgehende Lücken in diesem Stenogramm, die selbstverständlich nach dem Manuskriptdruck ergänzt wurden. Es war aber das Bestreben, die beiden Nachschriften, die wie angedeutet, fast überall übereinstimmten, in den differenten Stellen zur Übereinstimmung zu bringen, was in der Regel gelang. Bei einigen Stellen mußten Entscheidungen für die eine oder für die andere Version getroffen werden. Diese, wie auch Ergänzungen von Lücken, sind in den Hinweisen angeführt.»
Wenn es also im folgenden in den Hinweisen heißt «geändert nach Stenogramm» oder ähnlich, so bedeutet dies, daß für die Auflage 1961 eine Prüfung des Originalstenogrammes vorgenommen wurde und dadurch mögliche Fehler bei der Übertragung ausgeschlossen werden konnten.
Die folgenden Auflagen waren, wie angegeben, unveränderte fotomechanische Nachdrucke der Auflage 1961.
Auch die 7. Auflage (1999) ist ein unveränderter Nachdruck der letzten Ausgabe. Als Stichprobe für die wörtliche Übereinstimmung des gedruckten Textes mit der Nachschrift von Helene Finckh wurde der achte Vortrag durchgehend mit dem Originalstenogramm verglichen. Ein Personenregister wurde beigefügt.

Der Kurs war angezeigt als Geisteswissenschaftlicher Fachkurs für Ärzte und Medizinstudierende». Die Einladungen hierzu gingen an Ärzte und Medizinstudierende, welche Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft waren, und waren persönlich.

Der Titel des Bandes «Geisteswissenschaft und Medizin» geht auf den Herausgeber der ersten öffentlichen Ausgabe Basel 1937, Dr. med. Hans W. Zbinden, zurück.

Zu den Tafelzeichnungen: Die Original-Wandtafelzeichnungen und -anschriften Rudolf Steiners bei diesen Vorträgen sind erhalten geblieben, da die Tafeln damals mit schwarzem Papier bespannt waren. Sie sind als Ergänzung zu den Vorträgen im Band XXII der Reihe «Rudolf Steiner - Wandtafelzeichnungen zum Vortragswerk» verkleinert wiedergegeben. Die in den früheren Auflagen in den Text eingefügten zeichnerischen Übertragungen sind auch für diese Auflage beibehalten worden. Auf die entsprechenden Originaltafeln wird jeweils an den betreffenden Textstellen durch Randvermerke aufmerksam gemacht.

Die Notizen, das heißt die Arbeitsvorbereitungen Rudolf Steiners zu diesem Kurs sind in den Heften Nr. 16, Nr. 20 und Nr. 35 der «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe» veröffentlicht worden. Im Jahre 1985 sind aus dem Ita WegmanArchiv weitere Notizblätter R. Steiners zur Verfügung gestellt worden, welche in geeigneter Form (evtl. in den «Beiträgen») publiziert werden sollen.



Hinweise zum Text

390 Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


Zu Seite
15 Hippokrates, 460-377 v. Chr.
16 Karl Freiherr von Rokitansky, 1804—1878, Professor der pathologischen Anatomie. «Handbuch der pathologischen Anatomie», drei Bände, Wien 1842-1846.
18 Claudius Galenus, 131 bis um 200. Vollständige Ausgabe der ihm zugeschriebenen Schriften, zwanzig Bände, Leipzig 1821—1833.
19 Philippus Aureolus Paracelsus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, 1493-1541. Mehrere Gesamtausgaben seiner Werke, z. B. die von Sudhoff.

wie Paracelsus von dem Archäus spricht: Im «Opus Paramirum», Liber quartus.

Johan Baptista van Helmont, 1577—1644.
20 Georg Ernst Stahl, 1660-1734, Vertreter des Animismus.
21 Johannes Müller, 1801-1858, Professor der Physiologie in Berlin.

Ernst Haeckel, 1834-1919.

Giovanni Battista Morgagni, 1682-1771; Hauptwerk: «De sedibus et causis morborum per anatomen indagatis», Venedig 1761, deutsch Altenburg 1771-1776.
22 Karl Freiherr von Rokitansky: Siehe Hinweis zu Seite 16.

Christian Friedrich Samuel Hahnemann, 1755-1843, Begründer der Homöopathie. Hauptwerk: «Organon der rationellen Heilkunde», Dresden 1810.
23 Theodor Schwann, 1810-1882, Professor der Anatomie und Physiologie in Lüttich und Löwen. Hauptwerk: «Mikroskopische Untersuchungen über die Übereinstimmung in der Struktur und dem Wachstum der Tiere und Pflanzen», Berlin 1839.

Rudolf Virchow, 1821—1902, Professor der pathologischen Anatomie in Würzburg und Berlin, Begründer des «Archivs für pathologische Anatomie und Physiologie und klinische Medizin» zusammen mit Froriep. Darlegung der Zellularpathologie in Vorlesungen über «Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre», Berlin 1859.
34 Ignaz Paul Vital Troxler, 1780-1866. Werke: «Blicke in das Wesen des Menschen», Aarau 1812; «Naturlehre des menschlichen Erkennens oder Metaphysik», Aarau 1828; «Vorlesungen über Philosophie, über Inhalt, Bildungsgrenze, Zweck und Anwendung derselben aufs Leben», Bern 1835.

Karl Schmid: «Über Herzstoß und Pulskurven», Vortrag gehalten in der Monatsversammlung des Vereins der Ärzte Steiermarks zu Graz am 26. Oktober 1891, in «Wiener Medizinische Wochenschrift» 1892, Nr. 15-17.
40 Paracelsus: Siehe Hinweis zu Seite 19.
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55 Spruch von Paracelsus: Siehe «Opus Paramirum»; über primus, Caput primum.
56 in meinem Buche «Von Seelenrätseln. Anthropologie und Anthroposophie; Max Dessoir über Anthroposophie; Franz Brentano. Ein Nachruf; Skizzenhafte Erweiterungen» (1917). GA 21.
59 Carl Ludwig Schleich, 1859-1922, Erfinder der Lokalanästhesie, in: «Vom Schaltwerk der Gedanken» (Essays), Berlin 1916, S. 260f. Weitere Schriften: «Von der Seele» (Essays), 1910; «Bewußtsein und Unsterblichkeit» (Vorträge), 1920; «Besonnte Vergangenheit» (Lebenserinnerungen), 1921,
77 Rittersche Therapie: Siehe (Marie Ritter), «Anleitung zum praktischen Gebrauch von M. Ritter's photodynamischen Heilmitteln», München 1913, und «Die neuro-dynamische Therapeutik im Anschluß an Studien und Erfahrungen über die photo-dynamische Wirkung von Fluorescenz- und Luminescenz-Stoffen auf Zellengebiete und Nervenendigungen», Leipzig 1905.
81 Elias Metschnikoff, 1845-1916, Professor der Zoologie in Odessa, später zweiter Direktor des Instituts Pasteur in Paris.
92 wenn sie beim Paracelsus vom Salzprozesse lesen: Siehe «Opus Paramirum»; Liber secundus, Caput quintum.
96 Und wenn vorgestern hier: In einem von einem Teilnehmer am Kurs gehaltenen Vortrag.
114 Emil Adolph von Behring, 1854-1917; tätig am Hygienischen Institut und am Institut für Infektionskrankheiten in Berlin, Professor in Halle, später Direktor des Hygienischen Instituts der Universität Marburg.

Zum Urteil über Behring: In der «Deutschen medizinischen Wochenschrift» Nr. 49 vom 4. Dezember 1890 beginnt der Artikel von Behring und Kitasato: «Über das Zustandekommen der Diphtherie-Immunität und der Tetanus-Immunität bei Tieren» mit den Worten: «Bei unseren seit längerer Zeit fortgesetzten Studien über Diphtherie (Behring) und Tetanus (Kitasato) sind wir auch der therapeutischen und der Immunisierungsfrage nähergetreten, und bei beiden Infektionskrankheiten ist es uns gelungen, sowohl infizierte Tiere zu heilen, wie die gesunden derartig vorzubehandeln, daß sie später nicht mehr an Diphtherie bzw. am Tetanus erkranken.
Auf welche Weise die Heilung und die Immunisierung zu erreichen sind, darauf soll an dieser Stelle nur soweit eingegangen werden (Fußnote), als notwendig ist, um die Richtigkeit des folgenden Satzes zu beweisen.» usw.
In der Fußnote steht: «Genauere Mitteilungen hierüber werden in der Zeitschrift für Hygiene erfolgen.»
In diesem Artikel ist weiter nur von Experimenten mit Tetanus die Rede. In Nr. 50 der gleichen Zeitschrift hat Behring Versuche zur Erlangung der Diphtherie-Immunität beschrieben. Über die Therapie schrieb er darin: «… und ich betone, daß ich für den Menschen kein Diphtherieheilmittel habe, sondern erst danach suche», was neben den oben zitierten Satz des ersten Artikels gehalten werden muß. Am Schlüsse des zweiten Artikels teilt er mit, daß bei tetanuskranken Tieren Seruminjektion Erfolg gehabt hatte. Der Aufsatz schließt: «Die Möglichkeit der Heilung auch ganz akut verlaufender Krankheiten ist danach nicht mehr in Abrede zu stellen.»
Die versprochene Veröffentlichung in der Zeitschrift für Hygiene erfolgte erst im Jahre 1892. Vorher ist keine zu finden. Dort sind zwei Versuchsreihen protokolliert
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114 mit im ganzen 60 Tieren. Bei 59 davon sind es entweder Immunisierungsversuche, oder es wurde gleichzeitig mit der Diphtherieinfektion das Serum gegeben oder schon Tage vorher. Nur bei einem Tiere wurden die Vorgänge, wie sie beim Menschen vorkommen, kopiert: Infektion, ein Krankheitstag, am dritten Tag die Seruminjektion. Dieses Tier wurde gesund.
Bei den andern «gesund» gewordenen Tieren hat sich die Krankheit gar nicht entwickelt (Versuchsreihe II Dezember 1891 bis Januar 1892), oder in den meisten Fällen, wo Serum vor der Infektion gegeben wurde, trat der Tod ein (Versuchsreihe I September bis Dezember 1891).
Daß die laute Publizität in Ärztekreisen jener Zeit übel vermerkt wurde, geht aus einem Heft hervor, in dem kritische Aufsätze zur Diphtherieserumfrage gesammelt sind («Ärztliche Stimmen über und gegen Behring und sein Heilserum», herausgegeben von Dr. Carl Gerster, 1895).
129 Wie ich im vorgestrigen öffentlichen Vortrage gesagt habe: Vortrag vom 24. März 1920, «Anthroposophie und gegenwärtige Wissenschaften», in «Geisteswissenschaft und die Lebensforderungen der Gegenwart», Heft V, Dornach 1950.
131 nordischer Gelehrter … Geschichte der Alchemie: Theodor Svedberg, schwedischer Chemiker; Werk: «Die Materie» (1912), 1914 in deutscher Übersetzung erschienen.
136 Hahnemannschen Richtung: Siehe Hinweis zu Seite 22.
186 Was uns gestern … vorgeführt worden ist: In einem von einem Teilnehmer am Kurs gehaltenen Referat.
190 Walter Johannes Stein, 1891-1957, Geschichtslehrer an der Freien Waldorfschule Stuttgart (1919-1932), später in England tätig.
210 Eugen Kolisko, 1893-1939, ab 1920 Lehrer und Schularzt der Freien Waldorfschule Stuttgart, später in England tätig.
211 Edwin Scheidegger, leitender Arzt und Erbauer des Merian Iselin-Spitals in Basel.
212 Hanns Rascher, 1880-1952, Arzt in München.

Rittersche Zubereitung: Siehe Hinweis zu Seite 77.
238 Van Helmont: Siehe Hinweis zu Seite 19.

Paracelsus: Siehe Hinweis zu Seite 19.
239 Galen: Siehe Hinweis zu Seite 18.
255 Christblume: Oder Christrose.
283 Weltverständnis: In einer Nachschrift steht «Weltverhältnis ».
307 «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» (1907), in «Luzifer—Gnosis. Gesammelte Aufsätze 1903-1908», GA 34; auch als Einzelausgabe erhältlich.
321 Wilhelm Roux, 1850-1924, deutscher Anatom und Physiolog, war von 1895-1921 Professor in Halle. Hauptwerke: «Der Kampf der Teile im Organismus», Leipzig 1881; «Die Entwickelungsmechanik der Organismen», Wien 1890, und «Die Entwicklungsmechanik», 1905.
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327 therapeutisches Element schon in der Eurythmie: Siehe Rudolf Steiner «Heileurythmie», GA 315. Dieser Kurs wurde gehalten ein Jahr später während des zweiten Ärztekurses «Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie» vom 12.-18. April 1921, GA 313.
350 August Weismann, 1834—1914, erst Mediziner, 1866—1912 Professor der Zoologie in Freiburg i. Br., postulierte die Nichtvererbbarkeit erworbener Eigenschaften; siehe «Die Kontinuität des Keimplasmas als Grundlage einer Theorie der Vererbung», Jena 1885, «Das Keimplasma», Jena 1892, und spätere Arbeiten.
351 Fall der Engadiner Jungfrauen: Im Engadin ist kein entsprechender Fall auffindbar. Hingegen in Tenna, im Safiental, ebenfalls in Graubünden, spielte der Fall, auf den hier wohl hingewiesen ist. Vergleiche auch Ernst Zahns Roman: «Die Frauen von Tannö» (dichterische Umgestaltung des Ortsnamens Tenna), 1911.
352 Basilius Valentinus, lebte um die Wende des 14. zum 15. Jahrhundert. Werke: «Der Triumphwagen des Antimons», «Vom großen Stein der uralten Weisen», «Apocalypsis chimica».
362 Erzeugung des Homunculus: Vgl. z. B. Paracelsus, «De generatione rerum», Basel 1574; 1. Buch, S. 7ff.
382 Dornacher Bau: Das erste Goetheanum, welches in der Silvesternacht 1922/23 durch Brand vernichtet wurde.



NACHWEIS DER TEXTÄNDERUNGEN

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37 zunächst im mechanischen Sinne: Änderung nach Prüfung des Stenogramms.
37 alles, was Herztätigkeit ist, auffaßt als: Änderung nach Prüfung des Stenogramms.
131 Bleiprozeß: Im Manuskript steht nur «Es ist ein … Prozeß». Sinngemäß wurde eingefügt «Blei».
169 Verbrennungsprozeß in den Pflanzen zu bewirken: «zu bewirken» fehlt in den Nachschriften und wurde analog zum nachfolgenden Satz vom Herausgeber ergänzt.
171 Nach den Worten «hinter den Sinnesvorgängen» steht in einer Nachschrift: «(Vorstellungen sind die Nahrung für das Seelische, dazwischen gliedert sich der Atmungsprozeß ein).»
179 für die Entwickelung der Leber das Schmecken: «das Schmecken» fehlt in den Nachschriften und wurde sinngemäß aus den folgenden Schilderungen ergänzt.
240 im Verlaufe der Darlegung der Geisteswissenschaft: «der Darlegung» ist eine notwendige Einschiebung.
349 mit Bluter-Erkrankungen: Sinngemäße Änderung der ungenauen Stenogramm-Stelle.
377 was mehr mit dem Werden des Menschen zusammenhängt, als Symptome ansehen:
Nach «Symptome» ist wohl sinngemäß «bei chronischen Krankheiten» einzufügen.



7. Auflage 1999

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304 die sich als feste Substanzen nicht leicht lösen: Vorher: die sich als feste Substanzen leicht lösen.
372 durch Nux vomica unterdrückt wird: Vorher: durch Nux vomica unterdrückt.




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