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Hinweise

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397 Marie Steiner, mit welcher Rudolf Steiner gemeinsam diesen Kurs gab, schrieb im September 1926, daß Rudolf Steiner diese Vorträge «noch auf dem Krankenlager für den Druck hat durchsehen wollen. Er hat es nicht mehr tun können.» Dann erschien im April 1926 die erste Buchausgabe des Dramatischen Kurses, wie er allgemein genannt wird, welcher 1941 im September eine zweite Auflage folgte. Es war somit noch eines der letzten Anliegen von Rudolf Steiner, daß diese Vorträge herausgegeben werden sollten. Am 9. November 1924 erwähnt er in einem Briefe an Marie Steiner von seinem Krankenlager aus1): «Unter den Büchern, die ich jetzt angeschaut - aber in diesem Falle wirklich nur angeschaut - habe, ist auch <Das ekstatische Theaten von [Felix] Emmel2) mit dem Briefe der Dumont. Die Sache ist interessant. Aber das ganze Buch ist ja nur ein Schrei, oder höchstens zwei Schreie. Ein Schrei über die Verderbtheit der gegenwärtigen Bühne und ein anderer, daß es anders werden müsse. Aber damit, daß man das Elend in die Welt hinaus schreit und an eine instinktive Ekstase appelliert, wird nichts anders. Da muß die Brücke hinüber geschaffen werden zum Verstehen des Göttlich-Kosmischen in Sprache, Gebärde und Bühnengestaltung, wie es in meinem dramatischen Kurs erstrebt ist.» Diese Worte zeigen, wie durch sein Leben hindurch bis zuletzt die Probleme des modernen Theaters Rudolf Steiner wärmstes Anliegen waren, «weil ich die Sache mit Liebe und Achtung ansehe im Leben», wie er es im Schlußsatz des letzten Vortrages vom 23. September 1924 zusammenfaßt.
Dem Kursus wurden die fünf Übungsstunden vorangestellt, welche Marie Steiner mit den auf den Beginn der Vorträge wartenden nach Hunderten zählenden Zuhörern abhielt, als Rudolf Steiner noch in Stuttgart auf dem Heimweg von der Reise nach England einige Tage verbringen mußte. Diese Stunden führen unmittelbar in die Arbeit hinein, welche damals schon seit einigen Jahren durch verschiedene Gruppen oder Persönlichkeiten aufgegriffen worden war: das Erüben der für die Sprachgestaltung angegebenen Anweisungen3). Aber auch für die dramatische Darstellung hatte Rudolf Steiner schon einiges ausgeführt, veranlaßt durch Fragen, welche im April 1921 anläßlich des zweiten Hochschulkurses von Mitgliedern der Haaß-Berkow-Gruppe an ihn gerichtet wurden. 4) Diese Fragenbeantwortung wurde an den Anfang des Buches gestellt.
Für die dritte Auflage konnte der Text mit dem Stenogramm verglichen und an zahlreichen Stellen verbessert und ergänzt werden. Innerhalb der Hinweise wird, wo es die Sache erfordert, über Begebenheiten, die nicht mehr als bekannt vorausgesetzt werden
398 können, berichtet werden. Hier muß noch hervorgehoben werden, daß Rudolf Steiner, wie er das in seinen Eingangsworten betont, ursprünglich den Kursus nur für Bühnenkünstler hat halten wollen. Durch die Fülle der Zuhörer wurde dann der Duktus der Vorträge bestimmt, und auch in der Terminologie mußte auf die besondere Zuhörerschaft Rücksicht genommen werden.
Als Grundlage für das Personen- und Sachregister diente ein von H. O. Proskauer schon seit Jahren zusammengestelltes «Stichwort-, Sach- und Namenregister», welches von ihm entgegenkommenderweise zur Verfügung gestellt wurde.

Werke Rudolf Steiners, welche in der Gesamtausgabe (GA) erschienen sind, werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


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13 Eine Fragenbeantwortung: Im Anschluß an den zweiten anthroposophischen Hochschulkurs, der vom 3.-10. April 1921 im Goetheanum stattfand. Gottfried HaaßBerkow nahm mit den Mitgliedern seiner Spielergruppe an diesem Kurs teil. Auf Grund der verschiedenen Kurse, welche seit 1919 von Frau Marie Steiner gegeben wurden, hatten auch die Mitglieder der Haaß-Berkow-Truppe gearbeitet. Die Fragen nach dem Dramatischen ergaben sich aus ihrer Arbeit. Das Blatt mit den 7 Fragen hat sich im Archiv gefunden und konnte durch Herrn Dr. G. Jacob), Hannover, der damals an dem Kurs teilnahm und die Fragen redigiert hatte, eruiert werden. Rudolf Steiner notierte sich zu den ersten drei Fragen folgendes:
'' '' zu 1 = Drüberstehen
'' '' zu 2 = können viel tun
'' '' zu 3 — nur keine leblosen Dramen aufführen
14 in der kleinen Schrift: «Die Hetze gegen das Goetheanum», Ariesheim 1920. I. Teil: Vortrag von Dr. Rudolf Steiner «Die Wahrheit über die Anthroposophie und deren Verteidigung wider die Unwahrheit»; II. Teil: «Aktenmäßige Darstellung der Hetze gegen das Goetheanum durch Dr. Roman Boos».

Edouard Schure, 1841-1929. «Die Kinder des Lucifer», Dornach 1955, aus dem Französischen übersetzt von Marie Steiner und in freie Rhythmen gebracht durch Rudolf Steiner.

in der nächsten Nummer «Die Drei»: Heft 1,1. Jahrgang. Der Zyklus von neun Vorträgen trägt den Titel «Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi» (9 Vorträge und eine Ansprache, München 1909), GA Bibl-Nr. 113.
15 an meinen eigenen Mysteriendramen: «Vier Mysteriendramen» (1910-13), GA BibLNr. 14.

Ernst Uehli, 1875-1959. Lehrer an der Freien Waldorfschule in Stuttgart, Herausgeber der Monatsschrift «Die Drei» und Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland.
16 Goethes Unbewußtheit: Vgl. «Die Annalen oder Tag- und Jahreshefte» von 1803, wo Goethe über den Unterricht mit zwei Schauspiel-Schülern folgendes schreibt: «… ich begann mit ihnen gründliche Didaskalien, indem ich auch mir die Kunst
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16 aus ihren einfachsten Elementen entwickelte und an den Fortschritten beider Lehrlinge mich nach und nach emporstudierte, so daß ich selbst klärer über ein Geschäft ward, dem ich mich bisher instinktmäßig hingegeben hatte. Die Grammatik, die ich mir ausbildete, verfolgte ich nachher mit mehreren jungen Schauspielern; einiges davon ist schriftlich übrig geblieben.» Regeln für Schauspieler.
17 «Borowsky, Heck!»: Anspielung auf die Humoreske «Die Behörde» in «Palmström» von Christian Morgenstern, welche damals eurythmisch dargestellt wurde.

Job, Froitzheim, geb. 1847, Professor der Geschichte und Literaturgeschichte. Vgl. «Friederike von Sesenheim», nach geschichtlichen Quellen. 1893, Gotha, Fr. A. Perthes.
19 Josef Lewinski, 1835-1907, Schauspieler, hervorragender Charakterdarsteller, wurde von Heinrich Laube an das Wiener Burgtheater verpflichtet, wo er bis 1906 auftrat.
20 wie der Violinspieler seine Geige: Vgl. Ernst Ginsberg «Abschied», Arche-Verlag 1965, das Kapitel «Die Entmündigung des Schauspielers». Ginsberg spricht am Ende seines Lebens in seinem Buche nicht nur den hier von Rudolf Steiner geäußerten Gedanken aus, sondern er fordert, ähnlich wie es für den ausübenden Musiker vorhanden ist, für den Schauspieler eine (Partitur der Dichtung). Siehe die Darstellungen auf S. 287 ff. 21 Aristoteles, 384-322 v. Chr., vgl. auch die Ausführungen Rudolf Steiners über die Physiognomik im Vortrag vom 15. Januar 1918 in «Wesen und Bedeutung der illustrativen Kunst», Dornach 1940.
24 Ulrich von Wilamowit-Moellendorff, 1848-1931, Professor für Sprachwissenschaft.
25 Herman Grimm, 1828-1901, Kulturhistoriker. In «Heinrich von Treitschkes Deutsche Geschichte», «Beiträge zur Deutschen Kulturgeschichte».

Henrik Ibsen, 1828-1906, norwegischer Dramatiker. Vgl. Rudolf Steiner «Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889-1900», GA Bibl.-Nr. 29.
26 August Strindberg, 1849-1912, schwedischer Dichter.
27 Hermann Bahr, 1863-1934. Um welchen Vortrag H. Bahrs es sich handelt, konnte nicht ermittelt werden.
29 das Musikalische anzuwenden: Vgl, die von Adolf Arenson auf Grund von Rudolf Steiners Angaben zu seinen Mysteriendramen geschaffenen Kompositionen. Klavierauszug von L. Mouravieff, Paris, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart.
31 für die Entwickelung des Eigenbewegungssinnes: Vgl. den Vortrag vom 28. Oktober 1909 in Berlin «Das Wesen der Künste», im Band «Kunst und Kunsterkenntnis», GA Bibl.-Nr. 271.
32 Als ich in der … Dramatischen Gesellschaß: Vgl. dazu «Mein Lebensgang » (1923-25), Kap. XXV, GA Bibl.-Nr. 28.

Maurice Maeterlinck, 1862-1949, belg. Dichter und Schriftsteller. «Der Ungebetene» (L'Intruse), deutsch von Otto Erich Hartleben, Berlin 1898. Vgl. «Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889-1900», GA Bibl.-Nr. 29.
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32 Max Burckhard, 1854-1912, österr. Schriftsteller, Direktor des Burgtheaters. «Die Bürgermeisterwahl. Eine ländliche Komödie», Wien 1897. Vgl. «Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889-1900», GA Bibl.-Nr. 29.

Juliana De'ry, 1864-1899, Österr. Schriftstellerin ungarischer Abstammung. «Die sieben magern Kühe» 1896.
34 Karl Julius Schröer, 1825-1900, Professor an der Technischen Hochschule in Wien; Dichter, Mundartforscher und Literaturhistoriker.
35 Sprachkurs: Die recht lückenhaften Notizen vom Verlauf des Kurses konnten auf Grund von Nachschriften durch Frau Helene Finckh, Herrn Otto Wiemer und den Herausgeber zusammengestellt werden. Der Kurs fand im vollbesetzten Saal der Schreinerei statt. Frau Dr. Steiner saß auf der Bühne und die Bühnenkünstler verteilt im Saale, mit denen sie vor allem die Übungen praktisch durchnahm. Sie sprach vor, und man hatte dann ebenfalls die Übung 2u sprechen. Da nicht alle Beteiligten mit den Übungen vertraut waren, gab es allerhand Überraschungen, die oftmals Heiterkeit bei den übrigen Zuhörern auslösten. Von den Korrekturen hat sich leider nichts schriftlich erhalten; es wäre heute gewiß lehrreich. Es war dieses der letzte Sprachkurs, den Marie Steiner gab. Nach dem Tode von Rudolf Steiner arbeitete sie nun systematisch mit ihren Schauspielschülern, ähnlich wie vorher mit den Eurythmistinnen.
44 Stephane Mallarme, 1842-1898.
45 «Singe, o Muse, …»: Beginn von Homers «Ilias». Vgl. «Die Kunst der Rezitation und Deklamation» (Vorträge, Ansprachen, Seminar, 1912 bis 1928), GA Bibl.- Nr. 281, II. Vortrag, Dornach, 6. X. 1920.

Empuse: Gestalt aus der klassischen Walpurgisnacht «Faust», II. Teil.
48 «Hoch klingt das Lied…»: «Das Lied vom braven Mann», Ballade von G.A. Bürger.
50 «Die Pforte der Einweihung» : Erstes Mysteriendrama Rudolf Steiners.
53 einzelne Persönlichkeiten: Claus Clausen. Edwin Froböse. Max Gümbel-Seiling. Gottfried Haaß-Berkow. Georg Kugelmann. Otto Wiemer. - Auch Sänger traten in ähnlicher Weise an Dr. Steiner heran. Er versprach während des Dramatischen Kurses, 1925 einen Kursus für Sänger abzuhalten. Durch den Tod von Rudolf Steiner kam der Kursus nicht mehr zustande.
54 es gingen die verschiedenen Kurse voraus: Siehe «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung» (Darstellungen aus Kursen, Aufsätze, Notizen aus Seminaren und Vorträgen 1919 bis 1924), GA Bibl.-Nr. 280.

Einzelne Gruppen von Persönlichkeiten: Haaß-Berkow-Gruppe; damals in Gelsenkirchen, wo Gottfried Haaß-Berkow Intendant des Stadt-Theaters war und mit einem Teil seines Ensembles zum Dramatischen Kurs kam. - «Neukünstlerische Bühnenspiele» Rostock, unter Leitung von Georg Kugelmann. Die ganze Truppe kam zum Kurs nach Dornach.
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54 seit 1912 die eurythmische Kunst: Siehe «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie» (Kurse Bottmingen 1912 und Dornach 1915. Ansprachen, Programme, Ankündigungen u. a. Beiträge), GA Bibl.-Nr. 277a.
55 eine Wandertruppe: Das war der ursprüngliche Gedanke. Als gegen Ende des Kurses Mitglieder der Haaß-Berkow-Spiele Herrn Dr. Steiner und Frau Marie Steiner auf der Bühne der Schreinerei einige Proben aus ihrer Arbeit (ohne Kostüm und Maske) vorführen durften, sagte Rudolf Steiner am Schluß: «Nun gehen Sie erst einmal wieder ein Jahr hinaus und arbeiten Sie, und wenn Sie dann in einem Jahr wiederkommen, werde ich mich sehr freuen, mit Ihnen ein Stück einzustudieren.» - Die Kugelmann-Gruppe hatte in Breslau im Juni während der Koberwitzer-Breslauer-Veranstaltungen Goethes «Iphigenie» aufgeführt. (Bericht von Rudolf Steiner darüber im Nachrichtenblatt, 22. Juni 1924. Siehe «Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft», GA Bibl.-Nr. 260a.) Nach dieser Aufführung setzte Rudolf Steiner den Termin für den Dramatischen Kurs fest und lud die Truppe nach Dornach ein. Wenige Tage vorher hatte Otto Wiemer mit Frau Dr. Steiner in Halle anläßlich einer Eurythmie-Aufführung ein längeres Gespräch, in dem er ihr die Notwendigkeit des Kurses auseinandersetzte, und Frau Dr. Steiner dadurch die Festsetzung des Datums für Anfang September versprach.
55 Geld hatten: Da es sich als aussichtslos erwies, innerhalb der deutschen Bühnen eine grundlegende Erneuerung durchzuführen, entstand der Plan, eine eigene Bühne zu begründen. Rudolf Steiner war offen für diese Idee, zumal eine Reihe von Bühnenkünstlern entschlossen war, einen neuen Weg einzuschlagen. Schlußendlich zerschlugen sich alle Bemühungen, auch durch das Fehlen der nötigen Geldmittel.
94 gab es in Berlin einen Professor: Ernst Curtius, 1814-1896, Archäologe und Historiker.
104 Voßscben Homer-Übersetzung.' Johann Heinrich Voß, 1751-1826, Dichter und Übersetzer.
107 Fräulein Senft: Emica Mohr-Senft, Eurythmistin.
111 Charles Marie Leconte de Lisle, 1818-1894, franz. Dichter. «Hypatie et Cyrille», III. Szene.
114 Johann Gottfried von Herder, 1744-1803, «Der Cid», besungen nach spanischen Romanzen.
118 Gotthold Ephraim Lessing, 1729-1781, «Faust», ein dramatisches Fragment; aus den Literaturbriefen, 17. Brief vom 16. Februar 1759.
120 wo der Major von Tellheim vorkommt: In «Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück», ein Lustspiel.
124 Ernst von Wildenbruch, 1845-1909, Verfasser nationalhistorischer Dramen.

Otto Brahm, 1856-1912, war Mitbegründer der «Freien Bühne» und Leiter des Deutschen Theaters in Berlin.
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125 Charlotte Wolter, 1834-1897, führende Schauspielerin am Wiener Burgtheater, seit 1874 vermählt mit dem Grafen O'Sullivan.
127 Schiller eine kur%e Formel finden konnte: wörtlich: «Darin also besteht das eigentümliche Kunstgeheimnis des Meisters, daß er den Stoff durch die Form vertilgt». - Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 22. Brief.
136 Franz Theodor Kugler, 1808-1858, Dichter, Kunsthistoriker. Aus dem Gedicht «An der Saale hellem Strande».
137 Ferdinand Freiligrath, 1810-1876, Dichter.

Johann Peter Hebel, 1760-1826, Dialektdichter. Aus dem Gedicht «Die Überraschung im Garten».
140 Jean Baptiste Molikre, 1622-1673, «Misanthrope», Paris 1688.
151 es gibt eine Reinhardterei: Max Reinhardt, 1873-1943, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter; begründete auch eine Schauspielschule; wurde vor allem durch seine Inszenierungen im Deutschen Theater Berlin weltberühmt.
154 Auguste Wilbrandt-Baudius, 1845-1937, Schauspielerin am Wiener Burgtheater.
155 Nach Schluß des Vortrags: Ankündigung durch Rudolf Steiner einer Aufführung der «Iphigenie» am Nachmittag durch Georg Kugelmann und seine Gruppe.
157f. Robert Hamerling, 1830-1889, «Danton und Robespierre», Tragödie, 1871. Im August 1941 wurde das Drama ungekürzt durch Marie Steiner auf der Bühne der Schreinerei aufgeführt, da der Goetheanumbau während des Krieges geschlossen war.
189 alte Formen etwas modifizieren müssen: Diese für den heutigen Menschen abgewandelten Übungen konnte Rudolf Steiner nicht mehr geben. Vgl.« Rudolf SteinerMarie Steiner-von Sivers. Briefwechsel», Bibl.-Nr. 262, Gesamtausgabe Dornach 1967., S. 237 und 239.
190 «reinhardtet»: 1919 wurde in Berlin der Zirkus Schumann zum «Großen Schauspielhaus» umgebaut.
196 Corona Schröter, 1751-1802, Sängerin, Schauspielerin und Komponistin. Sie verkörperte als erste die Iphigenie in Weimar.
215 in dem berühmten Werk: «Wallensteins Tod», III. Akt, 18. Auftritt.
220 Heinrich Laube, 1806-1884, Schriftsteller; 1849-1867 Leiter des Wiener Burgtheaters.
220 Alexander Strakosch, 1846-1909, dramatischer Lehrer und Rezitator unter Laube in Wien; später in Berlin an Reinhardts Schauspielschule.
243 die sanguinische Naive: Siehe Seite 47.
244 Bücher … aus der gegenwärtigen Wissenschaft: Diese Feststellung Rudolf Steiners wird auch durch das 1941 im Verlag A. Francke, Bern, erschienene Werk von Dr. Helmuth Pleßner, geb. 1892, o. Professor an der Rijksuniversiteit Groningen, über «Lachen und Weinen, eine Untersuchung nach den Grenzen menschlichen Verhaltens » bestätigt. Pleßners gewiß nicht oberflächlich zu nennende Darstellung von der «Lehre menschlichen Verhaltens», insofern sich dieses im Lachen und Weinen zeigt, kommt auch nur zu dem Schluß, daß es sich hierbei um eine «so gut wie unentdeckte Welt» handelt.
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245 Eleonore Düse, 1859-1924, berühmte italienische Schauspielerin.
273 Das Theater bekam den Namen eines … Klassikers: Das Lessing-Theater in Berlin, gegr. 1888. Der Gründer und Leiter war Oskar Blumenthal, siehe Hinweis zu Seite 302.
274 Jubel unter den Zuhörern: Von Dr. Steiner war der Kurs «durch 15 Tage hindurch» angekündigt. Die Zuhörer, vor allem die Bühnenkünstler, waren begeistert, dachten aber auch an den herankommenden Abschluß. Daher der Jubel über die Ankündigung; es folgten im ganzen noch 7 Stunden.
288 wie schon Aristoteles andeutete: in seiner «Poetik».
292 in dem Aufsätze über unseren Sprachkurs: Siehe «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», Bibl.-Nr. 280, Gesamtausgabe 1964, S. 213f.
299 unsere Mysterien aufzuführen: Die vier Mysteriendramen Rudolf Steiners wurden in München, jeweils im Sommer aufgeführt: 1910 im Schauspielhaus, 1911 und 1912 im Gärtnerplatz-Theater, 1913 im Volkstheater. Die Aufführungen begannen morgens 10 Uhr und dauerten bis spätnachmittags. Es waren Vorstellungen nur für die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft.
302 Franz Schönthan, 1849-1913, Bühnendichter; schrieb zusammen mit Gustav Kadelburg Komödien.

Gustav Kadelburg, 1852-1925, Schauspieler, Lustspieldichter.

Oskar Blumenthal, 1852-1917, Schriftsteller und Theaterdirektor. Gemeinsame Stücke mit Kadelburg, z.B. «Im weißen Rößl» u.a.

Otto Brahm, Siehe Hinweis zu Seite 124.

Paul Schienther, 1854-1916, Schriftsteller und Theaterleiter.

Die Brüder Heinrich (1855-1906) und Julius Hart (1859-1930) waren Mitbegründer der naturalistischen Bewegung in der Literatur.

Paul Lindau, 1839-1919, Schriftsteller, Theaterleiter und Kritiker.
308 Gerhart Hauptmann, 1862-1946, deutscher Dichter. «Die Weber», Berlin 1892.
317 (es wird gezeichnet); die farbige Tafel befindet sich im Archiv der Rudolf Steiner Nachlaßverwaltung.
321 Josef Kainz, 1858-1910, Schauspieler; seit 1883 am Deutschen Theater Berlin, seit 1889 Burgtheater Wien.
324 Aristophanes von Athen, um 450-385 v.Chr., griech. Lustspieldichter.
330 Er sagt: veiw: So an der Tafel und im Notizbuch. Dr. Steiner sprach die Silbe stark den Diphtong betonend aus.
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352 «Sing, unsterbliche Seele…»: Beginn des «Messias» von Friedrich Gottlieb Klopstock.

Pythagoras, um 582 bis etwa 507 v.Chr., griech. Philosoph.

Gegenwart bannte: Das Wort «bannte» ist im Stenogramm nicht klar lesbar.

Josef Misson, 1803-1875. Aus dem ersten Gesang der kleinen epischen Dichtung in unterennsischer Mundart «Da Naz, a niderösterreichischer Bauembui, geht in d'Fremd», Wien 1850. Vgl. auch «Vom Menschenrätsel», Bibl.-Nr. 20, Gesamtausgabe Dornach 1957, S. 125 ff.
362 durch Übungen gemacht wird: Siehe «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA Bibl.-Nr. 280.
364 Maeterlincks «L'Intruse»: Siehe Hinweis zu S. 32.
366 ver-kerrt und ge-harden-t: Bezugnahme auf die beiden Berliner Kritiker Alfred Kerr, 1867-1948 und Maximilian Horden, 1861-1927.
367 Letysobn: Dr. phil. Arthur Levysohn.
376 A. Strakosch, H. Laube: Siehe Hinweise zu S. 220.
377 Vorführungen, die wir gestern anschauen durften: Siehe Hinweis zu Seite 55. Einer der Schauspieler sprach den «Hamlet»-Monolog vor.
378 Emmerich Robert, 1847-1899, Schauspieler und Regisseur.
381 Lessingschen Bahnen: «Hamburgische Dramaturgie». Lessing versuchte, nicht nur für das Schauspiel, das Drama, sondern auch für die Schauspiel-, die Darstellungskunst die Grundlagen aufzuzeigen; letzteres war ihm aber nicht möglich. Erst Rudolf Steiner erfüllte durch diesen Kursus Lessings Postulat.
382 wenn sie %um Beispiel verarbeitet würden: Schon bald nach dem Ende des Kurses begann Frau Dr. Steiner mit einigen Schauspielern in Dornach zu arbeiten. Durch die Krankheit Rudolf Steiners und seinen frühzeitigen Tod (30. März 1925) war es ihm nicht mehr möglich, wie er es vorhatte, spezielle Unterweisungen, beispielsweise die gymnastischen Übungen, noch zu geben. Vgl. Hinweis zu Seite 189. - Es nahm nun eine systematische Schulung unter der Leitung von Marie Steiner ihren Anfang. Der Kreis der Schauspielschüler hatte sich rasch vergrößert. Vordringlich war, eine Aufführung der Vier Mysteriendramen von Rudolf Steiner für die Eröffnung des neu aufgebauten Goetheanum vorzubereiten.
384 Gottfried Haaß-Berkow, 1888-1957, Schauspieler und Regisseur. Die Haaß-BerkowSpiele waren in den zwanziger Jahren besonders in Deutschland weithin bekannt. Zuletzt Intendant der Württembergischen Landesbühne.

Albert Steffen, 1884-1963, Schweizer Dichter, Leiter der Sektion für schöne Wissenschaften am Goetheanum; übernahm nach dem Tode Rudolf Steiners den Vorsitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.
392 manches Buch erschienen: Siehe die Bemerkungen vor Beginn der Hinweise, «Das ekstatische Theater» von Dr. Felix Emmel zum Beispiel.
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392 Diesem Buche wird bald ein zweites folgen: «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA Bibl.-Nr. 280.
394 zieht sich dieser rote Faden: Siehe «Mein Lebensgang» (1923-25), GA Bibl.-Nr. 28, und «Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889-1900», GA Bibl.-Nr. 29.
395 neben den rein geisteswissenschaftlichen Werken: Siehe die Übersicht über die Rudolf Steiner-Gesamtausgabe auf S. 413/414.




Zur Übersicht

1)
«Rudolf Steiner - Marie Steiner-von Sivers. Briefwechsel und Dokumente 1901 bis 1925», GABibl.-Nr. 262.
2)
Luise Dumont leitete mit Gustav Lindemann durch viele Jahre das Düsseldorfer Schauspielhaus. Dr. Felix Emmel war damals ein enger Mitarbeiter von ihnen. Das Buch befindet sich in der Bibliothek Rudolf Steiners.
3)
1919 wurden die ersten Sprech-Ubungen gegeben. Siehe «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA Bibl.-Nr. 280.
4)
Durch Georg Kugelmann, Rostock, «Neukünstlerische Bühnenspiele», wurden in Dornach im Juli 1922 anläßlich eines Kurses über künstlerische Sprachbehandlung weitere Fragen gestellt, welche von Dr. Steiner aufgegriffen und beantwortet wurden. Das führte zu einer Einstudierung der «Iphigenie» von Goethe durch diese Schauspielergruppe. Siehe ebenfalls «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung».
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