HINWEISE DES HERAUSGEBERS

HINWEISE DES HERAUSGEBERS

Zu dieser Ausgabe

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219 Seit 1882 war Rudolf Steiner auf Empfehlung seines Lehrers, des Germanisten Karl Julius Schröer, Herausgeber der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes. Die fünf von Steiner besorgten Bände waren Teil der sechsunddreißigbändigen Goethe-Ausgabe und erschienen zwischen 1884 und 1897 in Joseph Kürschners «Deutsche National-Litteratur». Im Jahre 1890 übersiedelte Rudolf Steiner von Wien nach Weimar und wurde ständiger Mitarbeiter am dortigen Goethe- und Schiller-Archiv. In dieser Eigenschaft gab er von 1891 bis 1897 sechs Bände von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der großen Weimarer Sophien-Ausgabe heraus.
Sein Plan zu einem Werk über Goethes Weltanschauung läßt sich bis ins Jahr 1890 zurückverfolgen. Wie aus seinen Briefen hervorgeht, dachte Steiner damals daran, eine «Goethe-Philosophie» zu schreiben. (Brief an R. Specht, 18. 10. 1890 und an P. Specht, 22. 11. 1890, in «Briefe II, 1890-1925», GA 39.) Am 19. Dezember 1891 forderte der Verleger Emil Felber in einem Brief Rudolf Steiner auf, aufgrund seiner umfassenden Erfahrung ein Buch über die Bedeutung Goethes für die Naturwissenschaft zu schreiben. Steiner plante darauf eine Schrift mit dem Titel «Goethes Verhältnis zur Wissenschaft» oder «Goethe als Naturforscher» (an P. u. L. Specht, 31. 12. 1891 und an P.Specht, 25. 2. 1892), und noch Ende 1896 und Anfang 1897 betitelte er in seinen Briefen das im Entstehen begriffene Werk: «Goethes Naturanschauung». (An A. Eunike, 19. 12. 1896 und 11.1. 1897.) Im Februar 1897 tauchte zum ersten Mal der endgültige Titel «Goethes Weltanschauung» auf in Steiners Brief an Anna Eunike vom 8. 2. 1897. Das Manuskript zu diesem Buch wurde Ende April 1897 abgeschlossen. Noch im selben Jahr erschien eine zweite (unveränderte) Auflage.
Im Bestreben, die Kontinuität seiner eigenen Weltanschauung von der ersten Goethe-Schrift bis zur Anthroposophie darzustellen, legte Rudolf Steiner seit 1918 seine frühen, «voranthroposophischen» Schriften neu auf. Die Neuausgabe von «Goethes Weltanschauung» erschien 1918 im Philosophisch-Anthroposophischen Verlag (Berlin). Bei dieser Ausgabe wurden im selben Jahr sogar zwei Nachauflagen nötig. 1918 legte Steiner auch sein vor über
220 zwanzig Jahren erschienenes philosophisches Hauptwerk «Die Philosophie der Freiheit» wieder auf. Während es sich bei dieser Neuauflage aber um eine Überarbeitung des Textes handelte, betonte Steiner, daß «Goethes Weltanschauung» ohne wesentliche Änderungen, nur mit einigen Erweiterungen und Ergänzungen wiederaufgelegt wurde. (Die zwei Kapitel über die platonische Weltanschauung sind allerdings nicht nur stilistisch, sondern inhaltlich entscheidend überarbeitet.)
Erläuterungen über die Entstehungsbedingungen dieses Buches finden sich in Rudolf Steiners Autobiographie «Mein Lebensgang», GA28, S. 312-315.

Textgrundlage: 5. Auflage (bezeichnet als 5.-12. Auflage), Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Berlin 1921 (Ausgabe letzter Hand).

Die 7. Auflage (1963, zugleich erste Auflage innerhalb der Gesamtausgabe) wurde besorgt von Andreas Dollfus. Für diese Ausgabe, und zusätzlich für die Taschenbuchausgabe (1979, besorgt von Caroline Wispler und Andreas Dollfus) wurde der Text in Orthographie, Interpunktion und Abkürzungen vereinheitlicht. Die Zitate wurden überprüft und in bezug auf zahlreiche Unstimmigkeiten korrigiert und ergänzt; Stellen, die Rudolf Steiner offensichtlich zum Zwecke einer bestimmten Verdeutlichung abgeändert hat, wurden so belassen und in den Hinweisen zum Text im ursprünglichen Wortlaut angeführt. Die Hervorhebungen in den Zitaten stammen meist von Rudolf Steiner. Die Quellenangaben im Text wurden kontrolliert und, wenn nötig, ergänzt, korrigiert und vereinheitlicht (siehe die unten angeführten Goethe-Ausgaben). Hinweise zum Text und ein Personenregister wurden dieser Ausgabe hinzugefügt.
Die 8. Auflage (1990) wurde besorgt von David Hoffmann. Der Text wurde mit der letzten von Rudolf Steiner besorgten Ausgabe (1921, Ausgabe letzter Hand) genau verglichen. Alle seit dieser Ausgabe von Herausgebern vorgenommenen Änderungen wurden geprüft und entweder rückgängig gemacht oder, wo nötig, so belassen und in nachfolgendem Verzeichnis der Textkorrekturen nachgewiesen. Nicht besonders erwähnt wurden Druckfehlerkorrekturen, die behutsamen Modernisierungen in Orthographie und Interpunktion sowie die Korrekturen in den Zitaten und die Vereinheitlichungen
221 der Quellenangaben. Die Hinweise und das Namenregister wurden ergänzt.



Textkorrekturen

221 Verzeichnis der inhaltlichen Herausgeberkorrekturen gegenüber dem Text der Ausgabe letzter Hand (1921):

Seite Zeile
8 1 Daß mich statt Daß ich mich Sinngemäße Korrektur des Herausgebers.
79 8 Wahrnehmung statt Wahrheit Korrektur nach 1. Aufl.
83 30 Gegenstände statt Gegensätze Korrektur nach 1. Aufl.
108 8 sein statt ein Korrektur nach 1. Aufl.
126 10 und des Wasserstoffs Ergänzung nach 1. Aufl.
177 5 nur Ergänzung nach 1. Aufl.
183 17 f. weggenommen statt vorgenommen Korrektur nach 1. Aufl.
186 24 f. gewonnenen statt genommenen Korrektur nach 1. Aufl.
201 2 daß statt da Korrektur nach 1. Aufl.
201 23 steigt statt fällt Sinngemäße Korrektur des Herausgebers.
215 30 einem statt einer Korrektur des Herausgebers.



Für den Nachweis der Zitate verwendete Goethe-Ausgaben

221 WA/Weimarer Ausgabe: Goethes Werke, herausgegeben im Auftrag der Großherzogin Sophie von Sachsen, 4 Abt., 133 Bde.,
Weimar 1887-1917. Photomech. Nachdruck München 1987.

Kürschner: Goethes Werke, Naturwissenschaftliche Schriften, herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur», Bde. 33-36/2, Berlin u. Stuttgart 1884—1897. In den Hinweisen zum Text zitiert nach dem photomechanischen Nachdruck Rudolf Steiner Gesamtausgabe Dornach 1975, GA 1 a-e, Sonderausgabe Dornach 1982.
222 Eckermann: Johann Peter Eckermann, «Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens» (1836-1848). Siehe v. a. die Ausgabe von Regine Otto unter Mitarbeit von Peter Wersig, Berlin und Weimar 1982, München 1984, mit Nachwort, Kommentar und Register.

Goethes Gespräche: Goethes Gespräche. Eine Sammlung zeitgenössischer Berichte aus seinem Umgang, auf Grund der Ausgabe und des Nachlasses von Flodoard Freiherrn von Biedermann, ergänzt und herausgegeben von Wolfgang Herwig, 5 Bde., Zürich und Stuttgart 1965-1987.



Hinweise zum Text

222 Werke Rudolf Steiners, welche innerhalb der Gesamtausgabe (GA) erschienen sind, werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch das Namenregister und die Übersicht am Schluß des Bandes.

9 daß «wir durch nichts so sehr veranlaßt werden . . .»: Tag- und Jahreshefte, Schluß vom Jahre 1805. WA 1. Abt., Bd. 35, S. 244/245.
10 Sie ließen . . . die Ideen reifen, die ich vor mehr als zehn Jahren Siehe die Einleitungen in Goethes Natw. Sehr.; gesondert gedruckt als «Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», GA 1. - Über die Zeit der Herausgebertätigkeit, siehe Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang», Kapitel VI, IX ff., GA 28.
14 «Der Mensch ist nicht geboren, die Probleme . . .»: Johann Peter Eckermann, «Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens», Gespräch vom 15. Oktober 1825.
15 «Man sagt, zwischen zwei entgegengesetzten . . .»: Sprüche in Prosa, Kürschner Band V, S. 362.
16 Eckermann, Johann Peter, 1792-1854, aus ärmlichsten Verhältnissen Niedersachsens stammend hat er weitgehend autodidaktisch seine malerische, schriftstellerische und wissenschaftliche Begabung ausgebildet; 1823 wurde er Gehilfe und Mitarbeiter Goethes für die Ausgabe letzter Hand und zusammen mit Riemer der Herausgeber von Goethes Nachlaß; seine «Gespräche mit Goethe» erschienen 1836-1848.
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16 Zelter, Carl Friedrich, 1758-1832, Musiker und Komponist, wurde 1800 Leiter der Berliner Singakademie, gründete das Institut für Kirchenmusik und erhielt eine Professur an der Akademie der Künste. Die langjährige Brieffreundschaft mit Goethe begann 1799, nachdem Zelter bereits einige Gedichte Goethes vertont hatte.
21 Goethe erzählt von einem Gespräch …: Siehe den Aufsatz: Glückliches Ereignis. Kürschner Band I, S. 108-113 (darin auch die folgenden Zitate). Das erwähnte Gespräch fand vmtl. zwischen dem 20. und 23. Juli 1794 statt.

Schiller, Friedrich, 1759-1805, kam 1787 nach Weimar, übernahm 1789 eine Geschichtsprofessur in Jena, aber erst 1794 kam es zu der für Schiller und Goethe lebensbestimmenden Begegnung.
24 Xenophanes, um 570 - um 490 v. Chr., vorsokratischer Philosoph und Dichter.

Parmenides, 5. Jh. v. Chr., vorsokratischer Philosoph, Begründer der eleatischen Schule.
26 Plato, 427-347 v. Chr.

«Die Dinge dieser Welt, welche unsere Sinne wahrnehmen . . .»: Bei dem ganzen Abschnitt und dem folgenden, nicht nachgewiesenen Zitat handelt es sich um eine freie Zusammenfassung der Stelle über das Höhlengleichnis im 7. Buch von Platos «Staat».
31 Augustinus, Aurelius, 354—430, Kirchenvater.

«Ohne jedes Schwanken wollen wir glauben . . .»: Augustinus, Ep. 140, 7; zitiert nach Otto Willmann, Geschichte des Idealismus, 2. Band, Braunschweig 1896, S. 266.
34 Aristoteles, 384-322 v. Chr.
35 Thomas von Aquino, um 1225-1274, der größte christliche Theologe des Mittelalters.

Bacon, Francis, 1561-1626, englischer Philosoph.

Descartes, Rene, 1596-1650, französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher.
36 «Denn oh er schon selbst immer darauf hindeutet. . .»: Geschichte der Farbenlehre, Baco von Verulam. Kürschner Band IV, S. 171.
38 Spinoza, Baruch von, 1632-1677, Philosoph aus Amsterdam, portugiesisch-jüdischer Abstammung. - Lessing und Herder erschlossen die Bedeutung seiner All-Einheitslehre dem deutschen Geistesleben.
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39 Hume, David, 1711-1776, englischer Philosoph und Geschichtsschreiber.
40 Kant, Immanuel, 1724-1804.
48 «Die hohen Kunstwerke sind zugleich . . .»: Italienische Reise, Rom 6. September 1787. WA 1. Abt., Band 32, S. 77/78.

«Ich habe eine Vermutung, daß sie . . .»: Italienische Reise, Rom 28. Januar 1787. WA 1. Abt., Band 30, S. 265.
\ Winckelmann, Johann Joachim, 1717-1768, Altertumsforscher, eigentlicher Begründer der Kunstgeschichte des Altertums.

«indem der Mensch auf den Gipfel der Natur . . .»: Winckelmann, Kapitel: Schönheit. WA 1. Abt., Band 46, S. 29.
49 «wenn er zu seinem Talente noch . . .»: Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil. WA 1. Abt., Band 47, S. 82.

daß er «auf den tiefsten Grundfesten der Erkenntnis . . .»: Ebenda, S. 80.
51 (vgl. meinen Nachweis von Goethes Urheberschaft . . .): Rudolf Steiner, Zu dem <Fragment> über die Natur. Wiedergedruckt in: «Methodische Grundlagen der Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1884-1901», GA 30, S. 320-327.

«Natur! Wir sind von ihr umgeben . . .»: Die Natur. Aphoristisch. Kürschner Band II, S. 5.
52 In Rom hat er «über Kunst und ihre theoretischen Forderungen . . .»: Einwirkung der neueren Philosophie. Kürschner Band II, S. 26.

Moritz, Karl Philipp, 1757-1793, Schriftsteller, Ästhetiker; Freund Goethes seit dem Herbst in Rom, 1786. Der rege Austausch über alle Fragen der bildenden Kunst und der Poesie sowie der Naturanschauung bedeutete für beide intensivste Förderung in der Ausgestaltung ihrer Ideen.

«Denn als die Vegetation . . .»: Einwirkung der neueren Philosophie, Kürschner Band II, S. 26 f.

«Bei physischen Untersuchungen . . .»: Ebenda.
53 «friedliche Wirkung» (Spinozas auf Goethe): Dichtung und Wahrheit, IV. Teil, 16. Buch. WA 1. Abt., Band 29, S. 11.

«Denke man aber nicht, daß ich . . .»: Ebenda.
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54 «Durch die Pendelschläge wird die Zeit .. .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 430.

daß sie «eine Entwicklung aus einem lebendigen . . .; Einwirkung der neueren Philosophie. Kürschner Band II, S. 28.

«Die Idee ist ewig und einzig; . . .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 379.

«das Ideelle im Reellen anerkennen …»: Ebenda, S. 425/26: «Wir leben in einer Zeit, wo wir uns täglich mehr angeregt fühlen, die beiden Welten, denen wir angehören, die obere und die untere, als verbunden zu betrachten, das Ideelle im Reellen anzuerkennen und unser jeweiliges Mißbehagen mit dem Endlichen durch Erhebung ins Unendliche zu beschwichtigen».

daß «die Natur nach Ideen verfahre . . .»: Ebenda. | | 56 | «Mit einiger Aufmerksamkeit konnte ich bemerken .. .
; Einwirkung der neueren Philosophie. Kürschner Band II, S. 27.
57 Der Eingang (der Kritik der reinen Vernunft) war es . . .»: Ebenda, S.28.

«Sie hörten mich wohly konnten mir aber. , .»: Ebenda, S. 29.
60 «Herr Dr. Heinroth . . . spricht von meinem Wesen. . .»: Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort. Kürschner Band II, S.31.

Heinroth, Johann Christian, 1773-1843, Anthropologe und Naturforscher in Leipzig; in seinem «Lehrbuch der Anthropologie», 1822, geht er auf Goethes Denkart ein; Goethe antwortet 1823 darauf mit dem Aufsatz: Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort,
61 «Hier ruhst du unmittelbar auf einem Grunde, ,.»: Über den Granit. Kürschner Band V, S. 588.
64 «Wenn die gesunde Natur des Menschen .. .»: Winckelmann. Kapitel: Antikes. WA 1. Abt., Band 46, S. 22.
66 «Kenne ich mein Verhältnis zu mir selbst ,. .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 349.

«Die Theorie an und für sich ist nichts nutze. . .»: Ebenda, S. 357.
70 «Der Mensch an sich selbst, insofern er . ..»: Ebenda, S. 351.
71/72 «Jacobi <Von den göttlichen Dingern machte mir nicht wohl .. .»: Tag- und Jahreshefte 1811. WA 1. Abt., Band 36, S. 71/72.
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71/72 Jacobi, Friedrich Heinrich, 1743-1819, Kaufmann, Jurist, Philosoph und Schriftsteiler; seit der ersten Begegnung mit Goethe 1774 verband sie eine herzliche Freundschaft, die aber immer wieder getrübt wurde durch die grundsätzlich verschiedenen Ausgangspunkte beider.
72 In einem Briefe an Jacobi: Vom 5. Mai 1786, wörtlich: «. .. Dagegen hat dich aber auch Gott mit der Metaphisick gestraft und dir einen Pfal ins Fleisch gesetzt, mich dagegen mit der Phisick geseegnet, damit es im Anschauen seiner Wercke wohl werde, deren er mir nur wenige zu eigen hat geben wollen.»
73 «Das Höchste wäre, zu begreifen . . .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 376.
74 «Wenn wir ja im Sittlichen, durch Glauben . . .»: Anschauende Urteilskraft. Kürschner Band I, S. 116.

«zu erforschen, zu erfahren, wie Natur im Schaffen lebt.»: Gedicht Parabase, Vers 3 und 4; aus der Gedichtsammlung: Gott und Welt. WA1. Abt., Band 3, S. 84.
75 «Hypothesen sind Gerüste, die man . . .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 358.
76/77 «Es sind am Ende doch nur, wie mich dünkt . . .»: Erfahrung und Wissenschaft. Kürschner Band V, S. 595.
77 «Wofass* ich dich, unendliche Natur? . . .»: Faust I, Studierzimmer. Vers 455 ff.
78 «In den Blüten tritt das vegetabilische Gesetz. . ,»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 495.
79 «daß die Natur kein Geheimnis habe . . .; Tag- und Jahreshefte 1790. WA 1. Abt., Band 35, S. 15/16.

«… vom Ziegelstein, der dem Dache entstürzt. . .»: Paralipomena zur Chromatik. Kürschner Band V S. 294.

«Alle Wirkungen, von welcher Art sie seien . ..»: und «Ein Ziegelstein löst sich vom Dache los …»: Ebenda, S. 293 bzw. S. 294. | | 81 | Holbach, Paul Heinrich Dietrich, 1723-1789, Freund Diderots und mit ihm Träger der Enzyklopädistenbewegung in Paris. «Systeme de la nature - ou des lois du monde physique et du monde moral», London, Amsterdam 1770, 2 Bände.

«Eine Materie sollte sein von Ewigkeit . . .»: WA 1. Abt., Band 28, S. 70. | </WRAP> | | 227 |
81 Du Bois-Reymond, Emil, 1818-1896, Naturwissenschafter an der Universität zu Berlin. «Über die Grenzen des Naturerkennens.» Vortrag, gehalten in der 2. öffentlichen Sitzung der 45. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte, Leipzig 1872.
82/83 «Das Gesetz, das in die Erscheinung tritt . ..»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 495.
83 als Naturforscher will er «die Gesetze kennen . . .»: Ebenda.

nach «tausendfältigen Pflanzen» .. .; Eckermann, Gespräch vom 20. Februar 1831.
83 «Wer sie (meine Schriften) und mein Wesen überhaupt.. .»: Goethes Gespräche, Bd. III/2, S. 743, Nr. 6751.
84 «Die Umfassenden, die man in einem stolzern Sinne . ..»: Vorarbeiten zu einer Physiologie der Pflanzen. Kürschner Band V, S. 563.
85 «Wie hast du's denn so weit gebracht? . . .»: Zahme Xenien, VII. Abteilung. WA 1. Abt., Band 5,1, S. 92.
87 «die Probleme der Welt zu lösen . . .»: Siehe den Hinweis zu S. 14.
«Kant hat unstreitig am meisten genützt.. .: Eckermann, Gespräch vom 1. September 1829. | | 87/88 | als «durch geregelte Erfahrung zu einer Art von bedingter . . .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 449. | | 88 | daß «ein höherer Einfluß die Standhaften . . .»: Des jungen Feldjägers Kriegskamerad, gefangen und strandend, immer getrost und tätig. Vorwort von Goethe (1826). WA 1. Abt., Band 42,1, S. 125/ 126. Dort heißt es wörtlich: «Ein höherer Einfluß begünstigt die Standhaften, die Tätigen, die Verständigen, die Geregelten und Regelnden, die Menschlichen, die Frommen. Und hier erscheint die moralische Weltordnung in ihrer schönsten Offenbarung, da wo sie dem guten, dem wackern Leidenden mittelbar zu Hülfe kommt.» | | 89 | «Pflicht: wo man liebt, was man sich selbst befiehlt.»: Sprüche in Prosa, Kürschner Band V, S. 460 (nach <Pflicht> bei Goethe ein Komma).

«Lessing, der mancherlei Beschränkung unwillig fühlte. . .»: Ebenda.

Lessing, Gotthold Ephraim, 1729-1781. Die Haltung des Dichters, Denkers und Kritikers Lessing gegenüber den Werken des jungen Goethe war skeptisch und ablehnend; nur allmählich bildete sich Anerkennung. Goethe hingegen hegte Zeit seines Lebens die größte Achtung und Verehrung für Lessing. Eine Begegnung ist nicht zustande gekommen. | </WRAP> | | 228 |
90 Der Wille «muß, um vollkommen zu werden .. .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 412.

«Der Mensch, wie sehr ihn auch die Erde anzieht. . .; Tagebuch des Kanzlers von Müller, 29. April 1818, Goethes Gespräche, Bd. III/l, S. 62, Nr. 4561.

«Was gar nicht aufzulösen ist, überlassen wir Gott . . .»: Nicht nachgewiesen.

«Hierbei bekenn
ich, daß mir von jeher. . .»: Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort. Kürschner Band II, S. 32.
91 Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph, 1775-1854; auf Goethes Veranlassungwurde der Philosoph 1798 nach Jena berufen; er lehrte später in Erlangen, München und Berlin. Goethe war besonders seiner Naturphilosophie verbunden; den späteren Mystizismus Schellings lehnte er ab.

«Ich würde ihn (Schelling) Öfters sehen. . .».- Brief an Schüler vom 19. Februar 1802.
92 die Natur sei «in dem Reichtum der Schöpfung so groß . . .»: Eckermann, Gespräch vom 20. Februar 1831.
93 Max Stirner, 1806-1856, deutscher individualanarchistischer Philosoph, von Rudolf Steiner in den neunziger Jahren äußerst geschätzt, vgl. dazu Steiners Briefe an den Stirner-Wiederentdecker, -Biographen und -Herausgeber John Henry Mackay in «Briefe II, 1890-1925», GA 39; und die Erwähnungen in «Friedrich Nietzsche, ein Kampfer gegen seine Zeit» (1895), GA 5, S. 96-99, und im Aufsatz «Der Individualismus in der Philosophie» (1899), GA 30, S. 143-148. Die zitierte Stelle bildet den Schluß von Stirners Hauptwerk «Der Einzige und sein Eigentum», Leipzig 1845.

«In deinem Nichts hoff ich das All zu finden»: Faust II, 1. Akt, Finstere Galerie, Vers 6256.

«Du gleichst dem Geist, den du begreifst. . .»: Faust I, Nacht, Vers 512.
94 «In Lebensfluten, im Tatensturm . . .»: Ebenda, Vers 501 ff.
97 Als Förster die Ansicht aussprach . . .: Gespräch mit Friedrich Förster vmtl. im Jahre 1828, Goethes Gespräche, Bd. III/2, S. 295, Nr. 6187.

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97 Förster, Friedrieb, 1791-1868, historischer Schriftsteller und Lehrer in Berlin, später Kustos am königlichen Museum und Journalist.
98 «Ich war mir edler, großer Zwecke bewußt .. .»: Biographische Einzelheiten. Aus meinem Leben. Fragmentarisches. Späte Zeit. W AL Abt. Band 36,5.231.
101 Knebel, Karl Ludwig, 1744-1834, Jurist und Offizier in preußischen Diensten; wurde 1774 als Erzieher des Prinzen Konstantin nach Weimar berufen und arrangierte in dem Jahr die erste Begegnung Karl Augusts mit Goethe. 1781 zog er sich nach Jena zurück und widmete sich dem Studium der alten Literatur. Mit Goethe verband ihn zeitlebens eine tiefe Freundschaft.
101 Emil Du Bois-Reymond, Goethe und kein Ende, Rektoratsrede am 15. Oktober 1882 an der Berliner Universität, Leipzig 1883.
103 das leibliche Auge . . . das geistige Auge: Zu diesem Goetheschen Ausdruck vgl. das Zitat auf S. 150/51, sowie im: Entwurf einer Einleitung in die vergleichende Anatomie, Kürschner Band I, S. 262: «Wir lernen mit den Augen des Geistes sehen, ohne die wir, wie überall, so besonders auch in der Naturforschung, blind umhertasten.»

Die Metamorphose der Pflanzen: Kürschner Band I, S. 92 ff., innerhalb des Aufsatzes: Schicksal der Druckschrift.

Die Metamorphose der Tiere: Ebenda, S. 344 ff., innerhalb der Vorträge über vergleichende Anatomie.
104 «Das arme Tier zittert im Netze . . .»: Brief an Hetzler jun., abgedruckt in WA 4. Abt., Band 1, S. 237.
105 «Wer will was Lebendig's erkennen und beschreiben . , .»: Faust I, Studierzimmer, Vers 1936-1939.

Karl August, 1757-1828, regierender Herzog von Sachsen-Weimar seit 1775, Großherzog seit 1815. Er hatte Goethe 1774 auf einer Reise in Frankfurt kennengelernt und berief ihn Ende 1775 nach Weimar; Goethe wurde sein Freund, Erzieher und nächster Vertrauter; sie vermochten es, alle die produktiven Geister Deutschlands anzuziehen, die Weimar und das benachbarte Jena zum Zentrum der damaligen kulturellen Welt machten.
106 Stein, Charlotte Albertine Ernestine von, geb. von Schardt, 1742-1827, war 15 jährig in den Hof dienst der Herzogin Anna Amalia getreten, seit 1764 mit dem herzoglichen Oberstallmeister von Stein in Weimar verheiratet. Die Tiefe der Begegnung mit Goethe, den Bruch nach der Italienischen Reise und die allmähliche Versöhnung spiegeln die Briefe Goethes an sie.

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107 Linne, Karl von, 17Q7-X778, schwedischer Naturforscher, Arzt mit Professur für Medizin und für Botanik in Uppsala.

Er gesteht, daß nach Shakespeare und Spinoza . . .: Siehe den Brief vom 7. November 1816 an Zelter; sowie: Geschichte meines botanischen Studiums. Kürschner Band I, S. 68.

Shakespeare, William, 1564-1616. Goethe lernte die Dramen des großen englischen Dramatikers in Straßburg durch Herder kennen und widmete sich ihnen mit uneingeschränkter Begeisterung (siehe die Rede über Shakespeare am 14.10. 1771); es folgten Phasen kritischer Auseinandersetzung mit Shakespeares Werk, insbesondere ihre Aufführbarkeit betreffend; siehe die Bühnenbearbeitung Goethes von «Romeo und Julia» und die Auseinandersetzung um den «Hamlet» in «Wilhelm Meisters Lehrjahren».
108 was Linne «mit Gewalt auseinander zu halten suchte . . .»: Geschichte meines botanischen Studiums. Kürschner Band I, S. 68.

«Spezies zählen wir so viel. . .»: Die Stelle lautet bei Linne, Genera plantarum, Frankfurt 1789, S. XII: «Species tot sunt diversae, quot diversas formas ab inkio creavit infinitum ens.»

Rousseau, Jean-Jacques, 1712-1778, französischer Philosoph und Schriftsteller, dessen Ideen in bezug auf ein neues Verhältnis zur Natur, sowie zur Pädagogik beherrschend auf das europäische Geistesleben des 18. Jahrhunderts wirkten. Goethe hat vielfältige Anregungen von ihm empfangen, sowohl im Dichterischen wie in bezug auf seine botanischen Studien.

«Sein Verhältnis zu Pflanzenfreunden . ..»: Kürschner Band I, S. 73.
109 Gleichen, Wilhelm Friedrich von, 1717-1783, Botaniker.

Merck, Johann Heinrich, 1741-1791, vielseitig gebildeter und interessierter Schriftsteller und Kritiker; Kriegsrat in Darmstadt. Er lernte Goethe 1771 kennen, erkannte sein Genie und zog ihn zur Mitarbeit an seinem «Frankfurter Gelehrten Anzeiger» hinzu. Nach intensiver Freundschaft, gegenseitiger Förderung und Teilnahme folgte Distanz und Entfremdung nach der Italienischen Reise Goethes.

Lavater, Johann Kaspar, 1741-1801, Prediger und Schriftsteller in Zürich. Goethe und Lavater standen seit 1773 in Briefwechsel; die Begegnungen in Frankfurt (1774) und Zürich (1775 und 1779) begründeten eine zunächst innige Freundschaft und Teilnahme an den Produktionen; nach 1780 folgte eine zunehmende Entfremdung.

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111 Einsiedel, August Hildebrand von, 1721-1793, Geheimer Rat; Goethe war mit der Familie eng verbunden und setzte sich in privaten Schwierigkeiten für sie ein. Der älteste Sohn gehörte zum engsten Freundeskreis um Anna-Amalia, Herzog Karl August und Goethe.

Loderjmtm Christian von, 1753-1832, war 1778-1803 Professor für Anatomie und Medizin in Jena, später Leibarzt am Moskauer Hof. Goethe arbeitete viel mit ihm zusammen, und Loder veröffentlichte 1788 in seinem anatomischen Handbuch Goethes Entdeckung vom menschlichen Zwischenkieferknochen.

an den Herzog vom 4. November: Wörtlich: «Auf den Mittwoch fang ich auf der Akademie abends an, das Skelett den jungen Leuten zu erklären und sie zur Kenntnis des menschlichen Körpers anzuführen. Ich tue es zugleich um meinet- und ihretwillen, die Methode, die ich erwählt habe, wird sie diesen Winter über völlig mit den Grundsäulen des Körpers bekannt machen.»
112 Herder, Johann Gottfried, 1744-1803. In Straßburg 1770 lernte der große Denker und Dichter den jungen Goethe kennen, der von ihm entscheidenden Einfluß empfing. Herder war es, der als Schüler Hamanns, Verkünder Shakespeares und Verehrer des Altertums und der Volkspoesie zum Zentrum der jungen literarischen Bewegung des «Sturm und Drang» wurde. - 1776 veranlaßte Goethe die Berufung Herders zum Generalsuperintendenten nach Weimar. - Die 80er Jahre sind die Zeit intensivsten Austausches ihrer Gedanken und Dichtungen.
Frau von Stein an Knebel: Siehe: Zur deutschen Literatur und Geschichte, hg. von H. Düntzer, Band I, Nürnberg 1857, S. 120.
113 «Das Menschengeschlecht» ist «der große Zusammenfluß .. .*: J. G.Herder, Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit, l.Teil, 5. Buch, III.

«Und so können wir den vierten Satz annehmen . ~.»: Ebenda, l.Teil, 2. Buch, IV, 4.

Sömmering . . . an Merck: Briefe an H. J. Merck, Darmstadt 1835, S. 354 f.

Sömmering, Samuel Thomas von, 1755-1830, Anatom, Physiologe und praktizierender Arzt, den Goethe 1783 in Kassel kennenlernte. Es entstand ein reger wissenschaftlicher Austausch (vgl. Kürschner Bd. I, S. 401 f.), und 1791 anerkannte Sömmering Goethes Entdeckung des menschlichen Zwischenkieferknochens.

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113 Blumenbach, Johann Friedrich, 1752-1840, Mediziner, Anthropologe, vergleichender Anatom an der Universität Gottingen, den Goethe seit 1783 persönlich kannte und mit dem er seit 1793 in regem wissenschaftlichem Austausch stand.

Camper, Peter, 1722-1789, holländischer Chirurg und bekannter Anatom. Er prüfte und bestätigte alle Beobachtungen Goethes über den Bau des Zwischenkieferknochens, lehnte aber, wie fast alle zeitgenössischen Wissenschaftler, Goethes Feststellung, daß er auch dem Menschen zuzuschreiben sei, ab.
114 «daß die Natur kein Geheimnis habe . . .»; Siehe Hinweis zu S. 79.

im November 1784 an Knebel: Am 17. 11. 1784.
115 im Jahre 1786 an Frau von Stein: Am 9. 7. 1786.
117 «bei einer eigensinnigen, gegnerischen. . .»: Kürschner Band I, S. 79.
118 im November teilt er Knebel mit: Am 17. 11. 1786.
119 Goethe legt sich ein botanisches Tagebuch an: Paralipomenon unter dem Titel: Morphologische Studien in Italien.
120 «Hypothese: Alles ist Blatt. ..»: Ebenda, S. 282.

«Ferner muß ich Dir vertrauen . . .» und «Vorwärts und rückwärts ist die Pflanze immer nur Blatt.. .»: Italienische Reise, Bericht Juli 1787 (Der Auszug aus dem Brief an Herder wird hier von Goethe wiederholt).
122 Bunge, Gustav, 1844-1920, Professor für Physiologie in Basel.
127 «£5 mag nun die Pflanze sprossen, blühen …»: Die Metamorphose der Pflanzen § 115, Kürschner Band I, S. 57.
128 nachdem sie «ihre Hüllen mehr oder weniger…» (und zum folgenden Text): Siehe ebenda § 10 ff. Wörtlich heißt es im § 10: «Sie läßt ihre Hüllen mehr oder weniger in der Erde zurück, welche wir auch gegenwärtig nicht untersuchen, und bringt in vielen Fällen, wenn die Wurzel sich in den Boden befestigt hat, die ersten Organe ihres oberen Wachstums .. . an das Licht hervor.»
130 « An allen Körpern, die wir lebendig nennen . . .»: Auch: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 434.
132 « Versuch, die Metamorphose der Pflanzen zu erklären»: So der Titel der Erstausgabe 1790. Unter dem Titei «Die Metamorphose der Pflanzen» in Kürschner Bd. I, S. 17-59.

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132 «Auf Anatomie bin ich so ziemlich vorbereitet .. .»: Italienische Reise, 20. Januar 1787.
133 (Weimarer Ausgabe, 2. Abt., Band 8, S. 360): Paralipomenon aus einem Notizbuch von der venezianischen Reise 1790: «Das Gehirn selbst nur ein großes Hauptganglion. Die Organisation des Gehirns wird in jedem Ganglion wiederholt, sodaß jedes Ganglion (als) ein kleines subordiniertes Gehirn anzusehen ist.»

im Jahre 1790 auf den Dünen des Lido .. .; Tag- und Jahreshefte 1790. WA 1. Abt., Band 55, S. 15. Zitiert wird dies Ereignis in den Anmerkungen Rudolf Steiners zur Abhandlung über den Zwischenknochen. Kürschner Band I, S. 316. - Siehe auch: Bedeutende Fördeniis durch ein einziges geistreiches Wort. Kürschner Band II, S.34.
134 Untersuchungen Carl Gegenbaurs, 1826-1903, Anatom; Untersuchungen über das Kopfskelett der Wirbeltiere, Leipzig 1872, und: Über das Kopfskelett der Selachier, 1872.
135 In dem Brief vom 30. April 1790 schreibt Goethe an Frau von Kalb: «Sagen Sie Herdern, daß ich der Tiergestalt und ihren mancherlei Umbildungen um eine ganze Formel naher gerückt bin und zwar durch den sonderbarsten Zufall. Auch habe ich durch die Betrachtung der Fische und Seekrebse viel gewonnen.»

Kalb, Charlotte von, geb. Marschalk von Ostheim, 1761-1843, lebte in Weimar oder Walthershausen in enger Beziehung zu Schiller, Jean Paul, Familie Herder; Hölderlin war Erzieher ihres Sohnes; mit Goethe stand sie in freundschaftlichem Briefverkehr.

Briefwechsel mit Knebel: Siehe die Briefe vom 9. Juü und 17. Oktober 1790 und 1. Januar 1791.
136 Erster Entwurf einer allgemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie, ausgehend von der Osteologie: Kürschner Band I, S. 239-275.
136/137 Vorträge über die drei ersten Kapitel des Entwurfs einer allgemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie: Ebenda S. 325-346. Darin heißt es (S. 333/334): «Sollte es denn aber unmöglich sein, da wir einmal anerkennen, daß die schaffende Gewalt nach einem allgemeinen Schema die vollkommeneren organischen Naturen erzeugt und entwickelt, dieses Urbild, wo nicht den Sinnen, doch dem Geiste darzustellen, nach ihm als nach einer Norm unsere Beschreibungen auszuarbeiten und, indem solche von der Gestalt der verschiedenen Tiere abgezogen wäre, die verschiedensten Gestalten wieder auf sie zurückzuführen?»

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140 «Die Vorstellungsart, daß ein lebendiges Wesen .. .»: Einleitung zu einer allgemeinen Vergleichungslehre. - Versuch einer allgemeinen Vergleichungslehre. Kürschner Band V, S. 573/574.
140 «.. . die Existenz eines Geschöpfes …»: Ebenda, S. 576.
143 « Und wie würdig ist es der Natur…»: Ebenda, S. 577.
144 Diderot, Denis, 1713-1784, Philosoph und Schriftsteller der französischen Aufklärung. Goethes Achtung vor ihm kommt in der Tatsache zum Ausdruck, daß er 1804/05 das noch nicht veröffentlichte Manuskript des Dialogs «Le neveu de Rameau» übersetzte und veröffentlichte.

Darwin, Charles, 1809-1882, englischer Naturforscher, Begründer der modernen Abstammungslehre.

Haeckel, Ernst, 1834-1919, deutscher Naturforscher, Zoologe in Jena; setzte die Abstammungslehre Darwins in die Anthropologie hinein fort. Zu Rudolf Steiners Haeckel-Verehrung in den neunziger Jahren und um die Jahrhundertwende siehe die Aufsätze «Haeckel und seine Gegner» (1899), «Ernst Haeckel und die <Welträtsel>» (1899), «Die Kämpfe um Haeckels <Welträtsel>» (1900), wiederabgedruckt in «Methodische Grundlagen der Anthroposophie», GA 30, und Rudolf Steiners Briefwechsel mit Haeckel in «Briefe II, 1890-1925», GA 39.
145 Sachs, Julius, 1832-1897, Professor für Botanik in Freiburg und Würzburg; Pflanzenphysiologe.

Schmidt, Oscar, 1823-1868, Naturforscher.
146 Kepler, Johannes, 1571-1630, Astronom, Mathematiker, der auf Tycho Brahe aufbauend, Gesetze der Planetenbewegung entdeckte.

«gewagtes Abenteuer der Vernunft»: Kant, Kritik der Urteilskraft, Methodenlehre der teleoiogischen Urteilskraft. § 80 (Fußnote).
148 * Vorarbeiten zu einer Physiologie der Pflanzen»: Auch in Kürschner Band V, S. 552-572.
148/149 «zwar nicht dem Gegenstande nach …»: Ebenda, S. 557.
149 Er war aber überzeugt, daß es nichts Neues unter der Sonne gebe: Siehe: Verfolg. Schicksal der Druckschrift. Kürschner Band I, S. 102: «Da mir nun alle Gelegenheit entzogen war, in Büchern mich umzusehen (während der Feldzüge nach Schlesien, Frankreich und der Belagerung von Mainz), benutzte ich meine Druckschrift gelegentlich, daß ich gelehrte Freunde, welche der Gegenstand interessierte,

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149 bittend anging, mir zu Liebe in ihrem weit verbreiteten Lesekreis gefällig acht zu geben, was schon über diese Materie geschrieben und überliefert wäre; denn ich war längst überzeugt, es gebe nichts Neues unter der Sonne, und man könne gar wohl in den Überlieferungen schon angedeutet finden, was wir selbst gewahr werden und denken oder wohl gar hervorbringen. Wir sind nur Originale, weil wir nichts wissen.» — Zu dieser Überzeugung Goethes vgl. auch die «Einleitung zur Geschichte der Farbenlehre», Kürschner Band IV, S. 5 f. und die Anmerkungen Rudolf Steiners.
149 Wolf, Friedrich August, 1759-1824, Professor für Philosophie und klassische Philologie in Halle, später in Berlin. Durch Vermittlung von W. v. Humboldt hatte er 1795 Goethe kennengelernt, und es entwickelte sich ein wissenschaftlicher und freundschaftlicher persönlicher und brieflicher Kontakt, der bis 1814 wahrte.

Wolffy Kaspar Friedrieb, 1733-1794, als Anatom und Physiologe lehrte er in Breslau, Berlin und Petersburg. Zu Kaspar Friedrich Wolff siehe den Aufsatz Goethes: Entdeckung eines trefflichen Vorarbeiters. Kürschner Band I, S. 102-108.
150 Haller, Albrecht von, 1708-1777, als Botaniker und Anatom hatte der Schweizer bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung dieser Wissenschaften im 18. Jahrhundert. Er erwarb sich auch einen Namen in der deutschen Literatur durch umfangreiche Lehrgedichte.
152 K. F. Pb. Martins über die «Vertikal- und Spiraltendenz der Vegetation»: Kürschner Band I, S. 225,229. - In der Anmerkung nennt R. Steiner weitere Äußerungen Goethes, die dessen Anteil an den Arbeiten Martius' bezeugen: Eckermann, Gespräch vom 6. 10. 1828 und 28. 3. 1831, sowie den Brief vom 15. 12.1828 an S. Boisseree.

Martius, Karl Friedrieb Philipp von, 1794-1868, Direktor des botanischen Gartens in München. Goethe kannte ihn persönlich und stand in Briefkontakt mit ihm über die Blattstellungsgesetze.

Geoffroy St.-Hilaire, Etienne, 1722-1884, Professor für Zoologie am Jardin des Plantes in Paris und an der medizinischen Fakultät; Forschungsreisen nach Ägypten und Portugal. Seine Grundidee, das «Prinzip typischer Einheit in der Organisation», verteidigte er mit großer Schärfe gegen Cuvier.

Cuvier, George Baron von, 1769-1832, Naturforscher, vergleichender Anatom und Lehrer für Naturgeschichte am Jardin des Plantes in Paris, zusammen mit dem befreundeten Geoffroy St.-Hilaire; Begründer einer der umfangreichsten anatomischen Sammlungen Europas; auch als Bildungspolitiker und Staatsmann tätig.

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152 «Wir mußten annehmen: es walte in der Vegetation .. .»: Über die Spiraltendenz in der Vegetation, Kürschner Band I, S. 226.
153 «Nichts ist der Natur gemäßer. . .»: Ebenda, S. 219/220.

«Man trete zur Sommerzeit vor eine .. .»: Ebenda, S. 229.

«Freilich paßt dies Gleichnis nicht ganz . . .»: Zitiert wurde die ganze folgende Stelle nach: Ferdinand Cohn, Goethe als Botaniker [Leipzig 1885], S. 128; um den Brief vom 15. 3. 1832 handelt es sich jedoch nicht, wohl auch nicht um den Adressaten Graf Kaspar von Sternberg, den Goethe nicht duzte. - Zu E Cohn siehe die Würdigung Rudolf Steiners in: «Methodische Grundlagen der Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1884-1901», GA 30.
154 Cohn, Ferdinand Julius, 1828-1898, Botaniker an der Universität zu Breslau.

Darwin meint, von fast allen Pflanzenorganen . . .: Charles Darwin, Das Bewegungsvermögen der Pflanzen, London 1880 (zit. nach Cohn, a. a. O., S. 154, Anm. 67).

Aufsatz über den Streit der beiden Naturforscher: Principes de Philosophie zoologique. Kürschner Band I, S. 385-417.

zu «einer hohen, der Idee gemäßen Denkweise . . .»: Ebenda, S. 412.

«einem allgemeinen, nur hier und da modifizierten Plan . . .»: Ebenda, S. 392.
155 Jungius, Joachim, 1587-1657, Naturforscher, Mathematiker und Mediziner, dessen Leben und Werk Goethe intensiv studiert hat.

den Aufsatz über /. Jungius: Leben und Verdienst des Doktor Joachim Jungius, Rektors zu Hamburg. Kürschner Band II, S. 98-113; S. 102/103: «Allein es findet sich auch nicht die geringste Spur dessen, was wir Metamorphose der Pflanzen genannt haben; keine Andeutung, daß ein Organ sich aus dem andern entwickele, durch Umgestaltung seiner Verwandtschaft seine Identität mit dem Vorhergehenden verberge, verleugne und sich in Bestimmung wie in Bildung in dem Grade verändere, daß keine Vergleichung nach äußern Kennzeichen mehr mit dem Vorhergehenden stattfinden könne.»
159 daß die «hohen Kunstwerke . . .»: Italienische Reise, 6. September 1787.

«Zum Glück konnte ich mich an einigen . . .»: Kürschner Band V, S. 123.

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160 Mehrere Gemälde werden «in seiner Gegenwart . ..»: Ebenda, S. 123/124. Wörtlich: «Mehrere Gemälde waren in meiner Gegenwart erfunden, komponiert, die Teile, der Stellung und Form nach, sorgfältig durchstudiert worden, und über alles dieses konnten mir die Künstler, konnte ich mir und ihnen Rechenschaft, ja sogar manchmal Rat erteilen.»

«Wie alle Welt war ich überzeugt. . .»: Ebenda, S. 126.
161 Newton, Isaac, 1643-1727, Vertreter der neueren mathematischen Physik, insbesondere die Gravitationsgesetze und die Optik betreffend. Professor an der Universität Cambridge, später auch Politiker in London. Im Alter wandte er sich von der Physik ab und einer mystischen Religiosität zu.
162 Er wendet sich an Hofrat Büttner: Die Episode sowie die folgende Entwicklung wird ausführlich in der «Konfession des Verfassers» geschildert, Kürschner Band V, S. 126 ff.

Büttner, Christian Wilhelm, 1716-1801, Hofrat, Professor an der Göttinger Universität für Natur- und Sprachwissenschaft. Goethe sorgte 1783 für einen Kaufvertrag von Büttners wissenschaftlichen Sammlungen und bes. einer umfangreichen Bibliothek mit dem Herzog Karl August.
166 Aufsatz über K. Fr. Wolff: Wenige Bemerkungen. Kürschner Band I, S. 107. Darin heißt es: «Weil nämlich die Präformations- und Einschachtelungslehre, die er bekämpft, auf einer bloßen außersinnlichen Einbildung beruht, auf einer Annahme, die man zu denken glaubt, aber in der Sinnenwelt niemals darstellen kann, so setzt er als Grundmaxime aller seiner Forderungen, daß man nichts annehmen, zugeben und behaupten könne, als was man mit Augen gesehen und anderen jederzeit wieder vorzuzeigen imstande sei.»
171 Müller, Johannes, 1801-1858, Professor für Anatomie und Physiologie in Berlin.

Johannes Müller . . . das Gesetz der spezifischen Sinnesenergien: Siehe J. Müller, Handbuch der Physiologie des Menschen, Band I, Koblenz 1834: «Von den Sinnesnerven» (S. 752 ff.) und Band II, Koblenz 1840: «Von den Sinnen»; S. 254 heißt es: «Die Sinnesempfindung ist nicht die Leitung einer Qualität oder eines Zustandes der äußeren Körper zum Bewußtsein, sondern die Leitung einer Qualität, eines Zustandes eines Sinnesnerven zum Bewußtsein, veranlaßt durch eine äußere Ursache, und diese Qualitäten sind in den verschiedenen Sinnesnerven verschieden, die Sinnesenergien.» - Siehe auch von J. Müller, Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes, 1826.

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174 Harnack, Otto, 1857-1914, Historiker und Literarhistoriker, in Darmstadt lehrend; als Goetheherausgeber war er u. a. an der Weimarer Ausgabe beteiligt, mit den Bänden über bildende Kunst (Bd. 46-49).

Du Bois-Reymond findet. . .: Wörtlich: «Sein [Goethes] Theoretisieren beschränkt sich darauf, aus einem Urphänomen, wie er es nennt, welches aber schon ein sehr verwickeltes ist, andere Phänomene ohne erkennbaren ursächlichen Zusammenhang hervorgehen zu lassen, etwa wie im Feld der Zauberlaterne ein Nebelbild dem anderen folgt. Der Begriff der mechanischen Kausalität war es> der Goethe gänzlich abging.»
175 Er «hat die Farbenlehre durchaus . . .»: Kürschner Band III, S. 277/ 278.
176 Die «Bedächtlichkeit, nur das Nächste . ..»: Kürschner Band II, 5. 19.
178 «Nie werden wir besser als heute wissen . . .»: Wörtlich bei Du Bois-Reymond: «Nie werden wir besser als heute wissen, was, wie Paul Erman zu sagen pflegte, <hier>, wo Materie ist, <im Räume spukt>».
180 «Denn eigentlich unternehmen wir umsonst . . .»: Kürschner Band III, S. 77.
181 Das Licht. . . «das einfachste, . . .»: Beilage zu einem Brief an Jacobi vom 15. Juli 1793, «Resultate meiner Erfahrungen»; abgedruckt in Goethes Gesamt-Ausgabe, Cotta Stuttgart, II. Abt. Bd. 22, S. 144.
186 Aus der Vertiefung in die Kunstwerke . . .: Zu dem Folgenden vgl. die 6. Abteilung der Farbenlehre: Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe. Kürschner Band III, S. 287.

wie «es auch an Schatten erinnert»: Ebenda § 782, S. 294.
188 «Es reut mich nicht. . .»;An Frau von Stein, am 11. Mai 1810.
189 Fraunhofersehe Linien: Vgl. Sprüche in Prosa; Kürschner Band V, S. 419.
193 in die Tiefen der Erde, um «der großen formenden Hand. . .»: Siehe den Brief an Frau von Stein vom 7. Sept. 1780 in der WA 4. Abt., Band 4, S. 283: «Wir sind auf die hohen Gipfel gestiegen und in die Tiefen der Erde eingekrochen, und möchten gar zu gern der großen formenden Hand nächste Spuren entdecken.»

(Brief an Frau von Stein vom 12. Juni 1784): Dort heißt es: «Heute haben wir eine mineralogische Spazierfahrt gemacht und uns auf gut

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193 bergmännisch wacker erlustigt. Der einfache Faden, den ich mir gesponnen habe, führt mich durch alle diese unterirdische Labyrinthe gar schön durch, und gibt mir Übersicht selbst in der Verwirrung».
194 Kraus, Georg Melchior, 1733-1806. Zeichner, Maler und Kupferstecher aus Frankfurt, kam 1775 nach Weimar und trat in nähere Beziehung zu Goethe, auf dessen Betreiben er 1780 Leiter der neugegründeten Zeichenschule in Weimar wurde.
195 In einem Briefe an Leonbard. . .: Abgedruckt in Kürschner Band II, S. 154-161, das Zitat S. 155.

Leonhard, Karl Cäsar von, 1779-1862, Professor für Geologie und Mineralogie in München und Heidelberg. Goethe lieferte für sein «Taschenbuch der Mineralogie» einige Beiträge und arbeitete wohl auch an Leonhards geologischen Tabellen mit.
195 Werner, Abraham Gottlob, 1749-1817, Professor für Mineralogie und Bergbaukunde in Freiberg.
196 Hutton, James, 1726-1797, der Edinburger Geologe wurde mit seiner «Theory of the Earth» (1796) der Begründer des Vulkanismus, dem L. von Buch zum Durchbruch verhalf.

Humboldt, Alexander von, 1769-1859, der universale Naturforscher war mit L. von Buch Schüler Werners in Freiberg gewesen; 1797 weüte er in Jena, in Kontakt mit Goethe, Schiller und Loden

Buch, Leopold von, 1774-1853, Geologe, zunächst Schüler und Anhänger des Neptunismus bei Bergrat Werner in Freiberg; erst zahlreiche Forschungsreisen in nord- und südeuropäische Vulkangebiete führten zu einer dogmatischen Verfechtung des Vulkanismus.

«Heben und Drängen, Aufwälzen und Quetschen . ..»; Siehe die nachgelassene Schrift: Verschiedene Bekenntnisse. Kürschner Band II, S. 313: «Die Sicherheit, womit dieser treffliche Mann (ein Salinendirektor) zu Werke ging . .. bestätigte meinen alten Glauben an die Konsequenz der Flözbildung und vermehrte den Unglauben in betreff des Hebens und Drängens, Aufwälzens und Quetschens (refouiement), Schleuderns und Schmeißens, welches mir nach meinem obigen Bekenntnisse durchaus widerwärtig von jeher erscheinen mußte.»
197 Agassiz, Louis, 1807-1873, Schweizer Naturforscher, bes. der vergleichenden Zoologie und Geologie; Professur in New Cambridge.

Voltaire, Francis Marie Arouet, 1694-1778, französischer Philosoph und Schriftsteller.

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199 Lyell, Charles, 1797-1875, englischer Geologe.

Howard, Lukey 1772-1864, englischer Pharmazeut und praktischer Chemiker, der Meteorologie und Botanik aus Neigung und mit besonderer Beobachtungsfähigkeit betrieb. Zu «Howards Ehrengedächtnis» schrieb Goethe seine Wolkengedichte (WA 2. Abt. Band 12, S. 39-42) und nahm auch die von ihm erbetene und übersetzte kurze Selbstbiographie Howards in den 2. Band «Zur Naturwissenschaft» auf. (Luke Howard an Goethe. WA, ebenda; Natw. Sehr. Band II, S. 352.)

Howards «Versuch einer Naturgeschichte . . .»: Luke Howard, «Essay on the modification of clouds» (1803).
200 «Umsicht und wissenschaftliche Verknüpfungszweige» und «Den ganzen Komplex der Witterungskunde . . .»: Wolkengestalt nach Howard. Vorwort. Kürschner Band II, S. 324.
201 da das Steigen und Fallen des Quecksilbers . . . an verschiedenen «näher und ferner . . . gelegenen Beobachtungsorten»: Versuch einer Witterungslehre, ebenda, S. 379.
201 Eigenleben der Erde . . . Ein- und Ausatmen eines Organismus: Vgl. ebenda, S. 380 und 393/394; sowie Eckermann, Gespräch vom 11. April 1827.
205 Er ist befriedigt, wenn «er sich auf der empirischen Höhe befindet…»: Kürschner Band III, S. 275 f.

«Die Idee ist ewig und einzig.. .»: Sprüche in Prosa. Kürschner Band V, S. 379.
206 Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, 1770-1831, war während seiner Professur für Philosophie in Jena 1801-1807 in naher Beziehung zu Goethe; ihr wissenschaftlicher Austausch und die gegenseitige Förderung währte das ganze Leben hindurch; insbesondere unterstützte Hegel den Kampf Goethes gegen Newton in bezug auf die Grundlagen der Farbenlehre.
207 Max Stirner «und ihr Dichter Goethe . . .»: Max Stirner, Der Einzige und sein Eigenthum, Leipzig 1882, S. 108 (Kap. 3, § 1: Der politische Liberalismus). Vgl. Hinweis zu S. 93.

Der Brief von Hegel wurde von Goethe gekürzt und stilistisch vereinfacht unter dem Titel «Neuste aufmunternde Teilnahme» in den Heften «Zur Naturwissenschaft» wiedergegeben. Statt des ursprünglichen Datums (24. Februar) setzte Goethe den 20. Februar. — Kürschner Band V, S. 272-275; siehe die Anmerkungen R. Steiners zur Stelle.

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210 Von Beurteilern dieser Schrift .. .: Karl Vorländer, «Kant, Schiller, Goethe», Kantstudien III, 1899, S. 133. (Vgl Hinweis zu S. 214) Vielleicht handelt es sich auch um eine mündliche Äußerung des Goethe-Forschers Max Koch (1855-1931), mit dem Rudolf Steiner in seiner Weimarer Zeit in Kontakt stand. Vgl. dazu «Rudolf Steiner und Max Koch. Briefe und Aufsätze im Zusammenhang mit der Herausgabe von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften. 1888-1901» in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nr. 95/96, Ostern 1987, S. 36-54. Dort auch eine ausführliche Besprechung Max Kochs von «Goethes Weltanschauung». Der Titel «Goethes Weltanschauung» scheint erst kurz vor Drucklegung des Werkes definitiv geworden zu sein. Der Plan zu dieser Schrift geht bis ins Jahr 1890 zurück, als Steiner eine «Goethe-Philosophie» zu schreiben gedachte. Im Jahre 1891 und 1892 trat dann die Naturwissenschaft in den Vordergrund: «Goethes Verhältnis zur Wissenschaft», «Goethe als Naturforscher» lauteten die vorgesehenen Titel. Ende 1896/Anfang 1897 betitelte Steiner in Briefen sein Werk noch «Goethes Naturanschauung». Siehe R. Steiner, «Briefe II, 1890-1925», GA 39, S. 16, 34, 135, 143, 310, 314.
212 Die Geisteswissenschaft als Anthroposophie und die zeitgenössische Erkenntnistheorie: Wiedergedruckt in: «Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904-1918», GA 35, S. 307-331.
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