ANHANG
WAS SOLL DIE GEISTESWISSENSCHAFT? EINE ERWIDERUNG AUF «WAS WOLLEN DIE THEOSOPHEN?»
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| 440 | In der Beilage zum «Tagblatt für das Birseck, Birsig- und Leimental» ist der Abdruck eines Vortrages erschienen: «Was wollen die Theosophen?», den Herr Pfr. E. Riggenbach am Familienabend der reformierten Kirchgenossen in Ariesheim am 14. Februar gehalten hat. Da sich dieser Vortrag auch mehrfach mit der von mir vertretenen «Geisteswissenschaft» auseinandersetzen will, so wird mir die verehrliche Redaktion die Bitte gewähren, das Folgende zu den Ausführungen des Redners sagen zu dürfen. - Ich werde nur auf dasjenige Rücksicht nehmen, was in Bezug auf diese «Geisteswissenschaft» gesagt ist. Denn ich habe auch in der Zeit, in welcher ich Mitglied der sogenannten «Theosophischen Gesellschaft» war, niemals etwas Anderes vertreten, als diese Geisteswissenschaft; und ich glaube, daß bei einem genaueren Eingehen auf die von mir ausgesprochene Weltanschauung auch Herr Pfarrer Riggenbach auf seinem mißverständlichen Satz nicht beharren würde: «daß das ganze Gedankensystem, mit dem Dr. Steiner auftritt, im wesentlichen dasselbe ist, wie das von den Damen Blavatsky und Besant erfundene». Zunächst soll ohne Rückhalt das Streben des Herrn Pfarrer Riggenbach anerkannt werden, der Sache der «Geisteswissenschaft», von seinem Gesichtspunkte aus, gerecht zu werden. Es berührt der vornehme Ton der Auseinandersetzungen, |
| 441 | das warmherzige Wahrheitsuchen und die edle Überzeugungstreue des Herrn Pfarrer im höchsten Maße sympathisch; und ich möchte ihn bitten, das, was ich zu sagen habe, ganz objektiv und ohne mir die geringste persönliche Spitze zuzumuten, hinzunehmen. Mich setzt jeder «Angriff», der von einem Vertreter einer religiösen Gemeinschaft gegen die «Geisteswissenschaft» gemacht wird, gewissermaßen doch wieder in Verwunderung. Denn ich versäume kaum eine Gelegenheit, um immer wieder zu betonen, daß diese Geisteswissenschaft keiner Art religiösen Bekenntnisses von sich aus gegnerisch gegenübertreten wolle, da sie sich selbst nicht als ein neues religiöses Bekenntnis betrachte, sondern als die echte Fortsetzerin der naturwissenschaftlichen Vorstellungsart, wie diese in der Morgenröte der neueren Kultur durch Kopernikus, Kepler, Galilei, Giordano Bruno sich dem Geistesleben der Menschheit einverleibt hat. Aus derselben Denkergesinnung heraus, aus der Galilei, Bruno das Reich der Natur betrachteten, will Geisteswissenschaft das Reich des Geistes beobachten. Und so wenig des Kopernikus' Lehre, daß die Erde sich um die Sonne bewege, der wahren Religiosität Abbruch getan hat, so wenig kann z. B. das geisteswissenschaftlich richtig verstandene Gesetz von den «wiederholten Erdenleben» der echten Religiosität irgend welche Gefahr bringen. - Es wurde allerdings nach dem Auftreten des Kopernikus geglaubt, daß seine Lehre der Religion abträglich sei, wie es gegenwärtig Herr Pfarrer Riggenbach von der Geisteswissenschaft glaubt. Die Weltgeschichte ist über diesen Glauben, der den Kopernikus ablehnen zu müssen sich gedrängt fühlte, hinweggeschritten; und diejenigen, welche Geisteswissenschaft im echten Sinne fassen, müssen sich der Meinung hingeben, daß über die Gegnerschaft, |
| 442 | welche dieser Wissenschaft gegenwärtig erwächst, viel schneller hinweggeschritten werden wird als über diejenige, die sich gegen Kopernikus wandte. Immer wieder muß ich gedenken der schönen Worte, welche ein Priester, der als Theologieprofessor vor etwas mehr als zehn Jahren das Rektorat einer Universität antrat, gesprochen hat: Er sagte, die Zeitgenossen haben sich aus mißverstandener Religiosität gegen Kopernikus gewandt; gegenwärtig wird der wahrhaft religiöse Mensch anerkennen, daß jede neue Einsicht in den Weltzusammenhang zur Offenbarung der Herrlichkeit der göttlichen Weltenlenkung ein neues Stück hinzufügt. -Warum macht man sich nicht zu nutze die Erfahrungen, welche diejenigen gemacht haben, welche nicht müde wurden, zu betonen, die Lehre des Kopernikus widerspreche der Bibel? Täte Herr Pfarrer Riggenbach dieses, so würde er manches seiner Worte anders sprechen, in dem er z. B. zum Ausdruck bringt, die Geisteswissenschaft widerspreche dem Evangelium. Wenn die Geisteswissenschaft von «höheren Erkenntnisfähigkeiten» spricht, so vertritt sie damit allerdings einen Gesichtspunkt, welcher in der Gegenwart noch von vielen Seiten angezweifelt wird. Doch man nehme das, was über diese Fähigkeiten gesagt wird, nur einmal unbefangen hin! Es sind Fähigkeiten, welche durchaus in der Entwickelungslinie der gewöhnlichen menschlichen Seelenkräfte liegen. Wenn der Mensch willkürlich sein Denken, Fühlen und Wollen von dem Punkte aus weiterbildet, bis zu dem diese ohne sein Zutun sich gebildet haben, so geschieht etwas ähnliches wie beim Kinde, das aus den Fähigkeiten seiner ersten Jahre in diejenigen seines späteren Alters übergeht. Wie das Kind lernt, seine Seelenfähigkeiten so zu gebrauchen, daß ihm der Leib ein |
| 443 | gutes Werkzeug für das Erleben in der Sinnenwelt wird, so kann der Mensch seine Erkenntniskräfte weiter bilden, so daß er sich in einem leibfreien seelischen Zustand befindet. In diesem Zustande erlebt er dann die Vorgänge einer geistigen Welt und weiß sich von geistigen Wesen umgeben, wie er sich in der Sinnenwelt von sinnlichen Wesen umgeben weiß. Daß dies möglich ist, davon kann sich jeder überzeugen, der sich einläßt auf dasjenige, was in meinem Buche: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» ausgeführt ist. Wer sich darauf nicht einlassen will, der wird die Möglichkeit eines leibfreien Seelenlebens leugnen können, wie ja schließlich jemand auch sagen könnte: «ich glaube nicht an die Existenz des Wasserstoffs», der sich nicht darum bekümmern will, daß Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht. Wie durch den Chemiker der Wasserstoff losgelöst vom Wasser aufgezeigt wird, so wird von dem Geistesforscher gezeigt, zu welchen Erkenntnissen die vom Leibe losgelöste Seele kommt. Die Vorstellungsart der Geisteswissenschaft ist die gleiche wie diejenige der Naturwissenschaft; nur wird diese Vorstellungsart auf das geistige Gebiet angewendet. Es kann für niemand, der das eben Gesagte berücksichtigt und es betrachtet im Zusammenhange damit, wie Geisteswissenschaft z. B. von mir verbreitet wird, der geringste Zweifel sein, daß Herr Pfarrer Riggenbach eine mißverständliche Behauptung tut, wenn er sagt: «Auch darin läuft die Weise der Theosophen derjenigen Jesu direkt zuwider, daß sie einen engen, abgeschlossenen Kreis von Eingeweihten bilden und ihr Bestes sorgfältig für diesen zurückbehalten. Von einer solchen Geheimnistuerei hat Jesus niemals etwas wissen wollen.» Wer kann diese Behauptung aufrecht erhalten, der berücksichtigt, daß in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse |
| 444 | der höheren Welten?» für jeden gesagt wird, welcher Zugang die Erkenntnisse der Geisteswissenschaft eröffnet? Wer kann den Vorwurf der Geheimtuerei erheben, der ins Auge faßt, daß ich z. B. in zahlreichen öffentlichen Vorträgen, die jedem zugänglich sind, alles sage, was aus dem gegenwärtigen Zeitgeiste heraus verständlich sein kann? Wenn darüber hinausgehend Geisteswissenschaft von gewissen Kreisen betrieben wird, so hat die Abgeschlossenheit solcher Kreise keinen anderen Sinn als den, daß man zu gewissen Teilen der Geisteswissenschaft nur gelangen kann, wenn man andre zuvor sich angeeignet hat. Das ist aber in dieser Wissenschaft nicht anders, als in jeder ändern; und wer der Geisteswissenschaft Geheimtuerei vorwirft, der sollte es auch der Universitätswissenschaft gegenüber tun, die in diesem Punkte genau das Gleiche vollbringt; nämlich nur über gewisse Dinge zu denjenigen zu sprechen, die sich Verständnis dafür erworben haben. Geisteswissenschaft ist in keinem ändern Sinne etwas Geheimtuendes wie jede andere Wissenschaft. Ich weiß, daß niemand, der in rechter Folge sich mit den Erkenntnissen der Geisteswissenschaft bekannt gemacht hat, die Ausführungen, welche ich über das Vaterunser, über die Stelle im Johannes-Evangelium «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen» oder über die Paulus-Worte «Die ganze Natur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend» gegeben habe, so besprechen wird, wie es Herr Pfarrer Riggenbach getan hat. Wer verstehen will, was von mir in Bezug auf diese Dinge gesagt ist, der kann sie nicht so, wie Herr Pfarrer Riggenbach tut, aus dem Zusammenhange reißen. Wenn man dies tut, dann kann man nicht bloß sagen, daß ich «im Auslegen immer munter sei; leg' ich nicht aus, so |
| 445 | leg' ich unter»; man kann nicht nur sagen: «eine solche Auslegung der Heilandsworte, das grenzt für mein Gefühl an Lästerung»; man könnte noch viel mehr sagen: man könnte behaupten, solche Auslegung sei der vollendetste Unsinn. Wer aber die Art des Vortrags, die Vorstellungsart und Denkgesinnung nimmt, innerhalb welcher diese vermeintlichen «Auslegungen» auftreten, der wird nicht mehr in solcher Weise diese Dinge zu einer Kritik benutzen, wie es der Herr Pfarrer Riggenbach tut. - Wenn gutmeinende Kritik, wie sie entschieden die des Herrn Pfarrer Riggenbach ist, schon so vorgeht, so kann man sich vorstellen, daß von Seiten der Freunde der Geisteswissenschaft einige Vorkehrungen getroffen werden, damit nicht zum Beispiele Vortragszyklen, die nur für solche Zuhörer gedacht sind, welche andre - vorbereitende - kennen, in die Hände solcher Personen gelangen, welche sie ganz phantastisch finden müssen, weil sie die Voraussetzungen zum Verständnisse nicht haben. Aus solchen ganz selbstverständlichen - und gar nicht prinzipiell bedeutsamen - Maßnahmen hat sich der unbegründete Vorwurf der Geheimtuerei entwickelt. Eine viel beliebte und doch nur irreführende Art, über die «Zusammensetzung des menschlichen Wesens» im Sinne der Geisteswissenschaft zu geben, übt auch Herr Pfarrer Riggenbach. Wer sich die Mühe nimmt, aus meiner «Theosophie» die Art aufzunehmen, wie die Geisteswissenschaft zu dieser «Zusammensetzung» gelangt, der kann finden, daß damit das Streben, die Natur des Menschen zu erkennen, wie es ein Ideal aller Weltanschauungen war, zu einer Form gebracht werden soll, welche den Forderungen der gegenwärtigen Wissenschaft genügt. Neu an dieser Einteilung ist im Grunde nur dasjenige, was durch die oben charakterisierten geistigen |
| 446 | Fähigkeiten gewonnen wird. Das andre ist bei einer ganzen Reihe einsichtiger Seelenforscher schon zu finden. Wenn man die «Siebenzahl» verfänglich findet als Zahl der Seelenäußerungen, so sollte man auch verfänglich finden, daß das Licht in sieben Regenbogenfarben, der Ton in der siebengliedrigen Tonleiter (die Oktav ist wieder Grundton) zur Offenbarung kommend gedacht werden müssen. Ich will mit Herrn Pfarrer Riggenbach nicht rechten, wenn er sagt: «Von der Bibel her sind wir gewohnt, im Menschen ein Dreifaches zu unterscheiden: Leib, Seele und Geist.» Es gab «Gottesgelehrte», welche dieses von der Bibel her so wenig gewohnt waren, daß sie alle diejenigen, welche diese Dreiteilung behaupteten, der Ketzerei beschuldigten an der echten christlichen Lehre. Es wird eine Zeit kommen, in welcher die Menschen «von der Geisteswissenschaft» her «gewohnt» sein werden, im Menschen sieben Glieder seines Wesens zu unterscheiden, wie sie heute am Licht sieben Farbenglieder unterscheiden. - Wer einfach sagt: «Die Theosophen geben sich damit - mit Leib, Seele und Geist - nicht zufrieden; sie haben herausgefunden, daß der Mensch aus sieben Gliedern zusammengesetzt ist . . .», der führt irre, weil er bei seinen Zuhörern und Lesern die Vorstellung erweckt, die sieben Glieder des Menschen seien auf eine Willkür hin angenommen; während sie sich ergeben auf Grund sorgfältiger geisteswissenschaftlicher Forschung. Einen ähnlichen Vorgang wie für die siebengliedrige Menschennatur befolgt Herr Pfarrer Riggenbach für die Gesetze der «wiederholten Erdenleben» und des «Karma». Er macht sich diese Gesetze zuerst in seiner Art zurecht und kritisiert dann nicht, was z. B. ich über diese Gesetze vorbringe, sondern was er erst aus ihnen gemacht hat. Das Gesetz der «wiederholten Erdenleben» beruht nicht, |
| 447 | wie Herr Pfarrer Riggenbach anzunehmen scheint, auf einem «Glauben», sondern auf einer geisteswissenschaftlichen Untersuchung. Durch eine solche findet man, daß sich im Leben des Menschen zwischen Geburt und Tod ein «Seelenkern» in Entwickelung zeigt, der ebenso die Grundlage eines neuen Menschenlebens ist, wie der Pflanzenkeim die Grundlage eines neuen Pflanzenlebens ist, das sich in der Vorgängerpflanze also bereits veranlagt findet. Da der Pflanzenkeim physischer Natur ist, so findet man ihn mit den Mitteln der Sinneswissenschaft; da der «Seelenkern» geistig-seelischer Natur ist, so kann er nur durch die Beobachtung der leibfrei gewordenen Seele gefunden werden. Und so wird er gefunden, nicht etwa durch eine Analogie (einen Vergleich) mit dem Pflanzenleben. Daß auf höherer Stufe für das Menschenwesen etwas ähnliches - nur mit dem Unterschiede, daß es geistig-seelisch ist - gefunden wird, wie auf niederer Stufe für das Pflanzenleben, bezeugt, daß Geisteswissenschaft die wahre Fortsetzerin der Naturwissenschaft ist. - Der Pflanzenkeim - als physisches Wesen - kann zugrunde gehen, ohne ein neues Pflanzenwesen zu begründen; der «Seelenkern» erweist sich als das «Ewige» im Menschen, das durch die wiederholten Erdenleben hindurchgeht. Er prägt sich die Erlebnisse der aufeinanderfolgenden Erdenleben ein - was der Pflanzenkeim nicht, oder doch nur in beschränktem Maße kann — und lebt in einem Erdenleben innerhalb seines Leibes auf Grund der Wirkungen früherer Einprägungen. Nur so viel kann hier über das vielverzweigte Gesetz vom «Karma» gesagt werden. - Wenn Herr Pfarrer Riggenbach, wieder aus dem Zusammenhang gerissen, «mehr als Kuriosum» erwähnt, was ich einmal über den Karma-Zusammenhang eines Idioten gesagt habe, so beweist er durch die |
| 448 | Art seiner Ausführung, wie wenig er sich klar darüber ist, was der Geistesforscher in seiner Seele durchgemacht hat, bevor er es wagt, einen so speziellen Fall als von ihm untersucht, seinen Zuhörern mitzuteilen. Er beweist, wie wenig er ahnt von dem tiefen Ernst, der einer solchen Aussage zugrunde liegt. Der Herr Pfarrer Riggenbach findet, daß der wahre Christ die «Wahrheit aus der Bibel schöpft» und sie nachher durch seine «religiöse und sittliche Erfahrung» bestätigt sieht. Ich möchte ihn fragen: Kann er sich denn durchaus nicht vorstellen, daß man auch so schwer der Seele abgerungene Erkenntnis, wie die von dem Karma eines Idioten, nachher durch seine Erfahrung bestätigt findet? Es gestatte in diesem Falle der Pfarrer dem Nichtpfarrer, frei zu bekennen, daß ich seine Behandlung mir gegenüber gerade in diesem Karma-Falle wenig christlich finde. Und fast dasselbe möchte ich sagen, wenn der Herr Pfarrer Riggenbach die Bemerkung macht: «Wer mit Karma Ernst macht, dem muß die Liebe, die alles glaubt und alles hofft, und alles duldet und alles trägt, als eine Illusion erscheinen.» Woher kann Herr Pfarrer Riggenbach die Gründe für eine solche Behauptung haben? Aus der ernsthaft gemeinten Geisteswissenschaft sicher nicht. Denn diese wird nicht müde, auf die karmischen Zusammenhänge liebloser Handlungen und Gesinnungen hinzuweisen. - Daß aber Herr Pfarrer Riggenbach mit seiner Logik manches zustande bringen kann, was der Geisteswissenschaft völlig ferne liegt, beweist mir ein wirklich erstaunlicher Satz seiner Ausführungen. Er sagt: «Es klingt doch sehr geschraubt und sophistisch, wenn er - Steiner - an einer Stelle schreibt: <Nicht das Schicksal handelt, sondern wir handeln in Gemäßheit der Gesetze unseres Schicksals.> Ja» - so sagt Herr Pfarrer Riggenbach weiter -, |
| 449 | «wenn wir in Gemäßheit der Gesetze unseres Schicksals handeln, so heißt das doch nichts anderes, als daß wir unter dem Zwange unseres Schicksals handeln und damit ist es um die Freiheit geschehen.» Mit Verlaub: wenn ich einmal sagen sollte: «Nicht die Lebensgesetze meines Beines handeln, wenn ich den Fuß vorsetze, sondern ich setze den Fuß vor in Gemäßheit der Lebensgesetze meines Beines», werden Sie, Herr Pfarrer Riggenbach dies dann «geschraubt und sophistisch» finden und etwa gar sagen: «Ja, wenn wir in Gemäßheit der Lebensgesetze des Beines gehen, so heißt das doch nichts anderes, als daß wir unter dem Zwange unserer Beingesetze gehen und damit ist es um die Freiheit geschehen.» Das werden Sie doch wohl kaum sagen, und so einsehen, daß man nicht gleich so unchristlich sein soll, jemand «Sophistik» vorzuwerfen, da man sich in Bezug auf die Logik ja ganz leicht verhaspeln kann. Die Kritik des Christus-Impulses, von dem die Geisteswissenschaft spricht, ist wohl der allerunbegründetste Teil in den Ausführungen des Herrn Pfarrer Riggenbach. Es würde viel zu weit führen, die Behauptung zu widerlegen, daß «diese ganze Art», den Christus aufzufassen, aus dem sogenannten Gnostizismus stamme. Nein, sie stammt aus der von aller Vorgängerschaft unabhängigen geisteswissenschaftlichen Forschung. Es ist ganz unrichtig, zu sagen: «Darnach ist Jesus nicht von jung auf, wie ihn uns die Bibel zeigt, unter der Leitung des heil. Geistes zum Christus herangereift, sondern er hat in den ersten dreißig Lebensjahren nur die leibliche Hülle zubereitet, in die sich bei der Taufe durch Johannes der Christus herniederließ.» Man kann, was die Geisteswissenschaft über diesen Punkt zu sagen hat, nicht mehr verzerren, als es durch diese Behauptung geschieht. Diese Wissenschaft |
| 450 | untersucht, was eigentlich durch die Johannestaufe geschehen ist, die ganz unzweifelhaft auch der Bibel gemäß als ein wichtiges Ereignis im Jesus-Leben zu gelten hat. (Weizsäcker übersetzt sogar die entsprechende wichtige Stelle im Lukas-Evangelium: Dieses ist mein vielgeliebter Sohn; heute habe ich ihn gezeuget.) Und die Geistesforschung findet, daß der Christus-Geist, der Jesus von Nazaret bis zu seinem dreißigsten Jahre wie von außen geführt hat, dann in seinem dreißigsten Jahre in das Innerste seines Wesens eingezogen ist. Sicher wird die Bibelforschung der Zukunft finden, daß gerade in diesem Punkte auch die Bibel nicht Herrn Pfarrer Riggen-bach, sondern der Geisteswissenschaft recht gibt. - Über alles andre, was Herr Pfarrer Riggenbach gegen die Christuslehre der Geisteswissenschaft vorbringt, kann ich mich kurz fassen. Warum greift man überhaupt diese Christuslehre an, da sie ihrerseits nichts enthält von einer Verneinung der Anschauungen irgendeines christlichen Bekenntnisses über Christus? Nichts, aber auch gar nichts von alledem, was Herr Pfarrer Riggenbach von Christus glaubt, wird verneint durch die Geisteswissenschaft. Es wird durch diese nur eine wesentliche Erweiterung, Erhöhung des Christusbegriffes herbeigeführt. Man sollte glauben, daß auch im Sinne des Herrn Pfarrer Riggenbach diejenigen doch gute Christen genannt werden dürfen, welche das annehmen, was er annimmt, und noch etwas dazu. Wenn das Ereignis von Golgatha auch in seiner kosmischen Bedeutung erkannt wird, so wird ihm doch von derjenigen Anerkennung nichts genommen, die Herr Pfarrer Riggenbach für sich in Anspruch nimmt. Es ist unrichtig zu sagen: «Das Evangelium ist ihnen - den Theosophen - zu einfach, zu plebejisch.» Es ist eine Behauptung, die wieder -man verzeihe mir das Wort - wenig christlich ist gegenüber |
| 451 | Menschen, welche alle Kräfte daran setzen, um das Christus-Ereignis zu verstehen. Wohin kommt man, wenn man es unstatthaft findet, daß jemand über den Christus noch etwas andres glaubt, als man selber glauben will? Man kommt dazu, zu sagen: Ich verlange von dir nicht nur, daß du glaubst, was ich glaube; sondern ich mißbillige an dir, daß du auch noch etwas wissen willst, was ich nicht wissen will. Und dies ist doch die letzte Konsequenz der Kritik, welche Pfarrer Riggenbach an dem Christusbegriff der Geisteswissenschaft übt. Er würde - da er ein durchaus gutmeinender Kritiker ist -diese Konsequenz gewiß weit von sich weisen. Doch ich muß sie aus seinen Ausführungen durchaus heraushören und finden, daß diese Ausführungen mir doch so klingen, wie wenn jemand sagte: An Kopernikus sollst du nicht glauben, denn der spricht über die Weltvorgänge nicht so, wie es in der Bibel steht. Ein weiteres über das hier Angedeutete wird gesagt werden in meinem nächsten Vortrage über «Geisteswissenschaft und ihr Verhältnis zu gegenwärtigen religiösen und sozialen Strömungen», den ich am 13. März 1914 in Basel halten werde. Zum Schlüsse sei nochmals die Versicherung abgegeben, daß ich die ruhig-sachliche, herzvolle Auseinandersetzung des Herrn Pfarrer voll würdige und ihm dafür dankbar bin; ja, ich schließe aus vollem Herzen, ähnlich wie er selber: «Ich bereue diese Auseinandersetzung meinerseits nicht, weil es immer interessant ist, sich mit den Ideen andrer im ehrlichen Kampfe auseinanderzusetzen. Noch mehr aber reut es mich darum nicht», weil sich von dem in Bescheidenheit angestrebten Boden der Geisteswissenschaft «die schlichte Herrlichkeit des Evangeliums um so leuchtender abhebt.» '' '' Dr. Rudolf Steiner |
RICHARD WÄHLE ERKENNTNISKRITIK UND ANTHROPOSOPHIE
| 452 | Ein Glück des Geistes ist - das Erfassen der Wahrheit, ein anderes - Träumen. Es ist gesagt Wahrheit und es ist nicht gesagt - Wissen, denn die Wahrheit kann darin bestehen, daß man weiß, Wissen sei unmöglich. Aber jene bloße Sicherheit der Erkenntnis, wie traurig es um menschliches Wissen stehe, könnte keine Freude bereiten; sondern Freude kann höchstens daher kommen, daß man Irrtümer, eitle Hoffnungen losgeworden ist, und statt schwankenden Bodens festes, wenn auch schmales Terrain unter die Füße bekommen hat. — Ich bin aller philosophischen Irrtümer ledig. Wer die diesbezüglichen Aufklärungen, Widerlegungen, Demonstrationen, Analysen und viele psychologische und physiologische Aufschlüsse kennenlernen wollte, würde meine Werke, am besten meinen Mechanismus des geistigen Lebens, einsehen. - Hier soll in äußerster, fast sündhafter Kürze erwähnt werden, was hinter uns liegen müßte, in der Nacht falscher Begriffe und irrlichternder Worte; es soll die positive Errungenschaft aufgezeigt werden, die durch meine radikale Kritik erzielt wurde. Und gerade jene Formel der sichersten und bescheidensten Erkenntnis wird dann das Tor zur Stadt der Träume öffnen. Zunächst sei an die leichteste Analyse erinnert. Es gibt keinen wesenhaft als Kraft dem Bewußtsein sich zeigenden Willen; sondern es gibt nur Reihen von Bildern und Leibesaktionen. Es gibt auch keinen psychischen Akt des Liebens, keinen Akt des Wünschens, des Urteilens, keinen Akt des Vorstellens; sondern es gibt nur Reihen von flächenhaften sinnlichen |
| 453 | Vorkommnissen und Motorik - in eigentümlichen (von mir exakt geschilderten) Typen, für die jene praktischen, abkürzenden Namen kursieren, hinter denen aber durchaus keine erkannten Funktionen stecken. Bei Bestand der Sinne gibt es sicher das Vorkommnis der Welt der Ausdehnung, der Körperlichkeit; sie ist schlechthin da, als Sinnenvorkommnis eine Realität. Aber es ist keine Sicherheit, keine Chance für die Behauptung, daß diese Ausdehnung eine wirksame, kraftvolle Potenz, ein Faktor des Schaffens und der Energie sei. Es ist ganz sicher, daß die ausgedehnte Realität einerseits in der primären Form des realen Vorkommnisses - so als Kristall, Baum, Menschenleib, Auge - besteht, und es ist ebenso sicher, daß andererseits eine sekundäre Realität der Vorkommnisse besteht, in jener Form, die man Erinnerung - an Kristall, an Auge - nennt, oder ferner auftauchende Kombinationen solcher Vorkommnisse, die man Phantasien nennt. Es ist aber keine Sicherheit, ja es ist Erschleichung, daß diese Vorkommnisse sich fänden als Besitz eines «Ich». Es ist sicher, daß alle diese primären und sekundären Vorkommnisse schlechthin Realitäten sind, aber es ist nicht der Schein der Berechtigung für die Annahme, daß sie als «gewußt» existieren, im Schöße eines «Ich» existieren. Frei schwebende, kraftlos schattenhafte Realitäten sind da, ohne irgendwie ihren Ursprung, ihre Wurzelung zu verraten; nichts wissen wir von ihrer Herkunft und ihrem Bestände! Daß sie ein Schatz eines inneren Kern-Ichs seien, daß dessen Bewußtwerden da ist, ist Lüge. - Leicht ist es erklärlich, wieso die Lüge entsteht. Sie entsteht durch das Spiel - durch Augenöffnen und -schließen - der Sinne, die ja aber doch selbst nichts als frei flatternde Realitäten sind, die keine Wirkungskraft noch Wirkungsart |
| 454 | zeigen und nicht dazu taugen, uns die wahrhaften Prozesse zu künden. Wenn man nun diese unsere kritische Sicherheit, gegenüber der Fülle alles Unbewiesenen und Vorgeplauderten, auf einen Ausdruck bringt, so muß man sagen: Etwas, was dem hinhuschenden Vorkommnisse der Welt - noch ohne Leibessinne gefaßt — entspricht - wie die Welt nämlich war und ist, insoferne Menschen und Sinne nicht sind -, muß es in lebendiger, wirkender Kraft geben; und etwas, was den Sinnen entspricht, muß es auch in wahrhaft lebendig wirkender Kraft geben. Heißen wir beliebig das erste substantiell Seiende - X, das zweite substantiell Seiende im allgemeinen - Y. Dann muß gelten: die frei schwebenden, an sich nicht deklarierten Vorkommnisse sind die Funktion des Zusammenwirkens von XY. - Das ist des «Wissens» letzter Schluß: XY setzen, unbekannt wie, die Vorkommnisse in die Welt. - Und nun wird man weiter zu Annahmen gedrängt, die eine, wenn auch dürftige Fixation gestatten, aber nicht weit ausgedacht werden können. So tut sich hier das Reich der Träume auf, und zwar zeigen sich vier Hauptstraßen. Es ist eine Tatsache im Vorkommnisgebiet, daß es für den Sinnenkomplex Leib A einen Kreis primärer und sekundärer Vorkommnisse gibt und einen ändern für den Sinnenkomplex B, usf. Es zeigen sich die Vorkommnisse in Sphären, die gegeneinander nicht geöffnet sind, - oder doch nicht mit Sicherheit als geöffnet erklärt werden können. So werden wir zuerst sagen dürfen oder vielleicht müssen, daß in den Prozessen der Wirksamkeit XY ein Prinzip der Abteilungen existiert. Ich nannte es das Rahmenprinzip. Dann wird gedacht werden können oder müssen: das X und Y, die Urkraft der unter Abzug der Sinne ausgedehnten |
| 455 | Welt, und die Urkraft der Sinnlichkeit seien im Wesen einheitlich. Denn um aufeinander zu wirken, müssen sie gleichwertig sein. So wäre also vielleicht nur eine Ursubstanz mit einer innerlichen Urdifferenzierung zu glauben, mit einem innerlichen Anlaß, sich in Sphären, in den Rahmen, zu geben. Ferner aber ist es leicht möglich, daß diese Ursubstanz in ihren Funktionen auch ihre Rahmen überspringt, und so könnten irgendwie jene Vorkommnissphären in der Wurzeltiefe zusammenfließen. Und es läßt sich sogar träumen, daß vielleicht auch im Bereich der Vorkommnisse selbst Fäden von Sphären zu Sphären gesponnen seien. Und endlich. Wir kennen vom Standpunkte des Menschen aus Freudiges und Trauriges, Lust und Schmerz. Aber eine allmächtige Ursubstanz kann nicht leidend sein. Und so muß wohl dort jeder hiesige Schmerz irgendwie ein Teil eines Ganzen sein, in dem er nicht Schmerz ist, sondern vielleicht nur Würze und Erhöhung der Freude. Gerade meine absolut radikale Analyse und Kritik des Vorhandenen, die nur unbekannt woher und wie schwebende, neutrale Realitäten duldet, macht das Schwärmen von wahrhaften Urkräften nötig. - An der Grenze meines stahlharten, engen Terrains der Erkenntnis steht ein Türmchen, von dem aus die Ahnung in ein notwendiges, aber unerforschbares Gebiet schweifen kann. - Und dort ist auch die Brücke, auf der meine Sympathien hinüber zu den Gebilden der Anthroposophie und ihrer Gedanken wandeln können. |
HINWEISE
| 456 | Bei den in diesem Band vereinigten Aufsätzen handelt es sich zu einem großen Teil um von Rudolf Steiner für die Veröffentlichung in den verschiedensten Zeitschriften überarbeitete Vorträge (Autoreferate). Für die zweite Auflage in dieser Zusammenstellung — erweitert um zwei Aufsätze aus den Jahren 1921 /23 und den Anhang - wurden die Texte mit den - soweit vorhanden — Originalmanuskripten bzw. Erstveröffentlichungen verglichen. Die von W. Groddeck für die erste Auflage erstellten Hinweise wurden ergänzt, ebenfalls die bibliographischen Angaben. Hinzugekommen ist ferner ein Personenregister. Die ursprünglich in den Vorträgen gebrauchten Worte «Theosophie» und «theosophisch» sind immer im Sinne der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft (Anthroposophie) zu verstehen. Teilweise wurden sie von Rudolf Steiner selbst bei der Überarbeitung der Vorträge für die Drucklegung durch die Worte «Anthroposophie» und «anthroposophisch» ersetzt. Wo dies nicht der Fall war, wurden die entsprechenden Änderungen bei den früheren Ausgaben, die auf eine entsprechende ausdrückliche Anweisung Rudolf Steiners zurückgehen, auch in dieser Auflage beibehalten. Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.
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auf die <Fama> in Ketten geschlagen und auf eine Galeere gebracht hätten». (Vgl. F. Yates, ebenda S. 51/52). |
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NACHWEIS früherer Veröffentlichungen
| 476 | Mathematik und Okkultismus Erschienen in «Transactions of the First Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», edited by Johan van Manen, Amsterdam 1906. Die okkulte Grundlage in Goethes Schaffen Erschienen in englischer Übersetzung unter dem Titel «The Okkult Basis of Goethe's Work» in «Transactions of the Second Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», London 1907. Erstveröffentlichung in deutscher Sprache in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung», Heft 10, Dornach, Sommer 1963. Theosophie in Deutschland vor hundert Jahren Erschienen in englischer Übersetzung unter dem Titel «Theosophy in Ger-many a Hundred Years ago» in «Transactions of the Third Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», London 1907. Erstveröffentlichung in deutscher Sprache in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung», Heft 11, Dornach, Weihnachten 1963. Philosophie und Anthroposophie Erschienen unter dem Titel «Philosophie und Theosophie», Berlin 1908; 2. umgearbeitete Auflage «Philosophie und Anthroposophie» in «Durch den Geist zur Wirklichkeits-Erkenntnis der Menschenrätsel», Berlin 1918; 3. Auflage Dornach 1929; 4. Auflage Düsseldorf 1948; 5. Auflage Dornach 1964. Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Anthroposophie Erschienen unter dem Titel «Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Theosophie» in «Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bologna MCMXI», Genua o. J.; Sonderdruck hieraus o. O. 1911; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 16. Jahrg. Buch 4, Juli-Sept. 1934; in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948; in «Reinkarnation und Karma» und andere Aufsätze, Stuttgart 1961. |
| 477 | Die Theosophie und das Geistesleben der Gegenwart Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948. Ein Wort über Theosophie auf dem Vierten Internationalen Kongreß für Philosophie Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948. Was soll die Geisteswissenschaft und wie wird sie von ihren Gegnern behandelt? Ursprünglich als Artikel «Was soll die Geisteswissenschaft? Eine Erwiderung auf <Was wollen die Theosophen?>» im «Tagblatt für das Birseck, Bir-sig- und Leimental», Ariesheim, Nr. 50 vom 28. Febr. 1914. Als selbständige Publikation Berlin 1914. Die Aufgabe der Geisteswissenschaft und deren Bau in Dornach Mehrere Auflagen Berlin o. J.; Berlin 1920, 1921, Dornach 1916, 1920, Dornach 1974, 1982 in: «Das menschliche Leben», tb 612. Das menschliche Leben vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft (Anthroposophie) Dornach 1916,1918,1919,1932; Stuttgart 1948; Dornach 1974, 1982, tb 612. Die Erkenntnis vom Zustand zwischen dem Tode und einer neuen Geburt Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 1. Jahr, Buch l, April 1916 und Buch 4, Jan. 1917; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; in «Das menschliche Leben», tb 612, Dornach 1974, 1982. Die Geisteswissenschaft als Anthroposophie und die zeitgenössische Erkenntnistheorie. Persönlich-Unpersönliches Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 2. Jahr, Buch 2, Juli 1917; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; erste selbständige Ausgabe Dornach 1950 |
| 478 | Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 2. Jahr, Buch 3, Okt. 1917 und Buch 4, Jan. 1918 sowie3. Jahr, Buch l, April 1918; ferner in «Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz Anno 1459», von Johann Valentin Andreae, ins Neudeutsche übertragen von Walter Weber, Dornach 1942, Stuttgart 1957, Basel 1978. Frühere Geheimhaltung und jetzige Veröffentlichung übersinnlicher Erkenntnisse Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München 3. Jahr, Buch 2, Juli 1918; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; in «Anthroposophie. Österreichischer Bote von Menschengeist zu Menschengeist», Wien 1. Jahrg. Nr. 3, 1. Dez. 1922 u Nr. 4/5, 15. Dez. 1922. Luziferisches und Ahrimanisches in ihrem Verhältnis zum Menschen Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 3. Jahr, Buch 3, Okt. 1918; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; erste selbständige Ausgabe Dornach 1932. Ein Geleitwort Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie und Dreigliederung», 1. Jahrg. Erstes Heft, Stuttgart, April 1921. Meine «Zustimmung» zu Richard Wahles «Erkenntniskritik und Anthroposophie» Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 2. Jahrg. Heft 12, März 1923. Was soll die Geisteswissenschaft? Eine Erwiderung auf «Was wollen die Theosophen ?» Erschienen im «Tagblatt für das Birseck, Birsig- und Leimental», Ariesheim, Nr. 50 vom 28. Februar 1914. Richard Wähle, Erkenntniskritik und Anthroposophie Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 2. Jahrg. Heft 12, März 1923. |