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ANHANG

ANHANG

WAS SOLL DIE GEISTESWISSENSCHAFT? EINE ERWIDERUNG AUF «WAS WOLLEN DIE THEOSOPHEN?»

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440 In der Beilage zum «Tagblatt für das Birseck, Birsig- und Leimental» ist der Abdruck eines Vortrages erschienen: «Was wollen die Theosophen?», den Herr Pfr. E. Riggenbach am Familienabend der reformierten Kirchgenossen in Ariesheim am 14. Februar gehalten hat. Da sich dieser Vortrag auch mehrfach mit der von mir vertretenen «Geisteswissenschaft» auseinandersetzen will, so wird mir die verehrliche Redaktion die Bitte gewähren, das Folgende zu den Ausführungen des Redners sagen zu dürfen. - Ich werde nur auf dasjenige Rücksicht nehmen, was in Bezug auf diese «Geisteswissenschaft» gesagt ist. Denn ich habe auch in der Zeit, in welcher ich Mitglied der sogenannten «Theosophischen Gesellschaft» war, niemals etwas Anderes vertreten, als diese Geisteswissenschaft; und ich glaube, daß bei einem genaueren Eingehen auf die von mir ausgesprochene Weltanschauung auch Herr Pfarrer Riggenbach auf seinem mißverständlichen Satz nicht beharren würde: «daß das ganze Gedankensystem, mit dem Dr. Steiner auftritt, im wesentlichen dasselbe ist, wie das von den Damen Blavatsky und Besant erfundene».
Zunächst soll ohne Rückhalt das Streben des Herrn Pfarrer Riggenbach anerkannt werden, der Sache der «Geisteswissenschaft», von seinem Gesichtspunkte aus, gerecht zu werden. Es berührt der vornehme Ton der Auseinandersetzungen,
441 das warmherzige Wahrheitsuchen und die edle Überzeugungstreue des Herrn Pfarrer im höchsten Maße sympathisch; und ich möchte ihn bitten, das, was ich zu sagen habe, ganz objektiv und ohne mir die geringste persönliche Spitze zuzumuten, hinzunehmen.
Mich setzt jeder «Angriff», der von einem Vertreter einer religiösen Gemeinschaft gegen die «Geisteswissenschaft» gemacht wird, gewissermaßen doch wieder in Verwunderung. Denn ich versäume kaum eine Gelegenheit, um immer wieder zu betonen, daß diese Geisteswissenschaft keiner Art religiösen Bekenntnisses von sich aus gegnerisch gegenübertreten wolle, da sie sich selbst nicht als ein neues religiöses Bekenntnis betrachte, sondern als die echte Fortsetzerin der naturwissenschaftlichen Vorstellungsart, wie diese in der Morgenröte der neueren Kultur durch Kopernikus, Kepler, Galilei, Giordano Bruno sich dem Geistesleben der Menschheit einverleibt hat. Aus derselben Denkergesinnung heraus, aus der Galilei, Bruno das Reich der Natur betrachteten, will Geisteswissenschaft das Reich des Geistes beobachten. Und so wenig des Kopernikus' Lehre, daß die Erde sich um die Sonne bewege, der wahren Religiosität Abbruch getan hat, so wenig kann z. B. das geisteswissenschaftlich richtig verstandene Gesetz von den «wiederholten Erdenleben» der echten Religiosität irgend welche Gefahr bringen. - Es wurde allerdings nach dem Auftreten des Kopernikus geglaubt, daß seine Lehre der Religion abträglich sei, wie es gegenwärtig Herr Pfarrer Riggenbach von der Geisteswissenschaft glaubt. Die Weltgeschichte ist über diesen Glauben, der den Kopernikus ablehnen zu müssen sich gedrängt fühlte, hinweggeschritten; und diejenigen, welche Geisteswissenschaft im echten Sinne fassen, müssen sich der Meinung hingeben, daß über die Gegnerschaft,
442 welche dieser Wissenschaft gegenwärtig erwächst, viel schneller hinweggeschritten werden wird als über diejenige, die sich gegen Kopernikus wandte. Immer wieder muß ich gedenken der schönen Worte, welche ein Priester, der als Theologieprofessor vor etwas mehr als zehn Jahren das Rektorat einer Universität antrat, gesprochen hat: Er sagte, die Zeitgenossen haben sich aus mißverstandener Religiosität gegen Kopernikus gewandt; gegenwärtig wird der wahrhaft religiöse Mensch anerkennen, daß jede neue Einsicht in den Weltzusammenhang zur Offenbarung der Herrlichkeit der göttlichen Weltenlenkung ein neues Stück hinzufügt. -Warum macht man sich nicht zu nutze die Erfahrungen, welche diejenigen gemacht haben, welche nicht müde wurden, zu betonen, die Lehre des Kopernikus widerspreche der Bibel? Täte Herr Pfarrer Riggenbach dieses, so würde er manches seiner Worte anders sprechen, in dem er z. B. zum Ausdruck bringt, die Geisteswissenschaft widerspreche dem Evangelium.
Wenn die Geisteswissenschaft von «höheren Erkenntnisfähigkeiten» spricht, so vertritt sie damit allerdings einen Gesichtspunkt, welcher in der Gegenwart noch von vielen Seiten angezweifelt wird. Doch man nehme das, was über diese Fähigkeiten gesagt wird, nur einmal unbefangen hin! Es sind Fähigkeiten, welche durchaus in der Entwickelungslinie der gewöhnlichen menschlichen Seelenkräfte liegen. Wenn der Mensch willkürlich sein Denken, Fühlen und Wollen von dem Punkte aus weiterbildet, bis zu dem diese ohne sein Zutun sich gebildet haben, so geschieht etwas ähnliches wie beim Kinde, das aus den Fähigkeiten seiner ersten Jahre in diejenigen seines späteren Alters übergeht. Wie das Kind lernt, seine Seelenfähigkeiten so zu gebrauchen, daß ihm der Leib ein
443 gutes Werkzeug für das Erleben in der Sinnenwelt wird, so kann der Mensch seine Erkenntniskräfte weiter bilden, so daß er sich in einem leibfreien seelischen Zustand befindet. In diesem Zustande erlebt er dann die Vorgänge einer geistigen Welt und weiß sich von geistigen Wesen umgeben, wie er sich in der Sinnenwelt von sinnlichen Wesen umgeben weiß. Daß dies möglich ist, davon kann sich jeder überzeugen, der sich einläßt auf dasjenige, was in meinem Buche: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» ausgeführt ist. Wer sich darauf nicht einlassen will, der wird die Möglichkeit eines leibfreien Seelenlebens leugnen können, wie ja schließlich jemand auch sagen könnte: «ich glaube nicht an die Existenz des Wasserstoffs», der sich nicht darum bekümmern will, daß Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht. Wie durch den Chemiker der Wasserstoff losgelöst vom Wasser aufgezeigt wird, so wird von dem Geistesforscher gezeigt, zu welchen Erkenntnissen die vom Leibe losgelöste Seele kommt. Die Vorstellungsart der Geisteswissenschaft ist die gleiche wie diejenige der Naturwissenschaft; nur wird diese Vorstellungsart auf das geistige Gebiet angewendet.
Es kann für niemand, der das eben Gesagte berücksichtigt und es betrachtet im Zusammenhange damit, wie Geisteswissenschaft z. B. von mir verbreitet wird, der geringste Zweifel sein, daß Herr Pfarrer Riggenbach eine mißverständliche Behauptung tut, wenn er sagt: «Auch darin läuft die Weise der Theosophen derjenigen Jesu direkt zuwider, daß sie einen engen, abgeschlossenen Kreis von Eingeweihten bilden und ihr Bestes sorgfältig für diesen zurückbehalten. Von einer solchen Geheimnistuerei hat Jesus niemals etwas wissen wollen.» Wer kann diese Behauptung aufrecht erhalten, der berücksichtigt, daß in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse
444 der höheren Welten?» für jeden gesagt wird, welcher Zugang die Erkenntnisse der Geisteswissenschaft eröffnet? Wer kann den Vorwurf der Geheimtuerei erheben, der ins Auge faßt, daß ich z. B. in zahlreichen öffentlichen Vorträgen, die jedem zugänglich sind, alles sage, was aus dem gegenwärtigen Zeitgeiste heraus verständlich sein kann? Wenn darüber hinausgehend Geisteswissenschaft von gewissen Kreisen betrieben wird, so hat die Abgeschlossenheit solcher Kreise keinen anderen Sinn als den, daß man zu gewissen Teilen der Geisteswissenschaft nur gelangen kann, wenn man andre zuvor sich angeeignet hat. Das ist aber in dieser Wissenschaft nicht anders, als in jeder ändern; und wer der Geisteswissenschaft Geheimtuerei vorwirft, der sollte es auch der Universitätswissenschaft gegenüber tun, die in diesem Punkte genau das Gleiche vollbringt; nämlich nur über gewisse Dinge zu denjenigen zu sprechen, die sich Verständnis dafür erworben haben. Geisteswissenschaft ist in keinem ändern Sinne etwas Geheimtuendes wie jede andere Wissenschaft.
Ich weiß, daß niemand, der in rechter Folge sich mit den Erkenntnissen der Geisteswissenschaft bekannt gemacht hat, die Ausführungen, welche ich über das Vaterunser, über die Stelle im Johannes-Evangelium «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen» oder über die Paulus-Worte «Die ganze Natur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend» gegeben habe, so besprechen wird, wie es Herr Pfarrer Riggenbach getan hat. Wer verstehen will, was von mir in Bezug auf diese Dinge gesagt ist, der kann sie nicht so, wie Herr Pfarrer Riggenbach tut, aus dem Zusammenhange reißen. Wenn man dies tut, dann kann man nicht bloß sagen, daß ich «im Auslegen immer munter sei; leg' ich nicht aus, so
445 leg' ich unter»; man kann nicht nur sagen: «eine solche Auslegung der Heilandsworte, das grenzt für mein Gefühl an Lästerung»; man könnte noch viel mehr sagen: man könnte behaupten, solche Auslegung sei der vollendetste Unsinn. Wer aber die Art des Vortrags, die Vorstellungsart und Denkgesinnung nimmt, innerhalb welcher diese vermeintlichen «Auslegungen» auftreten, der wird nicht mehr in solcher Weise diese Dinge zu einer Kritik benutzen, wie es der Herr Pfarrer Riggenbach tut. - Wenn gutmeinende Kritik, wie sie entschieden die des Herrn Pfarrer Riggenbach ist, schon so vorgeht, so kann man sich vorstellen, daß von Seiten der Freunde der Geisteswissenschaft einige Vorkehrungen getroffen werden, damit nicht zum Beispiele Vortragszyklen, die nur für solche Zuhörer gedacht sind, welche andre - vorbereitende - kennen, in die Hände solcher Personen gelangen, welche sie ganz phantastisch finden müssen, weil sie die Voraussetzungen zum Verständnisse nicht haben. Aus solchen ganz selbstverständlichen - und gar nicht prinzipiell bedeutsamen - Maßnahmen hat sich der unbegründete Vorwurf der Geheimtuerei entwickelt.
Eine viel beliebte und doch nur irreführende Art, über die «Zusammensetzung des menschlichen Wesens» im Sinne der Geisteswissenschaft zu geben, übt auch Herr Pfarrer Riggenbach. Wer sich die Mühe nimmt, aus meiner «Theosophie» die Art aufzunehmen, wie die Geisteswissenschaft zu dieser «Zusammensetzung» gelangt, der kann finden, daß damit das Streben, die Natur des Menschen zu erkennen, wie es ein Ideal aller Weltanschauungen war, zu einer Form gebracht werden soll, welche den Forderungen der gegenwärtigen Wissenschaft genügt. Neu an dieser Einteilung ist im Grunde nur dasjenige, was durch die oben charakterisierten geistigen
446 Fähigkeiten gewonnen wird. Das andre ist bei einer ganzen Reihe einsichtiger Seelenforscher schon zu finden. Wenn man die «Siebenzahl» verfänglich findet als Zahl der Seelenäußerungen, so sollte man auch verfänglich finden, daß das Licht in sieben Regenbogenfarben, der Ton in der siebengliedrigen Tonleiter (die Oktav ist wieder Grundton) zur Offenbarung kommend gedacht werden müssen. Ich will mit Herrn Pfarrer Riggenbach nicht rechten, wenn er sagt: «Von der Bibel her sind wir gewohnt, im Menschen ein Dreifaches zu unterscheiden: Leib, Seele und Geist.» Es gab «Gottesgelehrte», welche dieses von der Bibel her so wenig gewohnt waren, daß sie alle diejenigen, welche diese Dreiteilung behaupteten, der Ketzerei beschuldigten an der echten christlichen Lehre. Es wird eine Zeit kommen, in welcher die Menschen «von der Geisteswissenschaft» her «gewohnt» sein werden, im Menschen sieben Glieder seines Wesens zu unterscheiden, wie sie heute am Licht sieben Farbenglieder unterscheiden. - Wer einfach sagt: «Die Theosophen geben sich damit - mit Leib, Seele und Geist - nicht zufrieden; sie haben herausgefunden, daß der Mensch aus sieben Gliedern zusammengesetzt ist . . .», der führt irre, weil er bei seinen Zuhörern und Lesern die Vorstellung erweckt, die sieben Glieder des Menschen seien auf eine Willkür hin angenommen; während sie sich ergeben auf Grund sorgfältiger geisteswissenschaftlicher Forschung.
Einen ähnlichen Vorgang wie für die siebengliedrige Menschennatur befolgt Herr Pfarrer Riggenbach für die Gesetze der «wiederholten Erdenleben» und des «Karma». Er macht sich diese Gesetze zuerst in seiner Art zurecht und kritisiert dann nicht, was z. B. ich über diese Gesetze vorbringe, sondern was er erst aus ihnen gemacht hat.
Das Gesetz der «wiederholten Erdenleben» beruht nicht,
447 wie Herr Pfarrer Riggenbach anzunehmen scheint, auf einem «Glauben», sondern auf einer geisteswissenschaftlichen Untersuchung. Durch eine solche findet man, daß sich im Leben des Menschen zwischen Geburt und Tod ein «Seelenkern» in Entwickelung zeigt, der ebenso die Grundlage eines neuen Menschenlebens ist, wie der Pflanzenkeim die Grundlage eines neuen Pflanzenlebens ist, das sich in der Vorgängerpflanze also bereits veranlagt findet. Da der Pflanzenkeim physischer Natur ist, so findet man ihn mit den Mitteln der Sinneswissenschaft; da der «Seelenkern» geistig-seelischer Natur ist, so kann er nur durch die Beobachtung der leibfrei gewordenen Seele gefunden werden. Und so wird er gefunden, nicht etwa durch eine Analogie (einen Vergleich) mit dem Pflanzenleben. Daß auf höherer Stufe für das Menschenwesen etwas ähnliches - nur mit dem Unterschiede, daß es geistig-seelisch ist - gefunden wird, wie auf niederer Stufe für das Pflanzenleben, bezeugt, daß Geisteswissenschaft die wahre Fortsetzerin der Naturwissenschaft ist. - Der Pflanzenkeim - als physisches Wesen - kann zugrunde gehen, ohne ein neues Pflanzenwesen zu begründen; der «Seelenkern» erweist sich als das «Ewige» im Menschen, das durch die wiederholten Erdenleben hindurchgeht. Er prägt sich die Erlebnisse der aufeinanderfolgenden Erdenleben ein - was der Pflanzenkeim nicht, oder doch nur in beschränktem Maße kann — und lebt in einem Erdenleben innerhalb seines Leibes auf Grund der Wirkungen früherer Einprägungen. Nur so viel kann hier über das vielverzweigte Gesetz vom «Karma» gesagt werden. - Wenn Herr Pfarrer Riggenbach, wieder aus dem Zusammenhang gerissen, «mehr als Kuriosum» erwähnt, was ich einmal über den Karma-Zusammenhang eines Idioten gesagt habe, so beweist er durch die
448 Art seiner Ausführung, wie wenig er sich klar darüber ist, was der Geistesforscher in seiner Seele durchgemacht hat, bevor er es wagt, einen so speziellen Fall als von ihm untersucht, seinen Zuhörern mitzuteilen. Er beweist, wie wenig er ahnt von dem tiefen Ernst, der einer solchen Aussage zugrunde liegt. Der Herr Pfarrer Riggenbach findet, daß der wahre Christ die «Wahrheit aus der Bibel schöpft» und sie nachher durch seine «religiöse und sittliche Erfahrung» bestätigt sieht. Ich möchte ihn fragen: Kann er sich denn durchaus nicht vorstellen, daß man auch so schwer der Seele abgerungene Erkenntnis, wie die von dem Karma eines Idioten, nachher durch seine Erfahrung bestätigt findet? Es gestatte in diesem Falle der Pfarrer dem Nichtpfarrer, frei zu bekennen, daß ich seine Behandlung mir gegenüber gerade in diesem Karma-Falle wenig christlich finde.
Und fast dasselbe möchte ich sagen, wenn der Herr Pfarrer Riggenbach die Bemerkung macht: «Wer mit Karma Ernst macht, dem muß die Liebe, die alles glaubt und alles hofft, und alles duldet und alles trägt, als eine Illusion erscheinen.» Woher kann Herr Pfarrer Riggenbach die Gründe für eine solche Behauptung haben? Aus der ernsthaft gemeinten Geisteswissenschaft sicher nicht. Denn diese wird nicht müde, auf die karmischen Zusammenhänge liebloser Handlungen und Gesinnungen hinzuweisen. - Daß aber Herr Pfarrer Riggenbach mit seiner Logik manches zustande bringen kann, was der Geisteswissenschaft völlig ferne liegt, beweist mir ein wirklich erstaunlicher Satz seiner Ausführungen. Er sagt: «Es klingt doch sehr geschraubt und sophistisch, wenn er - Steiner - an einer Stelle schreibt: <Nicht das Schicksal handelt, sondern wir handeln in Gemäßheit der Gesetze unseres Schicksals.> Ja» - so sagt Herr Pfarrer Riggenbach weiter -,
449 «wenn wir in Gemäßheit der Gesetze unseres Schicksals handeln, so heißt das doch nichts anderes, als daß wir unter dem Zwange unseres Schicksals handeln und damit ist es um die Freiheit geschehen.» Mit Verlaub: wenn ich einmal sagen sollte: «Nicht die Lebensgesetze meines Beines handeln, wenn ich den Fuß vorsetze, sondern ich setze den Fuß vor in Gemäßheit der Lebensgesetze meines Beines», werden Sie, Herr Pfarrer Riggenbach dies dann «geschraubt und sophistisch» finden und etwa gar sagen: «Ja, wenn wir in Gemäßheit der Lebensgesetze des Beines gehen, so heißt das doch nichts anderes, als daß wir unter dem Zwange unserer Beingesetze gehen und damit ist es um die Freiheit geschehen.» Das werden Sie doch wohl kaum sagen, und so einsehen, daß man nicht gleich so unchristlich sein soll, jemand «Sophistik» vorzuwerfen, da man sich in Bezug auf die Logik ja ganz leicht verhaspeln kann.
Die Kritik des Christus-Impulses, von dem die Geisteswissenschaft spricht, ist wohl der allerunbegründetste Teil in den Ausführungen des Herrn Pfarrer Riggenbach. Es würde viel zu weit führen, die Behauptung zu widerlegen, daß «diese ganze Art», den Christus aufzufassen, aus dem sogenannten Gnostizismus stamme. Nein, sie stammt aus der von aller Vorgängerschaft unabhängigen geisteswissenschaftlichen Forschung. Es ist ganz unrichtig, zu sagen: «Darnach ist Jesus nicht von jung auf, wie ihn uns die Bibel zeigt, unter der Leitung des heil. Geistes zum Christus herangereift, sondern er hat in den ersten dreißig Lebensjahren nur die leibliche Hülle zubereitet, in die sich bei der Taufe durch Johannes der Christus herniederließ.» Man kann, was die Geisteswissenschaft über diesen Punkt zu sagen hat, nicht mehr verzerren, als es durch diese Behauptung geschieht. Diese Wissenschaft
450 untersucht, was eigentlich durch die Johannestaufe geschehen ist, die ganz unzweifelhaft auch der Bibel gemäß als ein wichtiges Ereignis im Jesus-Leben zu gelten hat. (Weizsäcker übersetzt sogar die entsprechende wichtige Stelle im Lukas-Evangelium: Dieses ist mein vielgeliebter Sohn; heute habe ich ihn gezeuget.) Und die Geistesforschung findet, daß der Christus-Geist, der Jesus von Nazaret bis zu seinem dreißigsten Jahre wie von außen geführt hat, dann in seinem dreißigsten Jahre in das Innerste seines Wesens eingezogen ist. Sicher wird die Bibelforschung der Zukunft finden, daß gerade in diesem Punkte auch die Bibel nicht Herrn Pfarrer Riggen-bach, sondern der Geisteswissenschaft recht gibt. - Über alles andre, was Herr Pfarrer Riggenbach gegen die Christuslehre der Geisteswissenschaft vorbringt, kann ich mich kurz fassen. Warum greift man überhaupt diese Christuslehre an, da sie ihrerseits nichts enthält von einer Verneinung der Anschauungen irgendeines christlichen Bekenntnisses über Christus? Nichts, aber auch gar nichts von alledem, was Herr Pfarrer Riggenbach von Christus glaubt, wird verneint durch die Geisteswissenschaft. Es wird durch diese nur eine wesentliche Erweiterung, Erhöhung des Christusbegriffes herbeigeführt. Man sollte glauben, daß auch im Sinne des Herrn Pfarrer Riggenbach diejenigen doch gute Christen genannt werden dürfen, welche das annehmen, was er annimmt, und noch etwas dazu. Wenn das Ereignis von Golgatha auch in seiner kosmischen Bedeutung erkannt wird, so wird ihm doch von derjenigen Anerkennung nichts genommen, die Herr Pfarrer Riggenbach für sich in Anspruch nimmt. Es ist unrichtig zu sagen: «Das Evangelium ist ihnen - den Theosophen - zu einfach, zu plebejisch.» Es ist eine Behauptung, die wieder -man verzeihe mir das Wort - wenig christlich ist gegenüber
451 Menschen, welche alle Kräfte daran setzen, um das Christus-Ereignis zu verstehen. Wohin kommt man, wenn man es unstatthaft findet, daß jemand über den Christus noch etwas andres glaubt, als man selber glauben will? Man kommt dazu, zu sagen: Ich verlange von dir nicht nur, daß du glaubst, was ich glaube; sondern ich mißbillige an dir, daß du auch noch etwas wissen willst, was ich nicht wissen will. Und dies ist doch die letzte Konsequenz der Kritik, welche Pfarrer Riggenbach an dem Christusbegriff der Geisteswissenschaft übt. Er würde - da er ein durchaus gutmeinender Kritiker ist -diese Konsequenz gewiß weit von sich weisen. Doch ich muß sie aus seinen Ausführungen durchaus heraushören und finden, daß diese Ausführungen mir doch so klingen, wie wenn jemand sagte: An Kopernikus sollst du nicht glauben, denn der spricht über die Weltvorgänge nicht so, wie es in der Bibel steht. Ein weiteres über das hier Angedeutete wird gesagt werden in meinem nächsten Vortrage über «Geisteswissenschaft und ihr Verhältnis zu gegenwärtigen religiösen und sozialen Strömungen», den ich am 13. März 1914 in Basel halten werde.
Zum Schlüsse sei nochmals die Versicherung abgegeben, daß ich die ruhig-sachliche, herzvolle Auseinandersetzung des Herrn Pfarrer voll würdige und ihm dafür dankbar bin; ja, ich schließe aus vollem Herzen, ähnlich wie er selber: «Ich bereue diese Auseinandersetzung meinerseits nicht, weil es immer interessant ist, sich mit den Ideen andrer im ehrlichen Kampfe auseinanderzusetzen. Noch mehr aber reut es mich darum nicht», weil sich von dem in Bescheidenheit angestrebten Boden der Geisteswissenschaft «die schlichte Herrlichkeit des Evangeliums um so leuchtender abhebt.»

'' '' Dr. Rudolf Steiner



RICHARD WÄHLE ERKENNTNISKRITIK UND ANTHROPOSOPHIE

452 Ein Glück des Geistes ist - das Erfassen der Wahrheit, ein anderes - Träumen. Es ist gesagt Wahrheit und es ist nicht gesagt - Wissen, denn die Wahrheit kann darin bestehen, daß man weiß, Wissen sei unmöglich. Aber jene bloße Sicherheit der Erkenntnis, wie traurig es um menschliches Wissen stehe, könnte keine Freude bereiten; sondern Freude kann höchstens daher kommen, daß man Irrtümer, eitle Hoffnungen losgeworden ist, und statt schwankenden Bodens festes, wenn auch schmales Terrain unter die Füße bekommen hat. — Ich bin aller philosophischen Irrtümer ledig. Wer die diesbezüglichen Aufklärungen, Widerlegungen, Demonstrationen, Analysen und viele psychologische und physiologische Aufschlüsse kennenlernen wollte, würde meine Werke, am besten meinen Mechanismus des geistigen Lebens, einsehen. - Hier soll in äußerster, fast sündhafter Kürze erwähnt werden, was hinter uns liegen müßte, in der Nacht falscher Begriffe und irrlichternder Worte; es soll die positive Errungenschaft aufgezeigt werden, die durch meine radikale Kritik erzielt wurde. Und gerade jene Formel der sichersten und bescheidensten Erkenntnis wird dann das Tor zur Stadt der Träume öffnen.
Zunächst sei an die leichteste Analyse erinnert. Es gibt keinen wesenhaft als Kraft dem Bewußtsein sich zeigenden Willen; sondern es gibt nur Reihen von Bildern und Leibesaktionen. Es gibt auch keinen psychischen Akt des Liebens, keinen Akt des Wünschens, des Urteilens, keinen Akt des Vorstellens; sondern es gibt nur Reihen von flächenhaften sinnlichen
453 Vorkommnissen und Motorik - in eigentümlichen (von mir exakt geschilderten) Typen, für die jene praktischen, abkürzenden Namen kursieren, hinter denen aber durchaus keine erkannten Funktionen stecken.
Bei Bestand der Sinne gibt es sicher das Vorkommnis der Welt der Ausdehnung, der Körperlichkeit; sie ist schlechthin da, als Sinnenvorkommnis eine Realität. Aber es ist keine Sicherheit, keine Chance für die Behauptung, daß diese Ausdehnung eine wirksame, kraftvolle Potenz, ein Faktor des Schaffens und der Energie sei.
Es ist ganz sicher, daß die ausgedehnte Realität einerseits in der primären Form des realen Vorkommnisses - so als Kristall, Baum, Menschenleib, Auge - besteht, und es ist ebenso sicher, daß andererseits eine sekundäre Realität der Vorkommnisse besteht, in jener Form, die man Erinnerung - an Kristall, an Auge - nennt, oder ferner auftauchende Kombinationen solcher Vorkommnisse, die man Phantasien nennt. Es ist aber keine Sicherheit, ja es ist Erschleichung, daß diese Vorkommnisse sich fänden als Besitz eines «Ich». Es ist sicher, daß alle diese primären und sekundären Vorkommnisse schlechthin Realitäten sind, aber es ist nicht der Schein der Berechtigung für die Annahme, daß sie als «gewußt» existieren, im Schöße eines «Ich» existieren. Frei schwebende, kraftlos schattenhafte Realitäten sind da, ohne irgendwie ihren Ursprung, ihre Wurzelung zu verraten; nichts wissen wir von ihrer Herkunft und ihrem Bestände! Daß sie ein Schatz eines inneren Kern-Ichs seien, daß dessen Bewußtwerden da ist, ist Lüge. - Leicht ist es erklärlich, wieso die Lüge entsteht. Sie entsteht durch das Spiel - durch Augenöffnen und -schließen - der Sinne, die ja aber doch selbst nichts als frei flatternde Realitäten sind, die keine Wirkungskraft noch Wirkungsart
454 zeigen und nicht dazu taugen, uns die wahrhaften Prozesse zu künden.
Wenn man nun diese unsere kritische Sicherheit, gegenüber der Fülle alles Unbewiesenen und Vorgeplauderten, auf einen Ausdruck bringt, so muß man sagen: Etwas, was dem hinhuschenden Vorkommnisse der Welt - noch ohne Leibessinne gefaßt — entspricht - wie die Welt nämlich war und ist, insoferne Menschen und Sinne nicht sind -, muß es in lebendiger, wirkender Kraft geben; und etwas, was den Sinnen entspricht, muß es auch in wahrhaft lebendig wirkender Kraft geben. Heißen wir beliebig das erste substantiell Seiende - X, das zweite substantiell Seiende im allgemeinen - Y. Dann muß gelten: die frei schwebenden, an sich nicht deklarierten Vorkommnisse sind die Funktion des Zusammenwirkens von XY. - Das ist des «Wissens» letzter Schluß: XY setzen, unbekannt wie, die Vorkommnisse in die Welt. -
Und nun wird man weiter zu Annahmen gedrängt, die eine, wenn auch dürftige Fixation gestatten, aber nicht weit ausgedacht werden können. So tut sich hier das Reich der Träume auf, und zwar zeigen sich vier Hauptstraßen.
Es ist eine Tatsache im Vorkommnisgebiet, daß es für den Sinnenkomplex Leib A einen Kreis primärer und sekundärer Vorkommnisse gibt und einen ändern für den Sinnenkomplex B, usf. Es zeigen sich die Vorkommnisse in Sphären, die gegeneinander nicht geöffnet sind, - oder doch nicht mit Sicherheit als geöffnet erklärt werden können. So werden wir zuerst sagen dürfen oder vielleicht müssen, daß in den Prozessen der Wirksamkeit XY ein Prinzip der Abteilungen existiert. Ich nannte es das Rahmenprinzip.
Dann wird gedacht werden können oder müssen: das X und Y, die Urkraft der unter Abzug der Sinne ausgedehnten
455 Welt, und die Urkraft der Sinnlichkeit seien im Wesen einheitlich. Denn um aufeinander zu wirken, müssen sie gleichwertig sein. So wäre also vielleicht nur eine Ursubstanz mit einer innerlichen Urdifferenzierung zu glauben, mit einem innerlichen Anlaß, sich in Sphären, in den Rahmen, zu geben.
Ferner aber ist es leicht möglich, daß diese Ursubstanz in ihren Funktionen auch ihre Rahmen überspringt, und so könnten irgendwie jene Vorkommnissphären in der Wurzeltiefe zusammenfließen. Und es läßt sich sogar träumen, daß vielleicht auch im Bereich der Vorkommnisse selbst Fäden von Sphären zu Sphären gesponnen seien.
Und endlich. Wir kennen vom Standpunkte des Menschen aus Freudiges und Trauriges, Lust und Schmerz. Aber eine allmächtige Ursubstanz kann nicht leidend sein. Und so muß wohl dort jeder hiesige Schmerz irgendwie ein Teil eines Ganzen sein, in dem er nicht Schmerz ist, sondern vielleicht nur Würze und Erhöhung der Freude.
Gerade meine absolut radikale Analyse und Kritik des Vorhandenen, die nur unbekannt woher und wie schwebende, neutrale Realitäten duldet, macht das Schwärmen von wahrhaften Urkräften nötig. - An der Grenze meines stahlharten, engen Terrains der Erkenntnis steht ein Türmchen, von dem aus die Ahnung in ein notwendiges, aber unerforschbares Gebiet schweifen kann. - Und dort ist auch die Brücke, auf der meine Sympathien hinüber zu den Gebilden der Anthroposophie und ihrer Gedanken wandeln können.



HINWEISE

456 Bei den in diesem Band vereinigten Aufsätzen handelt es sich zu einem großen Teil um von Rudolf Steiner für die Veröffentlichung in den verschiedensten Zeitschriften überarbeitete Vorträge (Autoreferate). Für die zweite Auflage in dieser Zusammenstellung — erweitert um zwei Aufsätze aus den Jahren 1921 /23 und den Anhang - wurden die Texte mit den - soweit vorhanden — Originalmanuskripten bzw. Erstveröffentlichungen verglichen. Die von W. Groddeck für die erste Auflage erstellten Hinweise wurden ergänzt, ebenfalls die bibliographischen Angaben. Hinzugekommen ist ferner ein Personenregister.

Die ursprünglich in den Vorträgen gebrauchten Worte «Theosophie» und «theosophisch» sind immer im Sinne der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft (Anthroposophie) zu verstehen. Teilweise wurden sie von Rudolf Steiner selbst bei der Überarbeitung der Vorträge für die Drucklegung durch die Worte «Anthroposophie» und «anthroposophisch» ersetzt. Wo dies nicht der Fall war, wurden die entsprechenden Änderungen bei den früheren Ausgaben, die auf eine entsprechende ausdrückliche Anweisung Rudolf Steiners zurückgehen, auch in dieser Auflage beibehalten.

Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.


Zu Seite
9 Mathematik und Okkultismus: Siehe hierzu Rudolf Steiners Bericht «Der theosophische Kongreß in Amsterdam» in «Luzifer-Gnosis. Grundlegende Aufsätze zur Anthroposophie und Berichte aus der Zeitschrift <Luzifer» und «Lucifer Gnosis> 1903-1908», GA Bibl.-Nr. 34, Dornäch I960, S. 539 ff.

Plato: Über die Bedeutung der Mathematik siehe «Der Staat», 7. Buch 525-527 (Stephanus-Numerierung) in «Sämtliche Werke», Leipzig 1916, S. 285-288. Wörtlich heißt es dort: «Denn dem Kriegsmann ist diese Kenntnis unerläßlich für die Aufstellungen der Truppen, dem Philosophen aber für die Erfüllung seiner Aufgabe, die darin besteht, sich über das Gebiet des Werdenden zu erheben und das Sem zu erfassen …» (S. 285). Platon geht es im weiteren Verlauf seines Dialoges zwischen Sokrates und Glaukon darum, die Rechen-und Zählkunst zum gesetzlichen Lehrfach zu machen. In diesem Zusammenhang heißt es u. a.: «Siehst du also, mein Freund, daß wir dieses Lehrfach mit vollem Recht für notwendig für uns erklären, da es die Seele offenbar nötigt auf dem Wege des reinen Denkens sich der reinen Wahrheit zu nähern?» (S. 286).
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10 Es ist soviel wahre Wissenschaft in dem Naturerkennen: Siehe hierzu I. Kant, «Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft» (1776), Vorrede: «Ich behaupte aber, daß in jeder besonderen Naturlehre nur so viel eigentliche Wissenschaft angetroffen werden könne, als darin Mathematik anzutreffen ist.»
12 Newton und Leibniz: Isaac Newton hatte gewisse Grundgedanken der Differentialrechnung schon für seinen Privatgebrauch entwickelt. G. W. Leibniz, der sich ebenfalls mit der Differentialrechnung beschäftigte, hat sie weiter ausgebaut, methodisch entwickelt, für den allgemeinen Gebrauch fruchtbar gemacht und früher als Newton veröffentlicht. Die Differentialrechnung ermöglicht die Rechnung mit Differentialen, d. h. unendlich kleinen Differenzen, und ist zusammen mit der Integralrechnung für alle Probleme der exakten Naturwissenschaften und der Mechanik von großer Bedeutung. Die Zusammenführung von Differential- und Integralrechnung wird Infinitesimalrechnung genannt.
13 Karl Friedrich Gauß, 1777-1855. Er entdeckte, daß das Axiomensystem der klassischen Euklidischen Geometrie nur eines unter vielen möglichen ist.

Bernhard Riemann, 1826-1866. Seine geometrischen Untersuchungen wurden später unter der Bezeichnung «Riemannsche Geometrie» zusammengefaßt.

Oskar Simony, 1852-1915; Professor für Mathematik an der Hochschule für Bodenkultur in Wien. Schrieb u. a.: Gemeinverständliche, leicht kontrollierbare Lösung der Aufgabe: «In ein ringförmig geschlossenes Band einen Knoten zu machen» und verwandter merkwürdiger Probleme, 3. erw. Aufl., Wien 1881. Siehe auch Rudolf Steiner, «Weltwesen und Ichheit», GA Bibl.-Nr. 169, Dornach 1963, S. 124 f.

Friedrich Jakob Kurt Geissler, geb. 1859. Schrieb u. a. «Die Grundsätze und das Wesen des Unendlichen in der Mathematik und Philosophie» (1902); «Grundgedanken der übereuklidischen Geometrie» (1904).
15 die Gehurt des «höheren Manas» aus «Kama-Manas»: Rudolf Steiner verwendet hier die im theosophischen Sprachgebrauch üblichen Bezeichnungen. Später ersetzte er diese durch anthroposophische Begriffe. «Kama-Manas» oder «niederes Manas» bedeutet irdisches Bewußtsein im Gegensatz zum «höheren Manas» (Buddhi-Manas); von Rudolf Steiner auch «Verstandesseele» genannt.
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15 was das Arupa-Reicb im Gegensatz zu dem Rupa-Reich ist: Arupa-Reich oder Arupa-Plan, auch Arupa-Devachan, bezeichnet das obere oder höhere Devachan, d. h. die Vernunftwelt, die Welt der wahren Intuition im Gegensatz zum Rupa-Reich bzw. Rupa-Devachan, dem unteren oder niederen Devachan, d. h. der himmlischen Welt.
17 Besonders scharf wandte sich in diesem Sinne Goethe gegen eine Überschätzung der Mathematik: Siehe seine Schrift «Über Mathematik und deren Mißbrauch sowie das periodische Vorwalten einzelner wissenschaftlicher Zweige» in «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur» 1883 bis 1897, 5 Bände, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibl.-Nr. la-e, Band II, S. 45 f. Wörtlich heißt es dort: «Ich hörte mich anklagen, als sei ich ein Widersacher, ein Feind der Mathematik überhaupt, die doch niemand höher schätzen kann als ich, da sie gerade das leistet, was mir zu bewirken völlig versagt worden. Hierüber möchte ich mich gern erklären und wähle dazu ein eigenes Mittel, solches durch Wort und Vortrag anderer bedeutender und namhafter Männer zu thun. Was die mathematischen Wissenschaften betrifft, so muß uns ihre Natur und ihre Vielzahl keineswegs imponieren. Der Einfalt ihres Gegenstandes sind sie vorzüglich ihre Gewißheit schuldig.»

selbst da, wo wir uns keiner Rechnung bedienen: Goethe, «Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt», ebenda S. 19.

an Herder: 17. Mai 1787, «Italienische Reise».
19 Die okkulte Grundlage in Goethes Schaffen: Siehe hierzu Rudolf Steiners Bericht «Der theosophische Kongreß in London», in «Luzi-fer-Gnosis», GA Bibl.-Nr. 34, Dornach 1960, S. 566 ff.
21 Johann Peter Eckermann: «Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens» (l 823-1832), 3 Bde. 1837-1848, herausgegeben von Gustav Moldenhauer, Leipzig o. J. (1884), 1. Bd. S. 226.
22 In schönster Weise hat Schiller: Siehe «Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe in den Jahren 1794—1805», 1. Teil, Stuttgart und Tübingen, 1828,5. 13.

In seiner Schrift über Winckelmann: Siehe «Winckelmann und sein Jahrhundert. In Briefen und Aufsätzen»; hrsg. von Goethe, Stuttgart 1805; vgl. Sophienausgabe, Weimar 1891, Bd. 46, S. 22.
23 in dem schönen Prosahymnus «Die Natur»: Siehe Hinweis zu S. 17, «Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften», Band II, Erstes Buch «Zur Naturwissenschaft im Allgemeinen», S. 5 ff.
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23 «Ich möchte die Stufe damaliger Einsicht»: Goethes Brief vom 24. Mai 1828 an Friedrich von Müller; in «Goethes Briefe», hrsg. v. Ph. Stein, Berlin 1924, 8. Bd. S. 251.
24 «Wie ich überhaupt ziemlich unbewußt lebte»: Siehe «Kampagne in Frankreich», Zwischenrede. Sophienausgabe, Bd. 33, Weimar 1898, S. 186.
25 in dem Gedicht «Geheimnisse»: Ein Fragment, Sophienausgabe Bd. 16, Weimar 1894, S. 168 ff. Siehe auch Rudolf Steiners Vonrag in Köln vom 25. 12. 1907 «Die Geheimnisse. Ein Weihnachts- und Ostergedicht von Goethe», Dornach 1977.

Im Jahre 1816 wurde er dann . . . aufgefordert: Veranlaßt durch einen Brief des Königsberger Studentenkränzchens vom 18. Nov. 1815, verfaßte Goethe seinen Aufsatz «Die Geheimnisse. Fragment von Goethe», der im «Morgenblatt für gebildete Stände», Nr. 102 vom 27. April 1816 veröffentlicht wurde. In «Schriften zur Literatur», Sophienausgabe Bd. 41,1, Weimar 1902, S. 100-105 u. 446 ff.

drei Programmpunkte der Theosophischen Gesellschaft: Siehe hierzu Rudolf Steiners Bericht «Von der Theosophischen Arbeit. Theoso-phische Gesellschaft (Theosophical Society)», in «Luzifer-Gnosis», GA Bibl.-Nr. 34, Dornach 1960, S. 531. Dort heißt es: «Die Hauptprinzipien der Theosophischen Gesellschaft sind: 1. Den Kern einer brüderlichen Gemeinschaft zu bilden, die sich über die ganze Menschheit, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Gesellschaftsklasse, der Nationalität und des Geschlechts erstreckt. 2. Das vergleichende Studium der Religionen, Philosophien und Wissenschaften zu fördern. 3. Die von der gewöhnlichen Wissenschaft unberücksichtigten Naturgesetze und die im Menschen schlummernden Kräfte zu erforschen.»
29 In seinem Tagebuche der Schweizer Reise: 10. September 1797.

Karl Friedrich Kielmeyer, 1765—1844, Naturforscher.

spricht er seinen Gedanken . . . mit den Worten aus: «Howards Ehrengedächtnis», siehe Hinweis zu S. 17, «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», Band II, S. 346 f.
30 Atma - Buddhi - Manas: Die drei Glieder der geistigen Wesenheit des Menschen. Atma: das siebte Prinzip des Menschen, sein höheres göttliches Selbst; von Rudolf Steiner auch Geistesmensch genannt. Buddhi: Weltseele oder Weltgemüt, sechstes Prinzip der menschlichen Wesenheit, die geistige Seele; von Rudolf Steiner Lebensgeist genannt. Manas: Geist; als Prinzip des Menschen; von Steiner Geist selbst genannt.
460
30 devachanisches Reich: Devachan (Sanskrit) bedeutet Himmelswelt, die eigentliche Heimat der Menschenseele; Welt der Inspiration.

Veit Valentin, 1885-1916; siehe «Goethes Faustdichtung in ihrer künstlerischen Einheit», Berlin 1894, S. 146 ff.
32 in den Gesprächen mit Eckermann: Siehe Hinweis zu S. 21; hier: Bd. 2, S. 108.

er werde am Schlüsse Mystiker: «Faust endet als Greis, und im Grei-senalter werden wir Mystiker.» Siehe: Friedrich Christoph Förster «Kunst und Leben», Berlin 1873, hrsg. von H. Kletke; Gespräch mit Goethe (l 828) S. 216 f.
33 sein Gedicht «Selige Sehnsucht»: Siehe J. W. v. Goethe «Westöstlicher Diwan», Sophienausgabe 6. Bd., Weimar 1888, S. 28/29.
35 In seiner Art weist Schiller: «Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen». Vierter Brief.

Er schreibt darüber an Schiller: 26. Oktober 1794.
36 in dem Rätselmärchen: Erstmals erschien «Das Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» in den «Hören» im Jahre 1795 als Abschluß der Erzählung «Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter». Siehe Sophien-Ausgabe Band 18, Weimar 1895. Siehe auch die Schrift Rudolf Steiners «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen Faust und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie», GA Bibl.-Nr. 22; ferner die Sonderausgabe anläßlich des 150. Todestages von Goethe, in der alle erhaltenen Ausführungen Rudolf Steiners über das Märchen aufgenommen wurden unter dem Titel «Goethes geheime Offenbarung in seinem <Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie> », Dornach 1982.
38 In einem ändern Märchen: «Der neue Paris. Knabenmärchen», in «Dichtung und Wahrheit», erster Teil, zweites Buch, Sophien-Ausgabe 26. Band, Weimar 1889. Siehe auch den Vortrag von Rudolf Steiner vom 2. März 1905 «Goethes geheime Offenbarung <Die neue Melusino und <Der neue Paris> », in «Ursprung und Ziel des Menschen», GA Bibl.-Nr. 53.
39 spricht Goethe in den 'Weissagungen des Bakis»: Gedicht. Sophien-Ausgabe, 1. Band, S. 335-342, Weimar 1887; hier: 16. Strophe.

in dem Märchen »Die neue Melusine»: Siehe «Wilhelm Meisters Wanderjahre», 3. Buch, 6. Kap., Sophien-Ausgabe, 25. Band I, Weimar 1895, S. 131-165.
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39 «Pandora»-Fragment: Ein Festspiel. Sophien-Ausgabe, 50. Band, Weimar 1900, S. 295-344.

das Bild einer Hellseherin in Makarie: Siehe «Wilhelm Meisters Wanderjahre», 3. Buch, 15. Kap., Sophien-Ausgabe, 25. Band, Weimar 1895, S. 280-284.
40 in der «Kampagne in Frankreich»: November 1792, Pempelfort; Sophien-Ausgabe, 33. Band, Weimar 1898, S. 195.
41 Hylozismus: Weltanschauung, die den Stoff als solchen als belebt ansieht.

«Denn, indem der Mensch . . .»; Siehe «Winckelmann und sein Jahrhunden», Sophien-Ausgabe, Bd. 46, Weimar 1891, S. 29.

Deshalb spricht er von einer «anschauenden Urteilskraft»: Siehe Hinweis zu S. 17, «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», Band I, S. 115.
42 «Dafür steht ja aber der Mensch so hoch . . .»: «Sprüche in Prosa», l. Abtig. «Das Erkennen», in «Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften», siehe Hinweis zu S. 17, Bd. 4 (2) ad V, S. 351.
43 Theosophie in Deutschland vor hundert Jakren: Siehe Rudolf Steiners Bericht «Der Kongreß der Föderation europäischer Sektionen der Theosophischen Gesellschaft in Paris» in «Luzifer-Gnosis», GA Bibl.-Nr. 34, Dornach 1960, S. 572 ff.
45 In dem Werk, das er «Gott» nannte: Siehe Johann Gottfried Herder (1744-1803): «Gott, Einige Gespräche», in «Herders Sämtliche Werke», hrsg. v. B. Suphan, Berlin 1887, 16. Band, S. 403-580.

in seiner «Erziehung des Menschengeschlechtes»: Siehe Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), «Werke», G. J. Göschen'sche Verlagshandlung, Leipzig 1869, 4. Band, S. 289; §§ 91-100; im § 98 heißt es wörtlich: «Warum sollte ich nicht so oft wiederkommen, als ich neue Kenntnisse, neue Fertigkeiten zu erlangen geschickt bin? Bringe ich auf einmal so viel weg, daß es der Mühe wiederzukommen etwa nicht lohnet?»
45/46 «Briefwechsel zwischen Julius und Raphael»: Siehe Schillers «Sämtliche Werke», 19. Band, Augsburg 1827, «Philosophie Briefe», S. 5 ff.
46 «Theosophie des Julius»: Siehe Hinweis zu S. 45 f., a. a. O., S. 14 ff. Alle folgenden Zitate sind dieser Schrift wörtlich entnommen.
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49 in seinen «Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen»: Diese, nach dem November 1791 zum Dank für die Schiller angebotene Ehrengabe (jährliche Pension von 1000 Talern, die dann durch fünf Jahre ausbezahlt wurde), von Jena und Ludwigsburg aus an den Herzog Friedrich Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg gerichteten Briefe gingen bei dem Brande der Christiansburg in Kopenhagen im Februar 1774 verloren. Auf Wunsch des Herzogs stellte Schiller die Briefe aus seinen Konzepten wieder her und veröffentlichte sie in erweiterter Umarbeitung 1795 in den «Hören».

der «ästhetische Zustand»: Friedrich Schiller, «Über die ästhetische Erziehung des Menschen», 23. und 24. Brief, in Schillers «Sämtliche Werke», Augsburg 1827, 17. Band, S. 91 ff.
51 Einer seiner Kernsprüche: Wörtlich heißt es in Schillers Gedicht «Die Künstler», Zeile 34-35:

Nur durch das Morgentor des Schönen
Drangst du in der Erkenntnis Land.


In seinem Vortrag vom 4. Dez. 1922 machte Rudolf Steiner zu dieser Stelle einmal die Bemerkung, daß richtigerweise «Morgenrot» stehen müsse. Daher zitierte er häufig den Vers konsequent so, wie im Text angegeben. Siehe hierzu Rudolf Steiner «Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus», GA Bibl.-Nr. 218, Dornach 1976, S. 280 f.

52 «Denke man eine Welt von Blindgeborenen»: Einleitungsvorlesungen in die Wissenschaftslehre 1813. In «Fichtes nachgelassene Schriften» Bonn 1834, Bd. I, S. 4 f.
53 «Der neue Sinn ist demnach der Sinn für den Geist»: Ebda. S. 19 u. S. 7
55 «Die meisten Menschen würden leichter dahin zu bringen sein»: Siehe J. G. Fichte, «Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre» (1794), 2. Teil, Anm. zu § 4, in «Sämtliche Werke», hrsg. von I. H. Fichte, Berlin 1845, 1. Band, S. 175 ff.
61 Aussprüche wie die folgenden: Novalis, «Fragmente», in «Novalis Werke in vier Teilen», hrsg. von Hermann Friedemann, Dritter Teil, Fragmente II, Mathematische Fragmente Nr. 1666.
61/62 «Die Menschheit in gleichsam der höhere Sinn»: Novalis, «Gesammelte Werke», hrsg. von Paul Kluckhohn, Bibliographisches Institut A. G. in Leipzig, o. J., 2. Band, S. 350.
62 Unter seinen «Fragmenten»: Siehe Hinweis zu S. 61. Fragmente I, Nr. 1001, 165, 1102; Fragmente II, Nr. 1723.
463
65 «Es gibt demnach notwendig etwas im Menschen»: I. P. V. Troxler, «Blicke in das Wesen des Menschen», Aarau 1812, S. 124.
66 den ich 1908 in Stuttgart gehalten habe: Am 17. August.
69 niemals werde das menschliche Erkennen: Wönlich heißt es in dem Vortrag «Über die Grenzen des Naturerkennens», Leipzig 1872, S. 12: «Nie werden wir besser als heute wissen, was, wie Paul Erman zu sagen pflegte, <hier>, wo Materie ist, <im Räume spukt> ».
74 in seinem Buche: Rudolf Steiner, «Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriß dargestellt» (1914), GA Bibl.-Nr. 18.
77 daß Kant, und zwar mit Recht, gesagt hat: Wörtlich heißt es: «Übrigens hat die Logik von Aristoteles Zeiten her an Inhalt nicht viel gewonnen, und das kann sie ihrer Natur nach auch nicht». Vgl. Im-manuel Kant, «Sämtliche Werke», hrsg. von G. Hartenstein, achter Band, Leipzig 1868, S.21.
84 die harten Worte Luthers: Siehe «Martin Luthers Briefe», hrsg. von Reinhard Buchwald, Leipzig 1909. Bd. I, S. 17 f., 222, 254 und Ferdinand Bahlow, «Luthers Stellung zur Philosophie», Berlin 1891, S. 31 f.
85 in meiner »Wahrheit und Wissenschaft»: Hier handelt es sich um Rudolf Steiners erweiterte Dissertation. Der Untertitel dieses im Jahre 1886 erschienenen Buches lautet: «Vorspiel einer Philosophie der Freiheit. » (1886). GA Bibl.-Nr. 3.
86 «Die Welt ist meine Vorstellung»: Siehe Schopenhauers Hauptwerk «Die Welt als Wille und Vorstellung», Leipzig 1819. Mit Einleitung von R. Steiner, Cotta-Ausgabe, Stuttgart und Berlin o. J. (1864). Vgl. auch Rudolf Steiner, «Arthur Schopenhauer», in «Biographien und Biographische Skizzen 1894-1905», GA Bibl.-Nr. 33, S. 230 ff.
87 Alles, was wir wahrnehmen: Wörtlich heißt es bei Helmholtz: «Insofern die Qualität unserer Empfindung uns von der Eigentümlichkeit der äußeren Einwirkung, durch welche sie erregt ist, eine Nachricht gibt, kann sie als ein Zeichen derselben gelten, aber nicht als ein Abbild. . . . Ein Zeichen aber braucht gar keine Art der Ähnlichkeit mit dem zu haben, dessen Zeichen es ist.» Siehe H. Helmholtz, «Die Tatsachen in der Wahrnehmung», Berlin 1879, S. 12.

mit einem von mir sehr geschätzten philosophischen Denker: Eduard von Hartmann (1842-1906). Vgl. Rudolf Steiner «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, Kap. IX und «Briefe», Bd. I u. II, GA Bibl.-Nr. 38 und 39 (in Vorbereitung).
464
89/90 Vincenz Knauer, 1828-1894. Siehe «Die Hauptprobleme der Philosophie», Wien und Leipzig 1892; 21. Vorlesung, 1. Die Erkenntnisquellen, S. 136 f.
90 Danach unterschieden diese Philosophen: Siehe Albertus Magnus (1193-1280) «De natura et origine animae», Opp. V, 186a, in G. von Hertling «Albertus Magnus», Festschrift, Köln 1880. Über die Universalien siehe S. 78. Siehe auch Rudolf Steiners Vortrag über die Scholastik vom 15. Januar 1916 in «Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls», GA Bibl.-Nr. 165, Dornach 1981,5. 189 ff.
94 Dr. Ing. Carl Unger, 1878-1929, Inhaber einer Werkzeugmaschinenfabrik, war seit 1905 persönlicher Schüler Rudolf Steiners. Später Vorstandsmitglied der Deutschen Anthroposophischen Gesellschaft, Vortragender und Schriftsteller. Gesammelte Schriften in drei Bänden, Stuttgart 1964 und 1966. Insbesondere zur Erkenntnistheorie: «Die Grundlehren der Geisteswissenschaft auf erkenntnistheoretischer Grundlage», Berlin 1910 und «Aus der Sprache der Bewußtseinsseele», Schriften Band III. Vor Beginn eines öffentlichen Vortra-ges in Nürnberg fiel er am 4. Januar 1929 einem Attentat zum Opfer.
98 Das reine Denken können wir nach Aristoteles als Aktualität bezeichnen: Siehe hierzu Aristoteles «Metaphysik», hrsg. von, A. Lasson, IX. Buch, V. Teil, 2. Die Aktualität. Jena 1907, S. 149 ff.
101 was Fichte als Tathandlung bezeichnet: Wörtlich heißt es bei Fichte; «Das Ich setzt sich selbst, und es ist, vermöge dieses bloßen Setzens durch sich selbst; und umgekehrt: das Ich ist, und setzt sein Sein, vermöge seines bloßen Seins. Es ist zugleich das Handelnde und das Produkt seiner Handlung; das Tätige, und das, was durch die Tätigkeit hervorgebracht wird; Handlung und Tat sind ein und dasselbe; und daher ist das: Ich bin, Ausdruck einer Tathandlung.» In «Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre» (1794), Sämtliche Werke, hrsg. von I. H. Fichte, 1. Band, Berlin 1845, S. 96.
103 «Ich denke, also ich bin»: Rene Descartes, 1596-1650. Siehe «Die Prinzipien der Philosophie», übersetzt von A. Buchenau, 4. Aufl. Leipzig 1922, I. Teil, S. 3.
105 in meinem Buche: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» (1904/05), GA Bibl.-Nr. 10.
116 Gespräch mit Schiller: Siehe Sophien-Ausgabe 36. Bd. S. 246, Lesarten S. 438. In etwas anderer Fassung in «Glückliches Ereignis» (Morphologie).
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116 Auch hat er gesagt: Brief an Herder vom 17. Mai 1787, in «Italienische Reise».
126 bei seinem psychischen Prozeß: In der ersten Auflage hieß es hier „physischen Prozeß». Die Änderung erfolgte aufgrund eines Textvergleiches mit der Erstveröffentlichung dieses Aufsatzes (S. 235). Siehe hierzu die Angaben im «Nachweis früherer Veröffentlichungen», S. 476 dieses Bandes.
127 in meiner «Theosophie» und in meiner «Gebeimwissenscbaft»: «Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung» (1904), GA Bibl.-Nr. 9; «Die Geheimwissenschaft im Umriß» (1910), GA Bibl.-Nr. 13.
135/136 Seelenverfassungen, -wie sie zum Beispiel Sbaftesbury im Auge hat: Anthony Ashley-Cooper, Earl von Shaftesbury (1671-1713). Er sieht in der Persönlichkeit das Abbild der Welt als einer in sich harmonischen Ganzheit. Siehe auch: «Characteristics of men, manners, opinions and times» (1713), London, 3 Bände. Vgl. Paul Ziertmann, Einleitung zu «Shaftesbury, Untersuchung über die Tugend», Phil. Bibl. Bd. 110, Leipzig 1905, S. XII. Dort heißt es: «Ober seine [Shaftesbury's] innere Entwicklung nach 1699 ist schon bemerkt, daß er metaphysische Gedanken stärker entwickelt und der ästhetischen Auffassung der Welt und des inneren Menschen, auch des ethischen Handelns näher rückt. Dazu kommt nun als Drittes der Enthusiasmus: Schwärmerei, gefühlsmäßige Betrachtung der Dinge macht er zum Prinzip». - Der von Rudolf Steiner verwendete Ausdruck «kalter Verstand» ist nicht als Zitat aus Shaftesburys Schriften aufzufassen.
137 nur Bilder, oder gar nur «Zeichen» (Helmholtz): Siehe Hinw. zu S. 87.

Ansichten von Johannes Müller: Siehe «Handbuch der Physiologie des Menschen», 2 Bde. Koblenz 1833-1840. II. Bd., S. 254.
141 «Die Tatsache des Bewußtseins»: Moritz Benedikt, 1835-1920, Arzt und Kriminalanthropologe, «Die Seelenkunde des Menschen als reine Erfahrungswissenschaft», Leipzig 1895, S. 35.
147 Francesco Redi, 1626-1697, Naturforscher, Leibarzt des Herzogs von Toscana. Gesammelte Werke in 7 Bänden, 1664-1690.
154 eine lebhafte Debatte: Siehe auch das Protokoll der Diskussion, abgedruckt in «Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bologna MCMXI», Genua o. J., S. 246 f.:
466
154

'' '' Discussione sul discorso del prof. Steiner


Dr. W. Lutoslawski. - Ich möchte folgende Fragen stellen:
1. Ist für die höhere Entwickelung der Seele nicht wesentlich, daß man gewisse physische Bedingungen dem Leibe sichert, also Laboratorien oder Klöster zum Behuf dieser Entwicklungsübungen baut?
2. Wie kann man die westliche Yoga im Gegensatz zur orientalischen charakterisieren?
3. Was für historische Persönlichkeiten sind die Urheber der Übungen, die hier vorgeschlagen und beschrieben werden?
4. Wenn wir zwischen den Starken und den Schwachen unterscheiden, und den Starken die angegebenen Übungen empfehlen, kann man nicht auch die Schwachen durch Übungen hinlänglich stärken, damit sie die angeborene Schwäche überwinden?

Severin Stark konstatiert das Fortleben des Bergsonschen Hauptgedanken in den Ansichten des Prelegenten, und stellt die Frage auf, ob es ein allgemein zugängliches Kriterium der Objektivität von Wahrheiten gibt, welche dem laut dem Programme präparierten Menschen zuteil werden. Diese Frage, die vom Standpunkte der Ökonomie des wissenschaftlichen Betriebes höchst richtig ist, ist in dem Maße berechtigt, in welchem der Prelegent in seiner Arbeit mehr als eine Generalisierung eines einzelnen Document humain geben wollte.
'' '' Dr. A. Trebitsch, Prof. P. Enriques.

156 Was soll die Geisteswissenschaft: Siehe auch den im Anhang veröffentlichten Zeitungsartikel Rudolf Steiners «Was soll die Geisteswissenschaft? Eine Erwiderung auf <Was wollen die Theosophen?> », S. 440 f.
158 Rektoratsrede über Galilei: Laurenz Müllner, «Die Bedeutung Galileis für die Philosophie». Inaugurationsrede, gehalten am 8. November 1894 in Wien. Abgedruckt in «Anthroposophie», XVI. Jhg. 19337 34, S. 29 ff. Siehe auch Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, Kap. VII und «Vom Menschenrätsel», GA Bibl.-Nr. 20, Kap. «Ausblicke».
168 die wichtige Stelle: Lucas 3, 22; siehe auch: Mark. 1, 11; Matth. 3, 17. Die mit der Übersetzung verbundene Problematik wird in der Gegenüberstellung der folgenden beiden Versionen deutlich: Martin Luther: «Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.» - Carl Weizsäcker, Tübingen 1904: «Du bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt.»
467
176 Robert Zimmermann, 1824-1898; Ästhetiker und Philosoph. Von 1861 bis 1895 Professor der Philosophie an der Universität Wien. Einer der bedeutendsten Vertreter der Herbartschen Schule. Vgl. «Anthroposophie im Umriß. Entwurf eines Systems idealer Weltansicht auf realistischer Grundlage.» Wien 1882. Siehe auch Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, III. Kap.
178 in meinem Buche: «Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung» (1901), GA Bibl.-Nr. 7.
179 Helena Petrowna Blavatsky, 1831-1891; gründete zusammen mit Col. H. S. Olcott am 17. November 1875 in New York die Theosophische Gesellschaft, die ihr Zentrum bald darauf nach Indien verlegte. Ihre Hauptwerke: «Isis Unveiled» (1877), deutsch: «Die entschleierte Isis», Leipzig o. J.; «The Secret Doctrine» (1887—97), deutsch: «Die Geheimlehre», Leipzig 1898-1906.

Annie Besant, 1847—1933; wurde nach dem Tode des ersten Präsidenten Olcott 1907 Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft. Werke: «Uralte Weisheit», 1898; «Der Mensch und seine Körper», 1906; «Esoterisches Christentum», Leipzig 1922.
180 in dramatischen Darstellungen: Die Uraufführungen der vier Mysteriendramen von Rudolf Steiner fanden unter seiner Leitung in München als geschlossene, nur für Mitglieder der Theosophischen, später Anthroposophischen Gesellschaft zugängliche Veranstaltungen statt:
'' '' Die Pforte der Einweihung am 15. August 1910
'' '' Die Prüfung der Seele am 17. August 1911
'' '' Der Hüter der Schwelle am 24. August 1912
'' '' Der Seelen Erwachen am 22. August 1913
Für den Sommer 1914 war die Aufführung des fünften Mysteriendramas geplant. Rudolf Steiner hatte wie in den früheren Jahren vor, es vor Beginn der Proben niederzuschreiben. Da brach im August der Erste Weltkrieg aus. Die Festspielveranstaltungen mußten abgesagt werden, und die Niederschrift des vollständig konzipierten Dramas unterblieb. Siehe auch «Vier Mysteriendramen», GA Bibl.-Nr. 14.
206 eines Priesters gedenken: Siehe Hinweis zu S. 158.
211 wie Giordano Bruno vor die Menschheit treten mußte: Vgl. «Vom Unendlichen, dem All und den Welten», deutsch von L. Kuhlenbeck, Jena 1904, Gesammelte Werke Band 3, Vierter Dialog, S. 117. Wörtlich heißt es dort: «Unbegrenzt viele Welten existieren also, nicht in der Weise, wie man sich einbildet, daß diese Erde von so und so viel Sphären umgeben sei, deren einige einen, andere zahllose Sterne hielten, vielmehr durchkreisen alle diese großen Sternen weiten den freien Raum. . .».
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216 «Wenn es nun höchst erfreulich ist»: Ignaz P. V. Troxler, «Vorlesungen über Philosophie», Bern 1835, S. 101.

«Schon früher haben die Philosophen»: Ebenda, S. 100.
217 mein Buch: Siehe Hinweis zu S. 74.
218 in einem Vortrage: Gehalten in Berlin am 8. Oktober 1902. Siehe den Band «Über Philosophie, Geschichte und Literatur. Darstellungen an der Arbeiterbildungsschule und der Freien Hochschule in Berlin 1901 bis 1905», III Anhang, Diskussionen und Vorträge im Giordano Bruno-Bund, GA Bibl.-Nr. 51, Dornach 1983, S. 314. Vgl. «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Heft 79/80 «Rudolf Steiner und der Giordano Bruno-Bund. Materialien zu seinem Lebensgang, Berlin 1900 bis 1905», Dornach, Ostern 1983.
220 Carl Ludwig Schleich, 1859-1922; Arzt und Schriftsteller, Freund Strindbergs.

In «der Gewebsproduktion durch den hysterischen Impuls»: A. a. O., S. 256.
221 «Wenn Goethe, dieser Seher und Prophet“: Ebenda, S. 248.
222 Karl von Bardeleben, 1849-1918; Anatom, Professor in Jena.

«Jedes Nervenzentrum der Ganglien»: Vgl. Rudolf Steiner, «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr. 6, Kap. «Die Metamorphosenlehre», Dornach 1963, S. 133.
223 »So kam eine neue Weltanschauung»: Siehe Hinweis zu S. 158, ebenda S. 35 f.
232 Konrad Deubler, 1814-1884; Vgl. «Konrad Deubler. Tagebücher, Biographie und Briefwechsel des oberösterreichischen Bauernphilosophen», hrsg. von A. Dodel-Port, 2 Bde. Leipzig 1886.

Heinrich Zschokke, 1771-1848; Schriftsteller, Staatsmann und Pädagoge.
234 Wir werden niemals wissen: Siehe Hinweis zu S. 69, ebenda S. 45. Wörtlich heißt es dort: «In bezug auf das Rätsel aber, was Materie und Kraft seien, und wie sie zu denken vermögen, muß er ein für allemal zu dem viel schwerer abzugebenden Wahrspruch sich entschließen: <Ignorabimus>!».
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236 «Längst hatte, in seinen Jugendzeiten schon»: Herman Grimm, «Goethe», Stuttgart und Berlin 1903; 2. Band, 23. Vorlesung, S. 171 f.
238 durch den vorigen Vortrag: Siehe S. 173 ff. in diesem Band.
247 einsichtige Pädagogen gesagt haben: Jean Paul (1763-1825) in «Levana oder Erziehungslehre», Stuttgart und Tübingen 1845, S. XXVII. Wörtlich: «Jeder neue Erzieher wirkt weniger ein als der vorige, bis zuletzt, wenn man das ganze Leben für eine Erziehungsanstalt nimmt, ein Weltumsegler von allen Völkern zusammengenommen nicht so viele Bildung bekommt als von seiner Amme.»
256 Eduard von Hartmann: «Philosophie des Unbewußten. Versuch einer Weltanschauung», Berlin 1869. Siehe auch Rudolf Steiners Aufsatz: «Eduard von Hartmann. Seine Lehre und seine Bedeutung», in «Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884—1901. Gesammelte Aufsätze zur Philosophie, Naturwissenschaft, Ästhetik und Seelenkunde», GA Bibl.-Nr. 30, Dornach 1961, S. 288 ff.
258 Unter den vielen Erwiderungsschriften: «Das Unbewußte vom Standpunkt der Physiologie und Descendenztheorie. Eine kritische Beleuchtung des naturphilosophischen Teiles der Philosophie des Unbewußten», Berlin 1872.
259 Oscar Hertwig, 1849-1922, Anatom, Schüler von Ernst Haeckel; die angeführte Schrift erschien 1916 in Jena.
261 Thomas von Aquino, 1225—1274, Dominikaner, Scholastiker, Kirchenlehrer in Köln. Schüler und Freund von Albertus Magnus. Er leitete von 1261-1264 die päpstliche theologische Schule in Rom und 1265-1267 dort auch das Studium der Dominikaner. Von 1268 an lehrte er in Neapel und Paris. Hauptwerk «Summa theologica», hrsg. von H. Christmann, 36 Bände 1934 ff. Siehe auch Rudolf Steiner, «Die Philosophie des Thomas von Aquino», GA Bibl.-Nr. 74.
265 Die Sache ist oft erzählt worden: Siehe auch Rudolf Steiner «Praktische Ausbildung des Denkens», Dornach 1979. «Nun haben die Extravaganzen»: Siehe August Göllerich, «Beethoven», o. Ort 1904, S. 51 in der Reihe «Die Musik», hrsg. von R. Strauß.
266 «Es kommt immer noch das <e> »: Ebenda.
267 in einer vor kurzem erschienenen Broschüre: W. Joss, «Moderne Mystik und freies Christentum», Separatdruck aus der Schweiz, theol. Zeitschrift (Zürich) XXXIII. Jg. 1916, Heft 2/3 u. 4, S. 19.
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268 meine schon 1903 erschienene Schrift: «Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums» (1902), GA Bibl.-Nr. 8.
272 Theodor Ziehen, «Leitfaden der physiologischen Psychologie», 15 Vorlesungen, 4. Aufl. Jena 1898, S. 1.
273 Franz Brentano, «Psychologie vom empirischen Standpunkte», Leipzig 1874, S. 20.
307 ein langes Gespräch: Siehe Rudolf Steiner, «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, Kap. IX, Dornach 1982, S. 154 ff.
308/309 mit seinen . . . Bemerkungen und Einwendungen: Eine Kopie dieser Bemerkungen von der Hand Rudolf Steiners befindet sich im Archiv der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung, Dornach/Schweiz.
309 Roben Hamerling, «Die Atomistik des Willens. Beiträge zur Kritik der modernen Erkenntnis», 2 Bde. Hamburg 1891, 1. Bd. S. 13,17,13.
310 Gustav Theodor Fechner, «Die Tagesansicht gegenüber der Nachtansicht», Leipzig 1879, S. 4.
312 Gideon Spicker, «Lessings Weltanschauung», Leipzig 1883; «Vom Kloster ins akademische Lehramt. Schicksale eines ehemaligen Kapuziners», Stuttgart 1908; «Am Wendepunkt der christlichen Weltperiode. Philosophisches Bekenntnis eines ehemaligen Kapuziners», Stuttgart 1910. Ein Brief von Spicker aus dem Jahre 1886 liegt im Archiv nicht vor, jedoch bedankt sich Spicker in seinem Brief vom 4. August 1887 bei Rudolf Steiner für die Zusendung der «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung» und erwähnt die Absicht, im Zusammenhang mit einer Reise, die ihn nach Wien führt (sie kam dann aus familiären Gründen nicht zustande), mit Steiner über Goethes Erkenntnistheorie zu sprechen. Die von Steiner in seinem Aufsatz erwähnte Passage ist in diesem Brief nicht enthalten. Vgl. Rudolf Steiner «Briefe», Bd. I, GA Bibl.-Nr. 38.

Johannes Volkelt, «Erfahrung und Denken. Kritische Grundlegung der Erkenntnistheorie», Hamburg und Leipzig 1886.

«Der erste Fundamentalsatz»: Johannes Volkelt, «Immanuel Kants Erkenntnistheorie nach ihren Grundprinzipien analysiert», Leipzig 1879,5.1.
313 In meinem Buche: «Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung» (1894), GA Bibl.-Nr. 4.
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319 den kurzen Darstellungen des ersten und vierten Buches dieser Zeitschrift: Siehe den vorangehenden Aufsatz «Die Erkenntnis vom Zustand zwischen dem Tode und einer neuen Geburt», der in der von Alexander von Bernus herausgegebenen Zeitschrift «Das Reich», München, I. Jg. 1916/17, 1. und 4. Buch veröffentlicht wurde.
320 «Wervon der Kälte der Ideenwelt spricht»: Rudolf Steiner, «Goethes Weltanschauung» (1897), GA Bibl.-Nr. 6, Dornach 1963, S. 77.
321 das «schauende Bewußtsein»: Rudolf Steiner, «Vom Menschenrätsel» (1916), GA Bibl.-Nr. 20, Dornach 1957, S. 160.
322 «Die Mystik geht darauf aus»: Siehe Hinweis zu S. 320, ebenda S. 76. Der Wortlaut in diesem Aufsatz entspricht dem der ersten Auflage S. 59/60.
326 «Mit seinem objektiven Idealismus»: Siehe Hinweis zu S. 17, «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», Band II, S. LXIV, LXIII, LXIV, LXV.
328 Eduard von Hartmann schrieb: Siehe Hinweis zu S. 308/309. Der Kommentar E. v. Hartmanns bildet den Abschluß seiner Bemerkungen zur «Philosophie der Freiheit», 1. Auflage S. 242 (Archivexemplar). Vgl. auch R. Steiner, «Die Philosophie der Freiheit», GA Bibl.-Nr. 4, Dornach 1978, S. 266.
330 meine Auseinandersetzungen mit der Weltanschauung Friedrich Nietzsches und Haeckels: Siehe «Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit» (1895), GA Bibl.-Nr. 5; «Haeckel und seine Gegner», «Ernst Haeckel und die <Welträtsel> », «Die Kämpfe um Haeckels <Welträtsel> », «Ernst Haeckel. Die Kunstformen der Natur», in «Methodische Grundlagen der Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1884-1901», GA Bibl.-Nr. 30; «Haeckel, Tolstoi und Nietzsche», in «Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887-1901», GA Bibl.-Nr. 31.

werde ich später einmal zur Darstellung bringen: Siehe «Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte. Mit einer Einleitung über den Agnostizismus als Verderber echten Menschentums», GA Bibl.-Nr. 78.
332 Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz: In seinem Brief vom 11. Januar 1916 trat Alexander Frhr. von Bernus an Rudolf Steiner mit der Bitte heran, für den in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift «Das Reich» geplanten Neudruck der erstmals im Jahre 1616 erschienenen «Chymischen Hochzeit» eine Einführung zu schreiben: «Wenn es möglich wäre, daß Sie zu diesem Neudruck,
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332 und sei es auch nur ganz kurz, eine Einführung schreiben möchten, so wäre das natürlich von hoher Bedeutung.» Wie Rudolf Steiner seinen Beitrag aufgefaßt sehen will, wird in der folgenden Passage seines Briefes vom 20. März 1918 an Bernus deutlich:

«In dem Aufsatz bin ich nun in der Interpretierung der <Chymischen Hochzeit> so weit gegangen als gegenwärtig möglich ist. Weiter gehen würde ich nur können, wenn von irgendeiner Seite der Geist meiner Interpretation als unrichtig bezeichnet würde. Es ist in dem vorliegenden Rahmen sicher nicht notwendig, die exoterische Rosenkreut-zer-Litteratur mehr zu berücksichtigen, als ich es am Schlüsse des Aufsatzes getan habe. Was ich selbst ganz am Ende über die Stellung Andreaes zum Rosenkreutzertum gesagt habe, ist Ergebnis der geisteswissenschaftlichen Forschung selbst. Dies allerdings wird bei denen, die bisher über die Sache geschrieben haben, ein Kopfschütteln hervorrufen. Aber mein geisteswissenschaftliches Resultat ist gut fundiert. Sollte ich die Fundierung ausführlich zu schildern genötigt sein — etwa durch sich erhebenden Widerspruch — so ginge das über den Rahmen eines Aufsatzes über die <Chymische Hochzeit> hinaus. Vorläufig glaube ich, ist, was ich gesagt habe, genug.»

Der gesamte Text «Die Chymische Hochzeit des Christian Rosen-kreutz Anno 1459», aufgezeichnet durch Johann Valentin Andreae, ist heute u. a. zugänglich in der von Walter Weber besorgten Ausgabe (3. Aufl., Zbinden Verlag, Basel 1978), die auch den Aufsatz Rudolf Steiners sowie umfassende Erläuterungen und Hinweise auf weitere Äußerungen Rudolf Steiners zu diesem Thema enthält.
337 Johann Valentin Andreae, 1586—1654, lutherischer Pfarrer in Württemberg, Schriftsteller. Daß Andreae Autor der «Chymischen Hochzeit» ist, wird heute kaum mehr bestritten, hingegen herrscht noch keine einhellige Meinung darüber, daß er auch der Autor der sogenannten Rosenkreutzer-Manifeste, der «Fama Fraternitatis» Cassel, 1614, und der «Confessio Fraternitatis» Cassel, 1615, ist. Werke: «Vita ipso conscripta», hrsg. von F. H. Rheinwald, Berlin 1849; «Turris Babel sive Judiciorum de Fraternitate Rosaceae Crucis Chaos», Straßburg 1619; «Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz Anno 1459», Straßburg 1616. Ausführlich aufsein Leben und Werk geht ein: Frances A. Yates «Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes», Stuttgart 1975.
356 «Nun sei mir Gott willkommen»: Siehe «Die Chymische Hochzeit», hrsg. von W. Weber, Basel 1978, S. 30/31.
363 Christian Rosenkreutz: Eine von der klassischen Geschichtsschreibung nicht als historisch angesehene Persönlichkeit des 14./15. Jahrhunderts;
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363 legendär bekannt aus den sog. Rosenkreuzermanifesten. Siehe Hinweis zu S. 337. Hiernach ist Christian Rosenkreutz ein Deutscher adeliger Abkunft, der von 1378 bis 1484 lebte. Nach Rudolf Steiner war er eine wirkliche historische Persönlichkeit. Vgl. hierzu auch «Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit», GA Bibl.-Nr. 130.
369 die Wirren des Dreißigjährigen Krieges: Über die historischen Zusammenhänge zwischen den Rosenkreuzern und den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges, insbesondere auch in bezug auf die Rolle Jakob I. von England, Friedrich V. von der Pfalz («Winterkönig») und seiner Frau Elisabeth (Tochter Jakob I.) siehe: Frances Yates, «Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes», Stuttgart 1975.
377 «Weil ich also gute Gelegenheit hatte»: Siehe Hinweis zu S. 356, ebenda S. 92. Abweichungen im Text beruhen darauf, daß Rudolf Steiner frühere Ausgaben verwendet hat.
381 «Die Kunst ist der Natur Dienerin» und t die Natur ist der Zeit Tochter»: Ebenda S. 159.
384 «Hie manglen ungefähr zwei quart Blättlein»: Ebenda, S. 162.
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auf die <Fama> in Ketten geschlagen und auf eine Galeere gebracht hätten». (Vgl. F. Yates, ebenda S. 51/52). |

389 in seiner Schrift «Turris Babel»: Siehe Hinweis zu S. 337.
425 Zeitschrift »Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie und Dreigliederung», hrsg. von Der Kommende Tag A. G. Verlag Stuttgart, Schriftleitung S. v. Gleich, später E. Uehli und E. Kolisko. Heute wird sie unter dem Titel «Die Drei. Zeitschrift für Wissenschaft, Kunst und soziales Leben» von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland herausgegeben.
428 Im Goetheanum in Dornach: Von Rudolf Steiner begründete Freie Hochschule für Geisteswissenschaft. Sie war von ihm 1923/1924 als neue Esoterische Schule veranlagt, die sich unter seiner Gesamtleitung in der folgenden Art gliedern sollte:
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428 a) Klasse I, II, III, wovon nur I eingerichtet und von Rudolf Steiner bis zu seiner Erkrankung (Herbst 1924) geleitet wurde.
b) Sektionen: Als «Mittelpunkt» die allgemeine anthroposophische, der «vorläufig die pädagogische eingegliedert sein soll»; ferner die medizinische Sektion, die Sektion für redende und musikalische Künste, Sektion für bildende Künste, Sektion für schöne Wissenschaften, Mathematisch-astronomische Sektion, Naturwissenschaftliche Sektion, Sektion für das Geistesstreben der Jugend (Jugendsektion).
Das Goetheanum in Dornach/Schweiz war ein künstlerisch in Holz gestalteter Doppelkuppelbau, erbaut 1913—1922 unter der Leitung von Rudolf Steiner. Der im Innern noch nicht ganz fertiggestellte, aber seit 1920 in Betrieb genommene Bau fiel in der Silvesternacht 1922/23 einem Brand zum Opfer. Für einen zweiten, in Beton errichteten Bau schuf Rudolf Steiner das Außenmodell; er wurde 1928/29 fertiggestellt. Vgl. Rudolf Steiner «Wege zu einem neuen Baustil», GA Bibl.-Nr. 286.
Das Goetheanum dient heute als Tagungs- und Schulungsstätte. Zugleich ist es Ort künstlerischer Darbietungen (Mysteriendramen, «Faust»-Aufführungen, Eurythmie u. a.).
429 In Stuttgart besteht die Waldorfschule: Als einheitliche Volks- und höhere Schule von Emil Molt, Direktor der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, und Rudolf Steiner, der die Leitung bis zu seinem Tod im März 1925 innehatte, im Jahre 1919 begründet. Auf der Grundlage der von ihm entwickelten Menschenkunde und Erziehungskunst existieren heute über 200 Schulen in Europa und in Übersee. Siehe Rudolf Steiners Vorträge über Erziehungskunst, innerhalb der Gesamtausgabe in den Bänden Bibl.-Nrn. 293-311.

In den Ideen zur «Dreigliederung des sozialen Organismus»: Da sich der Einheitsstaat sowohl monarchistischer als auch parlamentarischer Prägung als unfähig erwiesen hat, die drängenden sozialen Fragen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu lösen, entwickelte Rudolf Steiner imjahre!917die« Dreigliederung des sozialen Organismus», d. h. daß das gesamte öffentliche Leben wesensgemäß in die drei Gebiete des Geisteslebens, Wirtschaftslebens und Rechtslebens gegliedert werden müsse. In Anlehnung an die Ideale der Französischen Revolution «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» ordnete er dem Geistesleben das Freiheitsprinzip, dem Wirtschaftsleben das Brüderlichkeitsprinzip und dem Rechtsleben das Gleichheitsprinzip zu. Siehe hierzu seine grundlegende Schrift aus dem Jahre 1919 «Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft», GA Bibl.-Nr. 23; ferner «Aufsätze über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915— 1921», GA Bibl.-Nr. 24, und «Soziale Zukunft», GA Bibl.-Nr. 332a.
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430 Richard Wahles Schrift »Gehirn und Bewußtsein»: Erschienen mit dem Untertitel «Physiologisch-psychologische Studie» in Wien 1884. Rudolf Steiners Besprechung dieser Schrift ist enthalten in dem Band «Methodische Grundlagen der Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1884-1901», GA Bibl.-Nr. 30, Dornach 1961, S. 475-477. Weitere Schriften Wahles: «Das Ganze der Philosophie und ihr Ende», Wien und Leipzig 1894; «Über den Mechanismus des geistigen Lebens», Wien und Leipzig 1906.
431 Wähle leitet seinen vorangehenden Aufsatz: Siehe im Anhang dieses Bandes S. 452 ff.
436 «Etwas, was den hinhuschenden Vorkommnissen der Welt . . . entspricht»: Ebenda S. 454.
438 « Wir halten das von dem Verfasser Vorgebrachte»: Siehe Hinweis zu S. 430, Rudolf Steiners Besprechung, ebenda S. 476.
440 Blavatsky und Besant: Siehe Hinweis zu S. 179.
442 Immer wieder muß ich gedenken der schönen Worte, welche ein Priester . . . gesprochen hat: Siehe Hinweis zu S. 158.
450 Weizsäcker übersetzt sogar: Siehe Hinweis zu S. 168.



NACHWEIS früherer Veröffentlichungen

476 Mathematik und Okkultismus
Erschienen in «Transactions of the First Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», edited by Johan van Manen, Amsterdam 1906.

Die okkulte Grundlage in Goethes Schaffen
Erschienen in englischer Übersetzung unter dem Titel «The Okkult Basis of Goethe's Work» in «Transactions of the Second Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», London 1907. Erstveröffentlichung in deutscher Sprache in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung», Heft 10, Dornach, Sommer 1963.

Theosophie in Deutschland vor hundert Jahren
Erschienen in englischer Übersetzung unter dem Titel «Theosophy in Ger-many a Hundred Years ago» in «Transactions of the Third Annual Congress of the Federation of European Sections of the Theosophical Society», London 1907. Erstveröffentlichung in deutscher Sprache in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung», Heft 11, Dornach, Weihnachten 1963.

Philosophie und Anthroposophie
Erschienen unter dem Titel «Philosophie und Theosophie», Berlin 1908;
2. umgearbeitete Auflage «Philosophie und Anthroposophie» in «Durch den Geist zur Wirklichkeits-Erkenntnis der Menschenrätsel», Berlin 1918;
3. Auflage Dornach 1929; 4. Auflage Düsseldorf 1948; 5. Auflage Dornach 1964.

Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Anthroposophie
Erschienen unter dem Titel «Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Theosophie» in «Atti del IV Congresso Internazionale di Filosofia Bologna MCMXI», Genua o. J.; Sonderdruck hieraus o. O. 1911; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 16. Jahrg. Buch 4, Juli-Sept. 1934; in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948; in «Reinkarnation und Karma» und andere Aufsätze, Stuttgart 1961.
477 Die Theosophie und das Geistesleben der Gegenwart
Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948.

Ein Wort über Theosophie auf dem Vierten Internationalen Kongreß für Philosophie
Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 18. Jahrg. Heft 2/3, April/Juni 1948.

Was soll die Geisteswissenschaft und wie wird sie von ihren Gegnern behandelt?
Ursprünglich als Artikel «Was soll die Geisteswissenschaft? Eine Erwiderung auf <Was wollen die Theosophen?>» im «Tagblatt für das Birseck, Bir-sig- und Leimental», Ariesheim, Nr. 50 vom 28. Febr. 1914. Als selbständige Publikation Berlin 1914.

Die Aufgabe der Geisteswissenschaft und deren Bau in Dornach
Mehrere Auflagen Berlin o. J.; Berlin 1920, 1921, Dornach 1916, 1920, Dornach 1974, 1982 in: «Das menschliche Leben», tb 612.

Das menschliche Leben vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft (Anthroposophie)
Dornach 1916,1918,1919,1932; Stuttgart 1948; Dornach 1974, 1982, tb 612.

Die Erkenntnis vom Zustand zwischen dem Tode und einer neuen Geburt
Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 1. Jahr, Buch l, April 1916 und Buch 4, Jan. 1917; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; in «Das menschliche Leben», tb 612, Dornach 1974, 1982.

Die Geisteswissenschaft als Anthroposophie und die zeitgenössische Erkenntnistheorie. Persönlich-Unpersönliches
Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 2. Jahr, Buch 2, Juli 1917; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; erste selbständige Ausgabe Dornach 1950
478 Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz
Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 2. Jahr, Buch 3, Okt. 1917 und Buch 4, Jan. 1918 sowie3. Jahr, Buch l, April 1918; ferner in «Die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz Anno 1459», von Johann Valentin Andreae, ins Neudeutsche übertragen von Walter Weber, Dornach 1942, Stuttgart 1957, Basel 1978.

Frühere Geheimhaltung und jetzige Veröffentlichung übersinnlicher Erkenntnisse
Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München 3. Jahr, Buch 2, Juli 1918; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; in «Anthroposophie. Österreichischer Bote von Menschengeist zu Menschengeist», Wien 1. Jahrg. Nr. 3, 1. Dez. 1922 u Nr. 4/5, 15. Dez. 1922.

Luziferisches und Ahrimanisches in ihrem Verhältnis zum Menschen
Erschienen in «Das Reich», hrsg. v. A. v. Bernus, München, 3. Jahr, Buch 3, Okt. 1918; ferner in «Anthroposophie. Zeitschrift für freies Geistesleben», 17. Jahrg. Buch 2, März 1935; erste selbständige Ausgabe Dornach 1932.

Ein Geleitwort
Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie und Dreigliederung», 1. Jahrg. Erstes Heft, Stuttgart, April 1921.

Meine «Zustimmung» zu Richard Wahles «Erkenntniskritik und Anthroposophie»
Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 2. Jahrg. Heft 12, März 1923.

Was soll die Geisteswissenschaft? Eine Erwiderung auf «Was wollen die Theosophen ?»
Erschienen im «Tagblatt für das Birseck, Birsig- und Leimental», Ariesheim, Nr. 50 vom 28. Februar 1914.

Richard Wähle, Erkenntniskritik und Anthroposophie
Erschienen in «Die Drei. Monatsschrift für Anthroposophie, Dreigliederung und Goetheanismus», 2. Jahrg. Heft 12, März 1923.




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